Unterschied e Bike und Pedelec | Senioren | Kosten | Marken

Unterschiede zwischen E-Bike & Pedelec für Senioren: Tipps zu guten Marken und Kosten

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(Quelle: © Kzenon)

Eines der beliebtesten Fortbewegungsmittel für Alltag und Freizeit ist das Fahrrad. Der aktuelle Trend sind dabei E-Bikes oder Pedelecs. Was genau die Unterschiede sind und ob sich diese Räder für Senioren eignen, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

| Marian Freund

Mit dem Fahrrad fahren ist ein rückenschonender Sport, der es Senioren erlaubt, sich regelmäßig an der frischen Luft zu bewegen. Anstrengend kann es werden, wenn das Gelände hügelig ist und steile Anstiege erklommen werden müssen. Da kann man schnell an seine Leistungsgrenze gelangen und den Puls in die Höhe treiben.

Wer nicht mehr über die jugendliche Fitness verfügt, kommt hierbei ganz schön ins Schwitzen. Bei gesundheitlichen Einschränkungen können E-Bikes eine sinnvolle Alternative sein. Die elektrisch angetriebenen Fahrräder erlauben es, die Leistungskurve auf einem kontinuierlichen Niveau zu halten.

Vorteile von E-Bikes & Pedelecs

Sobald Berge befahren oder Anhöhen in städtischen Regionen passiert werden sollen, verlangt der herkömmliche "Drahtesel" einiges von seinem Fahrer ab. Das kräftige Treten fällt vielen Senioren schwer. Der Puls schnellt in die Höhe und der Kreislauf zollt der Anstrengung Tribut.

Auch beim Anfahren aus dem Stand haben viele Probleme. Gelenke und Muskulatur spielen nicht mehr mit. Mit einem E-Bike können genau diese Problemzonen ohne körperliche Anstrengung überwunden werden.

Die Motorisierung übernimmt quasi die Arbeit der Muskulatur und entlastet den Organismus damit merkbar. Radfahrer schwitzen weniger, weisen einen regelmäßigeren Puls auf als mit normalem Rad und sind wesentlich komfortabler unterwegs.

Ein weiterer erwähnenswerter Vorteil besteht in dem beruhigenden Gefühl, dass ein zusätzlicher Motor mit sich bringt: Senioren, die mit E-Bike fahren, fühlen sich sicherer und können sich darauf verlassen, dass sie es auch bei körperlicher Beeinträchtigung zum Ziel schaffen. Außerdem motivieren elektrische Fahrräder dazu, auch im hohen Alter Neues zu entdecken, und die Natur unbeschwert zu genießen.

Fahrrad, E-Bike, Kreidler
E-Bikes unterscheiden sich äußerlich kaum von normalen Fahrrädern und sind für Senioren die perfekt Alternative (Quelle: © www.fahrradmagazin.net)


Beste Voraussetzungen, um auch im gehobenen Alter zu radeln, schließlich ist Fahrradfahren die Lieblingsbeschäftigung vieler Senioren. Die Bewegung an der Luft fördert zudem die Gesundheit und kann gegen typische Alterbeschwerden vorsorgen.

E-Bikes und Pedelecs sind also ideal für ältere Menschen, weil sie kräftezehrende Touren erheblich leichter machen. Mit dem entsprechenden Komfort tragen sie dazu bei, dass auch im Alter die Freude am Radfahren erhalten bleibt.

Unterschiede zwischen E-Bike und Pedelec

Unter dem Begriff E-Bikes werden verschiedene Arten von elektrisch angetriebenen Fahrrädern verstanden. Die folgende Tabelle fasst die drei wesentlichen Varianten zusammen und erläutert die Unterschiede:

E -Bike, Pedelec, Unterschiede
Unterschiede zwischen E-Bike und Pedelec (Quelle: eigene Darstellung)


Für Senioren, denen es nicht auf Geschwindigkeit, sondern auf Komfort ankommt, wäre daher das Pedelec die ideale Lösung. Weder Führerschein und Betriebserlaubnis noch eine Versicherung werden benötigt. Bezüglich dem Versicherungsschutz ist jedoch Vorsicht geboten: Während die Haftpflichtversicherung bei Pedelecs nicht vorgeschrieben ist, lohnt es sich jedoch eine separate Fahrradversicherung abzuschließen.

Denn bei einem soliden Markenmodell muss mit mindestens 1.800 Euro gerechnet werden, sodass ein hoher Sachwert gegeben ist. Diebstahl, Vandalismus und Elektroschäden sind ein großes Ärgernis. Besonders bei teuren Rädern wie Pedelecs, E-Bikes und Co.

