Diabetes | Blutzucker | Symptome | Ursachen | Ernährung | Tipps

Leiden Sie vielleicht an Diabetes? Symptome, Ursachen & hilfreiche Tipps

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Diabetes gilt mittlerweile als Massenkrankheit. Bereits 10 Prozent der deutschen Bevölkerung leidet darunter, wobei der bekannteste Typ die Altersdiabetes ist. Welche Ursachen & Symptome diese Krankheit hat, erfahren Sie in folgendem Artikel.

Diabetes mellitus wird auch Zuckerkrankheit genannt und bezeichnet eine Störung des Stoffwechsels. Dies kommt besonders im Alter häufig vor. Je nach Erkrankungstyp wird bei Diabetes entweder kein oder zu wenig Insulin in der Bauchspeicheldrüse gebildet. Insulin ist jedoch sehr wichtig für unseren Körper, da es Blutzucker (Glucose) in unsere Zellen transportiert und dort in Energie umwandelt. Fehlt den Zellen jedoch dieser Stoff, mangelt es ihnen an Energie und sie greifen auf die Fett- und Eiweißreserven des Körpers zurück, um die Energie wieder aufzufüllen. Der Zucker bleibt im Blut. Die Folge ist, dass der Blutzuckerspiegel ansteigt.

Eine sehr schöne Veranschaulichung zu den Vorgängen im Körper finden Sie hier.

Diabetes - Symptome

Folgende Symptome können Anzeichen dafür sein, dass es Ihrem Körper an Insulin mangelt:

  • großer Durst und häufiger Harndrang
  • Müdigkeit, Sehstörung
  • plötzliche Gewichtsabnahme (Nur bei Typ 1, Erläuterungen nächster Absatz)

Zudem ist es möglich, dass Sie eine veränderte Atemluft bemerken. Der Grund dafür ist der Stoff Aceton. Er entsteht, wenn die Zellen wegen des Glucoseengpasses keine eigene Energie mehr herstellen können und somit der Organismus das Körperfett in Energie umwandelt. Die Folge ist eine Übersäuerung des Blutes. Im schlimmsten Fall kann es auch zu einem Bewusstseinsverlust kommen oder zu einem diabetischen Koma.

Um einer Diabetes-Krankheit rechtzeitig vorzubeugen bzw. sie zu behandeln, suchen Sie bei jedem Verdacht einer Erkrankung zur Sicherheit direkt Ihren Arzt auf.

Diabetes - Typen

Man kann im Allgemeinen zwei Typen von Diabetes unterscheiden. Zu einem gibt es den Diabetes Typ 1 und den, gerade im Alter häufig auftretenden, Diabetes Typ 2.

Diabetes Typ 1

Diese Zuckerkrankheit beginnt meist schon in jungen Jahren. Hierbei liegt ein starker Mangel an Insulin vor. Die Bauchspeicheldrüse produziert immer weniger Insulin, bis die Insulinherstellung gänzlich gestoppt wird und der Stoff dem Körper fehlt. Betroffene müssen folglich ständig ihren Blutzuckerwert mit Hilfe eines Blutzuckermessgerätes kontrollieren und das fehlende Insulin dem Körper dann über Spritzen hinzufügen.

Ursache für die Diabetes-Erkrankung Typ 1 ist meist eine Autoimmunerkrankung in Folge einer Viruserkrankung. Sie kann dazu führen, dass das Immunsystem plötzlich fehlprogrammiert ist und nicht mehr richtig arbeitet. Die Folge ist, dass das Immunsystem die Zellen in der Bauchspeicheldrüse, die für die Produktion des Insulins verantwortlich sind, als Krankheitserreger erkennt und diese daraufhin zerstört. Ohne diese Zellen kann anschließend kein Insulin mehr produziert werden, weswegen der Patient dem Körper selbst Insulin hinzufügen muss. Eine Heilung des Diabetes Typ 1 ist daher nicht möglich, weil eine "Neuprogrammierung" des Immunsystems nicht möglich ist.

Diabetes Typ 2

Der Diabetes Typ 2 wird auch Altersdiabetes genannt. Gerade Menschen, welche die Mitte ihres Lebens erreicht haben, besitzen ein erhöhtes Risiko, an Diabetes zu erkranken. Grund dafür ist, dass sich -im Gegensatz zu Diabetes Typ 1- diese zweite Art der Erkrankung über viele Jahre hinweg entwickelt und nicht innerhalb kurzer Zeit.

