Geheimratsecken vorbeugen | stoppen | Mann | Ernährung

Geheimratsecken vorbeugen: So können Sie den Haarausfall beim Mann stoppen

Geheimratsecken vorbeugen | stoppen | Mann | Ernährung
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Geheimratsecken können ein Anzeichen für Haarausfall sein. Wie sich dagegen vorbeugen lässt, erfahren Sie in diesem Ratgeber. Tipps zur Frisur und Ernährung für den Mann.

| Lisa Matz

Haarausfall ist immer genetisch bedingt und Betroffene können nicht viel dagegen unternehmen? Die gute Nachricht ist: Das stimmt so nicht. Es gibt eine Menge an Faktoren, die für den Haarschwund verantwortlich sein können. So können falsche Ernährung und ungesunde Lebensweisheiten Auslöser von Haarausfall sein. Doch selbst bei genetischen Faktoren sind inzwischen Haarwuchsmittel erhältlich, die den Haarausfall verringern können.

Welche Ursachen bekannt sind und wie Männer Haarausfall vorbeugen können, dazu hat sich basenio.de bei einem Dermatologen (Dr. Christoph Liebich) und einer Friseurmeisterin (Doreen Matz) erkundigt.

Wann beginnt Haarausfall?

Von Haarausfall wird dann gesprochen, wenn über mehrere Wochen durchschnittlich mehr als 100 Haare pro Tag ausfallen. Dünnen die Haare dann sichtbar aus oder es entstehen kahle Stellen, sprechen Mediziner von Alopezie, krankhaftem Haarausfall.

Androgenetische Alopezie

Die häufigste Form des nicht krankhaften Haarausfalls ist der erblich bedingte Haarausfall. Mediziner sprechen dann von androgenetischer Alopezie.


„Es ist völlig normal, ab und zu Haarverlust zu haben. Es sollte sich eben nicht häufen und andauern“, weiß Friseurmeisterin Doreen Matz zu berichten.

Die Erneuerung des Haares kann man in drei Phasen unterteilen:

  • Wachstumsphase
  • Übergangsphase
  • Ruhephase: nach dieser Phase fällt das Haar aus

In der „Wachstumsphase“ (Anagenphase) nimmt das Haar über seine Wurzeln alle nötigen Nährstoffen auf, wodurch es wächst. Dieser Teil des Zyklus dauert im Normallfall etwa zwei bis sechs Jahre. Während dieser Wachstumsphase sind die Zellen besonders anfällig für Schäden.

Daran schließt die „Übergangsphase“ (Katagenphase) an. In der nimmt die Haarwurzel keine Nährstoffe mehr auf und die Zellteilung setzt aus. Dieser Prozess dauert etwa zwei Wochen.

Zuletzt tritt das Haar in eine Ruhephase (Telogenphase) ein, die zwei bis vier Monateandauert. Am Ende der Ruhephase fällt das Haar dann schließlich aus. Ist der Haarzyklus nicht beeinträchtigt, würde er von neuem beginnen.

Haarausfall bei Männern
Verlieren Männer über mehrere Wochen im Durchschnitt über 100 Haare pro Tag sprechen Mediziner von Haarausfall. (Quelle: © jpjeng - Adobe Stock)

Formen von Haarausfall

Es werden verschiedene Formen von Haarausfall unterschieden. Dazu gehören unter anderem:

  • der erblich bedingte Haarausfall (androgenetische Alopezie)
  • der kreisrunde Haarausfall (Alopecia areata)
  • der diffuse Haarausfall (symptomatische Alopezie)

Der erblich bedingte Haarausfall die häufigst vorkommende Form. Sieben von zehn Männern werden statistisch gesehen im Laufe ihres Lebens mehr oder weniger stark davon betroffen sein. Bei Frauen verlieren nur vier von zehn wegen der genetischen Veranlagung ihre Haare.

Andere Formen des Haarausfalls treten weitaus seltener in Erscheinung. Ein bis zwei von 100 Menschen sind im Laufe ihres Lebens von kreisrundem Haarausfall betroffen. Dabei gibt es kaum Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Auch der diffuse Haarausfall ist im Vergleich zum erblich bedingten Haarausfall ein eher selten auftretendes Phänomen.

Mögliche Therapien können durch einen Dermatologen durchgeführt werden. Der muss jedoch zunächst nach den Ursachen forschen. Und die können vielfältig sein.


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Ursachen von Haarausfall

Ob Infektionen, Eisenmangel oder genetische Veranlagung: Haarausfall kann durch viele Ursachen bedingt sein. Bei starkem, andauerndem Haarausfall sollten Sie einen Facharzt konsultieren.

