Katzenfutter | bestes | Test | Vergleich

Die große Übersicht: Test & Preisvergleich für bestes Katzenfutter

Bild zum Artikel: Katzenfutter | bestes | Test | Vergleich
(Quelle: Steffen Gottschling)

Welches ist das beste Katzenfutter? Wir stellen aktuelle Testergebnisse vor und machen den Preisvergleich im Internet. Katzenhalterin Patricia Klamt gibt Tipps zum richtigen und natürlichem Futterverhalten von Stubentigern und Freigängern.

Katzenfutter ist ein sensibles Thema, weiß Patricia Klamt. Die Katzenmama hat mit „Cleo“ und „Flecki“ zwei ganz unterschiedliche Typen, wenn es ums Fressen geht. Die eine mag nur ihr Trockenfutter, die andere ist wild auf saftige Fleischhappen. Doch nicht nur bei Katzen scheiden sich die sprichwörtlichen Geister am Futter, auch bei ihren Haltern gibt es kontroverse Ansichten. Und so ist jeder Vergleich zwischen Katzenfutter-Herstellern auch nur bedingt aussagekräftig, da es letztlich darauf ankommt, ob es den Tieren schmeckt und gut bekommt.

Dennoch gibt es einige Charakteristika, die gutes Katzenfutter ausmachen. Die liegen in der Natur der Tiere begründet. „Katzen sind Karnivoren (Anmerkung der Redaktion: Karnivoren = Fleischfresser), daher sollte ihr Futter einen hohen Fleischanteil haben“, erklärt Patricia Klamt. „Getreide und Zucker gehören nicht in den Futternapf. Getreide können Katzen nicht verdauen und Zucker schadet ihrer Gesundheit“, mahnt sie.

 

Katzen, Haustiere, Katzenfutter, Stubentiger, Hauskatze, Fell, Futternapf
Cleo und Flecki am Futternapf. (Quelle: Patricia Klamt)

Viele Katzenfutter-Tests – doch was bringt’s?

Eine Studie will herausgefunden haben, dass in deutschen Haushalten rund 13,4 Millionen Katzen leben. Damit sind sie mit Abstand die beliebtesten Haustiere hierzulande. Auf dem zweiten Platz folgen Hunde, deren Anzahl bei 8,6 Millionen liegen soll. Da wundert es kaum, dass es jede Menge Testberichte und Ratgeber zum Thema Katzenfutter gibt. Die basenio-Redaktion stellt Ihnen einige vor:

TesterAnmerkung
Stiftung Warentestkostenpflichtig (1,50 EUR)
Bild.deMindestangabe von 50% Fleisch zu gering
Stiftung Ökotestkostenpflichtig
Konsumentkostenpflichtig (Österreich)

 

Bei unserem Vergleich von Katzenfutter-Herstellern haben wir Patricia Klamt nach ihren Erfahrungen gefragt. Der Einfachheit halber beschränken wir uns dabei auf die wesentlichsten Merkmale, die ein gutes Futter ausmacht. Das sind ein hoher Fleischanteil (mindestens 70 Prozent) und möglichst keine Kohlenhydrate. Dabei gehen wir nur auf die Marken ein und nicht auf die einzelnen Produkte. Unsere Expertin empfiehlt daher, dass man immer einen Blick auf die Inhaltsangaben auf der Verpackung haben sollte. Gewinner in unserem Vergleich von Katzenfutter-Herstellern ist die Marke „Catz finefood“. „Hier können Sie bei eigentlichen allen Futtern bedenkenlos zugreifen“, meint Patricia Klamt. Der Hersteller mischt einen hohen Fleischanteil in seine Produkte und verzichtet auf Getreide- und Zuckerzusätze. Auch „GranataPet“ steht bei ihr hoch im Kurs und erhält ebenso wie Catz finefood volle drei Sterne. „Bei Bozita hatte ich schon Zuckerzusätze im Futter gesehen, daher sind nicht alle Produkte für die Katze geeignet“, lässt sie durchblicken.

