Heilfasten nach Buchinger | abnehmen | Erfahrungen | Plan

Heilfasten nach Buchinger zum Abnehmen - Ablaufpläne & Erfahrungen

Heilfasten nach Buchinger | abnehmen | Erfahrungen | Plan
© Syda Productions – Adobe Stock

Fasten liegt voll im Trend. Wie man richtig fastet, was Seniorinnen und Senioren speziell beim Fasten nach Buchinger beachten sollten, sowie Ablaufpläne, Fastenkliniken und persönliche Erfahrungen hat basenio.de für Sie zusammengestellt.

| Jennifer Günther

Fasten bedeutet den bewussten, freiwilligen und zeitlich begrenzten Verzicht auf feste Nahrung. Statt Kuchen, Schnitzel und Kartoffelsalat, stehen Gemüsebrühe, Saft und Tee auf dem Speiseplan. Die alten Ägypter nutzten diese Methode zur Reinigung des Körpers. In der Antike warben die Philosophen für Mäßigung statt Völlerei, um gesund zu leben. Und auch in unserer Kultur ist das Konzept verbreitet, so pflegt die Kirche seit Jahrhunderten das Fasten als Form der geistigen Übung und seelischen Reinigung.

Im 19. Jahrhundert entdeckte man aber auch wieder die therapeutischen Potentiale, um Körper und Geist wieder auf „Vordermann“ zu bringen – ein Neustart zum Entgiften und Regenerieren.

Heilfasten nach Buchinger

Diese Form des Fastens geht zurück auf den Arzt Otto Buchinger (1878-1966). Selbst an einem schweren Gelenkrheuma erkrankt, fand Buchinger durch das Fasten Linderung und eröffnete vor gut 100 Jahren im hessischen Witzenhausen ein erstes Kurheim.

Seine Grundidee: Die chro­nischen Erkrankungen der Gäste sollten in guter Atmosphäre mit ärztlicher Begleitung gelindert werden. Mitte der 1970er-Jahre brachte sein Mitstreiter Dr. Hellmut Lützner in der Buchinger-Klinik Überlingen/Bodensee das Fasten für Gesunde in die breite Öffentlichkeit.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gilt das Heilfasten nach Buchinger als die am häufigsten angewandte Fastenmethode. Sie kann sowohl zur Gesundheitsprävention und zum Einstieg in die Gewichtsabnahme angewendet werden als auch zur Therapie bei bestimmten Krankheiten. Im Gegensatz zum totalen Fasten wird dem Körper bei dieser reinen Trinkkur eine geringe Menge Energie in Form von Gemüsebrühe, gesunden Säften und Tees zugeführt.

Heilfasten wirkt laut Buchinger nicht nur auf der medizinischen Ebene, sondern auch auf psychosozialer und spiritueller Ebene. Diese drei Dimensionen bilden zusammen eine nicht zu trennende Einheit. Buchinger sprach daher auch von einer „Diät der Seele“ während des Fastens. Der Fastende soll sich schönen Dingen wie Musik, Büchern, Natur und Meditation widmen und Medienkonsum sowie täglichen Stress meiden.

Die DGE empfiehlt zum erfolgreichen Fasten nach Buchinger eine Betreuung von Ärzten oder Therapeuten, die für die Fastentherapie zertifiziert sind.

Unterschied zum klassischen Fasten

Heilfasten ist ein „freiwilliger Verzicht auf feste Nahrung und Genussmittel für begrenzte Zeit“ und unterschiedet sich somit vom Hunger, dem unfreiwilligen Nahrungsentzug. Neben dem Heilfasten gibt es zahlreiche weitere Fastenformen, die als Einstieg in eine bewusstere Ernährung oder als beliebte Diät Anwendung finden. Wer nicht gänzlich auf feste Nahrung verzichten möchte, könnte stattdessen Basen- oder Intervallfasten.

Als Basenfasten wird das Fasten mit Obst und Gemüse bezeichnet. Ziel des Basenfastens ist neben der Gewichtsabnahme vor allem eine „Entsäuerung“ des Körpers. Das Basenfasten wird häufig in der Alternativmedizin angewendet und von seinen Anhängern als heilend und gesundheitsfördernd angesehen.

Beim Intervallfasten wird tage- oder stundenweise auf Nahrung verzichtet. In der Regel ist das Ziel eine langfristige Gewichtsreduktion. Im Gegensatz zu anderen Fastenformen soll das Intervallfasten als Dauerkostform angewendet werden.