Erblich bedingter Haarausfall

Der erblich bedingte Haarausfall hängt in der Regel mit genetischen Faktoren zusammen. Bei den Betroffenen reagieren die Haarfollikel ab einem bestimmten Zeitpunkt im Leben überempfindlich auf männliche Hormone, die sogenannten Androgene. In der Folge dünnen die Haare aus und die Haarfollikel schrumpfen.

Kreisrunder Haarausfall

Die Ursachen des kreisrunden Haarausfalls sind noch nicht ausreichend erforscht. Es handelt sich nach derzeitigem Kenntnisstand um eine Autoimmunreaktion. Aus bisher ungeklärten Gründen richtet sich das Immunsystem demnach gegen körpereigene Strukturen. Dabei greifen Immunzellen die Haarfollikel an, worauf das Haarwachstum gestoppt wird. Als Folgereaktion fallen die Haare aus. Der kreisrunde Haarausfall tritt in manchen Familien gehäuft auf. Daher geht man davon aus, dass erbliche Faktoren bei der Entstehung auch eine Rolle spielen.

Diffuser Haarausfall

Bei diffusem Haarausfall dünnen die Haare in den meisten Fällen gleichmäßig über den Kopf verteilt aus. Hierbei gibt es zahlreiche Ursachen, wie beispielsweise:

Haarausfall Symptome
Die Symptome für Haarausfall können sich von Mensch zu Mensch unterschiedlich bemerkbar machen. (Quelle: © Bongkochrut - Adobe Stock)

Symptome bei Haarausfall

Friseurmeisterin Doreen Matz lässt auf basenio-Nachfrage wissen: „Bei jedem Mensch kann der Haarausfall anders beginnen und auch verlaufen". Bei manchen ist der Haarverlust über den ganzen Kopf verteilt, während bei anderen bestimmte Stellen am Kopf plötzlich kahl werden. Und auch die Intensität des Haarausfalls kann stark schwanken, von einem kaum sichtbaren Haarverlust, bis hin zur Vollglatze.


Symptome des erblich bedingten Haarausfalls

Die Symptome unterscheiden sich zwischen Männern und Frauen, daher sprechen Mediziner von typisch männlichen und weiblichen Mustern. Das betrifft vor allem die Geschwindigkeit und die Ausbreitung des Haarausfalls.

Männer verlieren in der Regel als erstes im Bereich der Stirn- und oberen Schläfenregion ihre Haare. Dabei bilden sich dann sogenannte Geheimratsecken. Im weiteren Verlauf fallen häufig die Haare am oberen Hinterkopf und im Stirnbereich aus.

Schließlich nähern sich die kahlen Stellen beider Bereiche schrittweise, bis eine sogenannte Scheitelglatze entsteht. Frauen verlieren hauptsächlich im Bereich des Mittelscheitels die Haare. Bei ihnen entstehen nur selten kahle Stellen. Die Haare werden eher immer dünner, sodass als Folge die Kopfhaut sichtbar wird.

Symptome des kreisrunden Haarausfalls

Wenn in recht kurzer Zeit an einer oder mehreren Stellen das Haar kreisrund oder oval verloren geht, ist dies typisch für den kreisrunden Haarausfall.

Die zunächst abgegrenzten lokalen Herde breiten sich weiter aus und können bis zur Vollglatze auswachsen. Kreisrunder Haarausfall kann auch an Augenbrauen, Wimpern, der Achsel- und Schambehaarung und bei Männern auch an Bartbehaarung entstehen.

Symptome des diffusen Haarausfalls

Symptomatisch für diffusen Haarausfall ist, dass er nicht auf bestimmte Regionen auf dem Kopf beschränkt ist. Bei dieser Form dünnt das gesamte Kopfhaar aus. Letztlich verteilen sich lichte Stellen relativ gleichmäßig.

3 Tipps gegen Haarausfall

Es können schon Kleinigkeiten sein, die Ihrem Haar zu Gute kommen. Friseurmeisterin Doreen Matz hat 3 Tipps für Männer.

Tipp 1:

„So sollten Sie Ihr Haar „vorsichtig“ kämmen ohne ruckartige Bewegungen, bei denen Haare ausgerissen werden könnten. „Bei kurzen Haaren sollten Sie von Ansatz bis Spitze der Haare kämmen, bei längeren Haaren sollten erst die Spitzen und dann der Ansatz gekämmt werden, um Verknotungen vorzubeugen“, rät Doreen Matz

Tipp 2:

Regelmäßiges Schneiden ist auch sehr wichtig: Bei Männern mindestens alle sechs Wochen. Das ist der Grundstein dafür, dass sich die Haare von Grund auf regenerieren und die verhornten Spitzen dem Haar nicht die Kraft rauben“, rät die Friseurmeisterin.

