Altersvergesslichkeit | oder Demenz | Symptome

Altersvergesslichkeit oder Demenz? Symptome & Tipps zur Prävention

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Ein nachlassenden Gedächtnis im Alter kann Ausdruck von Altersvergesslichkeit sein, aber auch ein Anzeichen von Demenz. Hier finden Sie ein Vergleich von Symptomen der beiden Krankheitsbilder. Außerdem gibt es Informationen zur Prävention.

Gedächtnislücken im Alter müssen kein Grund zur Sorge sein. Da auch das Gehirn altert, und die Lebensumstände das Erinnerungsvermögen kurzzeitig beeinträchtigen können, ist Vergesslichkeit mit zunehmendem Alter nicht ungewöhnlich. Lesen Sie hier, welche Ursachen eine Altersvergesslichkeit auslösen, welche präventiven Maßnahmen helfen können und wann der Gang zum Arzt empfohlen wird.

Potenzielle Ursachen der Altersvergesslichkeit

Mit zunehmendem Alter kann sich die Geschwindigkeit reduzieren, mit der das Gedächtnis arbeitet. Wenn Senioren etwas länger brauchen, um sich an gewisse Dinge zu erinnern, ist das nicht gleich ein Anzeichen von Demenz. Das Gehirn schrumpft um rund 10 bis 15 Prozent ab dem 40. Lebensjahr. Dabei kommt es zu Veränderungen an den Synapsen, welche die Gehirnleistung altersbedingt eindämmen können. Neben altersbedingten Gedächtnisschwächen können jedoch auch viele andere Faktoren eine Rolle spielen und Vergesslichkeit auslösen. Einige Beispiele im Überblick:

UrsacheInformation
SchlafmangelKommt der Körper nicht zur Ruhe und fallen die Schlafzeiten zu knapp aus, kann dies Störungen des Gedächtnisses zur Folge haben. Guter Schlaf ist elementar und sollte selbstverständlich sein.
DepressionenEgal, ob starke Depression, leichte depressive Verstimmungen oder Angstzustände: Psychische Erkrankungen haben Einfluss auf das Gehirn und können die Gedächtnisleistung beeinträchtigen.
AlkoholÜbermäßiger beziehungsweise regelmäßiger Konsum von Alkohol kann das Gedächtnis dauerhaft verschlechtern.
VitaminmangelProbleme beim Erinnern werden manchmal von einem Vitamin B12-Mangel begünstigt. Möglicherweise hilft eine Vitamintherapie, die jedoch stets ärztlich beaufsichtigt werden sollte.
ArzneienBesonders im Alter müssen Menschen aufgrund diverse Beschwerden oft mehrere Medikamente einnehmen. Einige davon können Vergesslichkeit auslösen, weshalb es sich lohnt, mit dem behandelnden Arzt Rücksprache zu halten. Womöglich ist ein verdächtiges Präparat austauschbar.

Grundsätzlich lässt sich Altersvergesslichkeit von Demenz klar abgrenzen: Während die Beschwerden bei einer Demenz kontinuierlich fortschreiten, hält sich die Altersvergesslichkeit in Grenzen und die Symptome sind eher gleichbleibend.

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Wenn erst nach längerem Nachdenken die Erleuchtung kommt, kann das ein Anzeichen von Altersvergesslichkeit sein. (Quelle: © grimaldello - Fotolia)

Individuelle Prävention

Zwar gibt es zur Altersvergesslichkeit bislang keine Therapie, dennoch ist gezieltes Vorbeugen möglich. Täglich sanfte Bewegung an der frischen Luft, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und eine ausgewogene Ernährung stellen die Grundlage für ein leistungsstarkes Gehirn dar. Als Ergänzung zu einem gesunden Speiseplan können pflanzliche Substanzen eingenommen werden, um die Gedächtnisleistung zu fördern.

In diesem Zusammenhang häufig empfohlene Präparate enthalten Extrakte aus den Blättern des Ginkgo-Baums. Bei den Flavonoiden, wie sie unter anderem im rezeptfreien Ginkgo Arzneimittel von Doppelherz enthalten sind, handelt es sich um sekundäre Pflanzenstoffe mit zellerneuernder und zellschützender Wirkung. Gleiches gilt für Terpenoide. Beide Stoffe fördern außerdem die Durchblutung und stoppen freie und gewebeschädigende Radikale, was sich ebenfalls positiv auswirkt. Auch aktives Gedächtnistraining ist wichtig, um dem Gehirn Herausforderungen zu bieten.

Ärztliche Kontrolle: Verdacht auf Demenz?

Ein Arztbesuch ist immer dann ratsam, wenn sich Betroffene von den Gedächtnislücken in ihrem Alltag beeinträchtigt fühlen und die Vergesslichkeit über einen längeren Zeitraum anhält, beziehungsweise sich die Gedächtnislücken häufen. Um eine Demenz frühzeitig zu diagnostizieren, müssen erste Anzeichen ernst genommen werden. Typische Symptome sind unter anderem:

  • das Kurzzeitgedächtnis ist gestört
  • Gedächtnislücken nehmen zu
  • neue Dinge lassen sich kaum merken
  • Gewohnte und völlig alltägliche Abläufe/Tätigkeiten fallen zunehmend schwer
  • Gegenstände werden oft verlegt und nicht wiedergefunden
  • Veränderungen der Persönlichkeit, des Charakters
  • Störungen im Urteils- und Sprachvermögen
  • Probleme bei der Orientierung

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Zunächst ist der behandelnde Hausarzt zuständig, um die aktuellen Symptome richtig einzuordnen. Bei Bedarf stellt er eine Überweisung für einen Facharzt wie zum Beispiel einen Neurologen aus. Was genau Demenz ist, und welche Formen es gibt, erfahren Sie in diesem Ratgeber. Auch Informatives zur Prävention haben wir separat arrangiert.

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Schach ist ein wunderbares Spiel, um das Gedächtnis in Form zu halten. (Quelle: © VadimGuzhva - Fotolia)

Fazit zur Altersvergesslichkeit

Kurzzeitige Gedächtnislücken und Leistungseinbußen des Denkvermögens sind nicht gleich Grund zur Sorge. Die Altersvergesslichkeit ist keine Seltenheit und nicht mit Demenz vergleichbar. Wenn Sie Ihr Gehirn kontinuierlich mit Gedächtnistraining fordern, ausreichend mit Sauerstoff versorgen und die Durchblutung fördern, tragen Sie bereits einiges zur Erhaltung Ihrer Merkfähigkeit bei. Eine gesunde Ernährung und regelmäßig Bewegung sind eine hervorragende Ergänzung.  

Weiterführende Informationen rund um das Thema gutartige Altersvergesslichkeit und beginnende Demenz hat Prof. Dr. med. Volker Faust auf der Internetpräsenz zur Psychosozialen Gesundheit zusammengefasst.


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