Gesundheit im Alter | Sport | Fit

Wie erhält man seine Gesundheit im Alter? Tipps zum Sport für Senioren

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In diesem Beitrag: Gesundheit im Alter ist die Basis für hohe Lebensqualität und ein glückliches Leben für Senioren und Rentner. Was Senioren beim Sport beachten sollten und wie intensiv sie trainieren können, verraten wir in diesem Beitrag.

“Wer heute keine Zeit für seine Gesundheit hat, wird später viel Zeit für seine Krankheiten brauchen.” von Sebastian Kneipp

Gesundheit ist das höchste Gut im Leben. Meist wird uns das allerdings erst klar, wenn wir krank sind. Dann ärgern wir uns über die Beschwerden, unseren Zustand und über uns selbst. Das muss nicht sein! Wer frühzeitig in die eigene Gesundheit investiert, profitiert in jedem Fall.

Doch was tun, um Gesund zu bleiben? Wie fördert man sinnvoll die eigene Gesundheit? 

Zwei Antworten, die jeder kennt und gern ignoriert werden: Gesunde Ernährung und körperliche Bewegung.

Im Prinzip geht es um einen respektvollen Umgang mit dem eigenen Körper. Oder anders - gesund zu leben, heißt sinnvoll in den eigenen Körper zu investieren. Die Zeit dafür sollte man sich nehmen. Und eigentlich ist das gar nicht so schwer. Mittlerweile gibt es zahlreiche Sportangebote für Alles und Jeden. Ob im Verein, im Fitnessstudio, im Freien oder zu Hause – das Stichwort heißt mehr Bewegung im Alltag.

Fitnesstudio, Sport
Im Fitnessstudio können sich auch Senioren trimmen. (Quelle: JU2 Fitnesstreff Jena)

Den inneren Schweinehund für die Gesundheit im Alter überwinden

Er ist faul, ein Bewegungsmuffel, sitzt und liegt gern auf der Couch. Er fährt lieber Auto statt zu laufen. Nimmt den Fahrstuhl statt der Treppe. Antriebslosigkeit und Gemütlichkeit zeichnen ihn aus. Sport ist sein Feind und Gesundheit nicht gerade sein Lieblingsthema. Jeder kennt ihn, streichelt und pflegt ihn – manchmal ein bisschen zu sehr. Sagen Sie ihm besser den Kampf an und werden Sie aktiv. Die Frage ist nur wie? Alle Ausreden über Board werfen und durchstarten. Ein „Jetzt geht’s los“ und den Tag mit einem Spaziergang oder einer Runde Fahrradfahren beginnen. Wer Angst hat sich zu verletzen oder seinen eigenen Fitnessstand vorab überprüfen möchte, vereinbart am besten einen Termin bei seinem Hausarzt zum Gesundheitscheck. Diesen sollte man sowieso unter 40 alle fünf und ab 40 alle drei Jahre wiederholen. Ihr Hausarzt kann Ihnen sagen, welche Sportarten für Sie in Frage kommen. Das Angebot ist riesig: von Aquafitness über Zumba, Gymnastik, Pilates, Joggen, Tanzen hin zu Rückengymnastik.

Ob Prävention, Rehabilitation oder Freizeitgestaltung – Sie haben die Qual der Wahl. Auch für Sportmuffel lässt sich etwas finden. Schon mal Yoga ausprobiert? Zudem ist fast jede Sportart für die Generation 50plus geeignet. Was auch immer Sie machen möchten – wichtig ist, dass sie Spaß daran haben. Denn wer Spaß hat, geht regelmäßig und darauf kommt es an. Leider speichert unser Körper nämlich einmalige Aktivität nicht. Für Unentschlossene gilt: Einfach ausprobieren. Gerade in Vereinen und Fitnessstudios lassen sich kostenlose Probetrainings vereinbaren. Viele Sportkurse werden sogar von den Krankenkassen bezuschusst oder mittels Bonusheften in Sach- oder Geldwert prämiert. Denn auch die Kassen haben erkannt: Wer sich bewegt, wird seltener krank und davon haben alle was. Der Versicherungsnehmer bleibt gesund – die Kassen sparen Geld.

Das Motto lautet: "Mit zunehmendem Alter das Leben genießen, statt kostbare Zeit mit Krankheit vergeuden!" Wer das erkennt, und den Sprung schafft, hat die Hauptinvestition geleistet und wird mehrfach profitieren: Körper, Geist und Seele bleiben fit und die Lebensqualität steigt.

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Bis ins hohe Alter fit bleiben. Wer aktiv bleibt, der bleibt gesund. (Quelle: Fotolia)

Körperlich aktiv werden - gesund bleiben!

Das Älterwerden führt bekanntlich, den ein oder anderen körperlichen Mangel mit sich. Nichts ist mehr wie mit zwanzig oder dreißig. Kraft, Koordination, Ausdauer und Beweglichkeit nehmen allmählich ab. Kleine und große Gesundheitsbeschwerden kommen hinzu und man merkt, dass sich der eigene Körper verändert. Die Muskulatur baut ab, der Körperfettanteil steigt und auch die Knochen und Gelenke können spröde werden.

