Was hilft gegen Zecken beim Hund | Zeckenschutz

Was hilft gegen Zecken beim Hund?

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(Quelle: animaflora - Fotolia)

Herrchen und Frauchen fragen sich, was hilft gegen Zecken beim Hund? Dieser Ratgeber-Beitrag klärt über Gesundheitsrisiken auf, zeigt effektive Tipps für Zeckenschutz & verrät, ob Kokosöl wirklich gegen die lästigen Insekten hilft.

Gerade im Frühjahr und Sommer lädt die Natur Mensch und Tier zum Genießen der frischen Luft und blühender Wiesen und Wälder ein. Viele Hundebesitzer nutzen Spaziergänge im Grünen als Erholungsphasen in ihrem Alltag. Neben dem positiven gesundheitlichen Effekt vertiefen diese Ausflüge auch die Beziehung zwischen Mensch und Tier.

Aber leider wächst mit den Temperaturen auch die Gefahr von Zecken. Die kleinen Blutsauger können unangenehme Erinnerungen an Wald- und Wiesenspaziergänge hinterlassen. Zeckenbisse sind nicht nur ärgerlich, sondern können auch ernsthafte Krankheiten nach sich ziehen. Wie Sie sich und Ihre Haustier schützen, und die lästigen Blutsauger schnell wieder loswerden, lesen Sie nachfolgend.

Zecken - Saison und Verbreitung

Die Zeckensaison beginnt im Frühjahr (März/April) und endet im Herbst (Oktober/November). Schwankungen gibt es je nach Gegend und Wetterlage. In milden Wintern können Zecken sogar überwintern und aktiv bleiben. Zecken sind weitverbreitet. In Deutschland leben etwa 20 verschiedene Arten. Sie bevorzugen Lebensräume in der Nähe ihrer Wirte. Dabei befällt der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) am häufigsten Menschen. Durch einen Biss können die Zecken aufgrund ihrer Lebensweise Krankheitserreger zwischen den Wirten übertragen, ohne selbst zu erkranken. Für Menschen besteht insbesondere die Gefahr von Erkrankungen wie Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) – einer Hirnhautentzündung

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Für Mensch und Tier können Zecken gefährlich werden. (Quelle: Robert Kneschke - Fotolia)

Wie schützen Herrchen und Hund sich vor Zecken?

 Es gilt also, sich in der Natur vor Zecken zu schützen. Hier stehen Hundebesitzern verschiedene Maßnahmen zur Verfügung.

1. Suchen Sie Ihren Vierbeiner nach jedem Ausflug nach Zecken ab:

Nach einem Ausflug suchen Sie sich Zuhaus möglichst gleich nach Zecken ab und entfernen die Insekten. Die meisten krankmachenden Erreger werden erst zwölf bis 24 Stunden nach dem Biss übertragen. Vergessen Sie nicht den eigenen Schutz. Tragen Sie vor allem im Wald und auf der Wiese geschlossene Kleidung. Zudem weisen die Gesundheitsbehörden alljährlich auf die Wichtigkeit von FSME-Impfungen hin, vor allem wenn man in einem Risikogebiet wohnt oder in ein solches reist.

2. Natürliche Mittel gegen Zecken

Natürliche Mittel gegen einen Zeckenbefall gibt es viele. Empfehlungen reichen von Knoblauch über Bernsteinketten bis hin zu verschiedenen ätherischen Ölen. Die Wirksamkeit ist nur bei wenigen Mitteln durch Studien nachgewiesen wie zum Beispiel Kokosöl. Es gilt seit Jahrzehnten als natürliches Mittel gegen Zecken, und das sowohl bei Menschen als auch bei Haustieren.