Patienten des Typ 2 leiden an einer Insulinresistenz, was bedeutet, dass die Zellen des Körpers unempfindlich auf Insulin reagieren und somit der Blutzucker nicht mehr in die Zellen transportiert werden kann. Der Körper schüttet folglich mehr Insulin aus, um die Resistenz zu überwinden, doch im Laufe der Zeit erschöpft die Insulinproduktion. Dies hat einen Anstieg des Blutzuckers zur Folge, der in der Regel so hoch ist, dass Diabetes diagnostiziert wird.

Fett- und Muskelzellen tragen ebenso einen Teil zur Insulinresistenz bei, da von diesen Zellen gewisse Botenstoffe ausgesendet werden, die eine Resistenz von Insulin fördern. Übergewicht und Bewegungsmangel begünstigen diese Entwicklung.

 

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Grafik zur Insulinresistenz (Quelle: Monique Fritzsch)

Behandelt werden kann eine Insulinresistenz medikamentös mit Tabletten, die helfen, den Insulinspiegel wieder zu steigern. Dies kann erreicht werden durch die Einnahme von Antidiabetika.

Diabetes - Ursachen

Auch im Hinblick auf die Ursachen unterscheiden sich die beiden Diabetes-Typen. Während bei Typ 1 eine Autoimmunerkrankung vorliegt, gibt es für Typ 2 gleich mehrere Ursachen. Neben dem Alter und dem Rückgang der Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse, spielen noch andere Gründe eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Diabetes Typ 2:

Die wohl weitläufigste Ursache ist und bleibt das Übergewicht. Ein zudem vermehrter Konsum von Kohlenhydraten in Form von Süßigkeiten, Keksen oder auch Kuchen trägt zu einer Diabetes-Diagnose bei. Eine Folge von Übergewicht ist unter anderem auch eine Fettleber, die Diabetes hervorrufen kann. Jedoch können Sie auch, wenn Sie viel Sport treiben und sich gesund ernähren, an Diabetes erkranken. Der Grund ist Nährstoffmangel. Fehlen dem Körper bestimmte Stoffe, wie Antioxidantien, kann es zu Diabetes Typ 2 kommen. Antioxidantienmangel kann die Krankheit sogar begünstigen und verschlimmern. Mehr dazu lesen Sie hier. Auch Magnesiummangel unterstützt Diabetes. Magnesium hilft dem Insulin dabei, den Zucker aus dem Blut zu entfernen und in die Zellen zu transportieren. Außerdem ist Magnesium Teil der Insulinproduktion, was bei einem Mangel zur Folge hat, dass diese gehemmt wird.

Diabetes - Folgeerkrankungen

Die Zellen im Körper benötigen Zucker, um Energie zu gewinnen. Erhalten diese Zellen aufgrund einer Insulinresistenz keine Glucose oder produziert der Körper zu wenig oder gar kein Insulin mehr, kann auch keine Energie hergestellt werden. Um dennoch an Energie zu kommen, werden die körpereigenen Fette und Eiweiße abgebaut. Für gesunde Menschen ist das innerhalb eines kurzen Zeitraums kein Problem. Doch eine Diabetes-Erkrankung hat einen sehr hohen Fettabbau zur Folge. Dieses wiederum setzt sich vermehrt an den Wänden der Blutgefäße ab. Es kommt zu Durchblutungsstörungen und zu Arteriosklerose. Infolgedessen kann es noch zu schlimmeren Krankheiten, wie ein Schlaganfall oder Herzinfarkt kommen.

Ebenfalls hat Diabetes Auswirkungen auf unsere Augen. Grüner oder grauer Star ist die Folge. Besuchen Sie deshalb auch regelmäßig Ihren Augenarzt, der Sie rechtzeitig auf diese oder ähnliche Erkrankungen hinweist.

Diabetes - Ernährung

Entgegen der oftmaligen Annahmen, Diabetiker müssen spezielle Kost zu sich nehmen und es müsse immer extra gekocht werden, wird heute oft zu einer ausgewogenen Ernährung geraten, die sich nicht massiv von der Ernährung eines gesunden Menschen unterscheidet. Bei Diabetes Typ 1 kommt es besonders auf die Menge und Art der Kohlenhydrate an, die Sie zu sich nehmen. Da zwischen 80 und 90 Prozent der an Typ 2 Erkrankten übergewichtig sind, muss hier die Ernährung generell umgestellt werden. Zusätzliche Informationen finden Sie hier.

 


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Profilbild von Monique Fritzsch

Monique Fritzsch hat bis 2015 an der Fachhochschule Schmalkalden Multimedia-Marketing studiert. In ihrer Freizeit liest sie gerne ein Buch auf der Couch.


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