Hausstauballergie | Milbenallergie | Symptome

Was tun gegen eine Hausstaub- & Hausstaubmilbenallergie?

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Gerötete Augen, Atembeschwerden, Schnupfen und Niesreiz sind nicht nur die Folgen bei Heuschnupfen oder Pollenallergie. Hausstaubmilben gehören neben Pollen und Nahrungsmitteln mit am häufigsten zu den Ursachen der Allergien. Hier erfahren Sie mehr.

Wer mit einer Hausstauballergie zu kämpfen hat, reagiert allerdings nicht auf den Staub oder die Milbe an sich, sondern vielmehr auf die getrockneten Ausscheidungen der winzigen Hausstaubmilbe. Dieses 0,1 bis 0,5 mm kleine Spinnentier ist mit dem bloßen Auge kaum zu sehen, kann aber bei Allergikern zu großen Problemen führen.

Typische Symptome einer Hausstauballergie

Betroffene leiden unter verschiedenen Symptomen wie Dauerschnupfen und Niesanfällen. Aber auch geschwollene, tränende Augen, Ohrenjucken, Halsschmerzen sowie Jucken oder Anschwellen der Nasen- und Rachenregion sind typische Anzeichen. In schweren Fällen kann es zudem zu asthmatischem Husten kommen. Wird der allergische Schnupfen nicht ausreichend behandelt, kann sich allergisches Asthma entwickeln.

Hausstaubmilben im Haushalt

Eins vorweg: das Vorhandensein von Hausstaubmilben in einer Wohnung hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Vielmehr sind die winzigen Tierchen ein ganz normaler Bestandteil des Staubes, der in jedem Haushalt vorkommt. Allerdings fühlen sich Milben an bestimmten Orten besonders wohl.

Sie finden sich vor allem in Teppichen, aber auch Betten und Polstermöbeln. Hier gibt es viele Hautschuppen, die jeder Mensch täglich absondert und die den Hausstaubmilben als Nahrungsquelle dienen. Die kleinen Tierchen haben mit den etwa 1,5 Gramm Hautschuppen, die jeder Mensch pro Tag verliert, eine reichliche Nahrungsgrundlage.

Optimale Lebensbedingungen finden sie zudem bei Temperaturen zwischen 25 und 30 °C sowie einer Luftfeuchtigkeit von über 60 Prozent. Die Plagegeister besiedeln daher ganz besonders gerne Kopfkissen, Bettdecken und Matratzen, aber auch Teppiche, Polstermöbel und Kuscheltiere bieten gute Lebensräume für die Hausstaubmilben.

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In Betten und Matratzen fühlen sich Milben wohl. (Quelle: © absolutimages - Fotolia.com)

Hausstauballergie - was tun?

Hausstauballergiker haben es schwer, den Hausstaubmilben zu entkommen. Mit geeigneten Maßnahmen können sie aber einiges tun, um sich das Leben mit der Allergie zu erleichtern:

Maßnahmen im Milbenparadies Bett

Da sich Milben dort am wohlsten fühlen, wo es schön warm und feucht ist, sind Betten ein echtes Paradies für die kleinen Spinnentiere. Zusätzlich gibt es hier jede Menge Hautschüppchen.

Neue Matratzen, Bettdecken und Kopfkissen helfen zunächst, die Milbenanzahl auf ein Minimum zu reduzieren. Um dauerhafte Erfolge zu erzielen, sollten aber auch spezielle Schutzüberzüge gekauft werden. Dabei ist es wichtig, dass sie die Matratze rundum umschließen und waschbar sind, ohne ihre Eigenschaften zu verlieren. Durch das dichte Gewebe dieser milbenundurchlässigen Allergieüberzüge kommen die Tierchen nicht hindurch und bleiben gleichzeitig von ihrer Nahrungsquelle abgeschlossen. Nach spätestens sieben bis zehn Jahren sollten die Matratzen dennoch erneut ausgetauscht werden.

