Astaxanthin kaufen | Wirkung | Nebenwirkung | Erfahrungen

Astaxanthin kaufen: Wirkungen, Nebenwirkungen & Erfahrungsberichte

| Steffen Gottschling
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(Quelle: © artemidovna – Adobe Stock)

Astaxanthin kann als Nahrungsergänzungsmittel zu sich genommen werden. Doch wie wirken die Präparate auf den Menschen und worauf sollte man bei der Einnahme achten? Basenio.de hat recherchiert und nach Erfahrungsberichten im Netz geschaut.

Das Wort „Astaxanthin“ mag manchem nur schwer über die Lippen gehen, doch dahinter verbirgt sich ein Stoff, der für uns Menschen nützlich sein soll. Das zumindest versprechen die Hersteller dieser Präparate. Es gibt natürliche Vorkommen, aber auch synthetische Varianten. Beide Formen werden unter anderem als Nahrungsergänzungsmittel im Handel angeboten.

Doch es werden auch kritische Töne laut, die an den werbewirksamen Versprechungen zweifeln. Grund genug, etwas genauer hinzuschauen.

Was ist Astaxanthin und wo kommt es vor?

Astaxanthin ist ein Carotinoid. Die Wissenschaft kennt heute hunderte Carotinoide und klassifiziert sie als eine Stoffgruppe. Charakteristisch ist deren farbgebende Wirkung. Organismen, die solche Stoffe enthalten, können gelblich bis rötlich gefärbt sein. Natürliche Vorkommen gibt es unter anderem in Pfirsichen, Karotten oder auch Algen.

Astaxanthin besitzt eine rötliche Farbgebung. Es wird in Mikroalgen gebildet und gilt als sekundärer Pflanzenstoff. Solche Stoffe sind im Gegensatz zu primären Pflanzenstoffen nicht lebensnotwendig für Organismen. Die färbende Wirkung des Astaxanthins hat jedoch einen sinnvollen Effekt für die Algen: Wissenschaftler vermuten, dass der Farbstoff sie vor der schädlichen UV-Strahlung des Sonnenlichts schützt.

Die Algen sind für einige Krebstiere und Vögel eine Nahrungsquelle. Wenn sie die Alge über die Nahrung aufnehmen, verfärben sich ihre Panzer beziehungsweise ihr Gefieder in das typische Rot des Astaxanthins. Auch bei einigen Speisefischen wird deren eigentlich weißes Fleisch mit Astaxanthin versetzten Futtermitteln rot eingefärbt, um sie dann als Lachsforelle zu vermarkten. Darauf verweist die Verbraucherzentrale in ihrem Ratgeber „Astaxanthin für den guten Durchblick“.

Astaxanthin kaufen

Astaxanthin kann als Nahrungsergänzungsmittel frei im Handel gekauft werden. Apotheken und spezialisierte Onlineshops führen Präparate, die dieses Carotinoid enthalten. Einige Hersteller setzen ganz auf pflanzliche Produkte, andere haben auch Astaxanthin aus tierischen Bestandteilen in ihren Mitteln. Die Industrie kann den eigentlich natürlichen Stoff inzwischen auch synthetisieren, also künstlich herstellen.

Handelsüblich sind auch solche Präparate, die mit anderen gesundheitsfördernden Wirkstoffen vermengt sind. So werden beispielsweise einige Astaxanthin-Mittel mit Omega-3-Fettsäuren versetzt. Die Kombination aus beiden soll die Wirkmechanismen im menschlichen Körper verstärken und erweitern.

Die Präparate gibt es in der Regel als Kapsel, als Pulver oder als Tablette. Zudem findet man sie in unterschiedlich hohen Dosierungen auf dem Markt. Die Mehrzahl der Kapsel-Präparate enthält zwischen 4 Milligramm und 18 Milligramm Astaxanthin pro Kapsel.

5 bekannte Markenhersteller von Astaxanthin-Präparaten:

  • Nutravita
  • Nutrex Hawaii
  • NuU Nutrition
  • Vit4ever
  • Bärbel Drexel

Astaxanthin und seine Wirkung auf Menschen

Die für die Mikroalgen mutmaßlich schützenden Wirkungen Astaxanthins wollen einige Nahrungsergänzungsmittel-Hersteller auch für den Menschen nutzbar machen. Einen sehr informativen Beitrag darüber hat das Cannabis-Magazin „cbd360.de“ veröffentlicht, welches in Astaxanthin ähnliches Potential wie im zentral thematisierten Cannabidiol sieht. In seinem Artikel beschreibt und begründet der CBD-Experte Cornelius de Luca die gesundheitsfördernden Wirkungen des Astaxanthins."

Mangelnde Studienlage

Die möglichen gesundheitsfördernden Auswirkungen Astaxanthins sind bislang noch durch keine wissenschaftliche Langzeitstudie belegt. Laut Verbraucherzentrale fehlen aussagekräftige Wirkungsnachweise für den Menschen.