Heilfasten zum Abnehmen?

Beim Heilfasten geht es nicht um das Abnehmen überschüssiger Pfunde, sondern um die Reinigung des Körpers, um gesünder und fitter zu werden. Zwar zeigt das Fasten durchaus Erfolge auf der Waage, doch sind diese nicht von großer Dauer, der „Jojo-Effekt“ schlägt zu.

Allerdings kann eine Fastenkur ein guter Einstieg in eine gesündere Lebensweise sein, lässt die DGE wissen. Das rasche Abnehmen beim Heilfasten kann ein wirksamer Start sein. Die Kur bietet Gelegenheit, über seine Ernährung nachzudenken und kann den nötigen Motivationsschub bringen, um mit ungesunden Essgewohnheiten zu brechen.

Gesundheit fördern durch Heilfasten

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Fasten kann jeder, der sich gesund fühlt und seiner Gesundheit etwas Gutes tun möchte. Allerdings ist es ratsam, im Vorfeld einen Arzt zu konsultieren oder unter ärztlicher beziehungsweise therapeutischer Begleitung zu fasten. Ausgenommen sind Schwangere und Stillende, Patienten mit Leber- und Niereninsuffizienz, mit Schilddrüsenüberfunktion oder einer Magersucht.

Für sie könnte der Nahrungsverzicht gesundheitsschädlich sein. Auch wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte sich vor der Fastenkur von einem Arzt beraten lassen, denn Fasten kann die Wirkung von Medikamenten beeinflussen. Heilfasten wird aufgrund seiner unterstützenden und lindernden Wirkung bei verschiedenen Erkrankungen empfohlen. Die DGE listet folgende Krankheiten auf, bei denen das Fasten vorteilhafte Effekte hat:

  • Metabolisches Syndrom
  • chronische Entzündungen
  • chronische kardiovaskuläre Krankheiten
  • chronische Schmerzzustände
  • atopische Krankheiten
  • psychosomatische Krankheiten.


Der Wunsch des Patienten zu fasten, ist ein wichtiger Bestandteil für den Erfolg der Therapie. Denn beim Fasten können Nebenwirkungen wie leichte Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen, Muskelkrämpfe oder Veränderungen im Schlafverhalten auftreten.

Risiken beim Heilfasten für Senioren

Senioren sollten hingegen nicht fasten, rät die DGE. Vor allem im Alter ist eine ausgewogene und vollwertige Ernährung wichtig, um den Nährstoff- und Energiebedarf zu decken. Die DGE hat auf ihrer Themenseite fitimalter.de viele Ratschläge für eine gesunde Ernährung im Seniorenalter.

Physiologische Veränderungen des Körpers führen mit zunehmendem Alter dazu, dass sich der Stoffwechsel ändert und weniger Energie benötigt wird, während der Bedarf an Nährstoffen, im Vergleich zur Altersgruppe der unter 65-Jährigen, gleichbleibt oder ansteigt. Daher sind eine ausgewogene Ernährung sowie die Auswahl von Lebensmitteln mit einer hohen Nährstoffdichte für diese Altersgruppe besonders wichtig.

Wie faste ich nach Buchinger?

Das traditionelle Buchinger-Fasten dauert zwei bis vier Wochen. Kürzere Fastenzeiten sind vor allem für Gesunde, die nicht aus therapeutischen Gründen fasten, oft leichter zu realisieren. Die Ärztegesellschaft für Heilfasten und Ernährung (ÄGHE) empfiehlt für eine Heilfastenkur als Standarddauer sieben bis zehn Tage plus einen Vorbereitungstag und danach drei Tage zur Normalisierung des Essverhaltens einzuplanen.

Eingeleitet wird das Heilfasten nach Buchinger mit den sogenannten Entlastungstagen. In dieser Zeit wird die Ernährung langsam umgestellt, um den Körper auf die bevorstehende nahrungsfreie Zeit vorzubereiten. Leichte Kost, mäßige Aktivitäten und Ruhe helfen Körper und Geist, sich auf das Heilfasten einzustellen. Zudem sollte man sich im Vorfeld schon im Verzicht auf Koffein, Alkohol und Nikotin üben.

