Frühjahrsputz mit Haustieren - Putzen und Waschen mit Hunden und Katzen

Tipps für Hunde- & Katzenhalter beim Frühjahrsputz

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(Quelle: © Carola Schubbel)

Das Frühjahr eignet sich besonders für den großen Frühjahrsputz. Die wärmeren Temperaturen motivieren, dass eigene Heim, den Garten oder den Balkon auf Vordermann zu bringen. Was Haustierbesitzer besonders beachten sollten, erfahren Sie im Folgenden.

Die wärmeren Temperaturen des Frühjahrs laden ein, die Wohnung, den Balkon und den Garten mit einem gründlichen Hausputz auf den Sommer vorzubereiten. Nicht benötigte Dinge werden ausgemistet, Fenster geputzt und die Oberflächen vom Staub befreit. Auch die Lieblingsplätze unserer geliebten Haustiere frischen wir jetzt gerne auf. Wie der Frühjahrsputz heimtiergerecht ablaufen kann, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

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Beim Frühjahrsputz freuen sich auch unsere Haustiere auf frische Luft und wärmere Temperaturen. (Quelle: javier brosch - Fotolia)

1. Raumverbot

Erteilen Sie Ihren Haustieren bei Grundreinigungen und Renovierungsarbeiten im besten Fall für mindestens 24 Stunden Raumverbot. Reinigungsmittel enthalten immer giftige Wirkstoffe. Diese können die Schleimhaut Ihres vierbeinigen Lieblings reizen und beim versehentlichen Trinken sogar tödlich wirken. Dasselbe gilt für Lacke und Farben, die beim Renovieren und Tapezieren verwendet werden.

Nach dem Frühjahrsputz lassen Sie Oberflächen ausreichend Zeit zum Trocknen, bevor Hund und Katze den betreffenden Raum wieder erkunden dürfen.

2. Auswahl geeigneter Putz- und Hilfsmittel

Die meisten Reiniger für Wohnung, Garten und Veranda enthalten Gifte, Lacke oder Farben, die bei Hunden und Katzen zu Vergiftungen führen können. Diese zeigen sich durch Durchfall, Erbrechen und weitere Symptome bei ihrem Haustier. Eine Vergiftung kann durch Liegen, Schlafen oder Spielen auf der zuvor gereinigten Fläche ausgelöst werden. Daher empfehlen sich geeignete Putzmittel aus Bioproduktion. Des Weiteren ist zu beachten, dass Flaschen außer Reichweite von Kindern und Haustieren aufbewahrt werden sollen, um ein versehentliches Trinken zu verhindern.

Sollte Ihr Haustier Symptome einer Vergiftung zeigen, empfiehlt es sich, den Tierarztnotruf sofort zu wählen. Eine genaue Anleitung für die beste Vorgehensweise in diesem Fall finden Sie weiter unten in diesem Beitrag.

3. Auswahl der Pflanzen und Dekorationen

Viele beliebte Pflanzenarten sind für Haustiere giftig. Die nachfolgende Liste zählt die 20 giftigsten Zimmerpflanzen für Tiere auf. Eine ausführliche Beschreibung mit Fotos der entsprechenden Pflanze finden Sie auf der Website der Tierrechtsorganisation PETA unter https://www.peta.de/giftige-zimmerpflanzen.

  • Aloe Vera
  • Amaryllis
  • Birkenfeige (Ficus benjamina)
  • Azalee und Rhododendron (Erica-Gewächse)
  • Calla
  • 5. Buntwurz (Kaladium)
  • 6. Wunderbaum (Rizinus)
  • Chrysanthemen
  • Alpenveilchen
  • Efeu
  • Kalanchoe
  • Lilien
  • Mistel
  • Einblatt (Spathiphyllum)
  • Baumfreund (Philodendron)
  • Weihnachtsstern
  • Efeutute
  • Palmfarm (Cycas revoluta)
  • Strahlenaralie (Schefflera)
  • Tulpen, Narzissen
  • Chili

Sollten Hund und Katze davon fressen, könnte es ebenso zu Vergiftungserscheinungen führen. Auch hier empfiehlt es sich, den Notruf für den Tierarzt schnellstmöglich zu wählen und dort die Symptome zu schildern.

