Corona Test für Zuhause | Verfahren | Vergleich | Durchführung | Kosten

Corona-Test für Zuhause: Die 3 Verfahren PCR, Antigen & Antikörper im Vergleich

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(Quelle: © CROCOTHERY – Adobe Stock)

Das Coronavirus lässt sich mit drei Testverfahren nachweisen. Welche das sind und wie sie funktionieren, erfahren Sie in diesem Gesundheits-Ratgeber.

| Steffen Gottschling

Um eine Infektion mit dem Corona-Virus „SARS-CoV-2“ nachweisen zu können, stehen derzeit drei unterschiedliche Testverfahren zur Verfügung. Dabei handelt es sich um:

  • PCR
  • Antigen-Test
  • Antikörper-Test

Diese Testverfahren sind im klinischen Bereich etabliert und werden mit Bezug auf das Corona-Virus derzeit weiter verfeinert. Einige Hersteller bieten solche „Testkits“ auch für den Hausgebrauch an. So kann der Corona-Test zu Hause durchgeführt werden, ohne den Gang zum Arzt zu bemühen.

Seriöse Anbieter liefern dann immer auch eine Gebrauchsanweisung mit, damit die Risiken auf mögliche Verunreinigungen und fehlerhafte Anwendungen des Testkits minimiert werden.

Die Corona-Tests für Zuhause können Sie im basenio-Shop kaufen

Sensitivität & Spezifität

Basenio.de erkundigte sich exklusiv bei Cerascreen, einem deutschen Hersteller solcher Corona-Selbsttests, wie deren Produkte angewendet werden sollten, damit das Ergebnis nicht verfälscht wird.

Die Zuverlässigkeit eines medizinischen Tests wird in der Regel mit den beiden Kenngrößen „Sensitivität“ und „Spezifität“ angegeben. Je höher die jeweiligen Werte sind, desto zuverlässiger ist das Testverfahren.

Sensitivität - Defintion

„Die Sensitivität eines diagnostischen Testverfahrens gibt an, bei welchem Prozentsatz erkrankter Patienten die jeweilige Krankheit durch die Anwendung des Tests tatsächlich erkannt wird, d.h. ein positives Testresultat auftritt. Sie wird definiert als der Quotient aus richtig positiven Testergebnissen und der Summe aus richtig positiven und falsch negativen Testergebnissen.“ (übernommen von DocCheck Flexikon)

Spezifität - Definition

„Die Spezifität eines diagnostischen Testverfahrens gibt die Wahrscheinlichkeit an, dass tatsächlich Gesunde, die nicht an der betreffenden Erkrankung leiden, im Test auch als gesund erkannt werden. Sie wird definiert als der Quotient aus richtig negativen Testergebnissen und der Summe aus falsch positiven und richtig negativen Testergebnissen – also allen Testergebnissen, denen tatsächlich keine Erkrankung zugrunde lag.“ (übernommen von DocCheck Flexikon)

Weitere Informationen und Empfehlungen zum Corona-Virus erhalten Sie auf den folgenden Internetseiten:

Begriffserklärung: SARS-CoV-2

Die Abkürzung SARS-CoV-2 ist die wissenschaftliche Bezeichnung für das Corona-Virus. SARS steht dabei für „Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom“. Die Krankheit, die das Virus auslöst, wird als COVID-19 bezeichnet. COVID-19 ist wiederrum eine Abkürzung für die englische Bezeichnung der Krankheit „Coronavirus-Disease-19“.

PCR – Corona-Test

Mit dem PCR Testverfahren kann nachgewiesen werden, ob der Getestete im Moment der Probeentnahme mit dem Corona-Virus infiziert war. PCR ist die englische Abkürzung für „Polymerase Chain Reaction“ – auf Deutsch „Polymerase-Kettenreaktion“.

In der frühen Phase einer möglichen Infektion sollten die Proben aus den oberen Atemwegen entnommen werden, empfiehlt das Robert-Koch-Institut (RKI). Mediziner sprechen dabei von einem Rachenabstrich beziehungsweise Nasopharyngealabstrich.

Später lassen sich dann auch aus den Sekreten aus den unteren Atemwegen verwertbare Proben gewinnen. In einem Labor erfolgt dann die Analyse. Dafür wird RNA (Ribonukleinsäure) des Virus – sofern es in der Probe vorhanden ist – in mehreren Zyklen vermehrt. Lässt sich nach einer bestimmten Anzahl von Zyklen das Virus nachweisen, gilt der Test als positiv.

