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Kybun Schuhe im Test: Erfahrungen & Eindrücke aus einem Alltagstest

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(Quelle: kybun)

Wir haben die kybun-Schuhe im Test getragen. Unsere Erfahrungen und Eindrücke von dem Schuh, der beim Gehen mit einem innovativen Konzept Muskulatur trainiert und Gelenke schont. So läuft man im kybun ehemals kyBoot. Damen- & Herrenschuh im Test.

Wie läuft man in den Schuhen von kybun? Seitdem über den Onlineshop auf basenio.de diese innovativen Schuhe gekauft werden können, erreichen unsere Redaktion solche Nachfragen von Lesern. Also baten wir unseren Kooperationspartner, das kybun Gesundheitszentrum in Zwickau, dass er uns je ein  Paar Damen- und Herrenschuhe zum Test schickt. Zwei Damen (24 und 25 Jahre alt) und drei Herren (28, 36 und 39 Jahre alt) hatten wir als Probanden für unseren kybun-Schuh-Test.

Für unseren Produkt-Test bekamen wir:

  • Für Frauen: St. Gallen Green White Women; Größe 39
  • Für Herren: Lausanne Azur Men; Größe 43

 

Das erfahren Sie in unserem Testbericht:

Die ersten Eindrücke vom kybun-Schuh

Beide Schuhe werden vom Hersteller als sportliche Alltagsschuhe beschrieben. So sieht es auch eine unserer Testerinnen. „Die Schuhe sehen modisch aus“, sagt sie, als sie die Schuhe angezogen hat. Sie testete den St. Gallen Green White Women, der nach dem Schweizer Fußballclub „St. Gallen 1879“ benannt ist. Der Testerin gefiel, dass der Schuh eine sportliche Linie hat. „Die hohe Sohle sieht etwas ungewöhnlich aus, aber macht den Gesamteindruck nicht kaputt. Mir gefällt der Schuh“, meinte sie. Auch bei der anderen Testerin hinterließ der Schuh einen sportlichen Eindruck. Die Herren hingegen hatten zunächst kaum ein Auge auf die modischen Stilblüten des kybun-Schuhs. Obwohl diese auf den zweiten Blick wirklich etwas her machen. An der Seite der Schuhe ist das kybun-„K“ dynamisch vom Schuh abgesetzt.

Auch die Materialien und die Verarbeitung des Schuhs deuten auf ein hochwertiges Produkt hin. Unsere Testschuhe sind aus Mesh, einem luftdurchlässigen Textil-Netzgewebe, und aus Mikrofaser. In der hohen Sohle ist ein Polster aus einem Mehrkomponenten-Polyurethan, ein offenporiger Schaumstoff. Und so trügt der erste Eindruck, die Schuhe könnten wegen der hohen Sohle schwer sein. Unser Eindruck, die kybun-Schuhe haben nicht mehr Gewicht als ein vergleichbarer Halbschuh, sind also sehr gut geeignet für den Alltag.

Untypisch sieht auch der stark nach oben abgerundete Vorderteil der Schuhsohle aus. Doch damit soll ein Wirkprinzip des kybun-Schuhs unterstützt werden. Durch diese Form der Sohle rollt der Fuß auf natürliche Weise ab, was gleich mehrere positive Auswirkungen auf Körper und Füße hat. So bescheinigt Dr. Markus Müller, der eine Praxis für Fußchirurgie im schweizerischen Luzern betreibt: „kyBoot [Anm. der Redaktion: kyBoot ist der frühere Bezeichnung der kybun-Schuhe] fördern das Gleichgewicht und aktivieren die Muskulatur: Sie sind hilfreich in der Behandlung von Fersen- und Vorfußschmerzen und werden gerne zur unterstützenden Behandlung bei Achillessehnen- und Rückenschmerzen eingesetzt“.

Überdies bleibt der kybun-Schuh auch unter der Sohle innovativ. Das leicht geriffelte Profil wirkt rutschhemmend. Auch hier also wieder der Bezug auf die Alltagstauglichkeit.

kybun, Schuh
In und an der Sohle des kybun-Schuhs gibt es viele positive Innovationen. (Quelle: Sandra Fuchs)

Der kybun-Schuh im Test

Unsere Tester sind mit kybun-Schuhen auf Stein, Bodenfliesen und auf Laminat gelaufen. Treppauf, treppab und über gerade Flächen haben wir den Schuh auf seine Alltagstauglichkeit getestet. Doch zunächst hieß es erst einmal in die Schuhe schlüpfen. Sobald man in den Schuhen steht, merkt man, wie die Füße ganz leicht in die Sohle einsinken. So passt sich der Schuh dem Fuß an, was im ersten Moment zwei der fünf Tester als befremdlich empfanden. „Eigentlich ist es aber ein echt angenehmes Gefühl“, meinte dann aber einer der beiden nach kurzer Zeit. Dieses leichte Versinken in die Sohle ist bereits ein markanter funktionaler Unterschied zu anderen Schuhkonzepten. Dort steht der Fuß meist auf einem starren Schuhbett.