Das Fasten beginnt mit der „Darmreinigung“. Dafür werden 30-40 g Glaubersalz in einem Liter warmen Wasser aufgelöst und innerhalb von 20 Minuten getrunken. Der Geschmack kann mit Zitronensaft verbessert werden. Nun beginnt die fünf- bis siebentägige Fastenzeit. Neben ausreichend Wasser und Kräutertee nimmt man täglich 250 ml Gemüsebrühe, 250 ml möglichst frisch gepressten Obst- oder Gemüsesaft und 30g Honig zu sich. Das entspricht etwa 250-500 kcal.

Rezept für Gemüsebrühe nach Buchinger
  • Zutaten
  • 300 ml Wasser
  • 250 g Gemüse, z. B. Möhren, Lauch, Zwiebeln, Tomaten, Kartoffeln
  • eine Prise Salz
  • ein Esslöffel Kräuter

Zubereitung: Das Gemüse schälen, in kleine Stücke schneiden und mit dem Wasser zum Kochen bringen. Die Brühe auf kleinster Flamme 15 bis 30 Minuten köcheln lassen. Rund 80 Prozent des Gemüses durch ein feines Sieb seihen, den Rest pürieren. Eine Prise Salz zufügen und die Brühe dann nach Geschmack mit frischen Kräutern servieren


Das Fasten endet typischerweise mit dem sogenannten Fastenbrechen. Dazu isst der Fastende langsam einen rohen oder gekochten Apfel und beendet so den bewussten Verzicht auf feste Nahrung. Abends gibt es eine Kartoffelsuppe.

Um den Übergang in den Alltag zu erleichtern und den Stoffwechsel langsam wieder anzukurbeln, sollte man während der vier folgenden Aufbautage, weiterhin leichte Kost zu sich nehmen. Die DGE empfiehlt eine leichte „ovo-lacto-vegetarische Kost“, die ballaststoffreiche Lebensmittel, vermehrt ungesättigte Fette (kalt gepresste Pflanzenöle) und nur wenige gesättigte Fette enthält.

Die Lebensmittel sollten langsam und bewusst gekaut werden. So wird von Tag zu Tag die Energiezufuhr erhöht. Spontane Darmbewegungen und Stuhlgang sollten spätestens am vierten Tag auftreten.

Neben dem bewussten Verzicht auf Nahrung empfiehlt Buchinger Bewegung. Das regt zum einen Ausscheidungen an und verhindert den Abbau von Muskulatur. Leberwickel fördern die Durchblutung und kurbeln den Stoffwechsel an. Ansonsten gönnen Sie sich während der Fastenzeit viel Ruhe und Besinnung.

Pläne für Heilfasten

Es gibt drei Möglichkeiten, wie man Heilfasten betreiben kann: stationär in einer Heilfasten-Klinik, ambulant mit einem Fastenbetreuer oder alleine. Sollten Sie sich für letztere Variante entscheiden, stellen Sie vor Fastenbeginn sicher, dass gesundheitlich alles in Ordnung ist und nehmen Sie sich am besten für die Fastenkur frei.

7-Tage-Programm

Dieses Programm haben wir im Blog wunderweib.de gefunden. Für alle, die sich eine kurze Auszeit nehmen wollen.

Tag 1: Entlastung

Kleine Portionen und leichte Kost für den Einstieg, um den Magen nicht zu belasten und die Verdauung, optimal auf die Fastenzeit einzustimmen.

Morgen

Zwei Gläser lauwarmes Wasser, 300 g Obst nach Wahl

Vormittag

250 ml frisch gepresster Obst- oder Gemüsesaft

Mittag

Naturreis mit Gemüse

Nachmittag

Zwei Scheiben Knäckebrot, 200 g Joghurt

Abend

Früchtequark, zwei Scheiben Knäckebrot, eine Kanne Tee nach Wahl

Zur Unterstützung: Spazierengehen, Schlaftee trinken

Tag 2: Darmreinigung

Der erste Fastentag erfordert die meiste Disziplin, Ablenkung vom Hungergefühl schafft Abhilfe.

Morgen

Zwei Tassen Morgentee, Glaubersalzlösung

Vormittag

Ein Liter Wasser, zwei bis drei Tassen Entwässerungstee, Zitronenspalten lutschen

Mittag

Ein bis zwei Tassen Hafersuppe langsam essen (Teelöffel benutzen)

Nachmittag

Einen halben bis einen Liter Wasser, eine Kanne Tee nach Wahl, Zitronenspalten lutschen

Abend

Ein bis zwei Gläser Gemüsesaft, zwei Tassen Schlaftee

Tag 3: Umstellungstag

Die Produktion von Verdauungssäften wird vom Körper langsam eingestellt und das Hungergefühl erlischt. Der Stoffwechsel beginnt mit der „Ernährung von Innen“.

