Seniorenfahrrad | leicht | Tiefeinsteiger

Das beste Seniorenfahrrad: Experten-Tipps für leichte Räder & Tiefeinsteiger

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(Quelle: © www.fahrradmagazin.net)

Vor allem bei Best Agern und Senioren ist das Fahrradfahren beliebt, denn es hält fit und vital. Welche unterschiedlichen Modelle es neben E-Bike, Hollandrad und City-Bike auf dem Markt gibt und welches für Sie das richtige ist, erfahren Sie hier.

| Sandra Fuchs

Fahrradfahren im Alter ist definitiv möglich und absolut zu empfehlen. Ältere Frauen und Männer müssen und sollten nicht darauf verzichten, sich diesem wunderbaren Hobby anzuschließen.

Erst recht, wenn der Körper nicht mehr ganz so fit ist, bietet das Radfahren die Möglichkeit, die eigene Fitness und Kondition länger zu erhalten und sogar zu verbessern. Neben der Kondition wird die Ausdauer gefördert. Die Bewegung an der frischen Luft verbessert den allgemeinen gesundheitlichen Zustand, die Beweglichkeit und stärkt das Herz-Kreislauf-System.

Warum Senioren das Fahrrad stehen lassen

Im Seniorenalter lassen ehemals begeisterte Radfahrer immer häufiger das Fahrrad stehen. Es sind viele Bedenken, die vom Fahrradfahren im Alter abhalten. Meist sind diese Bedenken keine Gründe, um nicht doch auf dem Rad durch die Natur zu fahren und phantastische Fahrradausflüge zu genießen.

Ältere Menschen haben Sorge, dass sie nicht mehr genug Kraft für eine ausgedehnte Radtour aufbringen könnten. Sie sind sich nicht sicher, ob sie beim Aufsteigen und Absteigen die Balance halten können und fürchten sich davor, zu strzen.

Vor allem das Anfahren wird von vielen als kritischer Punkt gesehen, weil das Fahrrad noch nicht in Bewegung ist. Es muss viel Kraft beim Anfahren aufgebracht werden, während das noch langsam anrollende Zweirad durch den Körper im Gleichgewicht gehalten werden muss.

Diese Sorgen sind nicht unberechtigt, da mit zunehmendem Alter tatsächlich das Gleichgewichtsgefühl und die Kraft nachlassen. Trotzdem muss auf das Fahrradfahren im Alter nicht verzichtet werden, denn es gibt heute wunderbare Möglichkeiten.

Tiefeinsteiger für Senioren

Die einfachste Möglichkeit, sich auf dem Fahrrad sicherer zu fühlen, ist die Wahl des richtigen Zweirads. Hollandrad oder City-Bike erlauben eine sehr komfortable Sitzhaltung, die gerade von älteren Menschen bevorzugt wird.

Bei solchen Fährrädern sollte auf eine sinnvolle Reifengröße (z. B. 28 Zoll Reifen) und eine komfortable Rahmenhöhe geachtet werden (ab 48 cm). Optimal ist ein Lenker, dessen Lenkerenden zum Körper gebogen sind. Durch dieses Verhältnis von Reifengröße, Rahmengeometrie und Lenkerform ist eine nahezu aufrechte Sitzposition möglich und das Pedalieren gelingt mit weniger Kraftanstrengung. Arme und Rücken werden nicht so stark belastet.

Hollandräder und City-Fahrräder haben oft einen tiefen Einstieg, wodurch Aufsteigen und Absteigen wesentlich leichter fällt. Der Fahrradrahmen weist eine hohe Beinfreiheit auf. Ältere Herren können auf ein Damenfahrrad umsteigen, welches das Auf- und Absitzen erleichtert.

E-Bikes für Senioren

Das E-Bike ist eine sehr gute Lösung für Radfahrer, deren Kraft und Ausdauer nachlassen. Nahezu jedes herkömmliche Zweirad kann kostengünstig zu einem motorisierten Fahrrad umgebaut werden. Mit handwerklichem Geschick lässt sich der Umbausatz selbst montieren. Alternativ kann eine Fahrradwerkstatt mit dem Umbau beauftragt werden.

Insofern die Motorleistung 250 Watt nicht übersteigt und der Motor auf 25 km/h gedrosselt ist, gilt das motorisierte Zweirad gemäß der Straßenverkehrsordnung als Fahrrad. Es werden somit weder Haftpflichtversicherung, Kennzeichnen noch Führerschein zum Fahren benötigt.

