Fußgymnastik für Senioren

Fußgymnastik für Senioren: 5 einfache Übungen, um auch im Alter mobil zu bleiben

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Mit der Fußgymnastik können Senioren viel für ihre eigene Mobilität tun. Wir zeigen und erklären 5 einfache Übungen, die sie ganz leicht zu Hause nachmachen können.

Ob klein, groß, breit, schmal, Schwerlastträger oder Packesel. Am tiefsten Punkt unseres Körpers sind sie zu finden und stellen Bodenkontakt her: Unsere Füße! Ein Leben lang tragen Sie uns und alles, was wir uns aufladen. Ein Grund Ihnen auch mal etwas Gutes zu tun. Massage, Fußbad oder Fußgymnastik. Füße und Zehen freuen sich über Abwechslung. Oftmals leiden Sie nämlich an zivilisationsbedingter Minderbelastung, freiheitsberaubender Schuhhaft und Hartbodenbelastung.

Durch die Zunahme der sitzenden Tätigkeiten, Bewegungsarmut im Alltag und Ruhigstellen durch Schuhwerk, werden die Füße häufig zu wenig belastet. Ob präventiv oder als Beschwerdetherapie: Lassen Sie die Füße doch mal "frei". Sie wollen schließlich auch mal frische Luft schnappen. Hier gibt es viele tolle Übungen zur Kräftigung und Beweglichkeitsschulung der Fuß- und Zehenmuskulatur. Einige lassen sich prima und ohne viel Zeitaufwand in den Alltag einbinden.

1. Der Zehengreifangriff

Sie sitzen am Frühstückstisch, trinken Kaffee und lesen Zeitung? Sehr gut. Ihre Füße müssen nicht still sitzen. Befreien Sie Ihre Füße vom Stoffballast und beginnen Sie den Tag barfuß. Welchen Teil der Zeitung auch immer Sie nicht lesen möchten oder bereits ausgelesen haben, legen Sie auf den Boden. Erkunden Sie mit den Füßen das Zeitungspapier. Nun beziehen Sie die Zehen mit ein, indem Sie das Papier mit ihnen zerrreißen, zerknüllen, aufnehmen und wieder fallen lassen. Sie können die Zeitung auch erst halbieren, dann vierteln, achteln usw. Probieren Sie auch andere harte oder weiche Gegenstände wie Stifte, Kugeln, Kissen oder Taschentücher bei der Fußerkundung aus. Variieren Sie bei Formen und Material. Beim Was und Wo können Sie ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Hauptsache Ihre Zehen werden aktiv.

2. Zehen, bewegt euch!

Wenn Sie abends auf dem Sofa sitzen können Sie Ihre Zehen ziehen lassen: Einfach den Fuß aufstellen und ihn durch die Zehen nach vorn ziehen lassen. Probieren sie daneben auch Zehenbewegungen aus: Fuß anheben und mit den Zehen wackeln, erst den großen Zeh ran ziehen, dann jeden der kleinen oder alle gemeinsam. Das ist anfangs nicht so einfach, aber Übung macht bekanntlich den Meister. Einige Zehen lassen sich auch kreuzen. Einfach testen. Was Ihre Finger können dürfen die Zehen gern probieren und eigentlich können unsere Füße ganz schön viel – Zehenspreizen zum Beispiel. Alle Zehen abwechselnd auseinanderziehen und wieder schließen.

3. Gangarten

Ob im Haus, der Wohnung oder im Garten. In den eigenen vier Wänden legen Sie meist viele kurze Wege und einige Kilometer zurück. Probieren Sie dabei doch einfach mal verschiedene Gangarten aus: Gehen sie nur auf den Zehenspitzen, dann nur auf den Fersen, dem Fußaußen- oder Fußinnenrand durch die Wohnung. Nutzen Sie bei jedem Weg eine andere Gangart. Zwischendurch auch gern ganz normal. Lachen ist erlaubt, denn jede Gangart hat ihren eigenen Charme.

4. Fußgymnastik

Übungen gibt es auch für den ganzen Fuß. Wenn Sie abends im Bett auf dem Rücken liegen und die Beine lang gestreckt sind: Fußspitzen mehrmals anziehen und wieder locker lassen, so dass ein Wechsel zwischen An- und Entspannung entsteht. Auch im Sitzen lassen sich die Füße miteinbeziehen:

1. Die Fußsohlen gegeneinander pressen und wieder locker lassen.

2. Einen Fuß anheben und kreisen lassen, erst links dann rechts. Mit dem anderen Fuß wiederholen. Neben der Beweglichkeit des Fußgelenks, wird mit der Übung auch das Gleichgewicht geschult. Das geht übrigens auch im Stehen, wie etwa an der Kassenschlange im Supermarkt.

Im folgenden Video werden weitere Übungen zur Fußgymnastik gezeigt:

5. Lauffreude

Gerade im Sommer, wenn man gefahrlos barfuß gehen kann, sollte man es auch. Zumindest zwischendurch. Ob Waldboden, Gras, Kies oder Sandstrand – auf verschiedenen Untergründen und Härtegraden laufen gefällt unseren Füßen sehr gut. Worauf wir gehen, nehmen wir gerade barfuß bewusst wahr. Die Füße können den Boden aktiv spüren und entdecken. Wie wäre es also mit Augen schließen und blind den eigenen Füßen vertrauen? Das macht wirklich Spaß und schult zudem das Gleichgewicht. Wer den Barfußgang scheut, der kann die gleichen Effekte spüren, wenn er in den kybun-Schuhen des Schweizer Erfinders Karl Müller läuft. Deren Sohle ist aus einem innovativem Schaumstoff, der beim Gehen alle Rezeptoren im Fuß trainiert.

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