Bienenhonig - Bedeutung & Herstellung

Welche Bedeutung hat Bienenhonig für uns und wie wird er hergestellt?

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(Quelle: Florian Stein)

Der Bienenhonig versüßt unser Leben und wird nur selten so wertgeschätzt, wie er es eigentlich verdient. Brunhilde Degenhardt hat sich zu diesem Thema genauere Gedanken gemacht.

Der Herbst steht auf der Leiter und malt die Blätter bunt … wir Menschen und auch die Tierwelt rüsten für den Winter, die dunkleren Tage des Jahres, die wir uns selbst erhellen können auf ganz verschiedene Art und Weise. Die meisten von uns lieben dieses herrliche – schmackhafte Naturprodukt BIENENHONIG! Wir gehen in Einkaufsmärkte, Discounter und greifen zu, hoffen bei relativ niedrigen Preisen auf ein reines, sehr gutes Produkt. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Es steht die Frage, wie entsteht der Bienenhonig, was muss alles getan werden, ehe er uns im Geschäft mit verschiedenen Etiketten und Preisen von niedrig bis hoch anlacht. u.a. sprichwörtlich Bienenfleiß. Das Wort sagt es, die Bienen stellen den Honig her, eigentlich als ihre Nahrung. Doch tut diese auch uns Menschen gut. Aber wissen wir, dass eine Biene 3,5 mal um die Erde fliegen müsste für ein Pfund Honig? Eine Biene fliegt in ihrem Leben 800 km weit und in 2 Minuten 1 km weit. Das die Sommerbiene nur 6 Wochen alt wird und die Winterbiene bis zu 9 Monaten alt werden kann. Dass 14000 Blütenstaubkörner der größten Art für 1 Gramm Pollen benötigt werden. Oder anders, dass 300.000 Blütenstaubkörner der kleinsten Art für 1 Gramm Pollen benötigt werden. Das Brutpflege, Wabenbau wichtige Arbeiten im Leben der Bienen sind und das jedes Volk streng darauf achtet, dass keine „Fremden“ in den Bau eindringen.

Aber auch der vorbildliche Imker hat dabei viel zu tun, wie z. B. seine Bienen vor Milbenbefall zu schützen, dafür zu sorgen, dass sie im Winter genügend Futter für sich haben und nicht zu vergessen, die Ernte des Honigs ist eine aufwendige und schwere Arbeit für den Hobbyimker.

Nicht zu jeder Zeit kann der Honig geerntet werden, er muss eine bestimmte Reife und eine niedrige Feuchtigkeitsstufe haben, damit er haltbar ist und später nicht gärt. Der Imker muss die Rahmen für Waben herstellen, drahten, weil, Honig aus neuen und gepflegten Rahmen schmeckt sehr viel besser und dann in die Völker einsetzen. Der Imker muss die Völker überprüfen, auch ihr Verhalten beobachten…..ob sie eventuell schwärmen wollen, die Völker werden auf verschiedene Gegenden verteilt. Wenn es an die Honigernte gehen soll, dann müssen die Waben aus den Völkern heraus genommen , sanft von den Bienen befreit werden, in Behälter umgelagert werden. Andere, leere Waben werden eingesetzt. Es gibt also sehr sehr viel zu tun, ehe Honig geschleudert werden kann.

Das ist dann wieder eine ganz andere Arbeit. Der Hobbyimker hat eine Schleuder. Wenn eine Wabe voll Honig ist, beginnen die Bienen diese zu verdeckeln. D. h., die Waben werden verschlossen. Ehe eine Wabe in die Schleuder kommt, muss sie also entdeckelt werden, damit der Honig fließen kann und die Wabe nicht zerstört wird. Es kommen meist 4 Waben in die Schleuder, nach Möglichkeit alle 4 mit relativ gleichem Gewicht, um eine Unwucht zu vermeiden. Die volle Wabe in die Schleuder zu tun, ist auch keine so leichte Arbeit, denn sie hat ganz schön Gewicht – natürlich zur Freude von uns Menschen. Woher ich das alles weiß? Ich habe Honig mit geschleudert, bin ganz begeistert von dieser Arbeit und betrachte das Naturprodukt seitdem mit ganz anderen Augen und sehr respektvoll.

 


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Profilbild von Brunhilde Degenhardt

Brunhilde Degenhardt (Jg. 1944) ist eine engagierte Rentnerin aus Mühlhausen in Thüringen. Sie verfolgt zahlreiche Interessen, welche Ihren Alltag mit Freuden erfüllen. Dazu zählt vor allem die Liebe zur Kultur und somit auch zur Literatur. Bruni, wie sie auch ...


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