Tipp 3:

Die richtige Pflege ist das A und O, wenn man Haarausfall vorbeugen will. Unsere Haarexpertin rät deshalb: „Waschen Sie Ihre Haare als Mann nur ein- bis zweimal die Woche. Sollten Ihre Haare schnell fetten oder besonders viel Schmutz ausgesetzt sein, sodass Sie öfter waschen müssen, dann ist ein gutes Shampoo umso wichtiger.“

Tipps für Shampoo & Haarwasser

Die Inhaltsstoffe der Shampoos oder Haarwasser sind essentiell. Doreen Matz empfiehlt:

  • verzichten Sie auf Tenside, Parabene, Silikone und Sulfate
  • Duftstoffe, Alkohol und Mikroplastik schaden Ihrer Kopfhaut und dem Haar
  • Bei besonders empfindlicher Kopfhaut eignen sich Shampoos und Haarwasser mit natürlichen Inhaltsstoffen wie Tonerde, Salbei, Brennnessel oder Aloe Vera
  • Ätherische Öle und Antioxidantien sorgen für ein gesundes Gleichgewicht bezüglich der Kopfhaut und pflegen intensiv

Sollten Sie besonders viele Rückstände wie Schweiß oder Schmutz auf der Kopfhaut haben, dann waschen Sie die Haare zweimal hintereinander, um die Verunreinigungen zu entfernen. Im ersten Durchgang werden Schmutz und abgestorbene Hautzellen, welche die Kopfhaut belasten, gelöst. Beim zweiten Durchgang erfolgt dann die eigentliche Reinigung.

Haarpflege bei Mann & Frau

Laut Doreen Matz gibt es einen gravierenden Unterschied, was das Pflegebedürfnis der Haare bei Männern und Frauen angeht. Männer besitzen durch einen höheren Testosteronspiegel größere Talgdrüsen als Frauen. Diese produzieren um bis zu 30 % mehr Hautfett als die der Frauen.

„Das Hautfett bildet einen Schutzfilm und ist dafür verantwortlich, dass weniger Feuchtigkeit verloren geht. Männer benötigen also eine komplett andere Pflege als Frauen. Um es kurz zu sagen: Männer benötigen weniger ‚Schnickschnack‘, da ihre Haut genug Schutz vor Feuchtigkeitsverlust bildet.“

Youtube-Blogger Daniel Korte zeigt seine 8 Tipps für die Haarpflege bei Männern

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Therapien & Haarwuchsmittel

Ist die Diagnose erst einmal gestellt, kann mit der richtigen Therapie begonnen werden. Gegen Haarausfall gibt es verschiedene Mittel, einige davon sind rezeptfrei. „Die Kosten für solche freierhältlichen Mittel werden allerdings nicht von den Krankenkassen übernommen“, bestätigt Dr. Christoph Liebich auf basenio-Nachfrage.

Diese Inhaltsstoffe sollen gegen Haarausfall bei Männern helfen können:


Alfatradiol:

Alfatradiol wird nachgesagt, die Umwandlung von Testosteron in DHT reduzieren zu können.

Thiocyanat:

Bei Thiocyanat handelt es sich um ein körpereigenes Molekül, welches die Wachstums- und Zellerneuerungsprozesse des Körpers beeinflusst. Dadurch soll es laut klinischer Studien den Haarzyklus wieder in Balance bringen und das Haarwachstum stimulieren können. Es ist beispielsweise auch für Schwangere oder Stillende geeignet, da es nicht in den Hormonhaushalt eingreift.

Minoxidil:

Haarwuchsmitteln mit Minoxidil können bei erblichem Haarausfall hilfreich sein. Solche Mittel verzögern allerdings nur das Fortschreiten des Haarausfalls, meinen Experten vom Bundesverband Deutscher Dermatologen (BVDD). Haarwasser mit Minoxidil soll die Durchblutung an den Haarwurzeln und die „Neueinsprossung“ von Gefäßen anregen. Eignet sich Minoxidil, um gegen die Ursache das Haarausfalls vorzugehen, dann sollte die Therapie möglichst früh begonnen werden, rät der BVDD.

