Altersgerecht umbauen | Wohnung | Zuschuss | Förderung

Altersgerecht umbauen: Wohnung gestalten und Zuschuss & Förderung beantragen

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(Quelle: Eisenhans - Fotolia)

Wohnungen altersgerecht umbauen: Wie erklären, wie es geht und geben Tipps, wie Sie die Renovierungen durchführen, und welche Zuschüsse und Förderungen beantragt werden können.

Wohnraum altersgerecht umbauen heißt, dass die eigenen vier Wände nicht nur gemütlich, sondern auch funktional eingerichtet werden sollten. Denn wenn im Alter die Mobilität abnimmt, wird die eigene Wohnung mehr und mehr zum Lebensmittelpunkt. Gerade dann gilt: Die Wohnqualität bestimmt auch die Lebensqualität.

Warum altersgerecht umbauen?

Bei einer solchen Renovierung sollte vordergründig auf Barrierefreiheit geachtet werden. Türschwellen oder Stufen werden zu schier unüberwindbaren Hindernissen, wenn Menschen aufgrund körperlicher Beeinträchtigungen auf einen Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind. Doch nicht nur solche Hürden gilt es abzubauen.

Auch schmale Türen und Durchgänge werden mit diesen Hilfsmitteln zu einem Problem. Gewöhnliche Rollstühle sind samt Reifen 65 Zentimeter und mehr breit. Türrahmen müssen also auf ein entsprechendes Maß geweitet werden. Es gibt auch ganz praktische Erwägungen, die beim Umbau berücksichtigt werden sollten. Die Haushaltspflege sollte so leicht wie nur möglich sein, damit sich die Reinigung mit geringem Aufwand erledigen lässt. Bedenken Sie, im Alter rauben solche Aktivitäten viel Energie. Ein hoher Teppich ist längst nicht so pflegeleicht wie ein Parkettfußboden. Bei letzterem braucht es lediglich ein Besen, der sich leicht schieben lässt. Beim Teppich sind schwerfällige Staubsauger, die man hinter sich her ziehen muss, ein Erschwernis.

Den altersgerechten Umbau planen

In Schillers Drama Wilhelm Tell heißt es: „Der kluge Mann baut vor“. Diese Devise gilt im wahrsten Sinne des Wortes auch beim altersgerechten Umbau. Wer vorsorgt, der ist im Alter gerüstet. In jungen Jahren legt man beim Renovieren oftmals selbst Hand an. Schließlich lassen sich die Kosten durch den eigenen Arbeitseinsatz erheblich reduzieren. Lediglich für spezielle Arbeiten, wie das Anschließen sanitärer Anlagen oder das Verlegen der Stromkabel, benötigt der Heimwerker die Hilfe des Experten. Trotz aller Fachkenntnis kann die körperliche Anstrengung der Renovierungsarbeiten später eine große Hürde darstellen. Wichtig ist deshalb zunächst, sich selbst nicht zu überschätzen. Hier kommt es besonders auf die jeweilige Arbeitsposition an, die bereits einen erheblichen Einfluss auf die Durchführbarkeit hat. Eine erste grobe Planung kann helfen, die entsprechende Sortierung vorzunehmen.

 

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Der altersgerechte Umbau will gut geplant sein. (Quelle: Kurhan - Fotolia)

Es ist stark vom Zustand der eigenen Gesundheit abhängig, welche Renovierungsarbeiten selbst übernommen werden können. So sollte zum Beispiel, das Streichen eines Geländers kein Problem sein, da sich diese Tätigkeit zu großen Teilen im Sitzen verrichten lässt. Anders sieht es bei körperlich sehr anspruchsvollen Arbeiten aus. So bedeutet beispielsweise der Austausch des Bodens eine lange Arbeitszeit in gebückter oder gar kniender Haltung, die sich von vielen Senioren nicht mehr bewältigen lässt. In diesem Fall empfehlen wir Fachleute.