Insbesondere bei den Selbsttests zeigt sich in der Praxis, dass es zu Fehlern kommen kann. Viele empfinden den Rachenabstrich als unangenehm oder können ihren Würgreflex nicht überwinden, berichten Experten. Wird der Test deswegen falsch ausgeführt, kann dies dann auch das Ergebnis beeinflussen. So würden im schlimmsten Fall falsche negative Ergebnisse zustande kommen. Der Getestete könnte also infiziert sein, obwohl sein Testergebnis negativ war.

"Mithilfe der von Cerascreen bereitgestellten detaillierten Anleitung in Form einer Gebrauchsanweisung und Videos kann die falsche Entnahme und somit verfälschte Ergebnisse minimiert werden", gibt ein Sprecher des Unternehmens auf basenio-Nachfrage zu verstehen.

Cerascreen „Coronavirus Test“

„Für den cerascreen® Coronavirus Test wird in medizinischen Laboren das PCR-Messverfahren durchgeführt. Damit basiert der Test auf den etablierten medizinisch-wissenschaftlichen Standards zur Feststellung der Infektionskrankheit COVID-19. Ärzte und Kliniken verwenden dasselbe Verfahren, das als derzeit aussagekräftigste Messmethode gilt“, erklärt ein Sprecher auf basenio-Nachfrage.

Um das Risiko zu minimieren, dass ein Test falsch durchgeführt wird, gehört eine ausführliche Gebrauchsanweisung zum Lieferumfang des Cerascreen-Testkits. Außerdem liegen ein Rachen-Abstrichtupferröhrchen, ein Transportröhrchen, ein Test ID-Karte mit zwei Aufklebern und ein Umschlag mit Versandaufkleber für den Express-Rückversand bei.

Antigen-Test

Durch einen Antigen-Test kann wie bei der PCR eine aktive Infektion mit dem Corona-Virus nachgewiesen werden. Da das Verfahren ein Ergebnis innerhalb kurzer Zeit – meist wenige Minuten - bringt, wird es auch als „Schnelltest“ bezeichnet.

Das Testverfahren läuft dann auch zunächst ähnlich wie bei der PCR ab. Es wird ein Rachenabstrich gemacht, um eine mögliche Infektion beim Getesteten nachweisen zu können. Alternativ kann auch eine Blutprobe für den möglichen Nachweis verwendet werden. Im Anschluss braucht es dann allerdings keine Auswertung im Labor. Das entnommene Analysematerial wird direkt auf einen Teststreifen aufgetragen, der innerhalb weniger Minuten ein Ergebnis anzeigt.

Auf dem Streifen befinden sich SARS-CoV-2-spezifische Antikörper. Befindet sich in der Probe eine ausreichend hohe Konzentration von Antigenen, binden sie an die Antikörper des Teststreifens. Ein positives Ergebnis – also eine Infektion mit Corona – wäre dann die Folge.

Auch hier besteht das Risiko, dass Laien den Test falsch ausführen und dadurch ein verfälschtes Ergebnis erhalten können. Die Empfehlung lautet daher hier, dass der Test durch medizinisch geschultes Personal durchgeführt werden sollte.

Antigen-Test noch nichts für Privatgebrauch


Seit Oktober 2020 sind Schnelltests in größerem Umfang in Deutschland verfügbar, mit denen sich das Corona-Virus nachweisen lassen soll. Allerdings sind diese Tests nicht für medizinische Laien geeignet, die sich selber zu Hause testen wollen. Der Gebrauch wird aktuell ausschließlich Laboren und medizinischem Fachpersonal empfohlen, da die korrekte Probenentnahme entsprechende Qualifikation voraussetzt.

Antikörper-Test

Während mit PCR und Antigen-Test aktuelle Infektionen nachgewiesen werden können, kann der Antikörper-Test Aufschluss darüber bringen, ob der Getestete in der Vergangenheit das Virus in sich trug. Das kann unter anderem dabei helfen, Erkenntnisse über den Verlauf einer Epidemie zu gewinnen.

Das Testverfahren kann auch ergänzend zu PCR und Antigen-Test eingesetzt werden. Das gilt insbesondere dann, wenn zwei aufeinanderfolgenden Blutproben untersucht werden sollen. Mit der Methode lassen sich „Antikörperverläufe“ analysieren, wodurch sich bei entsprechenden Kenntnisse über SARS-CoV-2 auch Aussagen zur Immunologie des einst Infizierten treffen lassen.

Beim Antikörper-Test können aus Blutproben Erkenntnisse zur Infektion mit dem Corona-Virus gewonnen werden. Nach aktuellen Erkenntnisse bildet unser Immunsystem frühestens eine Woche nach der Erkrankung Antikörper gegen das Virus. Wenn also solche Antikörper im Blutserum nachgewiesen werden können, ist die Erkrankung mindestens eine Woche her.

