LASIK| ReLEx smile | Femto-LASIK | LASEK | PRK | EPI-LASIK | Kosten | Vergleich

Alle OP-Verfahren zum Augen lasern im Methoden & Kosten Vergleich

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(Quelle: © Kadmy - Fotolia)

Die Wahl der passenden Augenlaser-Methode kann für eine optimale Sehkraft entscheidend sein. Aber welche ist für Sie die optimale Variante? Worauf Sie achten müssen und welche Vorteile und Nachteile die Methoden haben, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Sind Sie es leid, durch Brillen und Kontaktlinsen im Alltag eingeschränkt zu sein? Oder haben Sie sich bereits dafür entschieden, Ihre Augen lasern zu lassen, und suchen jetzt nach dem richtigen OP-Verfahren? Egal wo Sie sich gerade im Prozess der Vorbereitung befinden, Sie werden viele Entscheidungen treffen müssen.

Neben den Fragen nach Kosten und Risiken gehört auch die Entscheidung für das passende Laser-Verfahren zu den grundlegenden Überlegungen. Die verschiedenen Verfahren unterscheiden sich nämlich nicht nur in den Kosten und Risiken, sondern sind auch stark abhängig von der jeweiligen Fehlsichtigkeit des Patienten. In diesem Ratgeber-Beitrag haben wir deshalb die verschiedenen Verfahren kurz zusammengefasst. So bekommen Sie einen groben Überblick über die verschiedenen Methoden und deren Kosten. Denn letztendlich ist eine gründliche Vorbereitung und Recherche das A und O für eine erfolgreiche Behandlung.

Welche Laser-Verfahren gibt es?

In den letzten Jahren haben sich immer mehr Laser-Verfahren etabliert, die immer wieder eine bessere und schnellere Behandlung versprechen. Die Risiken sollen immer geringer werden, die Erfolge immer größer. So heißt es zumindest in der Werbung. Für Sie haben wir zusammengefasst, welche Methoden in Deutschland zum Einsatz kommen.

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Entwicklung der Augenlaser-Behandlung seit den 1980er Jahren. (Quelle: Eigene Darstellung)

Ablauf einer Augenlaser-Behandlung

Je nachdem welches Verfahren sie am Ende wählen, der Ablauf bei einer Laser-Behandlung ist eigentlich immer derselbe. Denn alle Verfahren nutzen das gleiche Prinzip. Die Brechkraft der Hornhaut wird mittels Gewebeentfernung verändert. Die Unterschiede der Methoden liegen also im Detail. Dazu aber später mehr. Zunächst soll der allgemeine Ablauf einer Laser-Behandlung erklärt werden.

1. Recherche. Bevor Sie sich für eine Operation und gegen Brille und Co. entscheiden, sollten Sie sich zunächst über alle Methoden, Kosten, Risiken und vieles mehr informieren. Zunächst können Sie dies online machen. Achten Sie jedoch darauf, dafür nur glaubwürdige und gut recherchierte Seiten zu nutzen. Um eine Besprechung mit Ihrem Arzt werden Sie allerdings nicht rumkommen. Dieser kann Ihnen am besten sagen, worauf Sie achten müssen und welche Methode für Sie überhaupt in Frage kommt.

2. Auswahl der Augenklinik. Nach der Recherche und einer Besprechung mit Ihrem Augenarzt sollten Sie sich im Bestfall schon für eine passende Behandlungsmethode entschieden haben. Nun geht die Vorbereitung allerdings weiter. Welche Augenklinik ist die beste für den Eingriff? In vielen Städten in Deutschland gibt es Augenkliniken, die sich direkt auf die Behandlung per Laser spezialisiert haben. Auch hier lohnt es sich, mit Ihrem Augenarzt darüber zu sprechen.

3.Vorabuntersuchung. Danach folgt eine Vorabuntersuchung in der gewählten Augenklinik. Dabei wird bestimmt, ob einer medizinischen Operation auch nichts im Wege steht. Der behandelte Arzt muss vor der OP gewisse Aspekte ausschließen. Diese sind:

  • Schwangerschaft
  • Minderjährigkeit
  • Krankheiten, die eine OP ausschließen (Grauer Star, Netzhautschäden, Hornhauterkrankungen)

4. Beratungsgespräch. Wenn bei der Voruntersuchung nichts gegen eine Operation spricht, kommt es im nächsten Schritt zu einem Beratungsgespräch. In diesem Gespräch sollte sie alle aufkommenden Fragen stellen. So können Sie eigene Ängste vor einer OP reduzieren. Häufig werden von den Kliniken auch Informationsveranstaltungen zum Thema „Augenlasern“ angeboten. Meist sind diese Veranstaltungen kostenlos und eine gute Möglichkeit, sich unverbindlich über die Klinik zu informieren.

