Kleine Fitnessgeräte | Übungen gegen Winkearm für unterwegs

Kleine Fitnessgeräte & Übungen gegen Winkearm für unterwegs im Test

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(Quelle: basenio)

Es gibt kleine Fitnessgeräte & Übungen, die gegen einen Winkearm helfen. Solche Geräte sind ideal für ein Training, wenn sie unterwegs sind. Wir haben recherchiert und den Handytrim gefunden & getestet.

Durch Studien ist es hinlänglich erwiesen, dass im Alter die Muskulatur abbaut. Der Prozess kann bereits ab dem 50. Lebensjahr eintreten. Um diesen Zeitpunkt verlieren Menschen jährlich etwa ein bis zwei Prozent ihrer Muskelmasse. Medizinisch spricht man dann von der Sarkopenie, dem degenerativen altersbedingten Abbau der Skelettmuskulatur. Rund die Hälfte aller Senioren ist in besonderem Maße davon betroffen.

Die Konsequenzen sind funktionelle Einschränkungen bei der Bewegung, was wiederrum die Sturzgefahr von Betroffenen erhöht. Bei solchen Stürzen steigt dann auch das Risiko auf Frakturen. Diesem altersbedingten Muskelabbau kann man mit einem gezielten Training entgegenwirken. Wer bereits im jungen Alter regelmäßig Sport trieb, senkt das Risiko auf Sarkopenie. Dies haben unter anderem Forscher der Charité Berlin in einer Studie herausgefunden. Doch auch im gesetzten Alter kann ein effizientes Training helfen, Gesundheitsrisiken durch muskuläre Defizite zu senken. Der Sportwissenschaftler Volkmar Feldt bestätigt dies. In einem Bericht, der im Deutschlandfunk erschien, meint er: „der Mensch ist bis zu letzten Lebenstag trainierbar, sollte dies tun, damit er aktiv bleibt, damit er alle Körperfunktionen erhält und letztendlich jung bleibt.“

Den Beweis für diese These kann man bei sportlichen Wettkämpfen von Senioren sehen. Ein besonderes Sprintduell machte im Februar 2017 die Runde im Netz. Der  99-jährige Orville Rogers spurtete gegen seinen 92-jährigen Kontrahenten und bezwang ihn auf den letzten Metern. Solche Leistungen zeigen in besonderem Maße, dass ein effizientes Training Körper und Geist fit hält.

Richtig trainieren im Alter

Bei Best-Agern und Senioren sollte es beim Fitness-Training weniger um Muskelaufbau gehen, sondern um den Erhalt der Muskulatur. Dafür braucht es effiziente Übungen. Wer also denkt, im Alter genüge es, sich zu schonen, der irrt. Muskeln müssen gezielt animiert werden, damit sie nicht verkümmern. Die Intensität der Krafteinheiten sollte jedoch geringer sein als in jüngeren Jahren. Daher wird empfohlen, dass man zwei- bis dreimal pro Woche je eine halbe Stunde trainiert.

Generell gilt, sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt über mögliche Trainingsbelastungen. Überfordern Sie ihren Körper, kann sich dies schädlich auf Ihre Gesundheit auswirken. Auch können Medikamente oder Krankheiten bestimmten Belastungen entgegenstehen. Bei Diabetes kann es sein, dass die Insulindosis angepasst werden muss.

Das Training zum Muskelerhalt sollte ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Bewegungs- und Koordinationseinheiten haben. Bei vielen Bewegungsübungen lohnt es sich, Geräte zu verwenden. So ist das Training effizienter und führt schneller zu gewünschten Effekten. Scheuen Sie sich also nicht, in Fitness-Studios zu gehen. Dringende Empfehlung: Lassen Sie sich vor dem Gebrauch der Geräte erst instruieren. Falsch ausgeführte Übungen sind schädlich für die Muskulatur.

Koordinationsübungen gehören ebenso zum Fitness-Training dazu. Armkreisen und Schulterkreisen lockert und entspannt die Muskeln im Schulterbereich. Stellen Sie sich auf ein Bein und schließen die Augen. Der Körper muss dabei im Gleichgewicht gehalten werden. Diese Übung spricht richtig ausgeführt viele Muskelpartien an und stärkt sie. Ideal sind Trainingsgeräte, bei denen sich beides kombinieren lässt.

Handytrim, das ideale Trainingsgerät für Zwischendurch

Beim Handytrim handelt es sich um ein Fitnessgerät, das ursprünglich für Profisportler entwickelt wurde. Die Athleten sollten mit dem Training ihre Haltemuskulatur stärken. Doch dieser kleine Rotationsexpander kann weitaus mehr. Die Einheiten können Rückenbeschwerden vorbeugen, und die Oberkörpermuskulatur nachhaltig stärken. Das Gerät ist dabei denkbar einfach konzipiert und lässt sich genauso einfach bedienen. Zwei ringförmige Haltegriffe sind mit Schnüren verbunden, die mittig eine 150 Gramm schwere Schwungscheibe tragen. Eben jene Scheibe wird durch Auseinanderziehen der Griffe in Rotation gebracht. Ähnlich wie bei einem Jo-Jo muss dann die Bewegung durch rhythmisches Ziehen aufrechterhalten werden. So verbinden sich Trainingselemente mit einem hohen Spaßfaktor.