Da es für den Antikörper-Test in der Regel nur ein paar Tropfen Blut braucht, können diese mit beispielsweise mit einer „Lanzette“ aus der Fingerkuppe entnommen werden. Für diese Art der „Blutentnahme“ braucht es keine tiefergehenden medizinischen Fachkenntnisse. Daher eignet sich der Antikörper-Test auch als Selbsttest im privaten Hausgebrauch.

Cerascreen „Antikörper-Test“


Cerascreen bietet für den Antikörper-Test ein Testkit für den privaten Hausgebrauch an. „Unser Antikörper-Test basiert auf einer verlässlichen Analyse – der ELISA-Methode - in einem spezialisierten Fachlabor. Er hat deswegen eine sehr hohe Genauigkeit mit einer Spezifität von 98,9 - 99,2% und einer Sensitivität von 97,4 - 100%“, erklärt ein Unternehmenssprecher auf basenio-Nachfrage.

Für was steht ELISA?

ELISA ist die englische Abkürzung für “Enzyme-linked Immunosorbent Assay”. Es ist das wissenschaftliche Standardverfahren mit dem Labore Antikörper im Blut feststellen.


Zum Lieferumfang des Cerascreen Antikörper-Tests gehört das Testkit, bestehend aus einem Desinfektionstuch, zwei Lanzetten, einer Microvette (Blutauffangröhrchen), einem Transportröhrchen, einem Pflaster sowie einem Tupfer, einer Test ID-Karte mit zwei Aufklebern und einem Umschlag mit Versandaufkleber, für den im Preis enthaltenen Rückversand.

Youtube Video

Wer sollte sich testen lassen?

Für das Corona-Virus ist eine nationale Teststrategie erlassen worden. Die getroffenen Regelungen sind unter anderem auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts veröffentlicht. Hier finden sich auch Empfehlungen, wer sich testen lassen sollte.

Dazu gehören:

  • Symptomatische Personen
  • Kontaktpersonen von bestätigten COVID-19-Fällen
  • Bewohner von Betreuungseinrichtungen und Patienten, wenn es in deren Einrichtung einen bestätigten COVID-19-Fall gibt.
  • Personal in Krankenhäusern, Rehabilitationseinrichtungen und stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen
  • Personen in Gemeinschaftseinrichtungen bei bestätigten COVID-19-Fällen (unter anderem Arztpraxen, Kita, Asylunterkünfte)
  • Personen in Epidemie-Regionen (akut erhöhte lokale Inzidenz)
  • Personen nach Einreise aus Risikogebieten (Ausland

Hinweis zur nationalen Teststrategie

Das RKI rät davon ab, sich „ohne Anlass“ auf das Corona-Virus zu testen. Zur Begründung heißt es: „Ein negativer PCR-Nachweis ist nur eine Momentaufnahme und entbindet nicht von Hygiene- und Schutzmaßnahmen (Stichwort AHA-Formel). Präventives Testen ohne begründeten Verdacht erhöht außerdem das Risiko falsch-positiver Ergebnisse und belastet die vorhandene Testkapazität.“

Positiver Corona-Test: Was nun?

Fällt ein Corona-Test positiv aus, sollten sich Betroffene umgehend bei ihrem örtlichen Gesundheitsamt melden. Die Behörde entscheidet dann über mögliche Quarantänemaßnahmen. Insbesondere bei chronisch kranken Menschen kann auch eine stationäre Aufnahme in einem Krankenhaus notwendig werden.

Infizierte mit leichten Symptomen, sollten sich selber isolieren und zu Hause bleiben. Nehmen die Beschwerden zu, lautet die Empfehlung sich bei der bundesweiten Rufnummer des Kassenärztlichen Notdienstes zu melden. Die Rufnummer lautet 116117. In Notfällen – zum Beispiel bei Atemnot - sollte dann der Notruf 112 kontaktiert werden.

Besteht ein Verdachtsfall auf eine Corona-Infektion, muss diese beim RKI gemeldet werden. Allerdings erliegt diese Meldepflicht Vertretern bestimmter Berufsgruppen. „Meldepflichtig sind nicht nur Ärzte, sondern auch Angehörige eines anderen Heil- oder Pflegeberufs und Leiter von Einrichtungen (vgl. § 36 Abs. 1 Nr. 1-6 Infektionsschutzgesetz, u.a. Schulen, Kindergärten, Pflegeeinrichtungen, Altenheimen und sonstigen Massenunterkünften).“


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Profilbild von Steffen Gottschling

Steffen Gottschling ist der leitende Redakteur der Ratgeber-Redaktion. Bevor er 2016 bei basenio.de begann, war er im Rundfunk und in der Online-Redaktion einer regionalen Tageszeitung tätig. Seine Themenschwerpunkte sind die Bereiche Pflege & Recht.


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