Hier ein Erfahrungsbericht aus dem Netz: Der Rüthner Gemeindepräsident Philipp Scheuble leidet seit Jahren an Rückenschmerzen. So helfen im die kybun-Schuhe.

Schon beim ersten Schritt zeigen Schuh und Sohle welche Potentiale für die Füße und den gesamten Körper in ihnen stecken. Durch das Polster wird der Gang gedämpft und der Körper federt leicht aufwärts, wenn man den hinteren Fuß beim Gehen abdrückt. Einer der Tester bemerkte: „Ich stehe aufrechter in den Schuhen. Irgendwie ändert sich meine Körperhaltung“. Nicht nur irgendwie heißt es von kybun. „Es erfolgt ein Wechsel zum aufrechten fußorientierten Gang, bei dem der Körper aus Schon- und Beugehaltung herauskommt und in die komplette, natürliche Streckung geht“.

Alle Tester spürten schon bei den ersten Schritten, dass es ein außergewöhnliches Gefühl ist, in diesen Schuhen zu gehen. „Echt angenehm“ meinte eine unserer Testerinnen und tanzte nach einigen Testschritten. Einer der Tester bemerkte, dass man schon etwas instabil in den Schuhen steht. Man hat das leichte Gefühl „abzuknicken“. Das kennt man bei kybun: Der Effekt tritt auf, wenn die Muskeln und Gelenke zu schwach sind. Durch den kybun-Schuh trainiert man beides mit jedem Schritt. Das Training für die Füße wirkt sich letztlich positiv auf die Stabilität der Gelenke aus.

Die Sohle lässt den Fuß jede Feinheit des Bodens ertasten

Kybun weist daraufhin, dass sich der Gang in Schuhen mit „gehbehinderndem“ Absatz auf unnatürliche Weise ändert. „Das Gehen auf flachen Böden in [solchen] Schuhen limitiert die Bewegung der Füße und schwächt ihre Muskulatur“. Der kybun-Schuh hingegen gibt den Füßen ihre natürliche Bewegungsfreiheit wieder. Dieses Gefühl kann im ersten Moment als Instabilität empfunden werden.

In der vorderen nach oben gebogenen Sohle scheint kein Polster zu sein. „Ich habe das Gefühl, dass das Polster am Fußballen aufhört“, schilderte ein Tester seinen Eindruck von der Sohle. „Man rollt richtig ab beim Gehen“, sagte daraufhin eine der beiden Testerinnen. Beim Abrollen arbeitet jedoch die ganze Sohle mit: Von der Ferse bis zur Fußspitze.

Setzt man den Schuh auf den Boden auf, dämpft die Sohle den ganzen Schritt ab. Durch das weiche Material in der Sohle spürt man die Struktur des Bodens. Hier arbeitet der Schuh mit einer Fuß-Sensortechnologie. Kybun verspricht, „die kybun Sohle lässt den Fuß jede Feinheit des Bodens ertasten“. So sollen die Rezeptoren in den Füßen „gesundheitsfördernd“ aufleben, wenn sie mit natürlichen Bodenstrukturen konfrontiert werden.

Doch ist das wirklich so? Wir haben für diesen Test eine Bodenunebenheit mit einer CR-2-Batterie simuliert. Tritt man auf die kleine rollenförmige Batterie, sinkt sie tief in die Sohle des kybun-Schuhs ein. „Man merkt, dass man auf der Batterie steht. Ich fühle sie am Fuß“, teilte der Testgänger mit. Dieses Gefühl ist keineswegs so, als wenn man barfuß auf die Batterie tritt. Im kybun-Schuh ist der Fuß durch die Sohle geschützt vor solch einem schmerzhaften Auftritt. Kieselsteine oder andere Bodenunebenheiten werden von der Sohle förmlich geschluckt. Der Schaumstoff in der Sohle drückt dann den Gegenstand wieder aus, ohne dass dieser einen Abdruck hinterlässt.