Besteht eine Hausratversicherung ist das elektrische Fahrrad zwar gegen Diebstahl abgesichert, doch die Höhe ist oft unzureichend und bei Schäden an der Elektrik oder Vandalismus bleiben Besitzer auf den Kosten sitzen. Mit einer passenden E-Bike-Versicherung können sich Senioren vor diversen Unkosten schützen wie zum Beispiel:

  • Defekte am Akku
  • Fehler am Material
  • Unfallschäden
  • Schäden durch Pannen
  • Konstruktionsfehler
  • Totalschaden


Um von einem guten Preis-Leistungsverhältnis zu profitieren, sollte man die Fahrradversicherungen miteinander vergleichen. Hier können Vergleichsportale im Internet wie fahrradversicherung-test.com hilfreich sein, um Geld zu sparen.

Youtube Video

Tipps zum Fahrradkauf

In erster Linie gelten beim Pedelec die gleichen Kaufkriterien, wie beim herkömmlichen Rad. Von der rückengerechten Haltung, die durch Sattel- und Lenkerhöhe eingestellt wird, über die optimale Beinposition bis hin zum bequemen Sattel muss alles stimmen.

Darüber hinaus benötigt das elektrische Fahrrad alle sicherheitsrelevanten Faktoren wie eine zuverlässige Bremse, eine Klingel, Licht, Reflektoren und einiges mehr. Hinzu kommen einige technische Aspekte. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (adfc) hat im großen Ratgeber „Verbraucherinformationen zu Pedelecs und E-Bikes“ alles zusammengefasst, was Interessenten vor der Anschaffung wissen sollten.

Thematisiert werden beispielsweise Akkus, Leistung und Sensortechnik. Ebenfalls informativ ist unser Ratgeber, der E-Bikes, City-Bikes und Hollandräder gegenüberstellt.

Testbericht Pedelec & E-Bike

Hier finden Sie unseren Testbericht zu den besten E-Bikes und Pedelecs.

Test & Kosten: Markenräder im Vergleich

Es finden sich viele Testberichte zu E-Bikes und Pedelecs, doch nur wenige sind wirklich unabhängig. Einen fachlich guten und seriösen Vergleich führt die Stiftung Warentest in unregelmäßigen Abständen durch. Zuletzt veröffentlichte sie im Juni 2020 einen Test von Markenherstellern für Pedelecs. Von zwölf Rädern schnitten dabei nur vier "als robust und sicher genug, um eine gute Gesamtnote einzufahren".

Testsieger wurde das KTM Macina Tour 510. Es überzeugte mit einer hohen Wendigkeit, sehr robuster Verarbeitung und zeigte sich als äußerst fahrstabil. "Das KTM Macina Tour war der Favorit unserer Fahrerinnen und Fahrer und holte mit einigem Vorsprung den Testsieg", resümierten die Tester.

In der folgenden Tabelle finden Sie die drei Testsieger. Den kompletten Testbericht finden Interessierte entweder in der Juni-Ausgabe 2020 der Stiftung Warentest oder auf deren Internetseite.

Marke & ModellGesamtnote*Preis*Empfehlung
KTM Macina Tour 5101,72.900 EURAngebot bei Lucky Bike
Stevens E-Courier PT52,33.000 EUR
Pegasus Premio Evo 10 Lite2,43.100 EURAngebot bei Radwelt

* Angaben von Stiftung Warentest übernommen


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Marian Freund schreibt als freier Redakteur für basenio.de.


Kommentare

Hallöle :)

Als meine ältere Nachbarin vor einigen Monaten mit einem E-Bike um die Ecke fuhr, traute ich meinen Augen gar nicht. lach Ich kannte sowas bislang nicht und war total verblüfft, was es nicht alles gibt!

Inzwischen bin ich von der Idee so fasziniert, dass ich sogar überlege, meiner Tochter ein Pedelec zu besorgen. Wir wohnen in einer bergigen Region und lange Radtouren sind für die Kleine doch relativ anstrengend. Natürlich sollte der Motor deaktivierbar sein, dass sie auch ganz normal damit fahren kann. Gibt es sowas schon für Kinder? Oder fällt das was ich mir darunter vorstelle eigentlich unter die Kategorie E-Bike?

Für ältere Menschen finde ich die Geräte jedenfalls klasse. Besagte Nachbarin kann sogar Kleinigkeiten von dem etwas entfernteren Supermarkt besorgen, die sie in unserem Tante-Emma-Laden in der Straße nicht mehr bekommt. Ich muss sie nur unbedingt mal fragen, ob sie auch wirklich eine Versicherung für das Ding hat. grübel Ich frage mich auch gerade, wie das versicherungstechnisch ist, wenn mein Töchterchen einen Unfall mit so einem Pedelec/ E-Bike bauen würde. Würde da meine private Haftpflichtversicherung greifen?