Laut dem Fachmagazin gibt es einige positive Effekte auf die Gesundheit von uns Menschen. Astaxanthin ist ein sogenanntes Antioxidans. Solche Verbindungen verlangsamen oder verhindern gar Prozesse, die bei oxidativem Stress in Gang gesetzt werden. Oxidativer Stress soll nach medizinischen Erkenntnissen Alterungsprozesse beschleunigen und die Lebenserwartung gar senken.

Insbesondere bei Haut und Augen soll Astaxanthin solche Prozesse verlangsamen können. Laut „cbd360.de“ schützt das Carotinoid Augen vor altersbedingtem „Verschleiß“. Der wird beispielsweise auf leidliche Weise bei häufiger Bildschirmarbeit gefördert.

Unsere Haut wird durch die UV-Strahlung der Sonne täglich belastet, dadurch wird auch hier oxidativer Stress ausgelöst. Der beschleunigt die Hautalterung und Faltenbildung. Astaxanthin soll wie bei den Mikroalgen auch bei uns Menschen den schädlichen Sonnenstrahlen entgegenwirken können.

Astaxanthin Hautalterung
Antioxidativer Stress beschleunigt die Hautalterung. (Quelle: A. Bueckert - Adobe Stock)

Doch auch bei äußerlich nicht sichtbaren Gesundheitsschäden soll das Antioxidans helfen. So kann es laut „cbd360.de“ entzündungshemmende Wirkungen haben. Das Fachmagazin schreibt auch davon, dass es Studien gibt, die belegen würden, dass Astaxanthin den Blutdruck senken könne. Allerdings bleibt man die Namen der Studien schuldig.

Die offensichtlich dünne Studienlage wird damit begründet, dass Astaxanthin erst 1975 entdeckt wurde.

Langzeit-Studien zu diesem Thema fehlen derzeit noch, was daran liegt, dass Astaxanthin erst 1975 entdeckt wurde. Um die gesundheitsfördernden Faktoren kümmert man sich also noch viel zu kurz, um verbindliche Aussagen über die Langzeitwirkung zu treffen. Jedoch sind die Tendenzen durch wissenschaftlichen Belege und Plausibilität nicht von der Hand zu weisen.

Zuletzt soll Astaxanthin auch das gesamte Wohlbefinden steigern. Dadurch könne die eigene Leistungsfähigkeit steigen, wodurch bei sportlichen Aktivitäten auch mehr Fett verbrannt werden kann. Auf diese Weise könne das Antioxidans auch beim Abnehmen helfen.

Hat Astaxanthin Nebenwirkungen?

In unserer Online-Recherche fanden wir keine Meldungen, die von Nebenwirkungen bei Astaxanthin-Einnahme berichten. Die Verbraucherzentrale lässt verlauten, „bis jetzt wurden keine Nebenwirkungen des Verzehrs von Astaxanthin in Nahrungsergänzungsmitteln beobachtet.“ Man schränkt jedoch ein: „Allerdings liegen auch nur sehr wenige Studien dazu vor, besonders, was die Wirkung auf den Stoffwechsel und die Entstehung von Krebs betrifft.“

Daher raten Experten davon ab, dass Kinder, Schwangere und stillende Mütter solche Nahrungsergänzungsmittel einnehmen sollen. Ein weiteres Problem könnten mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sein. Auch hier ist die Studienlage noch mangelhaft.

Allergiker sollten Acht geben

Wer allergisch auf Krustentiere reagiert, sollte die Inhaltsangabe des Astaxanthin-Präparats beachten. Einige Hersteller gewinnen das Antioxidans aus kleinen Krebstieren. Es gibt allerdings auch Präparate, die gänzlich aus Algen gewonnen werden.

Erfahrungsberichte im Netz

Wenn man über Google nach „Astaxanthin Erfahrungen“ sucht, zeigt die Online-Suchmaschine rund 60.400 Ergebnisse an (Suchabfrage am 27. August 2019). Es gibt werbende Seiten wie cbd360.de, die über die Vorzüge von Astaxanthin aufklären und es gibt kritischere Ratgeber wie etwa den der Verbraucherzentrale.

Kommentare von Menschen, die Astaxanthin-Präparate zu sich nehmen, finden sich darunter leider nicht. Allerdings fanden wir bei unserer Recherche einige solcher Kommentare unter Video-Ratgebern auf YouTube. Hier teilen vermeintliche Astaxanthin-Konsumenten ihre Erfahrungen mit. Allerdings lässt sich nicht nachvollziehen, ob dahinter echte Meinungen oder verstecktes Marketing stecken.

