Blutdruckmessgerät Oberarm oder Handgelenk | Blutdruck messen | Genauigkeit | was ist besser

Blutdruckmessgerät am Oberarm oder Handgelenk - Genauigkeit & Unterschied beim Blutdruck messen

Blutdruckmessgerät Oberarm oder Handgelenk | Blutdruck messen | Genauigkeit | was ist besser
Ingo Bartussek - Fotolia

Sie wollen ein Blutdruckmessgerät für das Handgelenk oder den Oberarm kaufen und sich vorab über die besten Geräte sowie über die wichtigsten Tipps informieren? Dann finden Sie in unserem nachfolgenden Beitrag alle Geräte in unserem Test 2020.

| Clara Udich

Heutzutage gibt es automatische Blutdruckmessgeräte, die sich komfortabel anwenden lassen. Der Nutzer muss nur die Manschette anlegen und den Rest erledigt das Gerät fast von ganz allein. Etabliert haben sich dabei zwei Varianten, Geräte für den Oberarm und für das Handgelenk.

Beide haben ihre Vor- und Nachteile, auf die wir in diesem Beitrag noch eingehen. Außerdem zeigen wir in einem Video, wie man den Blutdruck korrekt misst. Damit sie die lebenswichtige Funktion auch zuverlässig messen, stellen wir ihnen die Testsieger bei den Blutdruckmessgeräten laut Stiftung Warentest vor.

Was bringt eine Blutdruckmessung?

In Deutschland leiden laut der Deutschen Hochdruckliga zwischen 20 und 30 Millionen Menschen an Bluthochdruck. Die gemeinnützige Organisation hat es sich zum Ziel gemacht, die Forschung zu diesem Leiden zu fördern und in der Öffentlichkeit zu thematisieren. Denn nur die wenigsten wissen, dass ihr Blutdruck zu hoch ist.

Es kann also durchaus hilfreich sein, seinen Blutdruck zu messen. So lassen sich präventiv ernste Folgeerkrankungen verhindern. Bluthochdruck (Hypertonie) tut zwar nicht weh, kann aber auf Dauer lebensgefährlich werden. Es drohen Schädigungen der Blutgefäße, Herzinfarkte oder Schlaganfälle.

Der Selbsttest bringt also wichtige Informationen zu Ihrem Gesundheitszustand. Sie können ganz unkompliziert zu Hause messen und müssen für die Blutruckmessung noch nicht mal einen Arzt aufsuchen. Eine regelmäßige Messung hilft Bluthochdruck frühzeitig zu erkennen und wenn nötig medikamentös zu behandeln.

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Die klassische Variante: Der Blutdruck wird mit einer aufblasbaren Manschette für den Oberarm gemessen. Inzwischen gibt es ebenso zuverlässige digitale Geräte. (Quelle: basenio.de)

 

Auch wenn viele es glauben mögen, Bluthochdruck ist keine unvermeidliche Alterskrankheit. Mit dem richtigen Lebensstil, gesunder Ernährung und Bewegung kann Bluthochdruck vorgebeugt werden. Wenn jedoch schon die ersten Folgeschäden aufgetreten sind, werden nur noch vom Arzt verabreichte Medikamente helfen.

Wie messen Sie Ihren Blutdruck richtig?

Wichtig bei der Blutdruckmessung ist, dass Sie dies regelmäßig und möglichst zur selben Zeit machen. Morgens sollten Sie es als allererstes tun – noch vor dem morgendlichen Kaffee – denn eine volle Blase kann die Werte beeinflussen.

Brauchst du blutdrucksenkende Medikamente, sollte der Wert am frühen Morgen vor der Einnahme notiert werden. Die Medikamente verfälschen natürlich die Werte. 

So Daniela Schäfer von ntvital-shop.de. Die gelernte Altenpflegerin und Leiterin einer Pflegeeinrichtung informiert als freiberufliche Redakteurin über das Thema „Betreuung von Senioren“ und auch speziell über das Thema „Blutdruckmessgeräte“.

