LED-Pflanzenlicht | Grow | Test

LED-Pflanzenlichter – Die Top-10-Modelle 2018 im Test

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(Quelle: nikkytok - Fotolia)

Wir haben ausgewählte LED-Pflanzenlampen miteinander verglichen und zeigen Ihnen, für welche Anbaufläche sich welche Lampe eignet. Erfahren Sie hier mehr über die innovative Technologie, mit der Sie Pflanzen zuhause aufziehen können.

Bei der richtigen Pflanzenbeleuchtung kommt es auf genau zwei Faktoren an: qualitativ hochwertige Lampen und ideal abgestimmtes Licht für die Pflanzen. Wir haben die Top-10-Modelle getestet und die Experten vom Qrow-Shop nach Ihren Erfahrungen gefragt. Qrow-Shop ist einer der größten Onlinehändler Deutschlands, der LED-Pflanzenlichter verkauft.

Die ausreichende Leistung für Ihre Pflanzen

Manche Pflanzen benötigen weniger Licht als andere. Haben Sie also zunächst ein Blick darauf, ob Sie eine Sonnen- oder Schattenpflanze aufzüchten. Beide Typen haben verschiedene Bedürfnisse, auf die das Licht abgestimmt werden sollte. So gesehen müssen Sie die LED-Grow-Lampe auswählen, die die Bedürfnisse der Pflanze erfüllt. Im wahrsten Sinne ein Highlight ist die hohe Leuchtkraft der LED-Pflanzenlampen, die große Flächen mit eine gleichbleibenden Leistung ausleuchten kann. Deshalb sollten Sie bedenken, wie groß Ihre Anbaufläche ist. Lassen Sie sich nicht von den hohen Watt-Zahlen der Lampen abschrecken. Für ihre Leistung verbrauchen sie weitaus weniger Strom als herkömmliche Leuchten. Deshalb lohnt sich die Investition in eine LED-Pflanzenlampe auch so sehr: durch die hohe Energieeffizienz der LED-Technik belaufen sich die Stromkosten nur auf einen minimalen Betrag.

Das passende Licht

Licht ist nicht gleich Licht. Pflanzen benötigen nur bestimmte Bereiche des sichtbaren Lichts. Dabei handelt es sich vor allem um die kurzen und langen Wellenlängenbereiche des Lichtspektrums. Blaues Licht, das in den kurzwelligen Bereichen zu verorten ist, treibt die Photosynthese voran. Damit wird das Wachstum unterstützt und die Pflanze kann Triebe und Blätter ausbilden. Rotes Licht hingegen, das die langwelligen Bereiche des sichtbaren Spektrums abdeckt, fördert die Blütephase. Durch den Einfall des roten Lichts werden Hormone angeregt, die letztlich die Blütenproduktion einleiten. 

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Prismen können Licht wellenlängenabhängig brechen. (Quelle: ktsdesign - Fotolia)

Bei den LED-Pflanzenlampen gibt es unterschiedliche Modelle, die ihre je eigenen Eigenschaften haben. Monospektrale LED-Grow-Lights unterstützen nur eine Phase. Sie strahlen entweder rotes oder blaues Licht ab. Bei diesen Modellen unterschiedet man zwischen dem Spektrum „Grow“ (blaues Licht für das Wachstum) und „Bloom“ (rotes Licht für die Blütenproduktion). Manche Ausführungen bedienen jedoch auch beide Bereiche.

Diese sind mit dem Spektrum „Dual“ (rotes und blaues Licht für Blüte und Wachstum) gekennzeichnet. Während diese LED-Pflanzenlampen ein violett-lastiges Licht erzeugen, gibt es auch weitere Modelle, bei denen weißes Licht abgestrahlt wird. Dabei handelt es sich um das „kontinuierliche Spektrum“. Bei ihnen werden große Teile der roten und blauen Wellenlängenbereiche abgedeckt. Zusätzlich werden jedoch auch grünes und gelbes Licht abgegeben, so dass der Eindruck weißen Lichts entsteht. Schauen Sie auch auf den PAR-Wert der Lampe. Bei PAR handelt es sich um die abgestrahlte photosynthetisch aktive Strahlung. Der Wert gibt also an, wie viel der Strahlung für die Photosynthese verwendet werden kann. 

