Was hilft gegen Halsschmerzen | Hausmittel | alte | natĂŒrliche | wirksame | schnelle

Diese 5 Hausmittel gegen Halsschmerzen helfen schnell: alte & natĂŒrliche Mittel bei Halsweh

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(Quelle: basenio.de)

Was hilft gegen Halsschmerzen? Diese 5 alten & natĂŒrlichen Hausmittel haben schon Oma & Opa bei Halsweh genommen. Wir geben Tipps, wie man die Hausmittel richtig anwendet, damit sie schnell und wirksam helfen.

Es gibt altbewährte Hausmittel, die gegen Halsschmerzen helfen beziehungsweise sie lindern. Selbstverständlich sind auch Medikamente bei intensiven Schmerzen eine wirksame Hilfe. Gerade rezeptfreie Mittel sind sehr günstig über Online-Apotheken erhältlich. Bei unserer Netzrecherche haben wir bei der Volksversand Versandapotheke ein großes und preisgünstiges Angebot für solche Medikamente gegen Halsschmerzen gefunden. Generell gibt es aber eine Verhaltensregel, die bei Halsschmerzen immer eingehalten werden sollte: Gönnen Sie dem Körper Ruhe und vermeiden Sie körperliche Anstrengungen. Das Immunsystem kann dann genügend Kräfte darauf verwenden, gegen die Ursachen der Halsschmerzen anzugehen. Die Hausmittel und Medikamente können es dabei unterstützen, die Schmerzen zu lindern.

5 Mittel gegen Halsschmerzen


Ursachen von Halsschmerzen

Da es unterschiedliche Ursachen für Halsschmerzen gibt, müssen Hausmittel und Medikamente gezielt gegen die Auslöser eingesetzt werden, da deren Effekte sonst verpuffen. Einen guten Überblick zu möglichen Ursachen für Halsschmerzen bietet die Internetseite des Deutschen Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohrenärzte.

Mögliche Ursachen von Halsschmerzen sind:

  • Grippaler Infekt/Erkältung
  • Echte Grippe/Influenza
  • Akute Rachenentzündung (Pharyngitis)
  • Akute Mandelentzündung (Angina Tonsillaris, Tonsillitis)
  • Abszess bei Mandel- oder Rachenentzündung
  • Kehlkopf- oder Stimmbandentzündung (Laryngitis)
  • Pfeiffersches Drüsenfieber (Mononukleose)
  • Scharlach
  • Allergien
  • Reizeinwirkungen von außen (Rauchen, Chemikalien, etc.)


Die Entzündung im Hals ist übrigens eine Abwehrreaktion des Körpers auf den Krankheitserreger. Dadurch werden Botenstoffe freigesetzt, mit denen das Immunsystem diesen Angriff abwehren kann. Bei diesem Prozess werden auch die im Hals sitzenden Nozizeptoren angeregt und sensibilisiert, wodurch im Wesentlichen das Schmerzempfinden entsteht.

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Halsschmerzen gehen oft mit anderen Krankheitsbildern einher. (Quelle: © digitalskillet- Fotolia)

Halsschmerzen: Hausmittel können helfen

Als Hausmittel werden solche Mittel verstanden, die im häuslichen Umfeld vorhanden sind oder sich ohne größeren Aufwand herstellen lassen. Oftmals sind sie innerhalb von Familien weitergegebene Rezepte oder Rituale, die sich bei Krankheiten als effektiv erwiesen haben. Dem Charakter nach sind sie nicht-medizinisch, werden also nicht klinisch angewendet. Dennoch beschäftigt sich die Forschung mit den Effekten von Hausmitteln und so gibt es auch Studien, die sich mit den Heilpotentialen solcher Mittel auseinandersetzen.