Morgen

Zwei Tassen kreislaufanregender Tee (eventuell mit einem Löffel Honig)

Vormittag

Einen halben bis einen Liter Wasser, zwei bis drei Tassen Entwässerungstee, Zitronenspalten lutschen

Mittag

Ein bis zwei Tassen Fastensuppe

Nachmittag

Einen halben bis einen Liter Wasser, eine Kanne Früchtetee, Zitronenspalten lustschen

Abend

Ein Glas Gemüsesaft, zwei Tassen Schlaftee

Tag 4: Stabilisierungstag

Morgen

Zwei Tassen Morgentee (Birkenblätter oder Brennnessel)

Vormittag

Eine Kanne Entwässerungstee (Melisse, Brennnessel), Zitronenspalten lutschen

Mittag

Ein bis zwei Tassen Fastensuppe

Nachmittag

Einen halben bis einen Liter Wasser, eine Kanne Früchtetee, Zitronenspalten lutschen

Abend

Ein Glas Gemüsesaft, zwei Tassen Schlaftee (Melisse)

Tag 5: Kreativtag

Die beginnende Fasten-Euphorie kann Hochstimmung auslösen, Sie sind unternehmungslustig und sollten tun, worauf auch immer Sie Lust haben.

Morgen

Zwei Tassen Morgentee (Wermut, Minze)

Vormittag

Eine Kanne Entwässerungstee, Zitronenspalten lutschen

Mittag

Ein bis zwei Tassen Fastensuppe

Nachmittag

Einen halben bis einen Liter Wasser, eine Kanne Früchtetee, Zitronenspalten lutschen

Abend

Ein Glas Gemüsesaft, zwei Tassen Schlaftee (Hopfenblüten)

Tag 6: Einkehrtag

Das Selbstbewusstsein steigt, schon fünf Tage ohne feste Nahrung. Sie fühlen sich leicht und befreit.

Morgen

Zwei Tassen kreislaufanregender Tee (grüner Tee, Mate)

Vormittag

Eine Kanne Entwässerungstee, Zitronenspalten lutschen

Mittag

Ein bis zwei Tassen Fastensuppe

Nachmittag

Einen halben bis einen Liter Wasser, eine Kanne Früchtetee, Zitronenspalten lutschen

Abend

Ein Glas Gemüsesaft, zwei Tassen Früchtetee als Schlaftee

Tag 7: Finaltag

Heute ist der letzte Fasten- beziehungsweise erste Aufbautag gekommen.

Morgen

Zwei Tassen Tee (Pfefferminze mit etwas Kamille)

Vormittag

Eine Kanne Tee nach Wahl, Fastenbrechen mit einem Apfel (Apfel in kleine Stücke schneiden, jeden Bissen sehr lange kauen, wenn Sie satt sind, besser aufhören)

Mittag

Ein bis zwei Tassen Dinkelkornsuppe (kleinen Löffel benutzen) mit zwei Scheiben Knäckebrot

Nachmittag

Einen halben bis einen Liter Wasser, Zitronenspalten lutschen, eine Kanne Früchtetee

Abend

Ein Glas Buttermilch, zwei Scheiben Knäckebrot, zwei Esslöffel Quark, zwei Tassen Schlaftee

Ab Tag 8: Aufbauwoche

Die Umstellung von Fasten auf Essen beginnt. Wichtig: Langsam essen und gut kauen! Es dauert einige Tage, bis die Verdauungssäfte wieder richtig fließen. Leichte Kost ist für den Anfang ratsam.

12-Tage-Programm

Um einige Tage länger ist das 12-Tage-Programm, das die Autorin Sandra Schulte auf brigitte.de vorschlägt. Zusätzlich gibt es wertvolle Tipps zur Entspannung, Bewegung und Körperpflege während der Fastenzeit.