5. Eingriff. Ist alles Weitere geklärt, kann der Eingriff beginnen. Je nach Behandlungsmethode dauert die Operation unterschiedlich lange und ist teilweise komplett schmerzfrei. Grundsätzlich für alle Methoden lässt sich sagen, dass der Patient vor der OP gründlich vorbereitet wird. In den Computer, welcher den Laser steuert, werden die notwendigen Daten eingegeben.

6. Nachuntersuchung. Direkt nach der Operation findet eine Kontrolluntersuchung statt. So wird herausgefunden, ob bei der Operation alles funktioniert hat. Dabei unterscheiden sich die Ergebnisse abhängig von der genutzten Methode. Teilweise können die Patienten schon nach wenigen Minuten relativ gut sehen, bei anderen Verfahren dauert es dagegen einige Tage bis die Sehkraft vollständig zurückkehrt.

WICHTIG: Nach der Operation sollten sie nicht selber Autofahren und am besten verbringen Sie die ersten Stunden nach der Operation nicht alleine.

7. Nachsorge. Nach der OP ist es wichtig, gewisse Aspekte zu beachten. Sie sollten sich generell immer an die Anweisungen Ihres Arztes halten. In den ersten Tagen nach der Behandlung empfiehlt es sich, die Augen mit Augentropfen feucht zu halten. Diese sind unbedingt nach Anweisung des Arztes einzunehmen. Die Nachsorgetermine, welche gewöhnlich einen Tag, eine Woche und einen Monat nach der OP stattfinden, sollten Sie immer einhalten. So können auftretende Komplikationen rechtzeitig entdeckt und behandelt werden. Auch bei Beschwerden, die einige Zeit nach der Operation auftreten, sollten Sie direkt einen Arzt aufsuchen.

 

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Ablauf einer Augenlaser-Behandlung. (Quelle: Eigene Darstellung)

Eine gute Vorbereitung ist das A und O für eine erfolgreiche Augen-Behandlung. Ausführliche Informationen über die Voraussetzungen einer Operation, die Qualität der Klinik, Risiken und Kosten können für eine erfolgreiche Operation entscheidend sein.

Die PRK-Methode – Der Grundstein der Augenlaser-Behandlung

Ursprünglich begann alles mit der PRK. Seit 1987 hat dieses Verfahren es Patienten möglich gemacht, sich von Brille und Kontaktlinsen zu verabschieden. Bei dem Verfahren wird mit Hilfe eines Lasers Gewebe an der Oberfläche der Hornhaut abgetragen. So können Weitsichtigkeit, Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmungen behandelt werden. Auch alle anderen Methoden, die nachträglich entstanden sind, verwenden das gleiche Prinzip. Sie unterscheiden sich letztendlich nur in den Details. Die PRK ist demnach also der Vorläufer aller heute verwendeten Methoden (z. B. LASIK- und LASEK-Methode). Das Verfahren hat bei besonders starken Fehlsichtigkeiten seine Grenzen. PRK kann eingesetzt werden bei

  • Kurzsichtigkeit bis -6 Dioptrien
  • Weitsichtigkeit bis +4 Dioptrien
  • Hornhautverkrümmung bis 5 Dioptrien

Bei der PRK-Methode wird die Epithelschicht mit einem stumpfen Messer entfernt. Die Hornhaut wird so freigelegt und kann dann mit dem Laser teilweise abgetragen werden. Die abzutragende Hornhaut wird bei der Voruntersuchung genau berechnet. Im Vergleich zu anderen Laser-Verfahren wird das entfernte Epithel nicht wiederverwendet oder eingesetzt. Das heißt, es muss nachwachsen, was starke Schmerzen verursachen kann. Um das Auge zu schützen, muss der Patient die ersten Tage nach der OP eine Kontaktlinse tragen.