Einen recht ausführlichen Video-Beitrag zu den Auswirkungen von Astaxanthin auf die Haut hat die Influencerin (engl. influence = beeinflussen) Julia Rawsome veröffentlicht. Dabei geht sie insbesondere auf die möglichen Effekte gegen die Hautalterung ein.

Youtube Video

Unter ihrem Video haben einige Nutzer ihre Erfahrung geschildert:

Nutzer: Hypnoliebe Hypnosepraxis

„Ich nehme es seit ca. 2 Jahren regelmäßig, es hat sich aber nichts verändert. Nehme es gegen Sonnenschäden primär.“

Nutzer: Elisa Müller

„Ich nehme Astaxanthin sporadisch seit etwa fünf Jahren. Vor allem in Sommermonaten. Vor der letzten Reise in ein warmes Land habe ich etwa 1,5 Wochen vor dem Flug angefangen, Asta zu nehmen. Sonnenbrand oder trockene Haut habe ich nicht bekommen, habe mich aber auch zusätzlich mit Sonnencreme geschützt.

Ich finde, man kann als einzelner Verbraucher gar nicht sagen, was es bringt. Denn ob man etwas jünger aussieht als viele Gleichaltrige, weil man Asta nimmt oder weil man generell auf gesunde Ernährung achtet, könnte man tatsächlich nur in Studien herausfinden. Am Ende weiß man nicht, ob es Himbeeren, Karotten, Spinat oder eben Astaxanthin war. Oder alles zusammen. […]“

Nutzer: Jasmin Vth

„Ich bin so überzeugt von diesem Produkt! Ich hab seit ich 16 bin Probleme mit meiner Haut gehabt und hab so viel ausprobiert und es wurde von Jahr zu Jahr schlimmer. Gesunde Ernährung hat mir auch nicht wirklich geholfen, obwohl ich mich schon seit 2 Jahren vegan und glutenfrei ernähre und so gut wie es geht, auf Zucker verzichte.

Seit ich Astaxanthin nehme, ist meine Haut um einiges besser geworden und ich nehme es erst etwas länger als eine Woche. Meine Pickelmale verschwinden, meine Hautrötungen um die Nase und an den Wangen gehen weg (Rosazea) und generell sieht meine Haut viel frischer aus. Ich hab die beste Haut seit Jahren, dass es so wirkt hätte ich niemals gedacht.“

Nutzer: Petra Eulenberger

„Ich benutze Astaxanthin bestimmt schon 8-10 Jahre. Allerdings nicht wegen der Haut, sondern um ein gesteigertes Energielevel zu erreichen. Mein Mittagstief hat sich dadurch in Luft aufgelöst. Man merkt es irgendwann, dass man nicht mehr das Gefühl hat, sich hinlegen zu wollen nach dem Mittagessen. Ich werde 55 und keiner schätzt mich so "alt". Sicher spielen die enthaltenen Antioxidantien auch eine Rolle.“

Astaxanthin: Tipps zur Dosierung

Damit die gewünschten Effekte eintreten, sollte Astaxanthin in der richtigen Dosierung zu sich genommen werden. Bei „cbd360.de“ beschreibt man zwei Phasen. In der sogenannten „Ladephase“ sollte man zwischen 12 und 24 Milligramm pro Tag einnehmen. „Das sorgt dafür, dass die körpereigenen Speicher förmlich geflutet werden“, heißt es im Fachbeitrag.

Im Anschluss sollen zwischen 4 und 12 Milligramm pro Tag genügen. Die niedrige Dosierung wird als normal empfohlen. Wer jedoch besonders viel oxidativem Stress ausgesetzt ist, der kann auf die höhere Dosierung gehen.

Astaxanthin Dosierung
Zahlen gelten als Empfehlung zur Astaxanthin-Dosierung pro Tag. (Quelle: eigene Darstellung)

Mögliche Nebenwirkungen in Folge von Überdosierungen haben wir bei unserer Online-Recherche nicht gefunden. Allerdings gibt es laut Verbraucherzentrale ein Warnhinweis über das Europäische Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel. Darin wird vor zu „hoher“ Dosierung von Nahrungsergänzungsmitteln mit Astaxanthin-Bestandteilen gewarnt. Die Warnung betraf jedoch nur Präparate aus Italien.

Zusammenfassung:

  • Astaxanthin-Präparate gibt es als rein natürliche und als synthetisch hergestellte Produkte.
  • Das Antioxidans soll laut Herstellern Alterungsprozesse bei Menschen verlangsamen können.
  • Es gibt noch keine wissenschaftlichen Studien, die die Effekte belegen.
  • Nebenwirkungen sind bislang nicht bekannt.

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Steffen Gottschling (Jg. 1978) lebt und arbeitet in Erfurt. Seit 2012 ist er in der Medienbranche tätig. Hier sammelte er Erfahrungen in der Redaktion von Radio F.R.E.I. und arbeitete als Journalist in der Online-Redaktion der Thüringer Allgemeine. Für ...


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