Ernährung

Tipp

1. Tag: Entlastungstag

- langsam auf die Fastentage einstellen, im Verzicht auf Kaffee, Alkohol und Süßigkeiten üben

- mindestens zwei Liter stilles Wasser trinken, außerdem verdünnten Fruchtsaft und Kräutertee

- wenig und leichte Kost essen, am besten frisches Obst, Gemüse und Vollkornreis

- am gewohnten Sportprogramm festhalten oder einen großen Spaziergang machen

- die Fruchtsäfte sollten naturrein sein, keine Nektare, Zitrussäfte wie Orangensaft sind nicht empfehlenswert, da sie zu viel Magensäure bilden

2. Tag: Entlastungstag

- morgens: Obst und etwas Quark

- mittags: Kartoffeln und Gemüse

- nachmittags: Gemüsesaft

- abends: Brühe mit Reis und etwas gekochtem Gemüse

- mindestens zwei Liter Wasser, verdünnte Säfte und Kräutertee trinken

- ein basisches Bad bei 37 Grad für 15 Minuten unterstützt die ausleitende und entgiftende Funktion der Haut

- als Gemüsesäfte eignen sich am besten milchsauer vergorene Säfte wie Sauerkraut- oder Rote-Bete-Saft

3. Tag: Darmreinigung

- morgens: ein viertel Liter Morgentee (Rosmarin, Weißdorn-kreislaufanregend, Eisenkraut, Pfefferminz-anregend für Leber und Galle)

- Glaubersalzlösung zum Abführen

- Ausreichend Wasser, verdünnte Säfte und Tee trinken

- nehmen Sie sich an diesem Tag am besten frei

- Glaubersalz, Fertigklistiere oder ein Einlaufset für die Selbstanwendung erhalten Sie in der Apotheke, alternativ zum Glaubersalz können Sie auch Laxoberal oder Passage-FX-Salz verwenden

4. Tag: Fastentag

- morgens: Morgentee

- mittags: Gemüsebrühe, Wasser, bei anhaltendem Hunger statt Gemüsebrühe Reis- oder Haferbrühe

- nachmittags: Kräutertee und Wasser

- abends: Kräutertee, Wasser, Gemüsesaft

- Hagebutten- oder Salbeitee haben einen hautreinigenden Effekt

- Rezept für eine Portion Reis- oder Haferbrühe: Ein Esslöffel geschroteter Reis oder Haferflocken mit 150 ml Wasser zum Kochen bringen. Fünf bis zehn Minuten köcheln lassen. Vom Herd nehmen, Masse durch ein Sieb passieren. Suppe bei Bedarf mit Kräutern abschmecken.

- bei Blähungen oder Bauchschmerzen helfen Anis- oder Fencheltee

- stockt die Verdauung, schafft ein Einlauf und eine leichte Bauchmassage Abhilfe

5. Tag: Fastentag

- morgens: Morgentee

- mittags: Gemüse- oder Reisbrühe, Wasser

- nachmittags: Kräutertee und Wasser

- abends: Wasser, Kräutertee, Obst- oder Gemüsesaft verdünnt

- bei Durchfall die Säfte weglassen

- mit leichten Gymnastik- oder Yoga-Übungen fühlen Sie sich fitter

- eine Wärmflasche oder warme Leberwickel sind sehr wohltuend

6. Tag: Fastentag

- morgens: Morgentee

- mittags: Gemüse- oder Haferbrühe und Wasser

- abends: Wasser, Kräutertee, Obst- oder Gemüsesäfte

- kalte Füße sind ein häufiges Problem beim Fasten, ein ansteigendes Fußbad hilft

7. Tag: Fastentag

- morgens: Morgentee

- mittags: Gemüse- oder Reisbrühe und Wasser

- nachmittags: Kräutertee und Wasser

- abends: Wasser, Kräutertee, Obst- oder Gemüsesäfte

- wer regelmäßig in die Sauna geht, kann dies unbesorgt tun, vorausgesetzt Sie fühlen sich kreislaufstabil, nicht mehr als zwei Saunagänge à zehn Minuten, nicht direkt ins kalte Tauchbecken steigen, sondern langsam abkühlen, zum Abschluss den Körper eincremen

- bei Schwindel, Müdigkeit oder Lustlosigkeit nicht hängen lassen, sondern aufraffen: Dehnen, Yoga oder kleine Spaziergänge bringen Schwung

8. Tag: Fastentag

- morgens: Morgentee

- mittags: Gemüse- oder Haferbrühe und Wasser

- nachmittags: Kräutertee und Wasser

- abends: Wasser, Tee, Obst- oder Gemüsesäfte

- wenn Sie frösteln, fügen Sie Zimt oder Inger dem Tee hinzu

- ein abendliches Relax-Programm in der Wanne mit sprudelnder Badetablette und anschließendem Peeling bringt wohlige Träume