Vorteile:

  • Lange Erfahrung mit der OP-Methode
  • Folgen sind gut untersucht worden
  • Keine Flap-Komplikationen
  • Geringe Destabilisierung der Hornhaut
  • Stabile Sehstärke nach der OP
  • Bei dünner Hornhautdicke anwendbar

Nachteile:

  • Gefahr einer Narbenbildung ist hoch
  • Anfälligkeit für Komplikationen nach der OP
  • Geringe Dioptrien können ausgeglichen werden
  • Trockenheitsgefühl & Entzündungen nach OP häufig

Mehr zum PRK-Verfahren können Sie hier nachlesen.

LASEK-Verfahren – der Nachfolger der PRK

Die LASEK-Methode oder auch Laser-Assisted Subepithelial Keratectomy ist eine Art Mix aus der bereits beschriebenen PRK-Methode und der LASIK-Methode. Das LASEK-Verfahren wurde Anfang der 1990er entwickelt und ist die Weiterentwicklung der PRK. Das Verfahren kann relativ schonend Sehfehler, die im hohen Dioptrien-Bereich liegen, ausgleichen. Die LASEK-Methode eignet sich für Personen mit:

  • einer Kurzsichtigkeit bis max. −8 Dioptrien
  • einer Weitsichtigkeit bis max. +3 Dioptrien
  • einer Hornhautverkrümmung bis max. 5 Dioptrien

Die Operation verläuft in vier Schritten. Zunächst wird die Hornhaut des Patienten betäubt. Danach wird eine speziell für dieses Verfahren entwickelte Flüssigkeit auf das Auge getropft, welche das Deckhäutchen der Hornhaut aufweicht. Die aufgeweichte Deckhaut wird dann auf die Seite geschoben. Im nächsten Schritt wird die Hornhautoberfläche präpariert. Mit einem Spatel wird die oberste Hornhaut-Schicht (Epithel) zur Seite geschoben. Die freigelegt Fläche wird anschließend mit einem Excimer-Laser bearbeitet. Am Ende wird mit dem Spatel das Deckhäutchen wieder zurück geschoben. Das Epithel muss jedoch wieder von allein nachwachsen. Durch eine Kontaktlinse wird das Auge die ersten Tage nach der OP zusätzlich geschützt.

Vorteile:

  • Bei dünner Hornhaut einsetzbar
  • Schnelle Regenerierung
  • Schnelle OP
  • Auch hohe Dioptrien möglich
  • Schonender & schmerzfreier Eingriff
  • Keine Flap-Komplikationen

Nachteile:

  • Längerer Heilungsprozess
  • Schutzkontaktlinse nach OP
  • Nachfolge Eingriffe können nötig sein
  • Trockene Augen

 Möchten Sie noch mehr über das LASEK-Verfahren erfahren? Dann lesen Sie es hier nach.

Das LASIK-Verfahren – meist genutzte Methode unter den Augenlaser-Behandlungen

Jährlich werden tausende LASIK-OPs durchgeführt. Das Verfahren wird seit 1989 angewendet und ist heutzutage eines der meist angewandten Laser-Verfahren. Es ist technisch weit entwickelt und die Folgen der Behandlung konnten bereits ausführlich untersucht werden. 90 Prozent aller Fehlsichtigkeiten können mit dem LASIK-Verfahren korrigiert werden:

  • Bei Kurzsichtigkeit bis – 10 Dioptrien
  • Bei Weitsichtigkeit bis +4 Dioptrien
  • Bei Hornhautverkrümmungen bis 5 Dioptrien

Die Operation verläuft wie folgt. Zunächst wird das zu behandelnde Auge mit speziellen Augentropfen betäubt. Um das Auge während der OP offen zu halten, setzt der Arzt als nächstes einen sogenannten Spreizer ein. So bleibt das Auge offen und wird gleichzeitig fixiert. Nun folgt der Schnitt in die obere Hornhautschicht. Dafür wird ein Mikrokeratom (automatischer Präzisionshobel) verwendet, welches in den kleinen Schnitt eingesetzt wird. Das Ziel ist es, einen Flap (Hornhautdeckel) zu bilden, der anschließend auf die Seite geklappt werden kann. Mit freiem Blick auf die zu behandelnden Oberfläche wird der Laser-Eingriff selbst durchgeführt. Der Laser wird per Computer gesteuert. So gelingt es, ganz exakt die Hornhaut an den richtigen Stellen zu entfernen. Nach der Laser-Behandlung wird der Flap wieder zugeklappt und muss nur noch verheilen.

