Das Gedächtnis | im Alter | Ernährung | fördern | Gedächtnisstärkung

Mit der richtigen Ernährung das Gedächtnis im Alter fördern: Das hilft zur Gedächtnisstärkung

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(Quelle: Fotolia - Robert Kneschke)

Studien belegen, dass das Gedächtnis im Alter nicht nachlässt, sondern nur langsamer arbeitet. Wie das Gedächtnis funktioniert und wie sie mit der richtigen Ernährung länger geistig fit bleiben können, erklären wir in diesem Beitrag.

Das Gedächtnis hilft uns Menschen, den Alltag zu meistern. Ohne dessen Erinnerungen würde man orientierungslos sein und letztlich von Instinkten getrieben. Das ist plausibel, bedenkt man, dass sich Sprache und Verhalten aus solchen Erinnerungen in unserem Gehirn ausbilden. Daher lässt sich getrost sagen, dass das Gedächtnis zu einem großen Teil uns Menschen ausmacht. Der erste Kuss, eine besonders schöne Reise oder das Lieblingslied, all das macht uns aus und prägt unser Verhalten. Doch auch scheinbar banale Handlungen werden erst durch das Gedächtnis möglich. Ein Brot mit einer Brotmaschine schneiden, eine Tür richtig öffnen oder eine Hose korrekt anziehen, sind Leistungen, die wir nur durch abgespeicherte Erinnerungen vollbringen. Das Gedächtnis bewahrt also dies auf und macht es möglich, dass wir Erfahrungen und Eindrücke abspeichern und wieder abrufen können.

So funktioniert das Gedächtnis

In technischer Hinsicht gibt es viele Speichermedien. Auf Festplatten, Speicherkarten oder früher Kassetten und Tonbänder, bewahrt man Daten auf und kann diese, wenn gewünscht, wieder abrufen. Auch wenn die Speicherkapazitäten in den letzten Jahren immer weiter anstiegen, haben sie im Vergleich zum menschlichen Gedächtnis nur ein kleines und begrenztes Volumen. Unser Gehirn lässt ganz andere und komplexere Leistungen zu. In der Neurologie wird als Gedächtnis verstanden, dass das Nervensystem von Lebewesen fähig ist, aufgenommene Informationen zu kodieren, abzuspeichern und abzurufen. Die wissenschaftliche Forschung hat in den letzten Jahren viele Erkenntnisse gewonnen und publiziert, wie diese Abläufe funktionieren. Auch in den Medien wird immer wieder darüber berichtet. Exemplarisch sei ein Artikel aus der Welt empfohlen: Wenn ein und derselbe Tag immer wiederkehrt. Grundsätzlich lässt sich das Gedächtnis in drei sogenannte Subsysteme einteilen, die nach Dauer der Informationsspeicherung unterschieden werden.

Gedächtnis, Grafik
So lässt sich das Gedächtnis nach der Dauer der Informationsspeicherung unterteilen.. (Quelle: Fotolia)

Das Ultrakurzzeit-Gedächtnis – auch sensorisches Register genannt – behält Informationen nur für wenige Sekunden. Gerade jetzt benötigen Sie es und setzen es ein. Beim Lesen werden die Worte eines Satzes abgespeichert, sodass er am Ende einen Sinn ergibt. Sehr wahrscheinlich können Sie sich gerade nicht an das erste Worte in diesem Beitrag erinnern, aber an das erste Wort dieses Satzes. Die Speicherkapazität ist dementsprechend stark begrenzt. Im Kurzzeit-Gedächtnis – Arbeitsgedächtnis - verbleiben Eindrücke und Informationen ungefähr zwischen 20 bis 45 Sekunden. Wenn wir eine Telefonnummer ablesen und diese dann eingeben, bleiben die Zahlen nur kurz im Gedächtnis haften, und gehen dann wieder verloren. Auch hier ist also die Speicherkapazität begrenzt. Das Langzeitgedächtnis hingegen ist ein nahezu unbegrenzter Speicher. Hier werden Erlebnisse, Fähigkeiten und Kenntnisse abgelegt. Der erste Kuss, der Weg zur Arbeit oder ihr Name, all das sollte immer in Erinnerung bleiben. Damit dies funktioniert, filtert unser Gedächtnis diese Informationen. So sind Erinnerungen in der Regel auch mit Sinneseindrücken verbunden, die letztlich alle im Gehirn zu einem komplexen Bild aufgebaut und abgespeichert werden.

Die Gedächtnisleistung im Alter

Es gibt den Spruch: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!“. Doch stimmt das so? Fakt ist, im Alter nehmen neurologisch-psychiatrische Krankheiten zu. Dies ist, in der folgenden Grafik zu erkennen.