9. Tag: Fastentag

- morgens: Morgentee

- mittags: Gemüsebrühe und Wasser

- nachmittags: Kräutertee und Wasser

- abends: Wasser, Kräutertee, Obst- oder Gemüsesäfte

- variieren Sie die Gemüsebrühe gern mit verschiedenen Gemüsesorten

- tun Sie ihrem Körper ruhig auch mit einer Gesichtsmaske oder einer Fußmassage etwas Gutes

10. Tag Aufbautag

- das Fasten wird beendet und der Körper langsam wieder an die Nahrungsaufnahme gewöhnt

- morgens: Morgentee

- vormittags: ein gedünsteter Apfel

- mittags: Kartoffel-Gemüsesuppe

- nachmittags: Tee

- abends: Gemüsesaft und eine Scheibe Knäckebrot

- über den Tag verteilt weiterhin Wasser, Obstsaft und Kräutertee

- auf fette Speisen, tierische Fette und Kaffee sollte verzichtet werden

- Milchprodukte, etwa ein Joghurt oder Buttermilch, sind in Maßen erlaubt

- nur bis zum Sättigungsgefühl essen

- mäßige Bewegung hilft dem Verdauungsapparat, wieder in Schwung zu kommen

11. Tag: Aufbautag

- morgens: Morgentee, zwei Scheiben Knäckebrot mit Kräuterquark

- vormittags: Wasser, eine reife Birne

- mittags: drei kleine Pellkartoffeln mit Möhrengemüse

- nachmittags: Joghurt mit einem TL Sanddornsaft und ein gehäufter TL Leinsamen, Kräutertee und Wasser

- abends: Möhrenrohkost, Knäckebrot mit Kräuterquark

- langsam zum gewohnten Sportprogramm übergehen

12. Tag: Aufbautag

- morgens: Kräutertee, Obst mit gekeimten Müsli und Honig

- vormittags: Kaffee mit viel Milch

- mittags: Hirse-Risotto mit Tomatensalat

- nachmittags: Joghurt mit einem TL Sanddornsaft und ein gehäufter TL Leinsamen, Kräutertee und Wasser

- abends: Gurkensalat, eine Scheibe Vollkornbrot und zwei Scheiben Knäckebrot mit Butter, Kräuterquark oder magerem Käse

- wenn Sie Lust auf Wein oder Bier haben, starten Sie lieber mit einer Weinschorle oder einem Radler, der Alkohol steigt nach dem Fasten viel schneller zu Kopf

Heilfasten nach Buchinger: Erfahrungen

Katharina Schröck
Unsere fastenerfahrene Leserin teilt ihre Erfahrungen. (Quelle: Katharina Schröck)

Basenio.de wollte es genau wissen und fragte bei einer fastenerfahrenen Leserin nach. Katharina Schröck schilderte uns im persönlichen Gespräch, wie ihre erste Fastenerfahrung war.

Wo hast du gefastet?

„In Tambach-Dietharz, im Fastenhotel „Quelle“, einem kleinen Landhotel mitten im Thüringer Wald. Dementsprechend ist der Empfang sehr schlecht, so konnte ich voll ausschalten und auch mal soziale Kontakte ‚fasten‘. Geführt wird das Hotel von Anja, sie ist geprüfte Fastenleiterin, und ihrem Mann Ulf Zobel.

Sie haben sich auf die Durchführung von Fastenwochen und anderen Gesundheitsangeboten spezialisiert und kümmern sich während der Kurse ausschließlich um die Fastengäste.“

Wie lange dauerte das Fasten und wie lief es ab?

„Ich habe mich für das Programm ‚Fasten & Wandern‘ entschieden. Also zog ich von Sonntag bis Freitag in meinem Hotelzimmer in Tambach-Dietharz ein und verbrachte meine Tage Ende August mit zwei Mitstreiterinnen bei einem abwechslungsreichen Programm. In Vorbereitung auf die Fastenwoche hatte ich vorab eine E-Mail erhalten mit Anweisungen zum langsamen Entsagen, man soll ja nicht von jetzt auf gleich mit dem Essen aufhören.

Darin stand, dass ich auf fettige Speisen, Kaffee und Alkohol verzichten soll sowie einige Beispielrezepte mit leichter, vegetarischer Kost. Am ersten Tag vor Ort kam auch gleich das Glaubersalz zum Einsatz und für alle die Empfehlung einen Einlauf zu machen, um den Magen-Darm-Trakt wirklich ganz leer zu bekommen.

