Seniorenbett | Höhe | Matratze | Betten Ratgeber

Das richtige Seniorenbett: Betten-Ratgeber zu Höhe, Matratze & Zubehör

| Basenio Redakteur
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(Quelle: Florian Stein)

Was macht ein Seniorenbett aus? Basenio.de erklÀrt in seinem Betten-Ratgeber, worauf es bei einem altersgerechtes Bett ankommt. Tipps zur richtigen Höhe, der korrekten Matratze und dem benötigten Zubehör.

Mit dem Alter verändert sich unsere körperliche Konstitution und so mancher Senior ändert ganz unwillkürlich auch sein Schlafverhalten. Beides kann dazu führen, dass sich die Ansprüche und Bedürfnisse an ein Bett ändern. Der Fachhandel hat darauf reagiert und preist einige Betten als seniorengerecht an. Doch was macht ein solches Seniorenbett aus? Basenio.de gibt Antworten.

Schlafverhalten im Alter

Basenio.de erkundigte sich bei der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) nach alterstypischen Veränderungen beim Schlaf. Bekannt ist den Forschern, dass es altersspezifische Schlafstörungen gibt, die sich sowohl in Qualität als auch Quantität bemerkbar machen. So kann mit zunehmendem Alter die Spannkraft des Bindegewebes im Rachenraum nachlassen, die Folgen sind dann „lauthals“ als Schnarchen hörbar.

Der Rentner-Alltag kann auch dazu führen, dass so mancher Senior seine Bettgehzeiten ändert. Nehmen Hörvermögen und Sehkraft ab, „flüchtet“ man sich früher ins Bett, steht dafür aber auch sehr viel früher wieder auf. Der Tag-Nacht-Rhythmus wird auf diese Weise empfindlich gestört und kann dazu führen, dass sich eine Schlafstörung ausbildet.

Patientenratgeber „Schlaf im Alter“

Die DGSM klärt in ihrem Patientenratgeber „Schlaf im Alter“ über Ursachen von alterstypischen Schlafstörungen auf. Darin finden sich auch Informationen zu möglichen Behandlungen. Zum Patientenratgeber „Schlaf im Alter“ (PDF)

Ein Seniorenbett ist kaum geeignet, um eine manifeste Schlafstörung zu behandeln. Vielmehr bieten solche Betten einen besonderen Komfort, der den alterstypischen Ansprüchen entgegenkommt. So sind Seniorenbetten etwas höher als „normale“ Betten oder sie lassen sich entsprechend in der Höhe verstellen. Ab 50 Zentimetern Liegehöhe spricht man im Fachhandel von Komfortbetten beziehungsweise Seniorenbetten. Die höhere Lage macht es Senioren leichter, ins Bett ein- und auszusteigen, weil sie weniger Kraft dabei aufwenden müssen.

Fachhändler wissen außerdem zu berichten, dass ältere Menschen drucksensibler werden. Sie bevorzugen daher meist weichere Matratzen, die weniger Druck auf den Körper ausüben. Weiche Matratzen sind aus Federkern, Naturlatex und Kaltschaum. Die unterschiedlichen Füllmaterialien haben ihre je eigenen Vor- und Nachteile. Welche Matratze zu welchem Figur-Typ passt, hat der Homeshopping-Service HSE24 in einem ausführlichen Matratzen-Ratgeber zusammengefasst.

Seniorenbett: Nur bei der Höhe gibt‘s altersspezifische Bedürfnisse

Die Bezeichnung Seniorenbett ist nicht geschützt. Es bestehen also keine allgemein gültigen Standards, die ein solches Bett erfüllen muss. Im Grunde ist es ein „Werbeversprechen“ des Fachhandels, um den besonderen Komfort hervorzuheben. Oftmals sind es herkömmliche Betten, die lediglich etwas höher sind. Statt der üblichen 40 Zentimeter haben Seniorenbetten eine Liegehöhe von 50 und mehr Zentimetern.

Seniorenbetten sind im Übrigen nicht mit Pflegebetten gleichzusetzen. Pflegebetten müssen vorgegebenen Standards entsprechen, um von den Pflegekassen als Hilfsmittel anerkannt zu werden. Die entsprechenden Vorgaben sind im Hilfsmittelverzeichnis des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) definiert. Unter bestimmten Umständen übernehmen die Pflegekassen die Kosten für ein Pflegebett.