Honig ist beispielsweise nicht nur ein süßer Aufstrich, sondern gilt unter anderem auch als eine wirksame Alternative zu Antibiotika. Das belegte eine im Jahr 2014 erschienene Studie von amerikanischen Wissenschaftlern. Und so gibt es viele weitere Studien und Berichte, die die Wirksamkeit solcher Hausmittel bestätigen oder widerlegen. Übrigens, in Sachen Honig gibt es gar ein EU-weites Werbeverbot, das besagt, dass „gesundheitsbezogene Werbeaussagen“ nicht erlaubt sind. Darauf wies die Stiftung Warentest in ihrem Testbericht über Honig hin.

Hausmittel: Definition laut Duden

In der Familie, im privaten Gebrauch lange erprobtes und bewährtes Mittel gegen Krankheiten.

 

Honig hilft gegen Halsschmerzen

Honigbienen produzieren Honig für ihre eigene Nahrungsversorgung. Die „Zutaten“ dafür – Blütennektar und Honigtau – sammeln sie ausschließlich in der Natur. Dadurch enthält Honig viele natürliche Inhaltsstoffe, die auch gegen Halsschmerzen wirken. Einige Bestandteile haben eine antivirale (gegen Viren), antibiotische (gegen Bakterien) und antimykotische (gegen Pilze) Wirkung. Doch nicht nur das – die sirupartige Konsistenz des Honigs legt sich kurzzeitig wie ein Balsam über die entzündenden Stellen im Hals. Für Schmerzgeplagte ein wohltuendes Gefühl.

Wer auf die reine Kraft der Natur setzen möchte, der sollte darauf achten, nur unbehandelten Honig zu verwenden. Wird er bei der Herstellung zu stark erhitzt, gehen einige der Inhaltsstoffe und damit auch deren Wirkung verloren. Bei kaltgeschleudertem Honig kann davon ausgegangen werden, dass die Ingredienzien noch enthalten sind. Ist das Naturprodukt der Biene nachträglich geklärt oder mit Zucker versetzt, dann können natürliche Bestandteile verloren gegangen oder ungesunde Stoffe hinzugefügt worden sein.

Auch Schadstoffe aus der Natur mindern die Qualität des Honigs. Stiftung Warentest konnte in ihrem Februar 2019 erschienen Honig-Testbericht Glyphosat und Pflanzengifte bei einigen Herstellern nachweisen.

Honig mit hohem Anteil kritischer Stoffe:

MarkeKritische Stoffe laut Stiftung Warentest
Fürsten-ReformGlyphosat
D’arbo (feiner Waldhonig)Pyrrolizidinalkaloiden
Edeka (Gut & Günstig Waldhonig)Pyrrolizidinalkaloiden


Im Testbericht wird vor allem Manuka-Honig als besonders effektiv gegen Bakterien gepriesen. Allerdings gibt es keine „fundierte klinische Studie“, die diesen Effekt belegt.

Die Testsieger (Honig) bei Stiftung Warentest:

SorteMarke
MischblütenhonigMaribel Cremiger Blütenhonig (Lidl)
WaldhonigWald Honig (Aldi - Hersteller Honigland)
WildblütenhonigAllos Wildblütenhonig mild-aromatisch
AkazienhonigAkazienhonig (Rewe Bio)
RapshonigRapsblüte herzhaft (Breitsamer Honig)
LindenhonigFeiner Lindenhonig (D'arbo)

 

Anwendung: Wie bereits erwähnt, zerstört Hitze einige Inhaltsstoffe des Honigs. Daher sollte man ihn bei Halsschmerzen nicht in heiße Getränke geben. Tee und Milch sollten leicht abkühlen, bevor man den Honig hineingibt. Wer mag, kann den Honig auch direkt aus dem Glas löffeln. Wenige Teelöffel über den Tag verteilt genügen, um Halsschmerzen zu lindern.

Warnhinweis bei Säuglingen

Kindern unter einem Jahr sollte man auf gar keinen Fall Honig geben. Bei der Honigverarbeitung können Bakterien in die süße Masse geraten, die für Säuglinge gesundheitsgefährdend sind, da ihr Immunsystem die Krankheitserreger noch nicht bekämpfen kann.