Neben diesen recht kostenintensiven Maßnahmen helfen aber auch weitere einfachere Tricks, um den Milben das Leben schwerer zu machen. So sollte die Bettwäsche regelmäßig bei 60 °C gewaschen werden. Tägliches Lüften verhindert zudem eine zu hohe Luftfeuchtigkeit. Wichtig ist es dabei, auch die Betten ordentlich durchlüften zu lassen. Schließlich sammelt sich über Nacht durch Schweiß und andere Körperflüssigkeiten viel Feuchtigkeit in den Betten an. Bei zugeschlagenen Bettdecken kann diese nicht entweichen und bietet so eine gute Lebensgrundlage für die Hausstaubmilben. Wer jetzt noch die Matratze einmal pro Jahr reinigt, hat auch schon alles getan, was man direkt am Milbenparadies Bett tun kann. Eine niedrige Raumtemperatur bei 18 Grad ist nicht nur gut für einen erholsamen Schlaf, sie vergällt den Milben das Leben zusätzlich.

Weitere Tipps für Wohn- und Schlafzimmer

Wer seine Kleidung nicht direkt neben dem Bett auszieht, sorgt zudem für weniger Nahrung. Gleiches gilt übrigens für das Kämmen. Wer diese Dinge außerhalb des Schlafzimmers erledigt, verringert auf besonders einfache Weise die Anzahl der Tierchen und kann besser aufatmen.

Parkett- und Laminatböden sind bei regelmäßiger Reinigung für Hausstauballergiker besser geeignet als flauschige Teppiche, die den Staub besonders stark sammeln. Bei glatten Böden finden sich Haare und Staub als Wollmäuse in den Ecken und können leicht entfernt werden. Wer handwerklich fit ist, kann mit einer guten Anleitung sogar Parkettböden selbst verlegen. Allerdings sollte hier alle zwei Tagen nebelfeucht gewischt werden. Alternativ eignen sich aber auch sehr kurzflorige Teppiche und Auslegwaren gut.

Da Milben nicht nur die Hautschuppen von Menschen, sondern auch diejenigen von Tieren lieben, sollten Haustiere keinen Zutritt zum Schlafzimmer haben. Bei schweren Hausstauballergien ist es sogar sinnvoll, ganz auf Haustiere zu verzichten.

Schwere Vorhänge, flauschige Teppiche und Polstermöbel, aber auch Pflanzen und Kuscheltiere sind unnötige Staubfänger, auf die man im Schlafzimmer am besten verzichten sollte. Wer dennoch nicht ohne sein Kuscheltier kann, sollte es regelmäßig waschen und für 24 Stunden in die Tiefkühltruhe verbannen, um die Milben abzutöten.

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Spezielle Filtersysteme können helfen. (Quelle: © Pixelot - Fotolia.com)

Richtig putzen bei Hausstauballergie

Wer einen Staubsauger zum Reinigen benutzt, sollte stets einen Mikrofilter benutzen, um den Hausstaubmilben-Kot nicht unnötig aufzuwirbeln. Glatte Oberflächen sollten im Idealfall jeden zweiten Tag feucht gereinigt werden. Fegen wirbelt dagegen Staub auf und kann zu Reaktionen führen. Generell ist es für Hausstaub-Allergiker zu empfehlen, beim Reinigen die Wohnung gleichzeitig zu lüften. Wahre Staubfänger sind zudem Gardinen, die regelmäßig gewaschen werden sollten, Heizkörper am besten feucht abwischen.

Hilfe aus der Apotheke oder durch den Arzt

Inwieweit die in Apotheken erhältlichen Antimilben-Sprays vorbeugend bei einer Hausstauballergie wirken, ist wissenschaftlich umstritten. Vergleichsstudien konnten bislang keine Effekte der in Niem- oder Zimtölsprays enthaltenen Akariziden nachweisen. Allerdings wird an s.g. Milbentabletten geforscht, die eine wirksame Behandlung versprechen. Auch an einer effektiven Hyposensibilisierung wird demnach intensiv gearbeitet. Bis dahin bieten die hier aufgeführten Maßnahmen eine gute Möglichkeit, die Beschwerden zu minimieren.


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Axel Zawischa ist einer der zwei Gründer von www.basenio.de. Er engangiert er sich für die Entwicklung der Inhaltlichen Gestaltung des Ratgebers, die technische Weiterentwicklung sowie das komplette Management. Als gelernter Automobilkaufmann & Verkaufleiter ...


Kommentare

Super Hinweise. Toller Artikel....

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