Katzenfutter im Test | im Vergleich | Test 2017

Katzenfutter im Test: Das sind die Sieger im Vergleich der Stiftung Warentest 2017

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(Quelle: Patricia Klamt)

Katzenfutter im Test: Wer sind die Sieger beim Vergleich der Stiftung Warentest? Wir schauen auf das Ergebnis und geben Futtertipps für junge, ausgewachsene und ältere Katzen.

Rund 13,4 Millionen Katzen gibt es in deutschen Haushalten. Und wer seine kleine "Samtpfote" liebt, achtet auf deren Vorliebe beim Futter. Dabei sollte wie bei uns Menschen, eine gesunde Ernährung Grundlage für das Wohlergehen der tierischen Mitbewohner sein. Da spielt ein etwas höherer Preis kaum eine Rolle. Oder etwa nicht? Beim aktuellen Katzenfutter-Test der Stiftung Warentest vom April 2017 konnten auch im Hochpreissegment nicht alle Anbieter überzeugen.

Es wurden 25 Feuchtfutter verschiedener Hersteller mit überraschendem Ergebnis getestet. Die Eigenmarken der Discounter Edeka, Aldi Nord und Norma schnitten am besten ab. Kitekat, Whiskas und Sheba hatten ebenfalls sehr gute Testergebnisse.

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Katzenfutter im Test 2017: Diese Produkte wurden von "Stiftung Warentest" für sehr gut befunden. (Quelle: Patricia Klamt - Daten übernommen aus Augsburger Allgemeine)

Sechs Produkte sind mangelhaft. Hier stimmen die enthaltenen Schlüsselnährstoffe nicht mit den Bedürfnissen der Katzen überein. Sie enthalten zu wenig oder zu viele Fette, Proteine, Vitamine und Mineralien. Häufig sind Fütterungsempfehlungen der Hersteller falsch, sodass Über- oder Untergewicht des geliebten Haustieres die Folge sein können. Einige Mineralien sind in der Rezeptur über- oder unterdosiert, sodass beispielsweise die Nieren der Katze zu Schaden kommen können.

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Katzenfutter im Test 2017: Diese Produkte wurden von "Stiftung Warentest" für mangelhaft befunden. (Quelle: Patricia Klamt - Daten übernommen aus Augsburger Allgemeine)

Stiftung Warentest suchte auch nach unerwünschten Zutaten und Spuren im Futter. Gesucht wurde nach Schlachtabfällen, Rück­ständen von Antibiotika und gentech­nisch veränderten Organismen und Lock­stoffen, die zum Fressen anregen. Diese Bestandteile wurden in keinem der getesteten Feuchtfutter gefunden. Der Zuckergehalt war ebenfalls in allen Produkten angemessen.

Tierbesitzer können sich auch freuen. Sechs Produkte wurden mit gut und sehr gut bewertet. Der Nährstoffmix ist hier ausgewogen und schadstoffarm. Die Portionsangaben sind korrekt. Es ist ausreichend Fleisch und hochwertiges Eiweiß enthalten. Gut für die Verdauung ihres Schmusetigers. Und gut für das Portemonnaie des Halters: Eine Tagesration sehr gutes Feuchtfutter der getesteten Eigenmarken kostete 23 bis 31 Cent.

Auch Vitamine sind äußerst wichtig für Katzen. Daher haben mehr als die Hälfte der Produkte im Test zugesetztes Taurin und Vitamin B1. Diese Zusatzstoffe spielen eine wichtige Rolle für Haut und Nerven, Augen, Herz und die Fortpflanzung. So bleibt der Stubentiger gesund und kann jede Menge Unsinn anstellen.

Tipps für Katzenfutter

Katzenkinder: Bis zur Geschlechtsreife können Sie auf spezielles Kittenfutter zurückgreifen. Die Wirkstoffzusammensetzung ist auf die Bedürfnisse des schnell wachsenden Körpers zugeschnitten. Die Fleischstückchen sind besonders klein und gut geeignet für Milchzähne. Aber auch normales Katzenfutter ist für Jungtiere geeignet. Es empfiehlt sich dann aber, die Stücke zu zerkleinern.

Junge Katzen fressen nicht auf Vorrat. Im ersten Lebensjahr gibt es kein Zuviel. Schnell wachsende Kätzchen haben wie Kinder aktivere und weniger aktive Phasen, sodass sich die nötige Futtermenge ändert. Ihr Liebling sollte also immer Zugang zu Futter haben, wenn er Hunger hat. Dies schützt vor späterem Übergewicht durch unkontrolliertes Fressen.

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Für Kitten gibt es spezielle Katzenfutter. (Quelle: Patricia Klamt)

Erwachsene Katzen: Wichtig für Ihre erwachsene Katze ist Abwechslung. Die Menge ist abhängig von der Art des Futters. Beim getesteten Feuchtfutter empfiehlt sich folgende Faustformel: Eine Katze sollte pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag 50 Gramm Nassfutter bekommen. Die durchschnittliche Katze wiegt vier Kilogramm und sollte entsprechend 200 Gramm pro Tag fressen. Es werden drei Mahlzeiten empfohlen. Auch das Ersetzen einer Mahlzeit mit einer handvoll Trockenfutter ist möglich. Die Faustformel ist jedoch nur ein Richtwert. Besitzer von Freigängern sollten besonders auf das Gewicht achten, da die Katzen draußen jagen und fressen.

Katzen-Senioren: Ab dem zehnten Lebensjahr gelten Katzen als Senioren. Der Stoffwechsel ändert sich. Oft treten altersbedingte Probleme mit Leber und Nieren auf. Die Bewegung wird weniger. Jetzt braucht Ihr Liebling mehr Vitamine und Spurenelemente, dafür weniger Nährstoffe. Im Handel wird spezielles Seniorenfutter angeboten, welches diese Kriterien erfüllt. Bei der Futtermenge sollten Sie darauf achten, dass Katzen-Senioren nur kleine Portionen auf einmal fressen. Wenn möglich sollten mehrere Mahlzeiten angeboten werden. Empfehlenswert und beliebt bei den Katzen sind auch Zwischenmahlzeiten, wie zum Beispiel Frischkäse oder Naturjoghurt. Erhöhte Näpfe erleichtern das Fressen.


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Profilbild von Cindy Hofmann

Cindy Hofmann, Jahrgang 1977 ist Diplom-Pflegewirtin (FH) und war als Autorin und freie Bearbeiterin für die Fachverlage Kohlhammer und Hans Huber tätig. Derzeit absolviert sie eine Umschulung zur Bürokauffrau/Marketing.


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