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So funktioniert eine LASIK-OP. (Quelle: Eigene Darstellung)

Vorteile:

  • Schnelle Operation
  • Nur ambulante Narkose
  • Kaum Komplikationen
  • Geringe Ausfallzeit im Beruf
  • Schneller Heilungsprozess
  • Hohe Erfolgsquote laut Erfahrungsberichten

Nachteile:

  • Flap-Komplikationen
  • Hohes Entzündungsrisiko
  • Trockene Augen
  • Lichtempfindlichkeit

Generell gilt, dass das LASIK-Verfahren zu den sichersten Methoden beim Augenlasern gehört. Das heißt nicht, dass Risiken und Komplikationen gänzlich ausgeschlossen werden. Weitere Informationen zur LASIK-Methode können Sie hier nachlesen.

Femto-LASIK – Laser-Behandlung ohne mechanische Hilfsmittel 

Obwohl die LASIK-Methode bereits eine etablierte Methode ist, gibt es mit der Femto-LASIK-Methode bereits eine Erweiterung. Diese wurde 2001 zum ersten Mal eingesetzt. Bei diesem Verfahren ist es möglich, die Behandlung ohne mechanische Hilfsmittel durchzuführen. Der Unterschied zur klassischen LASIK-Methode liegt dabei einzig und allein in dem Schnitt in der Hornhaut. Bei der LASIK-Methode wird dafür ein mechanisches Mikrokeratom genutzt, bei der Femto-LASIK-Methode kommt ein feiner Laser zum Einsatz. Die Methode ist einsetzbar bei:

  • Kurzsichtigkeit bis -10 Dioptrien
  • Weitsichtigkeit bis +4 Dioptrien
  • Hornhautverkrümmung bis 5 Dioptrien

Die reine Operation besteht aus vier Schritten.

  1. Zunächst wird das Auge mit einem Fixationsring fixiert. So wird verhindert, dass sich das Auge während der Behandlung bewegt. Danach wird ein Kontaktglas auf den Ring gelegt, welches ermöglicht, dass die Laserstrahlen in die Hornhaut eindringen können.
  2. Der Flap wird mit dem Laser erzeugt und für die Operation anschließend auf die Seite geklappt. Sobald der Flap erzeugt wurde, wird der Fixationsring entfernt.
  3. Anschließend kann der Arzt direkt an der Hornhaut arbeiten und mit dem Excimer-Laser die Hornhaut abtragen. Ab hier unterscheidet sich das Femto-LASIK Verfahren auch nicht mehr vom klassischen LASIK-Verfahren.
  4. Im letzten Schritt wird der Flap wieder zurückgeklappt. Normalerweise saugt sich dieser von selbst wieder fest und verheilt anschließend ohne weitere Eingriffe.

Vorteile:

  • Hornhautschnitt kann tiefer angesetzt werden
  • Bei geringer Hornhautdicke einsetzbar
  • Für starke Kurzsichtigkeit geeignet
  • Geringe Risiken
  • Geringe Flap-Komplikationen
  • Schmerzfreie & schnelle Behandlung

Nachteile:

  • Erhöhter Augendruck während der OP
  • Blendempfindlichkeit nach Behandlung
  • Hohe Trockenheit nach der OP

Weitere Informationen über Risiken, Kosten und weitere interessante Fragen finden Sie hier.

EPI-LASIK – schonender als die LASEK-Methode?

Die EPI-LASIK wurde 2003 zum ersten Mal vorgestellt. Der Begriff steht für „Epitheliale Laser in situ Keratomileusi“. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass der Name des Verfahrens trügt. Es ist nämlich der LASEK-Methode sehr ähnlich, da es ebenfalls vollkommen schnittfrei durchgeführt wird. Jedoch soll es schonender sein. Der größte Nachteil des EPI-LASIK-Verfahrens ist, dass es nur bei relativ geringen Dioptrien-Bereichen angewendet werden kann. Es kann eingesetzt werden bei:

  • Kurzsichtigkeit bis - 6 Dioptrien
  • Weitsichtigkeit wird es nicht verwendet
  • Hornhautverkrümmung bis 3 Dioptrien

Der Ablauf bei der EPI-LASIK-Methode verläuft ähnlich wie bei der LASEK-Methode (verlinken). Zunächst wird das Epithel zur Seite geschoben. Dies geschieht mit einem stumpfen Mikrokeratom. Sobald die Hornhaut freigelegt wurde, kann mit dem Laser die Fehlsichtigkeit behandelt werden. Eine vorab genau berechnete Menge wird mit dem Laser abgetragen. Sobald dies geschehen ist, wird das Epithel wieder zurückgeschoben. Bei einer LASEK-Behandlung fehlt das Epithel, da es durch die Alkohollösung aufgelöst wurde.