Immuntherapie mit DCP (Diphenylcylopropenon):

Ist die Diagnose kreisrunder Haarausfall, gibt es verschiedene Methoden, um dagegen vorzugehen. Die effektivste Therapie ist laut BVDD eine Behandlung mit DCP. DCP wird eingesetzt, um eine Kontaktallergie an den betroffenen Stellen auszulösen und damit die Abwehrzellen von den Haarwurzelzellen abzulenken. Diese Therapie wird in der Regel allerdings nicht von den Krankenkassen übernommen.

Kortisontabletten:

„Diese Therapie hat sich in der Praxis bewährt. Sie wird bei kreisrundem Haarausfall und Autoimmunerkrankungen eingesetzt“, erklärt Dr. Liebich auf basenio-Nachfrage. Das Kortison kann oral oder lokal angewandt werden. Diese Therapiemethode wird auch von den Krankenkassen übernommen. Allerdings hat die Therapie nur solange Erfolg, wie man die Tabletten einnimmt. Setzt man sie ab, wird der Haarausfall wieder ausbrechen.

Lichttherapie:

Bei einer sogenannten PUVA-Lichttherapie wird ein Medikament, welches die Haut lichtempfindlicher macht, auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Diese werden anschließend mit UVA- Strahlen behandelt. Allerdings wird diese Therapiemethode nur ungern durchgeführt, da das Hautkrebsrisiko dabei erhöht wird.

Dr. med Christoph Liebich stellt eine geeignetere Lichttherapie vor. Diese wird mit einem „excimer Laser“ durchgeführt. Bei dieser Reiztherapie werden UV-ähnliche UVB-Strahlen angewendet. Diese bewiesen sich in der Vergangenheit als weniger schädlich.

Ernährung & Haarausfall

Unser Ernährungsverhalten kann sich positiv und negativ auf das Haarwachstum auswirken. Haarwachstum benötigt Vitamine und Nährstoffe, die wir über die Nahrung zu uns nehmen. Unter anderem spielen Zink, Eisen, Vitamin A, Vitamin B, Vitamin C und auch Omega-3-Fettsäuren bei Haarverlust eine wichtige Rolle.

Fettige und kohlenhydrathaltige Speisen können das Haarwachstum negativ beeinflussen. Regelmäßiger Fast-Food-Konsum schadet also nicht nur Ihrer Figur, sondern kann auch der Grund für Haarausfall sein. Die meisten wertvollen Inhaltsstoffe stecken sich in Obst- und Gemüsesorten. Paprika, Brokkoli und auch Hülsenfrüchte sowie Fisch tragen zu einer ausgewogenen Ernährung bei.

Eine Ernährungsumstellung kann hilfreich sein, sollte ein Mangel an Mineralstoffen oder Spurenelementen festgestellt werden. Sollte der Mangel durch die Ernährung nicht aufzuheben sein, können Nahrungsergänzungsmittel behilflich sein. Für diesen Fall gibt es spezielle Nahrungsergänzungsmittel, die gegen Haarausfall helfen sollen. Jedoch sollte dies immer mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Bei stressbedingtem Haarausfall ist die einzige Lösung, den Stress zu reduzieren. Dazu sollten Sie herausfinden, woher der Stress kommt und diesen anschließend minimieren. Ebenso sollten Sie darauf achten, genügend zu trinken. Der Körper benötigt Wasser, um zu funktionieren.

Eine Kombination aus verschiedenen Früchten, Gemüsesorten und anderen Lebensmitteln eignet sich sehr gut zur Prävention gegen Haarausfall.

Es eignen sich vor allem Produkte mit einer Vielzahl an wichtigen Nährstoffen.

  • Nüsse
  • Spinat
  • rote Paprika
  • Champignons
  • Haferflocken


Als oberste Faustregel gilt, dass alle Produkte regelmäßig und in Kombination zusammengestellt werden sollten. Sie sollten allgemein auf eine abwechslungsreiche und gesunde Aufnahme von Lebensmitteln achten.

Haarausfall & Vollmond

Zahlreiche Menschen schwören darauf, dass der Vollmond ihre Haare positiv beeinflusst. Dies klingt sehr skurril, jedoch richten manche Menschen ihren Alltag nach dem Mondkalender aus.

Einen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass man volleres Haar bekommt, wenn man die Haare beispielsweise bei Vollmond wäscht, gibt es nicht. Positives Denken hat jedoch noch niemandem geschadet, weshalb jeder, der gern dran glauben möchte, den Mondkalender nutzen kann.

 

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Profilbild von Lisa Matz

Lisa Matz ist als freie Journalistin für basenio.de tätig. Als Studentin im Fachbereich Business Administration hat sie theoretische und praktische Kenntnisse in wirtschaftlichen Fragen. In ihren privaten Passionen Reisen und Mode schreibt sie leidenschaftlich ...

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