Es konnte bewiesen werden, dass Kokosöl mit seinen Inhaltsstoffen und seinem Geruch Zecken wirkungsvoll daran hindert, sich in der Haut des Wirtes zu verbeißen. () Dies liegt an der sogenannten Laurinsäure. Kokosöl enthält bis zu 60 Prozent dieser Säure. Dagegen finden sich in Butter nur zwei bis fünf Prozent. Zecken reagierten in Studien sehr stark auf Laurinsäure. Sie mieden in solchen Tests alle Hautpartien, die mit Laurinsäure-Lösung behandelt wurden. Zudem hat Kokosöl keinerlei Nebenwirkungen. Es kann also bei Tieren und Menschen - auch Kindern und Babys - bedenkenlos angewendet werden. Kokosöl hat sich somit als eines der besten natürlichen Mittel gegen Zeckenbisse erwiesen. Um es zu nutzen, reiben Sie einfach gefährdete Bereiche des Körpers regelmäßig mit Kokosöl ein. Ganz nebenbei hat Kokosöl durch seine Wirkstoffe einen sehr positiven Effekt auf Ihre Haut.

3. Kontakt-Antiparasitika

Ein weiteres Mittel insbesondere für Tiere sind sogenannte Kontakt-Antiparasitika. Diese chemischen Substanzen wirken abtötend auf die Blutsauger. Das Risiko der Erregerübertragung wird so deutlich vermindert. Während diese Mittel für den Menschen in Sprays und Lotionen angeboten werden, bieten sich für Hunde und Katzen Spot-on-Präparate und spezielle Halsbänder an. Die Spot-on-Präparate werden mittels Pipette auf die Haut im Nackenbereich des Tieres getropft. Dadurch ist Ihr Liebling über mehrere Wochen geschützt. Wann eine Auffrischung notwendig ist, finden Sie in den Anwendungshinweisen des jeweiligen Produkts.

Auch Halsbänder mit unterschiedlichen Wirkstoffen wirken kontinuierlich über längere Zeit.  Sie können zusätzlich zum normalen Halsband getragen werden. Für eine längere Wirksamkeitsdauer empfiehlt es sich, das Halsband vor dem Baden abzunehmen

Antiparasitika werden auch als Tabletten angeboten. So verspricht die Kautablette Bravecto eine abtötende Wirkung gegen Zecken für drei Monate. Das Antiparasitikum wird dem Hund unzerkleinert verfüttert oder kann auch unter das Futter gemischt werden. Laut Angaben eines Tierarztes kostet die Tablette für einen Hund mit 30 kg etwa 30 €. Allerdings wurden in klinischen Studien auch Nebenwirkungen beobachtet. 1,6% der Hunde reagierten mit "…Durchfall, Erbrechen, Appetitlosigkeit und vermehrtem Speichelfluss", so der Hersteller.

Da die Wirkstoffe der Antiparasitika oft giftig sind, ist eine Rücksprache mit Ihrem Tierarzt vor Benutzung dieser Hilfsmittel dringend erforderlich. Nicht jedes Tier verträgt jedes Mittel gleichermaßen!

4. Borreliose-Impfung für Hunde

Im Gegensatz zum Menschen können Hunde gegen Borreliose geimpft werden. In Deutschland sind verschiedene Impfstoffe gegen Borreliose erhältlich. Allerdings ist es wichtig, dass der betreffende Hund noch nie von einer infizierten Zecke gebissen wurde. Die Impfung kann bereits ab einem Alter von zwölf Wochen erfolgen.

Zeckenimpfung
Zeiträume für Zeckenschutzimpfungen für Hunde. (Quelle: eigene Darstellung)

Der Impfschutz bleibt dauerhaft erhalten, wenn die Impfungen jährlich wiederholt werden. Finden diese vor der nächsten Zeckensaison statt, ist Ihr Hund gut geschützt.

 

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Schutzimpfungen gegen Zecken beugen Krankheiten vor. (Quelle: highwaystarz - Fotolia)

Fazit

Natürlich bestehen bei langen Spaziergängen für Hund und Tier auch Gefahren. Aber wer einige Regeln beachtet, kann das schöne Wetter und die Natur in vollen Zügen genießen. Viel Spaß dabei!


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Profilbild von Cindy Hofmann

Cindy Hofmann, Jahrgang 1977 ist Diplom-Pflegewirtin (FH) und war als Autorin und freie Bearbeiterin für die Fachverlage Kohlhammer und Hans Huber tätig. Derzeit absolviert sie eine Umschulung zur Bürokauffrau/Marketing.


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