Augenlasern | Kosten | Risiken | Augen lasern lassen

Sollte man sich die Augen lasern lassen? - Kosten & Risiken beim Augenlasern

Sie überlegen sich die Augen lasern zu lassen und wollen sich über die OP-Verfahren und die damit verbundenen Risiken informieren? Dann finden Sie hier in unserem Beitrag alle Infos zu den Kosten und Risiken zum Augenlasern.

Sie überlegen sich die Augen lasern zu lassen und wollen sich über die OP-Verfahren und die damit verbundenen Risiken informieren? Dann finden Sie hier in unserem Beitrag alle Infos zu den Kosten und Risiken zum Augenlasern.

In Deutschland leiden viele Menschen unter Fehlsichtigkeit, sei es Kurz- oder Weitsichtigkeit. Laut dem Zentralverband für Optiker trägt über 60 Prozent der Deutschen eine Brille. Das sind fast zwei Drittel der Bevölkerung - eine beachtliche Zahl. Besonders in der jüngeren Generation unter 30 Jahren hat sich die Zahl der Brillenträger vermehrt. Für viele von ihnen ist die Brille sogar zu einem modischen Accessoire geworden. Doch nicht für alle stellt eine Brille die optimale Lösung zum Entgegenwirken ihrer Augenschwäche dar. Alternativ greifen sie so zum Beispiel zu Kontaktlinsen, da sie die Brille nur als ein störendes Hilfsmittel erachten. Für manche ist sie schlichtweg nervig, sei es nur aufgrund ihrer Eitelkeit. In den letzten Jahren lässt sich ein weiterer Trend verzeichnen, der immer mehr an Popularität gewinnt – das Augenlasern. Betroffene unterziehen sich einer Augenlaser-Operation, um die Fehlsichtigkeit zu korrigieren. Sehen ohne Sehhilfe, sehen wie ein Normalsichtiger - Das sind die Ziele einer solchen OP. Viele Brillen- oder Kontaktlinsenträger erhoffen sich eine bessere Lebensqualität im Alltag oder bei diversen Freizeitaktivitäten.

Das Verfahren beim Augenlasern

An erster Stelle steht ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem behandelnden Augenarzt, welcher je nach Hornhautdicke entscheidet, welches Verfahren am geeignetsten für den Patienten ist. Unterschieden wird zwischen der LASIK oder der LASEK-Methode. Falls die Hornhaut keine ausreichende Dicke vorweist, kann solch eine OP erst gar nicht durchgeführt werden. Gemessen wird dies im Vorfeld durch den behandelnden Augenarzt. Anschließend erfolgt der tatsächliche Eingriff. Bei der LASIK-Methode wird unterhalb der obersten Zellschicht der Hornhaut (Epithel) ein Schnitt gemacht. Dadurch entsteht ein Läppchen, der sogenannte Flap. Dieser wird weggeklappt und nach dem Laser-Eingriff wieder zurückgeklappt. Der Schnitt muss nach der OP nur noch zusammenwachsen. Dadurch besteht bei der LASIK-Methode eine geringere Wundheilung als bei der LASEK-Methode. Bei dieser wird nämlich die Epithel-Schicht entfernt und muss nach der OP nachwachsen.

Nach dem Eingriff hat das Auge wieder die richtige optische Wirkung und muss nicht durch eine Brille oder Kontaktlinsen korrigiert werden.

Allerdings gibt es viele Aspekte, die vor dem Eingriff berücksichtigt werden müssen. Denn in der Fachwelt spalten sich die Meinungen zu dem Verfahren. Insgesamt handelt es sich um eine durchaus sichere Methode, die bei über 90 Prozent der Fälle verlässlich funktioniert und den gewünschten Effekt erzielt. Viele Arztpraxen in ganz Deutschland werben daher mit der Laser-Methode. Augenoptiker hingegen empfehlen die Operation nur dann, wenn der Betroffene ohne Brille absolut hilflos ist. Es handelt sich schließlich um eine nicht zwingend erforderliche OP. Eine Brille kann einfach ersetzt werden, eine Operation hingegen lässt sich, im Falle eines Fehlers, nicht wieder rückgängig machen.

Risiken des Augenlaserns

Fest steht, dass, wie bei jedem anderen medizinischen Eingriff auch, die Risiken nicht außer Acht gelassen werden sollten. Leider werden diese oft von den Ärzten verschwiegen und eine OP wird durchgeführt, ohne dass die Patienten im Bilde sind, welche Nebenwirkungen auftreten können. Informieren Sie sich daher ausführlich über mögliche unerwünschte Effekte.