Es gab auch eine Vorstellungsrunde, es wurde über Erwartungen und Erfahrungen gesprochen und der Plan für die kommenden Tage vorgestellt. An den folgenden Tagen haben wir uns für die‚ eigentlichen Mahlzeiten‘ immer im Essenssaal getroffen und vormittags oder nachmittags standen verschiedene Aktivitäten auf dem Plan: zwei bis dreistündige Wanderungen in der Gegend, ein Ausflug in den Rennsteiggarten nach Oberhof, ein Besuch von der „Kräuterhexe“ und das gemeinsame Herstellen von Kräutertee-Mischungen und Kräutersalzen, gemeinsames Yoga und eine Filmvorführung zum Thema Heilfasten.

Mittags sollten wir uns ausruhen und am besten dabei Leberwickel machen, dafür haben wir Wärmflaschen in ein feuchtes Mulltuch gewickelt und das auf die Leber gelegt. Außerdem konnte man die hauseigene Sauna und die Wärmekabine nutzen.“

Was gab es zu essen und zu trinken?

„Zum Frühstück gab es Ingwer- oder Zitronenwasser und zum Mittag und Abendbrot gab es verschiedene Obst- und Gemüsesäfte verdünnt oder Gemüsebrühe. Ansonsten gab es immer reichlich Wasser und die Möglichkeit, sich an der Tee-Bar zu bedienen. Beim Essen machte ich eine verrückte Erfahrung: Man saß in diesem Speisesaal und roch die Brühe, ganz intensiv breitete sich der Duft von Sellerie oder Karotten im ganzen Raum aus und man freute sich als käme ein Festmahl auf einen zu, dabei gab es wieder nur Suppe, die eigentlich nicht wirklich nach etwas schmeckt.

Eigentlich hätte mir der Duft fast gereicht. Trotzdem hat man alles ganz langsam und bedächtig in sich hineingelöffelt. Zum Fastenbrechen gab es einen gedünsteten Apfel, der Geschmackssinn war nach den Tagen des Entsagens ganz fein, der Apfel hat super geschmeckt, fast wie ein Bratapfel.“

Wie hast du dich vom Hunger abgelenkt?

„Die Fastenleiterin sagte zu Beginn: „Eines muss euch klar sein, es wird nirgendwo so viel übers Essen geredet wie beim Fasten.“ So war es auch, wir haben Rezepte ausgetauscht und von früh bis spät, gerade bei den Wanderungen, darüber geredet, was jeder gerne isst und was er als erstes wieder essen will. Vom Hunger aber musste ich mich gar nicht ablenken, am ersten Tag war man sowieso mit der Abführgeschichte beschäftigt, sodass man keine Zeit hatte, darüber nachzudenken und später war der Hunger einfach weg.

Aber es stand ja auch genug anderes auf dem Programm. Ich glaube, es ist auch wirklich ein mentales Ding, man weiß ja, dass man irgendwann wieder essen darf, für mich ging es dann auch um meinen eigenen Ehrgeiz und mein Durchhaltevermögen. Ich kann auch nicht sagen, dass es mir schlecht ging, ich hatte mal Kopfschmerzen, die waren aber an der frischen Luft schnell vergessen.

Mir ging es da einfach gut. Ich habe mich gefreut, morgens aufzustehen, die anderen zu sehen und in den Tag zu starten. Es war ja auch aufregend, eine neue ganz andere Erfahrung.“

Wie hast du dich danach gefühlt?

„Sehr gut habe ich mich gefühlt, weil meine ganzen Beschwerden weg waren. Ich hab das ja ziemlich spontan gemacht. Damals ging es mir gesundheitlich wirklich schlecht, ich hatte ständig Bauchbeschwerden und traf bei einer Feier zufällig auf die Fastenleiterin, die mir einen freien Platz in ihrem kommenden Fastenkurs anbot.

Ich dachte, warum nicht, Fasten soll ja dem Körper guttun. Und danach war ich fast drauf und dran, meinen Termin für die Magen-Darm-Spiegelung abzusagen, weil es mir nach dem Fasten so super ging. Zur Untersuchung bin ich trotzdem gegangen. Zum Glück, da kam heraus, dass ich eine Zöliakie habe, also auf Gluten reagiere.“


Dein Fazit?