Ich merke gerade, dass ich mich unbedingt ein wenig in das Thema einlesen muss! Danke daher für die vielen Links. :)

Liebe Grüße,
Nina

Ich kann nur für mich sprechen, aber ich hab vor etwa zwei Monaten erst mit dem Sport angefangen und hatte zu Beginn einen Puls von ca. 180 ... das ist schon arg ungesund und viel zu hoch. Ich bin aber gerade mal 30 und wenn ich mir vorstelle, dass da noch 30 Jahre draufgehen, dann glaube ich, dass ich mich sehr über ein E-Rad freuen würde. Ich denke halt, dass es viel auf die Fitness ankommt - zwar sind einige der Ansicht, dass E-Räder allgemein nur was für "Faule" sind, aber das ist absolut nicht der Fall. Man soll ja Spaß an der Bewegung und auch an der Fitness haben, sich an der frischen Luft bewegen und die Natur erkunden ... warum also mit 180er Puls abmühen und daran verzweifeln, dass man eben unfit ist. Ich finde das in keiner Weise verwerflich oder blöd - ganz im Gegenteil. :-)

Kleine Frage in die Runde bzw. an das Team: Ab welchem Betrag schätzt ihr eine Versicherung für die E-Räder als sinnvoll ein? Ich hab meine Mutter dazu überredet bekommen, sich ein E-Rad zu leisten und das war nicht grad einfach, weil sie eher zur "alten Generation" gehört, die ein Fahrrad noch sehr klassisch finden :D Lange Rede, kurzer Sinn ... ich bin der Meinung, dass sie das Rad versichern lassen sollte, wenn sie es schon gekauft hat - sie sträubt sich dagegen aber noch mehr und jetzt brauche ich Argumente oder Studien oder sonst etwas, was zeigt, dass es sinnvoll ist, was Hochwertiges auch entsprechend zu sichern.

Ich bin für jeden Vorschlag dankbar! :-)

Hallo Julian,
danke für deine ergänzende Frage. Ich habe mich dem Thema mal intensiver gewidmet und habe eine gute Empfehlung für dich. Es gibt im Internet spezielle Versicherungsangebote für E-Bikes. Prinzipiell richtet sich der Versicherungsschutz nach der Höhe des zu versicherten Gegenstands. Ein E-Bike kostet in der Regel ca. 1.000 €. Bei einem solchen Wert, liegt die Versicherungsgebühr ca. bei 5 € pro Monat. Diese Raten kann man für 1 Jahr, 3 Jahre oder 5 Jahre einmalig zahlen. Je nach Laufzeit steigt oder sinkt die Rate entsprechend. Das bedeutet, dass man pro Jahr ca. 120 € für ein E-Bike im Wert von 1.000 € zahlen muss.
HINWEIS: man sollte eine gesonderte Fahrrad-Versicherung abschließen, da eine Hausrat oftmals nicht die entscheidenden Faktoren abdeckt! Es gibt bei E-Bikes jedoch noch weitere Faktoren, wie zum Beispiel defekte Akkus, defekte Teile etc. Es sind hierbei sogar Pick-Up-Services mit inlusive. Es lohnt sich somit in vielen Fällen.

WoW, Florian, ich danke dir für die tolle Antwort, das ist sehr hilfreich! :-) Die E-Bike-Versicherungen habe ich schon entdeckt und auch gesehen, dass ich das stets nach dem Kaufwert richtet, finde ich auch richtig so. Die 5 Euro im Monat halte ich für mega angebracht, wenn ich vergleiche, was ich teilweise für andere Versicherungen zahle ... Grad auch auf 5 Jahre gesehen ist das ja nicht die Welt, wenn man dann 5*12*5 = 300 Euro ca. auf einmal zahlt, aber dann 5 Jahre Ruhe hat. Wobei ich glaube ich wohl keine 5 Jahre nehmen werde, weil ich doch alle paar Jahre auf die Idee komme, mir ein neues Rad zu holen. xD oder kann ich die Versicherung bestehen lassen, dann aber das Rad wechseln, wenn es in etwa den gleichen oder einen höheren Wert hat?

Das mit der Hausrat hatte ich gesehen ... ich hab mich bei denen telefonisch erkundigt, ob die das abdecken und ja, zum Teil schon, aber kein Diebstahl und Defekte, nur Dinge, von denen ich das Gefühl hab, dass es eh nicht eintreten würde. Daher lohnt sich da eine richtige Versicherung für mich definitiv.

Meine Hausrat deckt Diebstahl des Fahrrads ab, aber leider hab ich auch erst danach entdeckt, dass das nur für den Fall gilt, wenn es abgeschlossen im Keller steht ... stand im Keller, wurde aufgeknackt, aber da war's natürlich nicht abgeschlossen ... hielt ich ehrlich gesagt damals für Bullshit ... na ja, wäre die einzige Möglichkeit gewesen, was zu bekommen ... da durfte ich dann doof aus der Wäsche gucken. :( Bin mittlerweile schlauer und hab auch eine Versicherung abgeschlossen. Danke, liebe Hausrat ... danke fürs nichts. Grummel immer noch ...

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