Doch gerade die bekannten Marken schneiden bei ihr schlecht ab. „Ich habe dort schon Futter gesehen, die nur vier Prozent Fleischanteil haben. Wo bleibt da der Nährwert für die Katzen?“, fragt die Katzenmutter. Das Fleisch selber sollte ein ausgewogenes Verhältnis aus Muskeln, Innereien und Blut aufweisen. Blut enthält die für Katzen so wichtige Aminosäure Taurin. „Manche Hersteller deklarieren die Bestandteile des Fleischs im Futter sehr detailliert, doch bei vielen findet sich leider keine genaue Auszeichnung“, stellt Patricia Klamt ernüchternd fest.

Oft sind auch die Futterangaben auf der Packung völlig falsch. „Die Mengenangaben sind viel zu hoch, außerdem ist es ein Unterschied, ob ich eine Hauskatze oder einen Freigänger versorge“. Reine „Stubentiger“ verbrauchen weniger Energie als ein „Streuner“, daher brauchen sie auch deutlich weniger Futter.

 

Katzenfutter
Hersteller für Katzenfutter im Experten-Vergleich. (Quelle: eigene Darstellung)

Preisvergleich für Katzenfutter

Unsere Redaktion hat im Internet den Preisvergleich gemacht und nach dem besten Preis-Leistungsverhältnis bei Katzenfutter gesucht.

GranataPet – Symphonie Nr. 6 (Kalb und Geflügel 200 Gramm)

Zoobio9,90 EUR/kg (+1,95 EUR Versand)
Pets-Premium9,16 EUR/kg (+3,90 EUR Versand)
Hundeland.de8,33 EUR/kg (+5,90 EUR Versand & Verpackung)

Catz finefood – No. 23 (Rind und Ente 200 Gramm)

Zoobio7,10 EUR/kg (+1,95 EUR Versand)
Fressnapf Online6,24 EUR/kg (+2,99 EUR Versand)
Petsexpert6,90 EUR/kg (+1,95 EUR Verand)

Animonda Carny Senior (Rind + Putenherz 400 Gramm)

Zoobio3,13 EUR/kg (+1,95 EUR Versand) Einzelpackung
Fressnapf Online2,50 EUR/kg (+2,99 EUR Versand) 6er Pack
Rakuten6,66 EUR/kg (keine Versandkosten) 6er Pack

Bozita Feline (mit Rind 410 Gramm)

Zoobio2,63 EUR/kg (+1,95 EUR Versand) Einzelpackung
Mobiles Futter3,90 EUR/kg (Mindestbestellwert 29 EUR)
Fressnapf Online2,13 EUR/kg (+2,99 EUR Versand) 20er Pack

*Alle Preise wurden am 27. Juli von unserer Redaktion aus Erfurt abgerufen.

Katzen richtig füttern

Damit spricht die Expertin ein großes Problem an. Was nützt das beste Futter, wenn die Tiere falsch gefüttert werden? Patricia Klamt füttert Cleo und Flecki morgens und abends mit je 50 Gramm-Portionen, „über den Tag gibt es ab und an noch ein Leckerli, mehr nicht.“ Doch will sie das als keinen generellen Futter-Tipp verstanden haben. „Wenn die Katze schlingt, dann ist es sinnvoll, wenn man ihr drei oder vier kleinere Portionen über den Tag gibt“, empfiehlt sie.

Auch das Wetter kann einen Einfluss auf das Futterverhalten haben. „Wer einem Freigänger seinen Fressnapf in der Sommerhitze bis oben hin füllt, der riskiert, dass das Futter schlecht wird. Da Katzen im Gegensatz zu Hunden nur so viel essen, wie sie gerade möchten, lassen sie gerne mal etwas stehen. Das verdirbt dann recht schnell in der Sonne“, erklärt Patricia Klamt. Übrigens, in der Natur decken sechs Mäuse den täglichen Nahrungsbedarf einer normal gewachsenen Katze ab. Da Freigänger durch ihren größeren Bewegungsradius mehr Energie benötigen, können hier 200 Gramm bis 300 Gramm pro Tag verfüttert werden.