Lutschen gegen Halsschmerzen

Es mag banal klingen, aber schon allein ein Bonbon zu lutschen, kann das Schmerzempfinden vorübergehend lindern. Beim Lutschen werden die Schleimhäute angefeuchtet, wodurch der trockene Reiz im Hals verschwindet. Außerdem wird die Speichelproduktion stimuliert und dabei werden vermehrt Abwehrstoffe produziert. Gelangen dann über das Bonbon noch Kräuterzusätze in den Speichel, verstärkt sich dieser wohltuende Effekt. Bei Halsschmerzen können Salbei, Eukalyptus oder Latschenkiefer hilfreich sein. Sie haben zudem eine leicht desinfizierende Wirkung. Mentholhaltige Bonbons kühlen die entzündenden Schwellungen im Hals. In Apotheken gibt es für die schnelle Hilfe auch rezeptfreie Arzneien, die spezielle Wirkstoffe gegen Halsschmerzen enthalten. Solche Mittel gibt es als Bonbon oder als Pastille.

Anwendung: Beachten Sie die Packungshinweise! Auch bei herkömmlichen Bonbons können bei übermäßigem Verzehr unerwünschte Nebenwirkungen auftreten. So warnt zum Beispiel der Schweizer Kräuterbonbons-Hersteller Ricola auf seiner Verpackung für Salbei-Bonbons, dass ein übermäßiger Verzehr abführend wirkt.

Nur zuckerfreie Bonbons oder Pastillen lutschen

Zucker ist schädlich für die Zähne. Wer also mehrere Bonbons am Tag lutschen möchte, der sollte darauf achten, dass sie zuckerfrei sind. Außerdem entzieht Zucker dem Körper Wasser.

Trinken schwemmt Krankheitserreger aus Körper

„Trinken Sie viel“, ist für Erkältungspatienten ein oft gehörter Rat vom Arzt. Insbesondere bei Fieber verliert der Körper über den Schweiß viel Flüssigkeit, die man mit dem Trinken ausgleichen sollte. Auch hier sollten dann keine zucker- oder alkoholhaltigen Getränke zu sich genommen werden, da sie dem Körper zusätzlich Wasser entziehen. Ungezuckerte Teemischungen oder Mineralwasser eignen sich hervorragend, um den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen. Wird außerdem ausreichend getrunken, werden Krankheitserreger buchstäblich aus dem Körper geschwemmt. Zudem werden wie beim Bonbon-Lutschen die Schleimhäute befeuchtet, wodurch das trockene Reizgefühl im Hals gelindert wird.

Anwendung: Trinken Sie zwei bis zweieinhalb Liter über den Tag verteilt, um dem Körper ausreichend Flüssigkeit zuzuführen. Bei Mineralwasser eher auf „Medium“ setzen, da es bekömmlicher ist.

 

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Mineralwasser eignet sich sehr gut, um Erreger von Halsschmerzen auszuspülen. (Quelle: © Syda Productions - Fotolia)

Halswickel gegen Halsschmerzen (Prießnitz Wickel)

Dieses Hausmittel wirkt bei Erkältungs-Halsschmerzen, die durch Viren ausgelöst wurden. Allerdings scheint die Faktenlage etwas konfus, wenn es dann um die Frage geht, ob man kühlende oder wärmende Halswickel umlegen soll. Wärmende Wickel weiten die Gefäße und die Schleimhaut in Rachen und Hals wird besser durchblutet. In der Konsequenz können Eiter und Schleim dann auch leichter abfließen. Im Gegensatz dazu verengen kühlende Wickel die Gefäße, haben aber ebenso positive Wirkungen.