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Viele beliebte Pflanzen in Haus und Garten können für Ihr Haustier gefährlich werden. (Quelle: Patricia Klamt)

Bei der Auswahl der Dekorationen, wie z.B. Windspiele, Lampen und Leuchten, achten Sie bestenfalls darauf, dass diese nicht scharfkantig, verkabelt und außer Reichweite Ihrer Haustiere angebracht sind. Sie können für Ihren Schmusekater und Ihre Fellnase sonst eine Verletzungsgefahr sein. Weitere Hinweise zu tiergerechter Dekoration finden Sie hier.

4. Reinigung der Lieblingsplätze

Auch die Lieblingsplätze Ihrer Heimtiere können beim Frühjahrsputz aufgefrischt werden. Häufig finden sich hier versteckte Leckerlies. Prüfen Sie alle Spielzeuge und Näpfe auf Ihre Funktion und reinigen sie sie mit etwas Spülwasser oder im Geschirrspüler. Nach einer angemessenen Trockenzeit kann Ihr Haustier wieder unbesorgt spielen. Defekte Spielzeuge entsorgen Sie bestenfalls wegen der Verletzungsgefahr. Kissen, Decken und Körbchen können im Schonprogramm der Waschmaschine gewaschen werden und an der warmen Luft trocknen. Auch Teppiche können nass gereinigt werden und lufttrocknen. Auch Transportboxen und Katzentoiletten können leicht mit warmem Wasser und einfachem Allzweckreiniger aufgefrischt und anschließend 24 Stunden lang gründlich luftgetrocknet werden.

Grundsätzlich empfiehlt es sich, schon beim Kauf von Hunde- und Katzenbetten und Decken auf abnehmbare und waschbare Bezüge zu achten. Vorteilhaft ist auch eine Ersatzgarnitur, die zum Einsatz kommt, wenn die Lieblingsplätze gereinigt und getrocknet werden.

Hundehalter sollten auch das Auto beim Frühjahrsputz nicht vergessen.

5. Baden und Waschen des Haustieres

Die wärmeren Temperaturen des Frühjahres laden dazu ein, auch die Haustiere selbst baden und waschen zu wollen und Sie so bei ihrer Fellpflege zu unterstützen. Dazu sollte jedem Tierhalter bewusst sein, welche Vorlieben Hunde und Katzen beim Baden und Waschen haben. Während Hunde gerne schwimmen und im Wasser spielen sind Katzen eher wasserscheu. Einige Tipps, wie Sie Ihren Stubentiger bestmöglich baden oder waschen finden Sie auch in unserem Beitrag - Name/Link -

6. Falls doch ein Notfall auftritt

Auch bei aller Vorsicht können Vergiftungserscheinungen oder Verletzungen auftreten. Hunde und Katzen sind von Natur aus neugierig und erkunden alles, was neu und unbekannt ist. Sollte bei Ihnen ein Giftnotfall passieren, empfiehlt sich das Vorgehen auf der nachfolgenden Grafik.

 

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Im Notfall müssen Sie schnell und besonnen handeln können. (Quelle: Cindy Hofmann)

Fazit:

Das Frühjahr lädt zum Reinigen, Dekorieren und Renovieren in Haus und Garten ein. Tierhalter beachten dabei gerne auch Gefahren für Ihre vierbeinigen Lieblinge. Die fünf nachfolgenden einfachen Tipps helfen Ihnen, während des Frühjahrsputzes Gefahren zu meiden und langfristig für Gesundheit und Wohlbefinden Ihrer vierbeinigen Lieblinge zu sorgen:

  1. Erteilen Sie Ihrem Haustier zunächst 24 Stunden Raumverbot für gereinigte und renovierte Räume.
  2. Achten Sie bei der Auswahl Ihrer Pflanzen darauf, dass diese nicht giftig für Ihr Haustier ist.
  3. Bewahren Sie Putz- und Reinigungsmittel immer außerhalb der Reichweite von Haustieren und Kindern auf.
  4. Kaufen Sie bestenfalls eine Ersatzgarnitur an Betten, Kissen und Decken für Hunde und Katzen. So entsteht kein Velustgefühl, während eine Garnitur gewaschen und getrocknet wird.
  5. Speichern Sie die Nummern Ihres Tierarztes und Ihres regionalen Tiernotrufes in Ihrem Handy. So können Sie schnell und angemessen im Notfall reagieren.

 

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