Mit dem Handytrim können Sie fünf verschiedene Kraftübungen durchführen, die effektiv dabei helfen, die Muskulatur zu kräftigen. In der trainingswissenschaftlichen Studie "Quality of Life" S2 wurde untersucht, wie die Einheiten mit dem Gerät bei Menschen ab 50plus wirken. Unter anderem stellte man fest: „Die Teilnehmer der Trainingsgruppe konnten subjektiv durch das Handytrimtraining die konditionellen Fähigkeiten erhalten bzw. leicht verbessern. Die Trainingsintensität wurde von der Mehrheit der Teilnehmer als moderat bis sehr leicht eingeschätzt.“ Im Abschluss der Studie heißt es: „Zusammenfassend kann daraus abgeleitet werden, dass die Stärken dieses Gerätes in der kurzen Trainingszeit und der spaßbetonten Anwendung liegen, die gleichzeitig kommunikationsfördernd wirkt.“

Die einfache Konstruktion des kleinen Geräts erlaubt es, dass man fast überall zu jederzeit damit trainieren kann. Mit dem Handytrim ersetzt man zwar kein vollständiges Training an großen Kraftgeräten, kann aber viel für seine eigene Fitness und Gesundheit tun.

Mit Handytrim gegen Winkearme & Rückenschmerzen

Rückenschmerzen können viele Ursachen haben. Von daher gibt es kein Universalrezept gegen die Beschwerden. Sie sollten dies auch immer mit einem Arzt abklären. An dieser Stelle sei einzig auf muskuläre Defizite hingewiesen. Einseitige Belastungen, etwa beim Sitzen, können zu Verspannungen und Verhärtungen der Rückenmuskulatur führen. Diese machen sich durch Schmerzen bemerkbar. 

Bei Physiotherapien hören Betroffene auch oft den Satz: „Ihre Muskeln sind verklebt.“ Damit sind Faszien gemeint. Diese bilden im gesamten Körper ein Netzwerk, das sich um Muskeln und Organe legt. Verkleben diese, senden sie Schmerzsignale im Körper aus. Vom Winkearm spricht man, wenn die hintere Seite der Oberarme schlaff herabhängt. Bei Frauen gehört der Winkearm zu den typischen Problemzonen, die im Alter entstehen können. Verantwortlich dafür ist der Trizeps. Wird er nicht regelmäßig trainiert, verliert der Muskel an Kraft und das Gewebe an Spannung. Ergebnis: Der Winkearm.

In beiden hier genannten Fällen ist Bewegungsmangel häufig die Ursache. Mit einem gezielten Training kann man solchen Beschwerden vorbeugen bzw. entgegenwirken. Gerade die Oberkörpermuskulatur sollte bei den Einheiten gefördert werden. Also genau die Körperpartien, die durch den Handytrim beansprucht werden. Der Mitbegründer des Unternehmens "Heimathlet" und Inhaber des Online-Portals Fitnessgeräte für Zuhause, David Schneider, stellt das kleine Fitnessgerät in dem folgenden Video vor.

 Basenio macht den Test

Basenio.de machte den Praxistest. Wir luden einen Senior in unsere Redaktion ein, um mit dem Handytrim zu trainieren. Unser Opa Martin brauchte keine große und schwere Sporttasche, als er das handliche Gerät ausprobierte. Die Verpackung misst 15x15 Zentimeter. Das Gerät selber ist flexibel und nimmt daher kaum Platz ein. Auch beim Trainieren müssen Sofa und Pflanzen nicht beiseite gerückt werden, denn im ausgestreckten Zustand misst der Handytrim nur knapp über 50 Zentimeter. „Sehr praktisch“, findet unser Tester. Und dann geht es auch schon los. Opa Martin steckt seine Finger durch die metallenen Ringe und dreht den Handytrim rund 20-mal ein. „Man muss ein bisschen vorsichtig sein, damit das Gewicht in der Mitte einen nicht trifft“, scherzt er. Es besteht jedoch kein Grund zur Sorge. Hält man das Gerät schon nur eine halbe Armlänge vom Körper weg, lässt sich das Gewicht frei schwingen.

Handytrim, Training
Training für Senioren mit dem Handytrim. Basenio hat das handliche Fitnessgerät in der Praxis getestet. (Quelle: basenio)

Und dann braucht es etwas Rhythmus, denn das Trainingsgerät funktioniert ähnlich wie ein Jo-Jo. Während das Spielzeug gefühlvoll vertikal rauf und runter gezogen wurde, ist beim Handytrim die Horizontale gefragt. Beim ersten Versuch gelingt es unserem neugierigen Tester nicht, das Gewicht im richtigen Rhythmus zu schwingen. Doch schon beim zweiten Versucht klappt es. „Wenn man den Dreh raus hat, geht es ganz einfach“, ist er sicher und zieht die beiden Metallringe immer wieder auseinander. „Es braucht Kraft und man spürt sofort, wo es im Körper ordentlich zieht“, ist sein erstes Fazit. Nach handgestoppten fünf Minuten beenden wir den Test. „Es strengt schon etwas an, aber es macht Spaß“, meint unser Senior. „Bei so kurzen Einheiten kann ich das ja einfach mal so zwischendurch machen. Selbst wenn ich Fernsehen gucke, kann ich nebenbei trainieren“, witzelt er. Ganz Unrecht hat er dabei nicht, denn mit dem Handytrim kann man fast überall und zu jeder Zeit trainieren.

Handytrim
Basenio hat Handytrim getestet. (Quelle: eigene Darstellung)

 


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Profilbild von Steffen Gottschling

Steffen Gottschling (Jg. 1978) lebt und arbeitet in Erfurt. Seit 2012 ist er in der Medienbranche tätig. Hier sammelte er Erfahrungen in der Redaktion von Radio F.R.E.I. und arbeitete als Journalist in der Online-Redaktion der Thüringer Allgemeine. Für ...


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