Ein solches E-Bike wird als Pedelec bezeichnet und leistet beim Anfahren oder während dem Fahrradfahren Motorenunterstützung. In der Anfahrsituation bekommt der Radfahrer oder die Radfahrerin Anfahrtshilfe vom Motor und muss nicht mehr so kräftig in die Pedale treten, kommt aber schnell in Fahrt. Die Problematik, die Balance nicht ausreichend halten zu können, entfällt und so wird das Fahrradfahren im Alter sicher.

Die Motorenunterstützung kann während dem Fahren hinzugeschaltet werden, wenn es beispielsweise bergauf geht oder die Kraft beim Pedalieren nachlässt. So stellt der Rückweg auch bei nachlassenden Kräften kein Problem dar.

Eine weitere Möglichkeit ist das Seniorenrad mit drei Rädern. Dieses ist insbesondere dann zu empfehlen, wenn es schwer fällt, die Balance auf dem Fahrrad zu halten. In der Bauweise gleicht ein Fahrrad für Senioren dem Dreirad für Kinder und vermeidet zuverlässig, dass Radfahrerinnen oder Radfahrer umkippen.

Auch das Seniorenfahrrad kann als E-Bike erworben oder mit einem Umbausatz durch einen Motor ergänzt werden.

Test: Das sind die besten Pedelecs

Im Internet fand unsere Redaktion viele Testbeiträge zu Fahrrädern. Nicht alle waren wirklich unabhängig. Daher verweisen wir an dieser Stelle nur auf den Testbeitrag der Stiftung Warentest. Dort erscheinen in unregelmäßigen Abständen Testberichte zu Fahrrädern. Der aktuelleste Test zu E-Bikes ist aus dem Juli 2020. Der komplette Testbeitrag "Vier von zwölf Tiefeinsteiger-Pedelecs sind gut" kann auf der Internetseite der Stiftung Warentest gelesen werden.

In unserer Tabelle zeigen wir Ihnen die drei Testsieger:

Marke & ModellGesamtnotePreisEmpfehlung
KTM Macina Tour 5101,72.900 EURAngebot bei Lucky Bike
Stevens E-Courier PT52,33.000 EUR
Pegasus Premio Evo 10 Lite2,43.100 EURAngebot bei Radwelt

* Preisangabe laut Stiftung Warentest

Sicherheits- und Tourentipps für Senioren

Generell sollten Radtouren unabhängig vom Alter nur dann geplant werden, wenn man sich gesund fühlt. Wurde schon länger kein Fahrrad mehr gefahren, können die ersten Fahrradtouren auf sicheren Radwegen gemacht werden, um sich an das Fahrrad zu gewöhnen.

Solche Touren lassen sich inzwischen online recht gut planen. In speziellen Apps können Wege geplant und Streckencharakter gewählt werden. So können Nutzer festlegen, ob die Tour lange und schwer oder kurz und leicht sein soll. Diese Apps haben unsere Redaktion überzeugt.

AppAnmerkung
Komoot

Einige Angebote sind kostenfrei. Wer die App in vollem Umfang nutzen möchte, muss jedoch zahlen. Praktisch ist die Offline-Funktion. Damit können die Karten und Routen auch ohne Internetverbindung aufgerufen werden.

MapyDer tschechische Anbieter hat sehr detailierte Karten, in denen auch kleinste Wege verzeichnet sind. Auch hier haben Nutzer eine Offline-Funktion. Die Grundfunktionen sind kostenfrei, wer mehr will, muss zahlen.
FalkAuch hier sind die Grundfunktionen kostenfrei. Gut fand unsere Redaktion, dass die Touren auch mit Ausflugszielen geplant werden können. So lassen sich ganz einfach Zwischenstopps in Gastronomien oder Hotels festlegen.


Da Radwege an Sonn- und Feiertagen sehr belebt sind, bietet es sich an, an verkehrsärmeren Tagen mit dem Rad erste Ausflüge zu machen. Bei großer Unsicherheit kann eine Begleitung zum Radfahren mitgenommen werden.

Wenngleich es derzeit in Deutschland noch keine Helmpflicht gibt, sollte jeder darüber nachdenken, ob beim Radfahren ein Helm getragen wird.


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Sandra Fuchs schreibt als freie Redakteurin für basenio.de


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