Außerdem sollten Sie immer am gleichen Arm und mindestens zweimal hintereinander messen. Der zweite Wert fällt dabei meist niedriger aus als der erste. Sollte der Blutdruck im rechten und linken Arm starke Schwankungen aufweisen, sprechen Sie vorab mit Ihrem Arzt, an welchem Arm Sie am besten die Messung durchführen. Aber wie messen Sie eigentlich richtig?

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So messen Sie Ihren Blutdruck richtig. (Quelle: Eigene Darstellung)
  • Ruhig werden.

Um den richtigen Blutdruck zu messen, müssen Sie sich zunächst entspannen und so den Blutdruck in den Normalbereich bringen. Sie sollten im Sitzen messen und versuchen dort ruhig zu werden. Diabetiker sollten auch stehend Messungen durchführen, um zu ermitteln, ob es so zu einer Kreislauf-Fehlregulation kommt.

  • Manschette anlegen.

Die Manschette darf nicht zu fest oder zu locker sitzen und muss auf jeden Nutzer angepasst werden (darf maximal zwei Drittel des Oberarms abdecken). Wichtig ist es, sie auf der nackten Haut anzubringen. Es gibt verschiedene Maße für die Manschetten, abhängig von Oberarm und Handgelenk. Für das Handgelenk reichen die Maße meist im Umfang von 13,5 bis 21,5 cm. Für den Oberarmumfang von 22 bis 42 cm. Wenn der Umfang nicht passt, drohen Messfehler. Darum sollte unbedingt auf die richtige Größe geachtet werden.

  • Position prüfen.

Bei Oberarmgeräten ist die Position automatisch richtig, wenn der Arm entspannt auf dem Tisch liegt. Bei Handgelenkmessgeräten gilt es, den Arm mit dem Gerät auf Herzhöhe zu halten. Oberhalb des Herzens ergeben sich sonst zu niedrige Werte, unterhalb zu hohe.

  • Ruhig bleiben.

Während des Messens ist es wichtig, still zu sitzen und keine anderen Dinge zu machen. Bei Fehlermeldungen oder ungewöhnlich hohen/niedrigen Werten starten Sie den Messvorgang erneut. Durch unnötiges Aufregen erhöht sich der Blutdruck. Deshalb immer ruhig bleiben.

  • Werte sammeln.

In einem Blutdruckpass können Sie ihre Werte mit Datum und Uhrzeit sammeln und dokumentieren. Bei Arztbesuchen nehmen Sie diesen mit. Bei unregelmäßigen Puls sprechen sie umgehend mit Ihrem Arzt – das könnte auf eine Herzrhythmusstörung hinweisen. Wenn Sie die Besonderheiten Ihres Geräts nicht kennen, riskieren Sie unnötige Messfehler. Darum immer die Gebrauchsanweisung vor dem ersten Nutzen durchlesen.

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Speziell für Senioren ist eine einfache Handhabung wichtig. Dafür sollte das jeweilige Gerät in der Anwendung sehr einfach und möglichst selbsterklärend sein. Weitere Vorzüge für Senioren sind:

  • Großes, gut ablesbares Display
  • Meldung bei Anwendungsfehlern
  • WHO-Einstufung (Interpretation der Blutdruckmesswerte nach den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation)
  • Warnung vor evtl. Herzrhythmusstörungen (Arrhythmie-Erkennung)
  • Netzteiltauglich
  • Abschaltautomatik
  • Batteriekontrollanzeige

Was bedeuten die Blutdruckwerte?

Blutdruckgeräte messen generell zwei Blutdruckwerte. Den systolischen (oberen) und den diastolischen (unteren) Blutdruck.

Relevant ist hierbei der Druck, mit dem dein Blut ins Herz fließt und der Druck, mit dem es später wieder austritt. 

Laut Daniela Schäfer von ntvital-shop.de.

Der höchste (systolische) Wert entsteht, wenn sich die linke Herzkammer zusammenzieht und so das Blut stoßartig in die Aorta gepumpt wird. Danach entspannt sich die Herzkammer. In dieser Phase fällt der Druck in den Gefäßen ab und so kann der niedrige (diastolische) Blutdruck entstehen. Dieser Vorgang wiederholt sich laufend. Um die eigenen Werte richtig zu deuten, ist zunächst wichtig, die Normalwerte zu kennen.