Gegen das „Altern“ kann man nichts machen? Stimmt. Gegen Folgen und Beschwerden schon! Gesundheitsleiden können minimiert, gebremst und eine beschwerdefreie Zeit verlängert werden. Ebenso kann die Muskulatur erhalten, der steigende Fettanteil gebremst und Knochen und Gelenke mit geeigneten Übungen in Schwung gehalten werden. Mit sportlicher Aktivität lässt sich die Jugend nicht zurückholen, aber ein gutes Lebensgefühl. Selbst Inkontinenz kann mit gezieltem Training der Beckenbodenmuskulatur vorgebeugt werden. Unsere Gesellschaft leidet zunehmend an Zivilisationskrankheiten: Bluthochdruck, Diabetes, Gicht, Gefäßerkrankungen, Entzündungen, Übergewicht und schädliches Bauchfett. Wer sich bewegt und Sport treibt, bleibt beweglich, hält das Herz-Kreislaufsystem in Schwung und beugt so vielen Erkrankungen vor. Ebenso sinkt das Sturzrisiko. Gerade im hohen Alter führen Stürze immer wieder zu schweren Verletzungen, Bettlägerigkeit und Pflegebedürftigkeit können die Folge sein. Wer trainiert, schult sein Gleichgewicht und vermindert sein Sturzrisiko erheblich. Einer der wichtigsten Gründe frühzeitig sportlich aktiv zu werden.

Das einzige Manko: Sportverletzungen. Klar, wer Sport treibt, kann sich auch dabei verletzen. Dennoch überwiegen die positiven Effekte. Gerade wenn Sie gesundheitsorientiert Sport treiben. Denn Zerrungen, Prellungen und Brüche entstehen meist durch falsche oder übermäßige Belastungen. Also übertreiben Sie es nicht. Neu- und Wiedereinsteiger sollten daher Belastungsintensität und –umfang ärztlich abklären, nach einer geeigneten Einstiegssportart (Radfahren, Schwimmen, Gymnastik) suchen und anfangs unter Anleitung von Trainern oder Übungsleitern trainieren. Dann gibt es auch keinen Grund mehr, Angst vor Verletzungen zu haben. Gerade Herz- und Seniorensportgruppen sind auf die Bedürfnisse der Teilnehmer abgestimmt und gewährleisten altersgerechten Sport. Ein „zu alt“ gibt es übrigens nicht! In diesem Rennen wird die 101-jährige Teilnehmerin zwar Letzte, bricht aber einen Rekord.

Bewegung ist nicht nur für den Körper – auch Geist und Seele profitieren!

Sport schafft ein Gefühl der Zufriedenheit. Wer kennt es nicht, das Wohlbefinden nach körperlicher Anstrengung? Wer seinen Körper fordert, gewinnt an Seelenwohl. Eigentlich ist es ganz einfach. Durch Bewegung und Anstrengung bauen wir Stress ab und der Kopf wird frei. Unser Körper bedankt sich mit Testosteron, Endorphin, Dopamin, Serotonin und einem Schuss Adrenalin. Kurzum: ein gutes Gefühl. Warum auch nicht – schließlich haben wir etwas geleistet und können stolz darauf sein. Erfolgserlebnisse erhellen das Gemüt und gerade mit Ausdauersport können depressive Störungen vermindert werden.

Beim Sport lassen sich zudem prima Ziele stecken: Regelmäßig aktiv sein! Gemeinsame Bewegung! Eine neue Sportart ausprobieren! Das Gleichgewicht schulen! Rückenbeschwerden vermindern! Das Leistungsniveau erhöhen! An Wettkämpfen teilnehmen! Et cetera pp. Auch für erfahrene Sportler gibt es immer wieder Neues zu entdecken. Wie wäre es zum Beispiel mit dem Deutschen Sportabzeichen? Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) bietet allen Männern und Frauen ab 18 Jahren die Möglichkeit das Sportabzeichen zu erwerben. Für 6-17 Jährige als Äquivalent das Deutsche Sportabzeichen für Kinder und Jugendliche. Ansprechpartner sind hier die Landes-, Kreis- und Stadtsportbünde. Sie informieren über Trainingsmöglichkeiten und Prüfungstermine. Beim Sportabzeichen werden verschiedene Disziplinen abgeprüft: Allgemeine Schwimmfertigkeit, Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination. Die Anforderungen für jede Altersgruppe finden sich hier im Leistungskatalog beim DOSB

Sportabzeichen
Gold, Silber und Bronze werden beim Sportabzeichen nach den erreichten Punkten in den Prüfungen vergeben. (Quelle: eigene Darstellung)

Mittlerweile gibt es sogar Anforderungen für die Generation 90plus. Wow, kann ich da nur sagen. Ein Ziel für das man trainieren kann. Vielleicht machen Sie auch gleich neue Bekanntschaften oder trainieren gemeinsam mit Freunden oder Familie. Beim Sport lassen sich leicht Kontakte knüpfen oder vertiefen. Gemeinsames Training verbindet, man hat Gesprächsstoff, unterstützt und motiviert sich gegenseitig. Sport ist nicht nur eine Aufgabe, sondern auch ein Gemeinschaftsgefühl.

Fazit: Sport tut Körper, Geist und Seele einfach gut! Wer investiert hat mehr vom Leben.

Wir empfehlen Ihnen in diesem Zusammenhang die neue Broschüre (PDF-Datei zum Ausdrucken - 1,4 MB) zum Thema Gesundheit im Alter inklusive eines Selbsttests sowie einem kleinen Quiz. Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen.


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