 

Katze, Haustier, Mieze, Cat, Hauskatze, Schnurrhaare, Katzenhaare, Fell, Allergie, kuschlig, Wohnungskatze
Mit dem richtigen Futter fühlen Katzen sich wohl. (Quelle: Patricia Klamt)

 

Im Idealfall ist es dann immer Nassfutter. „Leider bevorzugt mein Flecki Trockenfutter“, verrät Katzenmutti Patricia. Katzen sind Wüstentiere, die von Natur aus ihren Flüssigkeitsbedarf über die Nahrung sichern. Daher sollten sie auch entsprechend mit Nassfutter versorgt werden. Tipp unserer Expertin: „Gar nicht erst mit Trockenfutter anfangen, sondern sobald wie möglich Nassfutter geben.“ Bei Baby-Katzen sollte bis zur 12. Woche die Muttermilch genügen, dann erst kann man ihnen Futter geben. Hier räumt unsere Expertin gleich mit einem Irrglauben auf. „Es ist schlichtweg unsinnig, spezielles Futter für junge oder alte Katzen zu kaufen“. Die Tiere benötigen die gleichen Nährstoffe, der einzige Unterschied sollte in der Futtermenge gemacht werden. Ältere und nicht mehr so agile Katzen brauchen nicht mehr große Portionen. „Einzig die Kalorien sind entscheidend“, lässt Patricia Klamt auf Nachfrage wissen. Katzen gelten übrigens schon ab dem 6. Lebensjahr als betagt.

Und noch etwas bringt die Katzenhalterin in Aufruhr. „Veganes Katzenfutter ist fast schon Tierquälerei“. Damit beruhigt die Industrie nur das Gewissen der Menschen, die Katzen haben von solcher Nahrung nichts. „Sie sind nun mal Fleischfresser“, macht sie deutlich. Das beste Futter für die Katze ist daher nach ihrer Meinung die biologische, artgerechte, rohe Fütterung - kurz BARF.

Bei der BARF-Fütterung stellen Katzenhalter das Futter selbst her. Grundlage ist dabei immer rohes Fleisch, das dann mit Vitaminen, Fetten, Mineralstoffen und Taurin versetzt wird. Im Handel finden sich entsprechende Nahrungsergänzungsmittel, die in der Regel als Pulver erhältlich sind. Welches Fleisch dabei verwendet wird, kommt letztlich auf die Vorliebe der Katze an. Nur Schweinefleisch sollte keinesfalls genommen werden. Auch bei der Konsistenz des Futters sind die Begehrlichkeiten des Haustiers entscheidend. Je nachdem kann man das Fleisch pürieren, dünsten oder stückig geben.

 

Hund, Katze, Haustiere, Wiese
Es gibt mehr Katzen als Hunde in deutschen Haushalten. Laut einer Studie sollen es 13,4 Millionen Stubentiger hierzulande sein. (Quelle: © Carola Schubbel)

 

Durstigen Katzen stellt man am besten eine Schale Wasser hin. Katzenmilch ist eher etwas für ihren Hunger. Gerade bei Trockenfutter sollte immer eine Schale Wasser für die Katze zugänglich sein, da es dem Körper Wasser entzieht. Da Katzen zudem von Natur aus trinkfaul sind, laufen sie gerne mal am Wasserschälchen vorbei. Die Expertin rät, dass die Schale nicht direkt neben dem Futternapf aufstellen, stattdessen platziert man sie auf dem Weg dorthin. Einen Tipp hat die Expertin noch: wenn es denn unbedingt Trockenfutter sein soll, dann sollte man es mit Wasser besprühen. „Nicht zu viel, aber es darf ruhig matschig werden“, rät sie.

Bei der Milch bitte kein Kuhmilch nehmen. Darin ist Laktose enthalten, die Katzen nicht verdauen können. Sie ist zwar nicht giftig für die Tiere, löst aber Durchfall aus und erhöht damit das Risiko auf eine Dehydrierung.


DIESEN BEITRAG: KommentierenDrucken
Bewerten:
Empfehlen:

Mehr von Steffen Gottschling
Profilbild von Steffen Gottschling

Steffen Gottschling (Jg. 1978) lebt und arbeitet in Erfurt. Seit 2012 ist er in der Medienbranche tätig. Hier sammelte er Erfahrungen in der Redaktion von Radio F.R.E.I. und arbeitete als Journalist in der Online-Redaktion der Thüringer Allgemeine. Für ...


Kommentar schreiben

Sicherheitscode