Ermittelt werden diese Werte in der Einheit mmHg (Millimeter-Quecksilbersäule) und nach den Fachbegriffen systolisch (oberer Wert) und diastolisch (unterer Wert) unterschieden. 

So Daniela Schäfer.

Bei Erwachsenen sollte der systolische Wert, nach den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO), zwischen 120 und 130 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) und der diastolische bei 80 bis 85 mmHg liegen.

Einen Arzt sollten Sie aufsuchen, wenn der systolische Wert höher als 139 und der diastolische höher als 89 ist. Die Differenz der beiden Werte sollte bei ungefähr 65 mmHg liegen.

Blutdruck

Systolischer Wert

Diastolischer Wert

Sehr gut

< 120

< 80

Normal

120 – 129

80 – 84

Etwas erhöht

130 – 139

85 – 59

Bluthochdruck

140 – 159

90 – 99

Mittlerer Bluthochdruck

160 – 179

100 – 109

Schwere Hypertonie

> 180

> 110

Viele Blutdruckmessgeräte haben einen integrierten WHO-Indikator. Dieser bewertet die Werte anhand der WHO-Richtlinie. Der ideale Blutdruckwert liegt bei 120/80 mmHg.

Neben dem Blutdruck erfassen die neusten Geräte auch noch den Puls. Einige Modelle zeigen sogar einen unregelmäßigen Herzschlag (Arrhythmie) an und warnen den Nutzer.

Unterschiede zwischen Oberarm- und Handgelenkmessgeräten

Wie funktioniert ein Oberarm-Blutdruckmessgerät?

Blutdruckmessgeräte pumpen Luft in eine Manschette, die um den Oberarm gelegt wird. Der regelmäßige Pulsschlag erzeugt einen spürbaren Gegendruck und je nach Messung wird der Puls über das Geräusch (auskultatorische Messung) oder über Schwingungen (oszillometrische Messung) erkannt. Wenn die Manschette während des Vorgangs weiter aufgepumpt wird, drückt sie die Arterie ab und unterbricht damit den Blutfluss. Dann ist auch der Pulsschlag nicht mehr spürbar und der Druck in der Manschette steht gleichzeitig für den oberen systolischen Blutdruck.

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So sieht ein Blutdruckmessgerät für den Oberarm aus. (Quelle: © Birgit Reitz-Hofmann - Fotolia)

Die meisten automatischen Blutdruckmessgeräte nutzen die oszillometrische Messmethode. Schwingungen werden dabei in der Manschette registriert und dadurch der Pulsschlag ermittelt. Bei der manuellen Messung durch den Arzt kommt dagegen häufig die auskultatorische Messmethode zum Einsatz. Dabei hört der Arzt mit einem Stethoskop auf das entstehende, sogenannte Korotkow-Geräusch, wenn der Druck in der Manschette größer wird als der diastolische Blutdruck.

Vorteile

Nachteile

Manschette befindet sich bei der „natürlichen“ Haltung bereits auf Herzhöhe und in der richtigen Position

Blutzufuhr für den gesamten Arm wird kurzzeitig unterbrochen

Arterie ist größer, daher sind die Einflüsse von Gefäßverengungen grundsätzlich geringer (Messung ist auch geeignet bei Arterienverkalkung)

Bei sehr dünnen oder sehr kräftigen Oberarmen wird eine spezielle Manschette benötigt

Hohe Messgenauigkeit, da Anwendung nicht fehleranfällig

Oberarm muss von Kleidung befreit werden

Großes Display mit gut sichtbaren Zahlen

 

Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick über die fünf Stufen der Blutdruckmessung:

1. Druck in der Manschette ist kleiner als der Blutdruck.

Das Pulsgeräusch ist weder hör- noch spürbar, da kein spürbarer Gegendruck auf den Arterien lastet.