Mir hat das Fasten viel gebracht, natürlich vor allem die Erkenntnis über meine Krankheit, es war ein Luxus für mich, sich diese Auszeit für mich selbst und den eigenen Körper zu gönnen. In der Form würde ich auch jederzeit wieder fasten, aber allein für mich zu Hause zwischen Alltag, Job und Familie kann ich mir das nicht vorstellen.

Fastenkliniken in Deutschland

Die Ärztegesellschaft Heilfasten & Ernährung e.V. empfiehlt folgende elf Kliniken und Sanatorien der Naturheilkunde, die Heilfastentherapien anbieten in Deutschland.

Die leitenden Ärzte sind Mitglieder der ÄGHE.
Kliniken mit * bieten die Möglichkeit zur Hospitation an.

Reihenfolge nach Alphabet:

Falkenstein-Klinik*
PD Dr.med. Uwe Häntzschel
Ostrauer Ring 35 – 01814 Bad Schandau
Tel.: (+49) 035022-45-0 – info(at)falkenstein-klinik.de
www.falkenstein-klinik.de/

Immanuel-Krankenhaus Berlin* – Abt. für Naturheilkunde Zentrum für Naturheilkunde und Charité Campus Benjamin Franklin
Chefarzt Prof. Dr.med. Andreas Michalsen
Königstraße 63 – 14109 Berlin
Tel.: (+49) 030-80505-691 – naturheilkunde(at)immanuel.de
www.naturheilkunde.immanuel.de

Klinik Buchinger Wilhelmi am Bodensee*
Chefarzt Dr.med. Eva Lischka
Wilhelm-Beck-Straße 27 – 88662 Überlingen
Tel.: (+49) 07551-807-0 – info@buchinger-wilhelmi.com
www.buchinger-wilhelmi.com

Klinik Blankenstein* – Abteilung für Naturheilkunde
Prof. Dr.med. André-Michael Beer
Im Vogelsang 5-11 – 45527 Hattingen
Tel.: (+49) 02324-396 487 – info(at)klinik-blankenstein.de
www.klinik-blankenstein.de

Klinik Dr. Otto Buchinger*
Dr.med. Verena Buchinger-Kähler
Forstweg 39 – 31812 Bad Pyrmont
Tel.: (+49) 05281-166-0 – info(at)buchinger.de
www.buchinger.de/

Knappschafts-Krankenhaus – Kliniken Essen Mitte
Innere V, Naturheilkunde und Integrative Medizin, Lehrstuhl für Naturheilkunde
Univ.-Prof. Dr.med. Gustav J. Dobos
Am Deimelsberg 34a – 45276 Essen
Tel.: +49 (0) 201 805-4017 – tcm(at)kliniken-essen-mitte.de
www.uni-essen.de/naturheilkunde

Kurpark-Klinik*
Dr.med. Walter Kronsteiner
Gällerstraße 10 – 88662 Überlingen
Tel.: (+49) 07551-806-0 – info(at)kurpark-klinik.de
www.kurpark-klinik.de/

Menschels Vitalresort – Felke-Kurhaus Menschel
Dr.med. Matthias Menschel und Dr.med. Gudrun Herzel
Englischer Hof, Naheweinstrasse – 55566 Bad Sobernheim-Meddersheim
Tel.: (+49) 06751-850 – info(at)menschel.com
www.menschel.com/de

Malteser Klinik von Weckbecker
Chefarzt Dr.med. Rainer Matejka
Fastenarzt ÄGHE Achim Banzhaf
Rupprechtstraße 20 – 97769 Bad Brückenau
Tel.: (+49) 09741-830 – weckbecker.brueckenau@malteser.org
www.weckbecker.com

Natur-Hotel Tannerhof
Drs.med. Burgi von Mengershausen und Roger Brandes
Tannerhofstraße 32 – 83735 Bayrischzell
Tel.: (+49) 08023-810 – info(at)tannerhof.de
www.natur-hotel-tannerhof.de

Schloss Warnsdorf – Heilfasten nach Buchinger
Chefarzt Dr.med. Renate Schleker
Schlossstraße 10 – 23626 Ratekau – OT Warnsdorf
Tel.: (+49) 04502-8400 – info(at)schloss-warnsdorf.de
www.schloss-warnsdorf.de

 

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Jennifer Günther ist seit Dezember 2019 für die Ratgeber-Redaktion von basenio.de tätig. Vor basenio.de schrieb sie für den Blog der Klassik Stiftung Weimar.

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