Die richtige Kühlung

Damit Pflanzen optimal wachsen können, benötigen sie nicht nur das passende Licht. Wie in der Natur brauchen auch Pflanzen in der Heimaufzucht die richtige Temperatur. Ist es zu warm, läuft die Photosynthese nicht korrekt. In der Konsequenz wachsen die Pflanzen nur gehemmt. Ist es zu kühl, setzen die Prozesse nicht ein. Das Optimum für die Photosynthese liegt bei etwa 35°C. Ist es zu warm, wirkt sich das ebenfalls negativ auf die Pflanzen aus. Bei 38°C sinkt die Photosynthese-Leistung von Pflanzen aus unseren Klimaten. Aus diesem Grund sollten Sie beim Kauf einer LED-Pflanzenlampe darauf achten, dass die Wärmeentwicklung des Leuchtmittels nicht zu hoch ist. Hier kommt Ihnen ein besonderer Vorteil der LED-Technik zu pass: da sie keinen Glühdraht besitzen, sondern über Halbleitermaterialien Licht erzeugen, ist die Wärmeentwicklung bei den meisten LEDs sehr gering. Leuchtmittel leistungsstarker LED-Pflanzenlampen können eine relativ hohe Wärme entwickeln. Dabei wird jedoch nur ein Bruchteil davon auch an die Pflanzen abgegeben und letztlich keine hemmenden Auswirkungen. 

LED-Pflanzenlampen warten zusätzlich mit verschiedenen Kühlsystemen auf. Zum einen gibt es die passive Kühlung. Diese funktioniert mit Hilfe von zusätzlich angebrachten Metalllamellen, über die die überschüssige Wärme an die Umgebung abgegeben wird. Durch diese Konstruktion sind solche LED-Grow-Lampen weniger kompakt, funktionieren aber ohne störende Betriebsgeräusche. Zum anderen gibt es aktive Kühlungssysteme. Diese führen über den Einsatz von Ventilatoren die überschüssige Wärme ab. Dabei entstehen Betriebsgeräusche, die inzwischen jedoch über innovative Silencing-Technologien auf ein Minimum reduziert werden können.

Info: Die Leistung der LED-Lampen wird hier mit Watt angegeben, der Verbrauch mit Watt/Stunde. Die gängige Verbrauchseinheit in Deutschland ist Kilowatt/Stunde (kWh). 2016 lag der durchschnittliche Strompreis bei 28,69 Cent für die Kilowattstunde. Der Umrechnungsfaktor von Watt in Kilowatt ist 1000. Dividieren Sie also die 28,69 Cent durch 1000 und sie haben die Verbrauchskosten der LED-Pflanzenlampe in der Stunde für einen Watt. Für dieses Beispiel wären es 0,02869 Cent/Wattstunde.

Im folgenden Video wird die LED-Technik kritisch hinterfragt. Im Ergebnis erkennt man das Potential der Leuchtdioden, Pflanzen gesünder wachsen zu lassen. Ein großangelegter Einsatz in der Landwirtschaft ist heutzutage allerdings noch unrentabel.

Die Top-10-Modelle 2018 im Test!

10. SANlight FLEX10

Dieses Fabrikat ist ideal für die Anzucht. Das SANlight FLEX10 LED-Pflanzenlicht lässt sich bei Multilayer Systemen (mehrschichtigen Systemen) verwenden und kann auch als Interlight genutzt werden. Beim Interlighting hängt die Lampe in der Pflanze, somit kommt das Licht noch gezielter dort an, wo es beim Aufwachsen gebraucht wird. Die SANligth FLEX10 deckt eine weite Bandbreite des Lichtspektrums ab, damit ist sie optimal für die Anzucht. Stecklinge wurzeln schnell an und in der ersten Phase des Pflanzenlebens fördert sie das Wachstum, erklären unsere Experten vom Qrow-Shop. Diese Pflanzenlampe ist sehr kompakt - 454x31x25mm - und hat eine äußerst großzügig ausgelegte passive Kühlung, mit der sie auch während des Betriebs kühl bleibt. Dadurch kann sie auch in die Pflanze gehangen werden, ohne das diese durch Hitzeentwicklung zerstört wird.