Bei akuten Entzündungen erwärmt sich in der Regel die Stelle, die von den Krankheitserregern befallen ist. Der Wärme kann mit Kälte begegnet werden. Das Prinzip ist bekannt bei Wadenwickeln gegen Fieber. Außerdem haben kühlende Wickel eine leicht betäubende Wirkung auf das Schmerzempfinden. Letztlich müssen Betroffene für sich selber abwägen, ob Wärme oder Kälte für sie angenehmer ist. Einen Einfluss auf die Dauer der Halsschmerzen haben die Wickel aus schulmedizinischer Sicht nicht. Sie sind eher dazu geeignet, die Schmerzsymptome zu lindern.

Anwendung: Der nach seinem Erfinder benannte Prießnitz-Wickel ist ein kühlender Umschlag. Dafür taucht man ein Tuch bis zu einem Drittel in kaltes Wasser und schlägt es dann so um, dass die feuchte Lage auf zwei trockenen Lagen aufliegt. Das Tuch wird um den Hals gelegt und mit einem trocknen Umschlag, zum Beispiel ein Handtuch, befestigt. Der Wickel kann abgenommen werden, wenn er sich erwärmt hat und seine kühlende Wirkung verloren gegangen ist.

Wer stattdessen lieber einen wärmenden Umschlag um den Hals legen möchte, der kann darin auch eine oder zwei getragene Wollsocken einwickeln. Im feucht-warmen Milieu bilden sich Organismen, die eine antibiotische Wirkung haben. Die gelangen bei einem entsprechenden Umschlag um den Hals über die Atemluft in den Körper und können dort das Immunsystem unterstützen.

Im folgenden Video finden Sie ein leckeres Rezept für unseren fünften Tipp gegen Halsschmerzen: Hühnersuppe

Hühnersuppe bei Halsschmerzen

Es ist ein althergebrachtes Hausmittel bei Erkältungen, dessen Wirkung inzwischen auch durch Studien belegt ist. Die Stiftung Warentest erklärt die Effekte, die der Geflügelsud auf uns hat. „Sanftes Garen entzieht dem Huhn den Eiweißstoff Cystein, der Entzündungen hemmt und Schleimhäute abschwellen lässt“, heißt es in einem Ratgeber-Beitrag der Stiftung Warentest.

Empfohlen wird, dass man das Huhn selber auskochen sollte. Dabei macht es keinen Unterschied, ob man ein tiefgekühltes oder frisches Huhn verwendet. Suppenhühner haben ein gelatinereiches Fleisch, das die ausgekochte Brühe kräftiger werden lässt als bei jungen Masthühnern. Beim Auskochen sollte das Huhn schon im kalten Wasser aufgesetzt und dann langsam erhitzt werden. Würde es in kochendes Wasser gelegt werden, kann das Eiweiß gerinnen, bevor es in den Sud gezogen wäre. Die Suppe kann dann mit Gemüse und Kräutern verfeinert werden.

Anwendung: Am besten löffelt man die Hühnersuppe warm, da die Wärme für den entzündeten Hals angenehm ist. Danach ist es ratsam, sich hinzulegen und zuzudecken. Die warme Suppe treibt die Schweißförderung an und die Erreger können förmlich ausgeschwitzt werden.

 


Fazit

Hausmittel gegen Halsschmerzen haben aus schulmedizinischer Sicht auf die Dauer der Erkrankung kaum bis gar keinen Einfluss. Sie lindern jedoch die Schmerzsymptome und können den Leidensdruck senken. Bei länger anhaltenden oder intensiver werdenden Halsschmerzen sollte ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt konsultiert werden. Hier müssen Ursachen ausgemacht und entsprechende Medikamente verabreicht werden.

 


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Profilbild von Steffen Gottschling

Steffen Gottschling (Jg. 1978) lebt und arbeitet in Erfurt. Seit 2012 ist er in der Medienbranche tätig. Hier sammelte er Erfahrungen in der Redaktion von Radio F.R.E.I. und arbeitete als Journalist in der Online-Redaktion der Thüringer Allgemeine. Für ...


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