Vorteile:

  • geeignet bei dünner Hornhaut
  • Keine Flap-Komplikationen
  • Geringe Schmerzen nach dem Eingriff
  • Gute Ergebnisse

Nachteile:

  • Heilungsphase bis zu 6 Wochen
  • Trübung der Linse möglich
  • Gefahr einer Über/Unterkorrektur
  • Blendempfindlichkeit

Über das EPI-LASIK Verfahren finden Sie auf dieser Seite noch mehr Informationen.

 

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Beim Zeittung lesen auf die Brille verzichten - mit einer Augenlaser-OP ist das möglich. (Quelle: Patricia Klamt)

iLASIK – der Mix aus klassischer LASIK-Methode und Femto-LASIK

Da sich die Bezeichnung iLASIK nur durch einen Buchstaben von der LASIK-Methode unterscheidet, kann man davon ausgehen, dass es sich um ein ähnliches Verfahren handelt. Das „i“ steht dabei für individuell. Die beiden Verfahren unterscheiden sich nur in einem kleinen Detail. Bei der LASIK-Version wird wie bereits gesagt, ein Mikrokeratom zum Ablösen der Hornhautschicht genutzt. Die iLASIK nutzt dafür eine computergesteuerte Laser-Variante. Der Flap wird dementsprechend nicht mehr mit einer Klinge erstellt, sondern mit einem Eximer-Laser. iLASIK kombiniert so die klassische LASIK-Methode und die Femto-LASIK-Methode (verlinken). Auch bei diesem Verfahren ist die Dioptrien-Stärke zu beachten. Diese liegt bei:

  • Kurzsichtigkeit bis -10 Dioptrien
  • Weitsichtigkeit bis + 4 Dioptrien
  • Hornhautverkrümmung bis + 6 Dioptrien

Bei der Voruntersuchung kommt bereits die „Individualität“ der Methode zum Einsatz. Im ersten Schritt wird die Hornhaut mittels eines Diagnosegerätes untersucht. Dabei wird eine Art 3D-Karte von ihr erstellt. Die Daten werden anschließend an den Computer weitergegeben. Im nächsten Schritt präpariert ein Laser sehr schonend den Hornhaut-Flap. Dieser wird anschließend zur Seite geklappt und nach der Operation wieder in die Ausgangsposition gebracht. Das eigentliche Abtragen der Hornhaut, was am Ende die Fehlsichtigkeit korrigiert, kann mit Hilfe der vorab errechnet Daten präziser, schonender und schneller ablaufen.

Vorteile:

  • Besseres Schnittbild (Flap)
  • Kürzere Wundheilung als bei der LASIK-Methode
  • Schwächere Nebenwirkungen
  • Schneller Ergebnisse

Nachteile:

Weiter Informationen zur iLASIK-Methode finden Sie hier.

ReLEx smile – das neue innovative Verfahren

Das Verfahren ist vor allem für seinen fehlenden Flap bekannt. Es ist schmerzfrei und sehr schonend für die Augen. Auch komplizierte Fehlsichtigkeiten können mit dieser Methode behandelt werden.

  • Kurzsichtigkeit bis zu  -10 Dioptrien
  • Weitsichtigkeit kann noch nicht behandelt werden
  • Hornhautverkrümmungen bis zu + 5 Dioptrien

Der Begriff „smile“ bedeutet ausgeschrieben „Small Incision Lenticule Extraction“, was übersetzt auch als „Kurzschnitt-Lentikelextraktion“ bekannt ist.

Bei der ReLEx smile-Behandlung wird ein kleiner Schnitt (ca. zwei bis drei Millimeter) und ein refraktives Lentikel in die obere Hornhautschicht gesetzt. Dieser Schritt erfolgt durch einen Laser und ist sehr präzise. Im zweiten Schritt wird das Lentikel durch den Schnitt entnommen. So ändert sich die Dicke der Hornhaut und die Fehlsichtigkeit kann behoben werden. Kurz nach der Operation können Sie bereits ohne Sehhilfe scharf sehen.