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„Man merkt, dass man auf der Batterie steht. Ich fühle sie am Fuß“, teilte der Testgänger mit. (Quelle: basenio)

 

Auf geraden Flächen haben die beiden Schuhe „Lausanne Azur Men“ und „St. Gallen Green White Women“ unsere Tester überzeugt. „Am Anfang ist es schon etwas gewöhnungsbedürftig, weil die ganze Körperhaltung durch den Schuh gestreckt wird. Wenn man geht, merkt man richtig, wie man vom Boden abfedert. Das Gehen fällt einem viel einfacher“, fasste einer unserer Probanden seine Eindrücke zusammen.

Der Alltags-Test im kybun-Schuh: Treppensteigen, Autofahren und vieles mehr

Doch im Alltag läuft man nicht nur über ebene Flächen. Fast jeder muss täglich Treppensteigen und Autofahren. Wie stark beeinflusst die weiche Sohle des kybun-Schuhs solche Aktivitäten? Wir haben also unsere Tester Treppen ab und auf gehen lassen. Treppensteigen empfand eine der Testerinnen mit den kybun-Schuhen einfacher als mit ihren Halbschuhen. „Der Schuh federt ganz leicht, wenn man sich von der Stufe abdrückt“, meinte sie. Ein Tester merkte jedoch an, dass durch die Federung der Fuß beim Treppensteigen etwas wackelt. „Da muss man sich erst einmal dran gewöhnen“, gab er zu verstehen.

Auch wenn man die Treppe herunterläuft, ist das Federn der Sohle gewöhnungsbedürftig. Dem geneigten Leser sei versprochen, dass man in den Schuhen nicht wie ein Känguru springt. Es ist vielmehr ein leichtes Wippen. Wer ungeübt ist, kann sich sicherheitshalber am Treppengeländer festhalten. Den Stand in den Schuhen beim Treppensteigen empfanden alle unsere Tester als sicher.

Insbesondere Autofahrer sollten sich vorsichtig an die kybun-Schuhe herantasten. Beim Druck auf die Pedale muss man die hohe Sohle und das weiche Material der Sohle einkalkulieren. Gerade beim Bremsen ist also am Anfang Vorsicht geboten. Wir haben einen unserer Tester fahren lassen. Sein Eindruck: „Anfangs musste ich schon etwas aufpassen, aber nach zwei, drei Minuten hat man es im Griff“.

Die gesundheitsfördernden Effekte der kybun-Schuhe machen sich erst bemerkbar, wenn man sie über eine längere Zeit trägt. Also haben wir zwei unserer Tester – Dame und Herr - einen Tag lang die kybun-Schuhe testen lassen.

Laut kybun haben die Schuhe die folgenden Vorteile und Wirkungen:

kybun, Schuhe
Diese Vorteile & Wirkungen werden von kybun beschrieben, wenn man in kybun-Schuhen geht. (Quelle: Sandra Fuchs)

 

Unsere beiden Tester waren vor dem Tages-Test bei bester Gesundheit. Beide hatten keine Fuß- oder Gelenksschmerzen. Insofern konnten wir bei unserem Test nicht nachweisen, wie die kybun-Schuhe bei bestehenden medizinischen Problemen wirken.

Unsere Probanden trugen die Schuhe ganztägig bei der Arbeit und zu Hause. Während sie bei der Arbeit vorwiegend saßen, waren sie zu Hause aktiver. Unser männlicher Tester hatte in seiner Wohnung aufgeräumt und dabei die kybun-Schuhe getragen. „Ich habe meine Couch mit einem Nass-Staubsauger gereinigt und ein paar meiner Möbel umgestellt“, gab er zu Protokoll. Die weibliche Testerin beschränkte sich auf normale Haushaltstätigkeiten wie den Abwasch.

Im kybun den ganzen Tag

Unser Tester verriet, dass es für ihn körperlich sehr anstrengend war, die Couch zu reinigen. „Ich kam richtig ins Schwitzen“, meinte er. „Ich musste mich über die Couch beugen, um mit der Saugglocke die Polster abzuziehen. Ich stand dabei bequem in den Schuhen“, beschrieb er die Reinigungsaktion.

„Nachdem ich die Couch sauber hatte, habe ich noch einen Tisch und ein Regal in meiner Wohnung umgestellt. Auch da fand ich es sehr gut, dass ich beim Gehen dieses leichte Gefühl von den Schuhen hatte“, fügte er hinzu.