2. Druck in der Manschette entspricht dem diastolischen Blutdruck.

Das Pulsgeräusch wird erstmals leise hörbar, die Manschette übt einen leichten Gegendruck aus.

3. Druck in der Manschette liegt zwischen oberem und unterem Blutdruck.

Das Pulsgeräusch ist laut und deutlich zu hören, der Blutfluss wird zunehmend gehemmt.

4. Druck in der Manschette entspricht dem systolischen Blutdruck.

Das Pulsgeräusch wird wieder sehr schwach, da das Blut kaum noch durch die Arterie fließen kann.

5. Druck in der Manschette übersteigt den Blutdruck.

Das Pulsgeräusch verstummt wieder, da die Arterie vollständig abgedrückt ist und der Blutfluss aufgehalten wird.

 

Wie funktioniert ein Handgelenk-Blutdruckmessgerät?

Es gibt heutzutage viele Geräte, die den Blutdruck bequem zu Hause oder unterwegs messen können. Die Blutdruckmessgeräte kontrollieren den Blutdruck am Oberarm oder Handgelenk. Alle digitalen Blutdruckmessgeräte messen den arteriellen Druck – das Handgelenk-Blutdruckmessgerät ermittelt dabei den oberen Wert und (systolischer Wert) und ebenfalls den unteren Wert (diastolischer Wert). Die Werte werden in der Einheit mmHg angegeben (Millimeter Quecksilbersäule). Gleichermaßen können die Blutdruckmessgeräte auch als Pulsmesser für das Handgelenk funktionieren.

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Mit einem Handgelenkmessgerät den Blutdruck ganz einfach selber messen. (Quelle: © jd photodesign - Fotolia)

Direkt im Anschluss werden die Werte im Display angezeigt und in der Regel auch im Speicher des elektronischen Blutdruckmessgeräts gespeichert. Damit kann auch die langfristige Entwicklung der Blutdruckwerte beobachtet werden. Wenn Ihr Herz unregelmäßig schlagen sollte (Arrhythmien), informiert Sie das Blutdruckgerät auch darüber.

Vorteile

Nachteile

Klein, handlich, mobil

Die Manschette muss aktiv auf die richtige Position auf Herzhöhe gebracht werden

Standardmanschette ist fast bei jedem einsetzbar

Display in der Regel kleiner als bei Oberarm-Messgeräten

Messung ist schonender, da Blutzufuhr nur für die Hand blockiert wird

Messung ist fehleranfälliger bei Gefäßverengungen und nicht geeignet bei fortgeschrittener Arterienverkalkung, Diabetes mellitus

Auch zur Pulsüberwachung geeignet

 

Hersteller und Marken von Blutdruckmessgeräten

Die Hersteller der Blutdruckmessgeräte für das Handgelenk produzieren ebenfalls Blutdruckmessgeräte für den Oberarm. Die Hersteller der Blutdruckmessgeräte, die unter anderem von Stiftung Warentest geprüft wurden, haben wir nachfolgend aufgelistet und nach Oberarm und Handgelenk unterteilt.

Für den Oberarm

Zu den Herstellern, die Blutdruckmessgeräte für den Oberarm produzieren, gehören unter anderem:

  • Aponorm
  • Beurer
  • Boso
  • Braun
  • Hartmann
  • Geratherm
  • Medisana
  • Omron
  • Panasonic
  • Sanitas
  • Tensoval
  • Uebe
  • Veroval
  • Visomat

 

Für das Handgelenk

Zu den Herstellern, die Blutdruckmessgeräte für das Handgelenk produzieren, gehören unter anderem:

  • Aponorm
  • Beurer
  • Boso
  • Braun
  • Geratherm
  • Medisana
  • Omron
  • Panasonic
  • Sanitas
  • Veroval
  • Visomat

Die besten Blutdruckmessgeräte im Test

Um herauszufinden, welche Blutdruckmessgeräte aktuell gut abschneiden, hat Stiftung Warentest im September 2020 elektronische Blutdruckmessgeräte für den Oberarm und für das Handgelenk getestet. Diese Geräte werden nicht von Hand bedient, sondern funktionieren automatisch und zeigen die Ergebnisse digital auf einem Display an. Geprüft wurden die Blutdruckmessgeräte auf die Kriterien Blutdruckmessung bzw. Messgenauigkeit, Handhabung und Störanfälligkeit. Die angegebenen Preise sind Durchschnittspreise von Stiftung Warentest und können abweichen.