Grafik, Neurologie BEI VERWENDUNG IMMER MAIL AN presse@dgn.org
(Übernommen von Deutsche Gesellschaft für Neurologie / http://www.dgn.org/presse/mediathek)

Schon mit Mitte oder Ende der zwanziger Lebensjahre lassen erste Gehirnfunktionen nach. Ab den Vierzigern wirken sich diese dann aus. „Verarbeitungstempo, Reaktionsgeschwindigkeit und Kurzzeitgedächtnis verschlechtern sich“, heißt es in einem Beitrag bei Stern-Online. Der Beitrag beschäftigt sich mit dem Buch: "Der Dingsda aus Dingenskirchen. Die großen und kleinen Gedächtnislücken ab 40". Das heißt jedoch nicht, dass man ab 40 sein Gedächtnis verliert. Im Gegenteil, es gibt Studien die das Gegenteil zeigen. An dieser Stelle sei auf eine Studie der Universität Tübingen aus 2014 verwiesen. Hier kommt man zu dem Schluss, dass die Gedächtnisleistung im Alter nicht abnimmt, sondern langsamer wird. Dies wird durch die Fülle an abgespeicherten Informationen im Gehirn begründet.

Gedächtnisleistung durch richtige Ernährung steigern

Das Gehirn funktioniert nicht statisch, sondern durch dynamische Prozesse. Daraus kann man die positive Erkenntnis schlussfolgern, dass sich das Gedächtnis trainieren lässt. Doch nicht nur geistige Aktivitäten halten das Gehirn fit, auch die Ernährung ist wichtig. „Ernährung, Genom und Gehirn stehen in enger Wechselwirkung“, weiß DietBB-Experte Prof. Markus Nöthen vom Bonner Institut für Humangenetik. Die entsprechende Aussage findet sich auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. 

Die Ernährung kann im Alter die Gedächtnisleistung positiv stimulieren. Nährstoffe wirken günstig auf hormonelle Wirkungskreise und die Funktionstüchtigkeit der Zellwände. Einige der Nährstoffe bilden Vorstufen von Neurotransmittern aus, liefern Energie oder dienen als Baustoffe für Nervenzellen. Der Zusammenhang zwischen Gedächtnisleistung und Ernährung ist also offenkundig.

Wenn wir älter werden, benötigt unser Körper weniger Kalorien bzw. Joule. Letzteres ist die SI-Einheit (Internationales Einheitensystem) der Energie. Die Lebensmittelindustrie druckt auf die Verpackungen die Energieangaben mit den Abkürzungen KJ (für Kilojoule) und kcal (für Kilokalorien). Grund für den geringeren Bedarf an Energie im Alter ist schwindende Muskelmasse. Im Gegensatz dazu braucht der Körper aber noch genau die gleichen Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen. Doch wie lässt sich dieser Bedarf ausgleichen, wenn man nicht mehr so viele Kalorien zu sich nehmen soll? Ein Weg ist, sich bewusster zu ernähren. Achten Sie darauf, dass sie möglichst nahrhafte Kost zu sich nehmen. In unserem Ratgeber-Beitrag: „Wie ernähre ich mich gesund im Alter?“ haben wir jede Menge hilfreiche Tipps für Sie gesammelt.

Alternativ können benötigte Nährstoffe auch über Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden. Solche rezeptfreien Präparate können heute schnell und günstig über das Internet bestellt werden. Eine große Auswahl von Mitteln für die Gedächtnisstärkung bietet der Onlinehändler Shop-Apotheke an. Doch nicht nur die richtige Ernährung ist wichtig für die eigene Leistungsfähigkeit. Der folgende Videobeitrag der DGN beschäftigt sich mit dem Thema Schlaf, und wie dieser die Gesundheit des Gehirns unterstützt.

Fazit

Studien beweisen, dass die Gedächtnisleistung im Alter nicht abnimmt, wohl aber langsamer ist. Es gibt jedoch Möglichkeiten, die eigene Leistungsfähigkeit zu unterstützen und zu steigern. Die richtige Ernährung kann das Gedächtnis positiv stimulieren. Hier gilt es, sich im Alter bewusster zu ernähren. Alternativ können Nahrungsergänzungsmittel den Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen decken. Doch bevor Sie zu solchen Mitteln greifen, sollten Sie sich immer mit Ihrem Arzt absprechen. Er kann einschätzen, wo Sie Bedarf haben und wo nicht.


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Profilbild von Steffen Gottschling

Steffen Gottschling (Jg. 1978) lebt und arbeitet in Erfurt. Seit 2012 ist er in der Medienbranche tätig. Hier sammelte er Erfahrungen in der Redaktion von Radio F.R.E.I. und arbeitete als Journalist in der Online-Redaktion der Thüringer Allgemeine. Für ...


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