Alterssichtigkeit lasern | Augenlasern im Alter | Risiken & Kosten | Grauer Star

Sie wollen Ihre Alterssichtigkeit lasern lassen? Hier finden Sie alle Infos!

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(Quelle: pixabay)

Das Sehvermögen lässt im Alter auf ganz natürliche Weise nach. Wer häufig seine Brille sucht oder keine Kontaktlinsen verträgt, hat bestimmt schon einmal darüber nachgedacht, die Augen lasern zu lassen. Hier finden Sie alle Infos!

Mit steigendem Alter lässt die Sehfähigkeit des menschlichen Auges nach. Zwischen dem 40. und dem 50. Lebensjahr tritt bei den meisten Menschen die Alterssichtigkeit auf. Meist handelt es sich hierbei um eine Weitsichtigkeit, bei der man in der Nähe Probleme mit dem Sehen bekommt. Zum Lesen wird kurzerhand die Lesebrille gezückt, um dem Problem Abhilfe zu verschaffen.

„Moment, ich brauch nur eben meine Brille", ist ein Satz, den vor allem Kinder oft hören, wenn sie ihren Eltern oder Großeltern ein Bild, das Zeugnis oder ein Buch zeigen wollen. Sehschwäche gehört zum natürlichen Altern dazu. Doch die Brille auf der Nase, die für Außenstehende alltäglich ist, kann für den Träger nervig und einschränkend sein. Augenlasern als neue Behandlungsmethode wird folglich auch für Senioren immer interessanter.

Das passiert beim Augenlasern

Beim Augenlasern handelt es sich um ein Operationsverfahren, bei dem die Brechkraft des Auges korrigiert wird. Unter Brechkraft versteht man die Stärke, mit der einfallende Lichtstrahlen vom Auge gebündelt werden. Diese Stärke wird in Dioptrien gemessen und bestimmt das Sehvermögen in Ferne und Nähe.

Dioptrien, Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit
Der Augenarzt diagnostiziert die - oder + Werte Ihres Sehvermögens (Quelle: Sina Jurkowlaniec)

Brille oder Kontaktlinsen gleichen die Sehschwäche aus. Wer sich dazu entscheidet, sein Auge lasern zu lassen, kann seine Werte bei einer Operation um bis zu acht Dioptrien korrigieren lassen. Das Ergebnis: Ein normales Sehvermögen, ohne Brille auf der Nase. Die Erfolgsaussichten sind bei der Operation hoch. Mit einer Wahrscheinlichkeit von über 90% liegt die Sehschärfe nach dem Eingriff bei maximal 0,5 Dioptrien über oder unter dem angestrebten Wert.

Behandlungsmethoden LASIK & PRK/LASEK

Vor einer Operation wird gemeinsam mit dem behandelnden Arzt das passende Verfahren ausgewählt. Kurz- oder Weitsichtigkeit wird mit der LASIK-Behandlung bekämpft.  Hierbei wird binnen weniger Minuten mithilfe eines Laserstrahls das Hornhautgewebe neu modelliert, sodass die Hornhaut die richtige Krümmung erhält. Um an das Gewebe heranzukommen wird zuvor der „Flap“, ein kleiner Deckel auf der Oberfläche der Hornhaut, hoch und am Ende wieder heruntergeklappt.

Wer eine besonders dünne Hornhaut hat, wird mit der PRK/LASEK-Methode behandelt. Anders als bei der LASIK-Behandlung wird hier die oberste Zellschicht der Hornhaut abgelöst, bevor der Laserstrahl zum Einsatz kommt.

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Welche Behandlung für Sie die richtige ist, ist von Ihrem individuellen Auge abhängig (Quelle: Florian Stein)

Risiken & Kosten von Augenlasern

Was auf den ersten Blick wie eine neue Wundermethode aussieht, birgt jedoch Risiken und bringt zudem hohe Kosten mit sich. Das Augenlasern wird nicht von der Krankenkasse übernommen, da es sich hierbei um keine notwendige Operation handelt. Wer keine Kontaktlinsen verträgt aber eine Sehdifferenz von bis zu 5 Dioptrien aufweist, hat jedoch in einigen wenigen Fällen die Chance auf Zuzahlungen. Wenn Sie sich dennoch für das Augenlasern entscheiden, müssen Sie mit bis zu 3.000 Euro Gesamtkosten rechnen.