Vorteile:

  • Weniger Risiken
  • Bei dünner Hornhaut geeignet
  • Für trockene Augen geeignet
  • Keine Flap-Komplikationen
  • Keine Drucksteigerung

Nachteile:

  • Verschlechterung des Sehvermögens möglich
  • Gefahr der Über/Unterkorrektur (allgemein bei allen Verfahren möglich)
  • Erhöhte Blendempfindlichkeit

Möchten Sie mehr über die ReLEx smile Behandlung erfahren? Dann finden Sie hier alle wichtigen Informationen.

Kostenvergleich der OP-Methoden

Nachdem nun alle Methoden vorgestellt wurden, haben Sie vielleicht schon Ihren Favoriten gefunden. Jedoch hängt die Entscheidung immer auch von den anfallenden Kosten ab. Da es sich bei Laser-Behandlungen laut den gesetzlichen Krankenkassen um Schönheits-OPs handelt, werden in der Regel keine Kosten übernommen. Auch die privaten Krankenkassen übernehmen nur in manchen Fälle die Kosten - und auch nur dann - wenn es bereits im Versicherungsvertrag fixiert ist. Eins steht fest, Augenlaser-Behandlungen sind nicht billig.

Jedoch unterscheiden sich die Kosten je nach Methode sehr stark. Ein kleiner Kostenvergleich soll Ihnen helfen, eine passende und finanziell realisierbare Methode zu finden.

 

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Kostenüberlick der verschiedenen Laser-Verfahren (Quelle: Eigene Darstellung)

Wichtig ist zu beachten, dass die Kosten nur pauschal angegeben sind. Sie können sich je nach Augenklinik unterscheiden. Viele Patienten entschließen sich, aufgrund der hohen Kosten die Operation im Ausland durchzuführen. Dort wird mit billigen Preisen und „all inclusive“ geworben. Zu empfehlen sind diese Auslandskliniken allerdings nicht unbedingt. Häufig lassen die Hygienezustände zu wünschen übrig, und sollten einmal Komplikationen auftreten, ist der behandelte Arzt weit entfernt. Sie sollten lieber mehr Geld in die Hand nehmen und den Eingriff professionell durchführen lassen.

Fazit

Aber welche Methode ist jetzt eigentlich die Beste? Tatsache ist, dass eine Behandlung nicht deshalb besser ist, weil der Schnitt mit einem Laser passiert. Wie gut Sie am Ende sehen, ist vor allem von der Präzision des optischen Abtrags abhängig. Und hier bleibt einem nichts anderes übrig, als sich auf die Kenntnisse des Arztes zu verlassen. Außerdem hängt die Wahl des Verfahrens auch von der Fehlsichtigkeit, Dioptrien und Hornhautdicke jedes einzelnen Menschen ab.

Zu beachten ist ebenfalls, dass eine Augenlaser-Behandlung nie spontan durchgeführt werden sollte. Eine ausführliche Vorbereitung ist notwendig, um am Ende die besten Ergebnisse zu bekommen. Dafür muss nicht nur die passenden Methode, sondern auch die Kosten und Risiken verglichen werden. Wichtig ist auch im Hinterkopf zu behalten, dass es sich um eine Operation handelt. Es kann demnach immer zu Komplikationen kommen. Auch Risiken und Nebenwirkungen nach der Operation können nie vollständig ausgeschlossen werden.

Weitere Informationen zur Refraktiven Chirurgie können Sie auf der Seite des Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. nachlesen. In dem kostenlosen Download "Patienteninformation Refraktive Chirurgie" sind viele Informationen zusammengefasst dargestellt. 


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Leonie Zahn studiert seit 2015 an der Universität in Jena Kommunikationswissenschaften und Psychologie. Von Januar 2018 bis März 2018 verstärkt Leonie unsere Redaktion im Rahmen ihres studentischen Praktikums. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten mit Sport ...


Kommentare

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Ich habe schlechte Augen und möchte sie gelasert haben, damit ich nie wieder Kontaktlinsen kaufen muss. Deswegen freue ich mich, dass Sie ganz klar geschrieben haben welche Laser-Verfahren es gibt. Ich denke Femto-LASIK wäre richtig für mich, weil es hier weniger Risiken gibt und die Behandlung schmerzfrei ist.

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