Viele Patienten beschweren sich nämlich nach der OP über trockene Augen oder ein gewisses Fremdkörpergefühl, welches sie in ihrem Auge verspüren. Ein häufig auftretender Nebeneffekt sind zudem Blendeeffekte in der Dunkelheit. Bei vielen Betroffenen geht es sogar so weit, dass sie nachts nicht mehr Auto fahren können. Solche Beschwerden sind aber nicht zwingend von Dauer. Oft verschwinden sie nach ein paar Monaten. Allgemein lässt sich sagen, dass die Nebenwirkungen umso wahrscheinlicher auftreten, je größer die vorherige Fehlsichtigkeit ausfällt. Somit besteht immer das Risiko eines Restfehlers und dass die Normalsichtigkeit nicht im vollen Umfang wiederhergestellt werden kann. Auch bleibt der natürliche Alterungsprozess der Augen durch die Laser-Methode nicht aus. Man muss damit rechnen, ab einem bestimmten Alter eine stärkere Brille zu benötigen oder sich einer zweiten Operation unterziehen zu müssen.

Bei einer Kurzsichtigkeit von mehr als -8 Dioptrien ist eine Operation übrigens nicht mehr ratsam, da die Fehlsichtigkeit zu hoch ist, um diese vollständig korrigieren zu können. Bei Weitsichtigkeit liegt der Wert bei 4 Dioptrien. Die Fehlsichtigkeit sollte über die Jahre hinweg stabil verlaufen, damit ein gutes Ergebnis erzielt werden kann. Weiterhin ist es möglich, dass durch die OP dauerhafte Beschwerden bleiben.

Die LASIK Methode hilft allerdings nicht bei Hornhaut- oder Netzhauterkrankungen und bei Grauen oder Grünen Star. Nicht geeignet sind zudem Menschen, die an hochgradiger Diabetes oder Nierenkrankheiten leiden. Auch die Einnahme bestimmter Medikamente oder sehr trockene Augen können Hindernisse darstellen.

Lassen Sie sich also in einem individuellen Gespräch umfassend beraten, ob Sie die geeigneten Bedingungen für den Eingriff erfüllen.

Kosten beim Augenlasern

Kostentechnisch sollte man pro Auge etwa 1.500 Euro einplanen. Das ist eine kostspielige Angelegenheit, welche gut durchdacht werden muss. Allerdings sollte man bedenken, dass auch für eine Brille oft über 300 Euro investiert werden muss, sodass es sich über die Jahre hinweg durchaus rentiert. Die gesetzlichen Krankenkassen beteiligen sich nicht an den anfallenden Kosten, bei Privatpatienten unterscheidet es sich von Fall zu Fall. Umso interessanter ist es für den Patienten zu wissen, dass viele Brillenversicherungen sich an den Kosten einer Laser-Operation beteiligen.

Operationen im Ausland

Aufgrund der hohen Kosten, lassen sich einige Patienten dazu verleiten, die Behandlung im Ausland durchzuführen. Ausländische Kliniken werben mit günstigen Preisen - der Flug und das Hotel inklusive. Problematisch wird es hier nur bei sprachlichen Barrieren oder möglicherweise schlechteren Hygienestandards, als diese in Deutschland üblich sind. Im Vorfeld sollten Sie sich also dringend über solche Details informieren. Auch Eingangs- und Nachsorgeuntersuchungen gehören dazu.

 

Am Ende muss jeder für sich entscheiden, wie stark er seine Fehlsichtigkeit als störend empfindet und ob er -als Alternative zur Brille und Kontaklinse- sich solch einer Operation unterziehen möchte. Vereinbaren Sie dafür am besten einen Beratungstermin bei dem Augenarzt Ihres Vertrauens und lassen Sie sich umfassend und individuell über die Notwendigkeit sowie Chancen und Risiken aufklären.

 

 

 


DIESEN BEITRAG: KommentierenDrucken
Bewerten:
Empfehlen:

Mehr von Marie Prötzsch
Profilbild von Marie Prötzsch

Seit Oktober 2013 studiere ich Kommunikationswissenschaft und Management an der Universität in Erfurt. Inhaltlich fokussiere ich mich auf den Bereich Marketing und PR/Öffentlichkeitsarbeit. Für Basenio schreibe ich ganz frisch seit Anfang 2015.  


Kommentar schreiben

Sicherheitscode