Im Vergleich zu den vorhergehenden Testergebnissen sind die 2020 getesteten Blutdruckmessgeräte in ihrem Qualitätsurteil gestiegen. Während 2016 und 2018 das beste Qualitätsurteil für die Blutdruckmessgeräte am Oberarm mit einer 2,6 („befriedigend“) ausfiel, ging der Testsieger aus dem Test von 2020 mit dem Urteil „gut“ (2,3) hervor.

Die Testsieger der Messgeräte für das Handgelenk von der Marke Omron lagen 2016 noch im Bereich „gut“ (2,2), ließen dann an Qualität im Test 2018 nach („befriedigend“) und konnten 2020 wieder einen Anstieg im Qualitätsurteil mit der Bewertung „gut“ (2,4) verzeichnen.

Insgesamt wurden im aktuellen Test 17 Blutdruckmessgeräte getestet, davon 10 für die Messung am Oberarm und 7 für die Messung am Handgelenk. Wir haben Ihnen jeweils die besten fünf Geräte nachfolgend aufgelistet.

Testsieger 09/2020 - Messung am Oberarm

Platz 1 – Boso Medicus X

Der Boso Medicus X liegt im Test ganz vorn. Für knapp 52 Euro misst er den Blutdruck am Oberarm besonders zuverlässig und hebt sich auch in der Störanfälligkeit und Handhabung von den anderen getesteten Blutdruckmessgeräten für den Oberarm ab. Die Messgenauigkeit ist „befriedigend“, aber dennoch besser als bei dem Testsieger der Blutdruckmessgeräte für das Handgelenk. Die Störanfälligkeit ist im Vergleich zum am besten bewerteten Blutdruckmessgerät für das Handgelenk dagegen ein wenig schlechter.

QUALITÄTSURTEIL

GUT (2,3)

Blut­druck­messung

befriedigend (2,6)

Stör­anfäl­lig­keit

befriedigend (3,4)

Hand­habung

sehr gut (1,2)

Platz 2 – Medisana BU 535

Für weniger Geld als der Testsieger lässt sich das Blutdruckmessgerät Medisana BU 535 erwerben. Für nur 35 Euro ist das Blutdruckmessgerät zu haben. Das Testergebnis fällt für das zweitplatzierte Produkt nicht deutlich schlechter aus. Das Qualitätsurteil ist ebenfalls insgesamt „gut“ und auch die Handhabung zeichnet sich durch ein „sehr gut“ im Testergebnis aus. Lediglich die Störanfälligkeit ist deutlich erhöht und schafft es nur auf ein „ausreichend“.

QUALITÄTSURTEIL

GUT (2,4)

Blut­druck­messung

gut (2,5)

Stör­anfäl­lig­keit

ausreichend (4,4)

Hand­habung

sehr gut (1,5)

Platz 3 – Omron X3 Comfort

Der Platz 3 in der Liste der Blutdruckmessgeräte fällt mit einem ähnlich guten Qualitätsurteil von „gut“ aus und schneidet damit nicht deutlich schlechter ab als die vorangegangenen Produkte. Die Störanfälligkeit des Blutdruckmessgeräts ist mit 2,4 sogar deutlich besser als beim Testsieger (3,4). Auch in der Handhabung schneidet der Omron X3 Comfort besser ab, als der Platz 2 im Testbericht. Die Messgenauigkeit lässt im Vergleich zu den ersten beiden Testsiegern hingegen mehr zu wünschen übrig und schafft es nur auf ein „befriedigend“. Der Durchschnittspreis des Omron X3 Confort liegt bei 58 Euro.

