Erste-Hilfe-Kurse für Senioren

Warum sind Erste-Hilfe-Kurse für Senioren wichtig?

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Erste-Hilfe-Kurse liegen bei Senioren und Best Agern oft schon Jahrzehnte zurück. Weil die Gefahr von Notfällen im Alter steigt, sind Auffrischungen immens wichtig: Sie können Leben retten.

Was war noch mal die stabile Seitenlage? Was muss ich bei der Mund-zu-Mund-Beatmung beachten? Und wie oft drücke ich den Brustkorb bei der Herzmassage? Keine Ahnung!? Dann geht es Ihnen wie vielen anderen Deutschen, die einen Erste-Hilfe-Kurs dringend nötig hätten. Die meisten haben den Kurs obligatorisch während der Führerscheinausbildung absolviert. Und danach nie wieder. Je älter die Menschen jedoch werden, desto länger liegt auch ihre Erste-Hilfe-Ausbildung zurück. Wegen der steigenden Lebenserwartung steigt der Bedarf an Auffrischungen folgerichtig weiter an. Der Grund ist der demografische Wandel.

Wir wurden verstärkt von Senioren angesprochen, die an uns herangetreten sind, weil ihre Erste-Hilfe-Kurse extrem lange, teilweise Jahrzehnte zurückliegen“, bestätigt Michael Sonntag vom Arbeiter-Samariter-Bund diese Einschätzung. Die Nachfrage sei so groß gewesen, dass gleich mehrere Kurse pro Jahr angeboten wurden, die auch gut ausgelastet waren, berichtet Sonntag.

Erste-Hilfe-Kurse richten sich nach Bedürfnissen der Senioren

Bei den Kursen wird speziell auf die Bedürfnisse der älteren Teilnehmer Rücksicht genommen. Die Puppe, an der die Übungen demonstriert werden, kann beispielsweise auf einen Tisch platziert werden, weil nicht alle in der Lage sind, eine Herz-Lungen-Massage auf dem Boden auszuüben. „Einige Senioren können wegen körperlicher Einschränkungen nicht alle Erste-Hilfe-Maßnahmen durchführen“, sagt Michael Sonntag. Das sei aber gar nicht schlimm. „Im Notfall kommt es einfach darauf an, Bescheid zu wissen. Es ist ja auch möglich, andere Menschen anzuleiten und ihnen zu sagen, wie es richtig geht“, sagt der Experte.
Die Kurse sollen in erster Linie dazu dienen, Hemmungen abzubauen. Denn gerade ältere Menschen reagieren im Notfall eher erschrocken und machen vor lauter Angst das Falsche, wie das Deutsche Rote Kreuz und andere Verbände betonen. Einen guten Überblick über die Besonderheiten bei Erste-Hilfe-Kursen für Senioren können Sie sich in dem folgenden Video verschaffen.

Erste-Hilfe-Kurse für Senioren

Was sind die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen?

Ob Herzinfarkt, Schlaganfall, Schnittverletzungen, Stürze oder Autounfälle: Es gibt unzählige Ursachen für Rettungsmaßnahmen – selbstverschuldet, fremdverschuldet oder völlig aus dem Nichts heraus. Daher möchten wir in Kürze vorstellen, wie Sie sich bei Erste-Hilfe-Maßnahmen verhalten sollten. Alle lebensrettenden Maßnahmen sind in den Ablauf der sogenannten Rettungskette eingebettet. Dazu gehören je nach Beschreibung vier bis sechs Phasen.

1. Absichern und Eigenschutz: Sie müssen die Unfallstelle absichern, dürfen durch die Rettungsmaßnahmen aber nicht das eigene Leben gefährden, beispielsweise auf der Autobahn, bei Bränden oder bei austretendem Gas.
2. Setzen Sie den Notruf über 112 ab. Beantworten Sie die 5 W-Fragen: Wo, Was, Wie viele, Welche (Art der Verletzung), Warten (auf Rückfragen).
3. Leiten Sie lebensrettende Sofortmaßnahmen ein (Wiederbelebung, stabile Seitenlage, Blutungen stillen, Schockbekämpfung). Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie diese Maßnahmen sicher durchzuführen sind, sollten Sie sich zu einem Erste-Hilfe-Kurs anmelden.
4. Weitere erste Hilfe leisten (je nach Art des Notfalls Frühdefibrillation mit einem Defibrillator, Wundversorgung, Betreuung, fachgerechte Lagerung, Brüche ruhig stellen, Auskühlen verhindern).
5. Der Rettungsdienst übernimmt den Patienten, knüpft an Maßnahmen des Ersthelfers an und stellt sicher, dass der Abtransport in ein Krankenhaus erfolgen kann
6. Aufnahme in die Notaufnahme

Fazit

Erste-Hilfe-Kurse können Leben retten. Sollten Sie nicht über die erforderlichen Kenntnisse verfügen, empfehlen wir Ihnen einen Kurs zu belegen. Gerade wenn der letzte Kurs schon Jahrzehnte zurückliegt, ist eine Auffrischung dringend notwendig. Überwinden Sie ihre Angst oder ihre Vorbehalte. Denn wie es so schön heißt: Wer einen Menschenleben rettet, rettet die ganze Welt.


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Thomas Fritz (Jg. 1982) ist ein freier Journalist aus Leipzig, der seit 2010 in der Branche tätig ist und bundesweite Auftraggeber hat. Nicht die tagesaktuelle Berichterstattung, sondern gut recherchierte Hintergrundberichte, Porträts und Reportagen sind sein ...


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