Basenio.de hat nachgeschaut und sich bei einem Experten der Branche über Preise und Vorteile von Parkettböden informiert. Die Knutzen Wohnen GmbH ist 2015 Testsieger beim Service für Bodenbeläge und Heimtextilien geworden. Das Unternehmen hat Einrichtungshäuser in 25 Standorten in Norddeutschland und einen bundesweiten Onlinehandel. Hier weiß man Bescheid über die Vorteile von Parkettböden. Das natürliche Material ist langlebig und reguliert die Feuchtigkeit im Raum. Schmutz lässt sich leicht beseitigen, wodurch der Bodenbelag hygienisch ist. Wer zu Hause gerne Barfuß läuft, wird diese Holzböden schätzen, da sie fußwarm sind und sich bestens für eine Fußbodenheizung eignen. Letztlich gilt Parkett als zeitlose Zierte und verleiht jedem Raum eine klassische Note. Wer darin selbst noch nicht geübt oder möglicherweise aus körperlichen oder gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage dazu ist, Bodenbeläge selbst auszutauschen, kann sich die Parkettböden von Knutzen Wohnen Profis verlegen lassen. Termingerecht und handwerklich perfekt tauschen unsere Verlegeprofis Bodenbeläge ordnungsgemäß aus.

Basenio.de hat nachgeschaut und Preise mit anderen Anbietern verglichen. Das günstigste Produkt im Sortiment des norddeutschen Einrichtungshauses ist das Parador „Marken-Parkett“ im Dekorbild Buche 3-Stab. Der Quadratmeter ist bei den Norddeutschen schon ab 16,99 Euro erhältlich. In unserem Vergleich der Tiefstpreis.

 

Parkett, Grafik
Preise für Parador "Marken-Parkett" Stand April 2017. (Quelle: eigene Darstellung)

Der Service-Testsieger 2015 verlegt zudem gegen Aufpreis die Parkettböden. So können sie günstig und unkompliziert Umbauen. Welche Maßnahmen noch dazu führen, dass Barrieren im Wohnumfeld reduziert werden, erklären wir in unserem Ratgeber-Beitrag: Barrierefreies Eigenheim – 5 sinnvolle Umbaumaßnahmen für Ihr Zuhause.

Altersgerechtes Umbauen finanzieren

Die Kosten für den altersgerechten Umbau lassen sich über mehrere Möglichkeiten stemmen. Günstige Konditionen für einen Kredit erhält man über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Mit dem Darlehen KfW 159 gibt es bis zu 50.000 Euro je Wohnung. Bei einem effektiven Jahreszins von 0,75 Prozent sind die Zinsen erschwinglich. Allerdings ist der Kredit stark zweckgebunden. Erfüllt man also nicht die baulichen Vorgaben, wird das Darlehen versagt. Gerade bei niedrigen Kreditsummen verweigern auch manche Banken die Zusage. Über die KfW gibt es auch rückzahlungsfreie Zuschüsse, die aber ebenso an bestimmte Voraussetzungen gebunden sind.

Seit 2008 ist es möglich, das Modell der „Riester-Rente“ auch beim Bausparen zu nutzen. Die Eigenheimrente basiert auf derselben Methode. Informationen zum sogenannten Wohn-Riester stellt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit ins Netz.

Geringfügig teurer, aber dafür nicht zweckgebunden, sind Bausparverträge. Nach einer Ansparphase wird der Vertrag „zuteilungsreif“, und die Bausparer können einen Kredit beantragen. Zuletzt gab es jedoch vermehrt Ärger um die Bausparverträge. Viele Banken kündigten die Verträge einseitig oder erhoben Servicegebühren. Für die Finanzierung können auch normale Ratenkredite verwendet werden. Grundvoraussetzung ist eine gute Bonität des Kreditnehmers. Doch gerade bei Senioren schalten auch hier einige Banken auf stur, und erteilen keine Finanzierungen mehr. Es gibt allerdings Tipps, wie ältere Menschen dennoch an Kredite gelangen.

Fazit

Der Prozess des Renovierens wird durch das Alter in einigen entscheidenden Punkten geprägt. Zum einen ist es nicht mehr möglich, viele Arbeiten selbst zu übernehmen und auf dieser Grundlage die Kosten zu reduzieren. Auf der anderen Seite ist es durchaus hilfreich, bereits bei den baulichen Maßnahmen an die zukünftigen Jahre zu denken. Wer diesem Schritt aus dem Weg geht und sich nicht damit befassen möchte, auf den kommen später vielleicht noch höhere Kosten zu, die sich dann nicht mehr so leicht bewältigen lassen.

 


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Profilbild von Steffen Gottschling

Steffen Gottschling (Jg. 1978) lebt und arbeitet in Erfurt. Seit 2012 ist er in der Medienbranche tätig. Hier sammelte er Erfahrungen in der Redaktion von Radio F.R.E.I. und arbeitete als Journalist in der Online-Redaktion der Thüringer Allgemeine. Für ...


Kommentare

Klasse Beitrag und super Fazit. Soviel sollte gesagt sein

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