QUALITÄTSURTEIL

GUT (2,4)

Blut­druck­messung

befriedigend (2,9)

Stör­anfäl­lig­keit

gut (2,4)

Hand­habung

sehr gut (1,3)

Platz 4 – Veroval Compact Oberarm

Mit einem Durchschnittspreis von knapp 41 Euro schafft es der Veroval Compact Oberarm auf Platz 4 im Ranking. Die Bewertung fällt im Hinblick auf Blutdruckmessung, Handhabung und dem gesamten Qualitätsurteil ähnlich wie beim Platz 3 aus. Die Störanfälligkeit dagegen verschlechtert sich auf „befriedigend“. Dennoch in Anbetracht der Messgenauigkeit und der Handhabung sowie dem Gesamturteil verzeichnet der Veroval Compact Oberarm ein durchaus „gutes“ Ergebnis.

QUALITÄTSURTEIL

GUT (2,4)

Blut­druck­messung

befriedigend (2,9)

Stör­anfäl­lig­keit

befriedigend (2,8)

Hand­habung

sehr gut (1,3)

Platz 5 – Braun ExactFit 3

Den fünften Platz belegt der Braun ExactFit 3 mit einem dennoch insgesamt „befriedigenden“ Urteil von 2,6. Die Messgenauigkeit fällt ähnlich aus wie beim Veroval Compact Oberarm auf Platz 4. Störanfälligkeit und Handhabung weisen schlechtere Werte als der Vorgänger im Testranking auf. Die Störanfälligkeit schafft es nur auf ein „ausreichend“ und die Handhabung sinkt auf „gut“. Der Durchschnittspreis dieses Blutdruckmessgeräts liegt bei 65 Euro.

QUALITÄTSURTEIL

BEFRIEDIGEND (2,6)

Blut­druck­messung

befriedigend (2,9)

Stör­anfäl­lig­keit

ausreichend (4,3)

Hand­habung

gut (1,6)

Fazit für den Oberarm:

Sechs der insgesamt 10 getesteten Blutdruckmessgeräte sind gut, drei weitere schafften es nur auf „befriedigend“ und eines ging mit der Bewertung „ausreichend“ aus. Ganz vorn bei den Blutdruckmessgeräten für den Oberarm liegt der Boso Medicus X für knapp 50 Euro. Für den Preis kann der Testsieger der Messgeräte für den Oberarm auch tatsächlich etwas. Dennoch sind drei andere Blutdruckmessgeräte von Medisana, Sanitas und Veroval günstiger und ebenfalls „gut“ in der Bewertung. Den Falltest konnten nicht alle Messgeräte mit 24 Stürzen aus Tischhöhe überstehen. Trotz dieses Ergebnisses lohnt es sich immer, achtsam mit den Oberarmmessgeräten umzugehen, da diese in der Regel recht groß und schwer sind.

Youtube Video

Testsieger 09/2020 - Messung am Handgelenk

Platz 1 – Omron RS7 Intelli IT

Den Platz 1 im Test der Blutdruckmessgeräte für das Handgelenk belegt der Omron RS7 Intelli IT mit einem Qualitätsurteil „gut“. Die Manschettensitzkontrolle unterstützt beim richtigen Anlegen der Manschette und ein Positionierungssensor zeigt die optimale Position für eine genaue Messung an. Während das Blutdruckmessgerät in der Messgenauigkeit und der Störanfälligkeit lediglich mit „befriedigend“ abschneidet, erreicht es in der Handhabung einen Wert von „gut“ mit 1,7. Der Durchschnittspreis dieses Messgeräts beträgt 70,50 Euro und liegt damit über dem Durchschnittspreis des Blutdruckmessgeräts für den Oberarm.

QUALITÄTSURTEIL

GUT (2,4)

Blut­druck­messung

befriedigend (2,7)

Stör­anfäl­lig­keit

befriedigend (2,9)

Hand­habung

gut (1,7)

Platz 2 – Boso Medistar+

Der Boso Medistar+ besitzt einen Durchschnittspreis von 26,90 Euro und erhält das Gesamturteil „befriedigend“. Die Blutdruckmessung des Boso Medistar+ ist im Vergleich zu der Messung des Omron RS7 Intelli IT deutlich schlechter und nur „befriedigend“. Im Hinblick auf Störanfälligkeit und Handhabung konnte der Boso Medistar+ hingegen besser abschneiden als der Testsieger. Zudem besitzt der Boso Medistar+ eine hilfreiche Anzeige bei Herzrhythmusstörungen zum Erkennen von z.B. Vorhofflimmern.