Allerdings beschrieb er auch einen Effekt, den einer unserer Tester schon beim ersten Eindruck empfand. „Ich hatte das Gefühl, dass ich durch die Sohle leicht nach außen abknicke.“ Bei kybun heißt es dazu: „Der kybun trainiert die Muskulatur und die Koordination. […] Dies bewirkt eine positive Veränderung der Haltung und des Gangmusters. Während der Umstellung können bei einigen Personen am Anfang Reaktionen, z. B. in Form von unangenehmen seitlichen „Abknickgefühl“, Schmerzen oder Entzündungen auftreten.“ Diese geben sich in der Regel schon nach wenigen Tagen. Der Hersteller empfiehlt bei solchen Reaktionen, dass man die Schuhe in kürzeren Abständen mehrfach am Tag tragen sollte.

Von unserer Testerin gab es durchweg positive Erfahrungen. „Es war schon toll, den ganzen Tag in den Schuhen zu laufen. Wenn man die Sohle bewusst aufsetzt und sich abrollen lässt, merkt man, wie sich die Knie von ganz alleine bewegen.“

Eines hob sie besonders hervor, „ich hatte endlich mal warme Füße.“ Das ist kein Zufall, denn im kybun-Schuh ist ein Fußklima-System. Über die Luft-Waben-Struktur in der Sohle wird bei jedem Schritt Luft in den Fußraum gepumpt. So entsteht ein angenehmes Klima im Schuh.

Unser Test-Fazit für den kybun-Schuh - toller Tragekomfort 

Für unseren Test hatten wir fünf Probanden (zwei Frauen, drei Männer). Die Damen trugen den St. Gallen Green White Women, die Herren den Lausanne Azur Men. Schon beim ersten Eindruck fällt die hohe Sohle des kybun-Schuhs auf. Darin ist ein Polster, das aus einem Mehrkomponenten-Polyurethan besteht. Dieses Material ist weich, aber sehr widerstandsfähig.

Bereits bei den ersten Schritten bemerkt den Effekt der Sohle. Jeder Schritt wird abgedämpft und schont so die Gelenke. Durch die Form der Sohle rollt man beim Gehen ab. So wird die Muskulatur auf natürliche Weise beansprucht und gleichzeitig trainiert. Alle fünf Tester hatten einen sicheren Stand in den Schuhen. Einer gab jedoch an, dass er das Gefühl hat, nach außen abknicken zu können.

Im Alltags-Test haben wir dann zwei Probanden die kybun-Schuhe einen ganzen Tag lang tragen lassen. Einer der beiden hatte die Schuhe bei hoher körperlicher Belastung zu Hause getragen. Auch wenn er danach etwas wacklig auf den Beinen war, hatte er einen sicheren Stand in den kybun-Schuhen.

Bei unserem Test sind wir nur auf den Tragekomfort eingegangen. Der gefiel allen Probanden sehr gut. Eine Testerin meinte, sie habe endlich einmal warme Füße in Schuhen bekommen. Das wunderbare leichte Gefühl beim Gehen stellt sich schon bei den ersten Schritten ein.

Basenio-Tipp: Wir haben inzwischen von einigen unserer Leser und Kunden gehört, dass sie den kybun-Schuh auf Empfehlung ihres Orthopäden gekauft haben. Vor allem bei der Indikation Fersensporn lohnt es sich, diesen Schuh zu tragen. Da die Ferse bei jedem Schritt durch das Polster in der Sohle sanft abgedämpft wird, werden Schmerzen gelindert. Doch kybun verspricht noch mehr. Durch die abgerundete Sohle ändert sich das komplette Gangmuster. Auch das haben unsere Tester bemerkt. Allesamt sprachen von einer gestreckten Körperhaltung, die beim Laufen entsteht.

Diese Streckung führt zu dem eigentlichen natürlichen Gang. So werden die Schmerzen nicht nur gelindert, sondern durch das Muskeltraining behebt man auch deren Ursachen.

Über den Onlineshop auf basenio.de können Sie kybun-Schuhe online kaufen.


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Profilbild von Steffen Gottschling

Steffen Gottschling (Jg. 1978) lebt und arbeitet in Erfurt. Seit 2012 ist er in der Medienbranche tätig. Hier sammelte er Erfahrungen in der Redaktion von Radio F.R.E.I. und arbeitete als Journalist in der Online-Redaktion der Thüringer Allgemeine. Für ...


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