Über Nacht wird man länger

Wenn wir schlafen, entspannt sich der Körper idealerweise. Die Bandscheiben saugen sich dann mit Gewebeflüssigkeit voll, die tagsüber durch die körperlichen Belastungen aus ihnen herausgedrückt wird. Stehen wir dann auf, ist der Körper minimal länger als vor dem zu Bett gehen.

Die Bettlänge und –breite sollte so bemessen sein, dass der Körper nicht übersteht. Als Faustregel mit Hinblick auf die Länge gilt: Mindestens 20 Zentimeter größer als der Körper. Wer also 1,80 groß ist, sollte mindestens ein 2 Meter langes Bett haben.

Die Liegefläche sollte breiter sein als der Körper. Hier geht es in erster Linie darum, dass man nicht herausrollt, wenn man sich umdreht und bewegt. Und das passiert im Schlaf etwa 30- bis 80-mal ganz unwillkürlich. Es sollte also genügend Platz sein, um Stürze zu vermeiden. Experten raten zu Liegeflächen, die zwischen 120 und 140 Zentimeter pro Person groß sind.

Matratzen im Seniorenbett

Ältere Menschen bevorzugen vom Liegegefühl eher weiche Matratzen, wobei diese oft nicht die ergonomischen Voraussetzungen für einen erholsamen Schlaf bieten. Wichtig bei der Auswahl der richtigen Matratze sind zunächst orthopädische Aspekte.

Die Stützfunktion ist während der Tiefschlaf-Phase besonders wichtig, da während dieser Zeit die Muskulatur des Körpers erschlafft. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass die Wirbelsäule im Schlaf nicht überstreckt oder seitlich gekrümmt werden darf. Eine gute Matratze sollte ebenfalls dafür sorgen, dass Nervenbahnen und Blutgefäße nicht eingeklemmt werden. Im Zusammenspiel mit dem Lattenrost muss die Matratze den Schulter- und Beckenbereich weich einsinken lassen, damit die Wirbelsäule entspannt gerade liegt.

Im Handel werden Zonen-Matratzen angeboten, die unterschiedliche Härtegrade besitzen. Während eine Zone den Körper eher weich dämpft, wirkt eine andere stützend. Hier treiben es einige Hersteller sehr weit und bieten 7-Zonen-Matratzen an. Ein jeder muss selber entscheiden, ob er das wirklich braucht.

Der Lattenrost soll so beschaffen sein, dass die Matratze ausreichend ventiliert wird. Über Nacht verliert der Körper über die Atmung und durch Schweiß Flüssigkeit. Ein Großteil davon nimmt die Zimmerluft auf, doch ein gewisser Teil bleibt im Bettzeug und in der Matratze. Wird die Matratze dann nicht ausreichend ventiliert, kann sich Schimmel bilden, der für die Gesundheit schädlich ist.

Wo kann man Seniorenbetten kaufen

Da der Begriff Seniorenbett nicht geschützt ist, kann im Prinzip jeder Bettenhändler seine eigene Version eines Seniorenbetts anbieten. Spezielle Händler oder Hersteller hat basenio.de bei seiner Recherche nicht gefunden. Letztlich bleibt der Verweis auf den Fachhandel. Hier erhält man eine gute Beratung und bekommt das auf sich abgestimmte Schlafsystem.

Basenio.de empfiehlt folgende Hersteller:

HĂ€ufige Fragen

Der Begriff Seniorenbett ist nicht geschĂŒtzt, daher bestehen keine allgemein gĂŒltigen Vorgaben, wie solche Betten beschaffen sein mĂŒssen. In der Regel sind solche Betten jedoch etwas höher als normalen Betten.

Im Fachhandel werden in der Regel Betten ab einer Höhe von 50 Zentimetern als Komfort- beziehungsweise Seniorenbetten angeboten. Manche Hersteller bieten höhenverstellbare Bettgestelle an. Die lassen sich mechanisch oder elektrisch in ihrer Höhe verstellen.

Es gibt keine spezielle Breite, die ein Seniorenbett ausmacht. Letztlich sollte die AuflageflĂ€che sich an den körperlichen Ausmaßen ausrichten. LiegeflĂ€che zwischen 120 und 140 Zentimetern gelten als normal.

  • Einzelbetten sind bereits ab 229 Euro erhĂ€ltlich. Die Preisspanne nach oben ist offen.

  • GĂŒnstige Doppelbetten sind ab 300 Euro erhĂ€ltlich. Auch hier ist die Preisspanne nach oben offen.


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