 

9. Laser 60cm – 33W Wachstum

Bei Aufzucht, Anzucht & Klonen ist die Laser 60cm - 33W Wachstum hoch im "Ranking" unserer Experten. Mit 1,3 bewerten sie diese nur 1,5 kg schwere Lampe. Aufgrund ihrer kompakten Bauweise (600x50x28,8mm) eignet sich sehr gut fürs Vertical Farming, also bei einer Aufzucht in übereinander gebauten Ebenen. Die Experten befanden im Test auch das passive Kühlsystem für sehr gut, das eine lange Leistungsfähigkeit der LED-Lampe zulässt (50.000 Stunden laut Herstellerangabe). Die Kühlung emittiert zudem keinerlei Geräusche. 


 

8. NOVA S6 LED-Pflanzenlampe

Leistungsstarke 180 Watt bringt die NOVA S6 LED-Pflanzenlampe und kann damit Flächen bis zu 3 m² ausleuchten. Diese LED-Grow-Lampe unterstützt die Blüte- und die Wachstumsphase ideal mit Hilfe der abgedeckten roten und blauen Spektralbereiche. Das Besondere an der NOVA S6 LED-Pflanzenlampe ist, dass die einzelnen Lichtspektren individuell zuschaltbar sind. Auf diese Weise können Sie entscheiden, welche Phase Ihrer Pflanzen Sie unterstützen wollen oder aber eine Rundum-Lichtversorgung starten. Die Wärmeentwicklung der LED-Pflanzenlampe ist niedrig, so dass auch die Wärme, die an die Pflanze gelangt, auf einem sehr geringen Niveau bleibt. Dies garantiert die aktive Kühlung.


 

7. Laser Dual 90cm (44W) Cree LED-Pflanzenlicht

Das Laser 90cm (44 Watt) CREE LED-Pflanzenlicht unterstützt das Pflanzenwachstum und steigert die Ertäge, wissen die Experten vom Qrow-Shop. Auch sie kann beim Vertical Farming sehr gute Ergebnisse erzielen. Ihr Aluminiumgehäuse deckt die 900x50x28,8mm kleine Lampe vollständig ab. "Die Laser Dual 90cm lässt sich sowohl senkrecht als auch waagerecht verbauen", erklären die Experten. Durch das gute Kühlsystem kann sie pausenlos im Betrieb sein - laut Herstelle bis zu 50.000 Stunden. Vor allem der rote und blaue Anteil des Lichtspektrums wird von ihr ausgestrahlt. Die Experten meinen, die Laser Dual ist eine "kostengünstige, aber leitungsstarke Möglichkeit zur Versorgung von Pflanzen auch auf kleineren Anbauflächen."


 

6. Monster M1 55W LED-Grow-Lampe (Blüte)

Das Licht der Monster M1 55W ist optimiert auf das Blüte-Spektrum. "Die Modelle des Herstellers zeichnen sich fast alle durch einen überdurchschnittlichen Effizienzgrad aus", erklären die Experten die Stärke dieser Lampen. Das Nettogewicht der Monster M1 beträgt gerade einmal 1 kg. Die Betriebsdauer ist laut Hersteller auf 50.000 Stunden angelegt. Die verbauten LED sind High Power LED Chips von Epistar. Ein hoher Rotanteil und verschiedene Weißtöne sind im Lichtspektrum der Monster M1 enthalten, die damit besonders gut für die Blütephase geeignet ist. Beim Test überzeugte die Lampe mit ihrem leisen Kühlsystem. Die M1 ist geeignet für Top-Lighting.


 

5. SANlight S2W

Etwas kleiner als ihr "großer Bruder" S4W ist die SANlight S2W, dennoch kommt sie bei unserem Test seht gut an. Unsere Experten geben ihr in der Gesamtnote eine 1,3. Hohe Effizienz - bis zu 40% energiesparender als vergleichbare Modelle - und die verbaute TIR-Optik, mit der "eine homogene und hoch effiziente Ausleuchtung der Zielfläche" erreicht wird, sind Grundlage für diese sehr gute Bewertung. Mit 1,35 kg ist das Aluminium-Gehäuse der S2W auch eines der leichtesten im Test gewesen. Sie besitzt ein universelles Lichtspektrum und eignet sich daher für vegetative und generative Phasen. 80.000 Stunden Lebensdauer sprechen für die hohe Qualität des Pflanzenlichtes, das von dem österreichischen Hersteller produziert wird.

 


4. NOVA P6 620W

Hier erscheint in Kürze der Testbericht.