Die Operation am Auge ist für das Organ mühsam, trockene Augen oder das Gefühl von Fremdkörpern im Auge können die Folge sein. Eine intensive Nachsorge ist deshalb wichtig und Infektionsgefahr muss in der ersten Zeit vom Patienten strikt verhindert werden. Nach drei Wochen ist der Verheilungsprozess in der Regel vollständig abgeschlossen.

Die Methode ist vergleichsweise modern, sodass keine Langzeitstudien vorliegen, die Aufschluss über die Risiken geben können. Folgende Nebenwirkungen traten bis lang bei der Behandlung am häufigsten auf:

  • Trockene Augen
  • Herabhängendes Augenlid
  • Beeinträchtigung der Nachtsicht
  • Lichtempfindlichkeit
  • Trübungen im Blickfeld
  • Infektionen am Auge bei unzureichender Nachsorge

Die meisten dieser Beschwerden klingen nach kurzer Zeit ab. In manchen Fällen kann es jedoch zu einer Über- oder Unterkorrektur kommen, die anschließend mit einer Brille korrigiert werden muss. Wer sich unsicher ist, kann sich im Internet über zahlreiche Erfahrungsberichte genauer über die Nachwirkungen informieren.

Alterssichtigkeit & Grauer Star behandeln

In der Regel eignet sich eine Behandlung mit dem Laserstrahl bei einer Kurzsichtigkeit bis zu -10 Dioptrien, bei einer Weitsichtigkeit bis zu +4 Dioptrien und bei einer Stabsichtigkeit bis zu -4 Dioptrien. Ob sich ein solches Verfahren für den jeweiligen Patienten eignet, gilt es in einer ausführlichen Vorbesprechung herauszufinden. Online-Portale wie MediDate informieren Sie zuverlässig und kostenlos über die passende Methode für Ihre Beschwerden und suchen gemeinsam mit Ihnen eine geeignete Partnerklink heraus.  

Wer unter Augenkrankheiten wie Grauer Star, Glaukom oder unter chronischer Hornhauerkrankung leidet, kann nicht gelastert werden. Dies gilt ebenso für Menschen mit systemischen Immunerkrankungen oder Diabetes.

Bei Altersweitsichtigkeit ist das Augenlasern bis jetzt ebenfalls weniger sinnvoll. Hier ist die Multifokallinse die bessere Alternative. Bei einem solchen Eingriff wird eine Kunstlinse implantiert, die scharfes Sehen in Ferne und Nähe ermöglicht. Auch zur operativen Behandlung des Grauen Stars ist die Implantation einer Kunstlinse eine mögliche Behandlungsmethode.

Wer jedoch unter einer altersbedingten Unschärfe in der Ferne leidet, kann diese mit dem Laser korrigieren lassen. Die im Alltagsbild der Familie integrierte Lesebrille bleibt in diesem Fall dennoch nicht aus.

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Es gibt zahlreiche verschiedene Brillengestelle (Quelle: pixabay)

Fazit

Wer im Alter unter einer Weitsichtigkeit leidet, kann auf das teure Verfahren zurückgreifen und sich die Augen lasern lassen. Augenkrankheiten, wie der Grüne oder der Grau Star, sollten ernst genommen werden und sind durch moderne operative Verfahren gut behandelbar. Die stetige Entwicklung der medizinischen Möglichkeiten, bietet auch für Senioren zahlreiche Methoden, um das Sehvermögen zu verbessern. Doch auch die altbewährte Brille tut noch immer ihren Dienst. Wer sich also aus rein optischen Gründen für eine Laser-Behandlung entscheidet, sollte sich zunächst die Vielzahl an unterschiedlichen Brillengestellen anschauen. Hier finden Sie individuelle, kreative und klassische Variationen, die kostengünstiger und ohne Nebenwirkungen Ihre Sehschwäche ausgleichen. 


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Sina Jurkowlaniec (Jahrgang 1992) studiert Medienwissenschaft an der Bauhaus Universität Weimar. Als Unterstützerin des Tageblattes ihrer Heimatstadt ist sie in die journalistische Tätigkeit eingestiegen und arbeitet regelmäßig für ...


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