QUALITÄTSURTEIL

BEFRIEDIGEND (2,8)

Blut­druck­messung

befriedigend (3,3)

Stör­anfäl­lig­keit

gut (1,8)

Hand­habung

sehr gut (1,4)

Platz 3 – Beurer BC 21

Den dritten Platz belegt der Beurer BC 21 mit einem Qualitätsurteil von „befriedigend“. Blutdruckmessung und Störanfälligkeit erreichen beide nur „befriedigend“. Die Handhabung bleibt dennoch gut mit einer Bewertung von 1,7. Ein weiterer Vorteil: Die integrierte Sprachausgabe der gemessenen Werte in mehreren Sprachen. Mit einem Durchschnittspreis von 39,50 Euro liegt dieses Blutdruckmessgerät über dem Preis des Boso Medistar+ und gleichzeitig unter dem Preis des Testsiegers der Blutdruckmessgeräte.

QUALITÄTSURTEIL

BEFRIEDIGEND (3,0)

Blut­druck­messung

befriedigend (3,5)

Stör­anfäl­lig­keit

befriedigend (2,7)

Hand­habung

gut (1,7)

Platz 4 – Veroval Compact Handgelenk

Den Platz 4 belegt mit einem Durchschnittspreis von 22,20 Euro das Veroval Compact Handgelenk. Mit einer Note von 3,0 schneidet es „befriedigend“ ab, dabei steht es dem Beurer BC 21 im Hinblick auf die Blutdruckmessung jedoch in nichts nach. Die Handhabung des Veroval Compact ist sogar besser als die des Testsiegers und mit „sehr gut“ ausgezeichnet. Dennoch ist die Störanfälligkeit höher als bei den anderen getesteten Produkten im Bereich Messung am Handgelenk. Ein Vorteil des Messgeräts ist die Erkennung und Anzeige von Herzrhythmusstörungen.

QUALITÄTSURTEIL

BEFRIEDIGEND (3,0)

Blut­druck­messung

befriedigend (3,5)

Stör­anfäl­lig­keit

befriedigend (3,2)

Hand­habung

sehr gut (1,4)

Platz 5 – Sanitas SBC 22

Das Sanitas SBC 22 belegt den Platz 5 im Test der Blutdruckmessgeräte am Handgelenk. Es erhält das Qualitätsurteil „ausreichend“ und schneidet damit schlechter als alle vergleichbaren Blutdruckmessgeräte für das Handgelenk ab. Die Handhabung bleibt „gut“, dagegen ist aber die Blutdruckmessung ungenau und erreicht lediglich eine Bewertung von 3,9 („ausreichend“). Die Störanfälligkeit ist wie bei den beiden vorhergehenden Plätzen ebenfalls „befriedigend“.

QUALITÄTSURTEIL

AUSREICHEND (3,9)

Blut­druck­messung

ausreichend (3,9)

Stör­anfäl­lig­keit

befriedigend (3,3)

Hand­habung

gut (1,9)

Fazit fürs Handgelenk:

Das wirklich gute Handgelenkgerät laut Stiftung Warentest (2020) ist der Omron RS7 Intelli IT. Mit 70 Euro kostet das Blutdruckmessgerät fürs Handgelenk mehr als das Zweitplatzierte, und bietet dafür aber auch ganz bestimmte Vorteile: Beispielsweise ist es besonders lautlos, lässt sich mit dem Smartphone koppeln, um ein Blutdrucktagebuch zu führen und Sensoren zeigen, ob sich das Gerät beim Messen auf Herzhöhe befindet. Fünf der insgesamt sieben getesteten Modelle für das Handgelenk sind bei der Messgenauigkeit nur ausreichend. Der Testsieger Omron RS7 Intelli IT weist dabei von allen die beste Messgenauigkeit auf.

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