3. NOVA P4 – 420W CREE LED-Pflanzenlicht

Die NOVA P4 - 420W CREE ist schon so etwas wie Profizubehör. Dieses leistungsstarke Licht wird bei gehobenen Ansprüchen im Indoor-Grow eingesetzt. Das robuste Gehäuse (376 x 376 x 70mm) wiegt knapp sieben Kilogramm und besteht aus Aluminium. Der Hersteller CREE & Bridgelux hat mit dem "Cool-Touch-System" ein besonders langlebiges Kühlsystem entwickelt, das jederzeit auch mit der Hand berührt werden kann, ohne das man sich verbrennt. Für die Lampe gibt es zudem einen seperaten Überhitzungsschutz. Das Licht hat ein sonnenähnliche Spektrum und kann bei der Aufzucht und bei der Blüte die Pflanze unterstützen. Ein 6-Kanal-Zeitsystem erlaubt automatische An- und Abschaltfunktionen. So können die Pflanzen in festen Zeiträumen beleuchtet werden - gut für das Wachstum.


 2. Monster M4 LED-Grow-Lampe (Dual)

Bei einer Leistung von 200W ist die LED-Beleuchtung der Monster M4 LED-Grow-Lampe (Dual) so effizient wie eine vergleichbare 400W-Lampe. Dafür ist verantwortlich ist das Linsensystem der Lampe, womit das Licht gezielt gestreut wird. "Damit wird die Photosynthese der Pflanzen besonders gut stimuliert", verraten die Experten vom Qrow-Shop. Sie kann eigentlich in allen Wachstumsphasen eingesetzt werden, da sie "über mehrere rote und blaue Spektren, sowie über einige Zwischenspektren, Infrarotlicht und drei verschiedene Weißtöne" verfügt. Gut finden die Experten, dass bei diesen Fabrikaten immer hochwertige LED-Lampen verbaut sind. Das Aluminiumgehäuse der Monster M4 schützt die Lampe vor Spritzwasser.


 1. NOVA P2 – 205W CREE LED-Pflanzenlicht

Das sonnenähnliche Lichtsprektrum der NOVA P2 - 205W CREE ist ideal, um Pflanzen anzuzüchten. Bei nahezu allen Pflanzenarten kann so die Wachstums- und Blütephase unterstützt werden. Innovativ ist sind die verbauten CREE-LED-Chips, die besonders langlebig sind. Die Leuchtkraft wird durch eine spezielle Linsentechnik verfeinert, mit der das Pflanzenlicht hohe PAR Werte erreicht. Die Beleuchtung lässt sich über ein 6-Kanal-Zeitsystem komfortabel steuern. Automatisch kann das Licht in den Intervallen 10/12/14/16/18 & 24 h an- und abgeschaltet werden. Auch bei hydroponischen Systemen kann die NOVA P2 eingesetzt werden. Das LED-Pflanzenlicht läuft mit 40 dB relativ leise.


Pflanzenlicht
Der Pflanzenlichter-Test: Die Noten unserer Experten. (Quelle: basenio.de)

Fazit

Beim Kauf einer LED-Pflanzenlampe sollten Sie darauf achten, dass die Qualitätskriterien des passenden Lichts, der richtigen Kühlung und der ausreichenden Leistung erfüllt sind. Dabei ist selbstverständlich auf die Bedürfnisse Ihrer Gewächse zu achten. Denn ein LED-Grow-Light kann nur ideale Resultate bringen, wenn es auf die jeweiligen Pflanzen angepasst ist. Passt dies, steht Ihrer erfolgreichen Pflanzenzucht mit einem massiven Wachstum und einem maximalen Ertrag bald schon nichts mehr im Weg!


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Profilbild von Ann-Kathrin Frank

Ann-Kathrin Frank (Jg. 1993) ist Studentin der Literatur- und Geschichtswissenschaft an der Universität Erfurt. Erste redaktionelle Erfahrungen sammelte sie bei der Jugendredaktion der Frankfurter Rundschau und für den Basement e. V. aus Erfurt. Ihre Interessen ...


Kommentare

Hey, könnt ihr was über die Holland Pro Led sagen, denn leider findet man im I-Net gar keine Erfahrungsberichte

Vom Licht her eine gute Lampe. Sehr gute LED verbaut, nur leider die Lüfter sind nervend..
Trotz allem der Stromverbrauch ist sehr günstig..zum vergleich der Wattzahl...600 Watt ist sehr gut---
Tatsächlicher verbrauch...130 Watt. Benutze auch die Eco Mars Hydro 600 Watt preis für Anfänger sehr gut...
Nicht schlechter. und viel ruhiger.

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