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Vintage Mode - Welche Klamotten & Accessoires im Retro-Stil liegen im Trend?

"Irgendwann kommt es wieder in Mode". Das mag man bei vielen Kleidungsstücken oder Accessoires vorauszusagen. Doch nicht alle Dinge können heute schon getragen werden. Welche vintage Mode 2016 im Trend liegt, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Die Mode ist heute schnelllebig und gefühlt beinahe schon im Wochentakt sind neue Trends angesagt. Dabei konnte man an den wirklich großen Modetrends, die es früher einmal gab, auch so ein wenig die Zeitgeschichte ablesen, denn Kleidung spiegelt oft das Lebensgefühl der Menschen wieder. Früher war natürlich auch nicht alles besser, aber es wird schon seinen Grund haben, dass große Modetrends der 1960er- oder 1980er-Jahre heute ihr Comeback feiern. Erinnern Sie sich noch an die Trends Ihrer Jugend? Und daran, wie Sie damals dachten, fühlten und was Sie hofften? Vielleicht wird ja dieser Artikel zu Modetrends und jeweiligem Zeitgeist auch bei Ihnen manches wieder wachrufen.

Die 50er – Wirtschaftswunder, Jukebox und Petticoat

Dieses Jahrzehnt stand für Eleganz und Klasse. Anstand und gutes Benehmen spielten damals eine besonders große Rolle in der Gesellschaft und die Kleidung wurde zum Aushängeschild des finanziellen Status' einer Person. Hildegard Knef, James Dean oder Marilyn Monroe waren die Stilikonen der damaligen Zeit und prägten ganze Generationen. Doch auch die vorherrschende Musikrichtung, der Rock'n'Roll, setzte Trends: Frauen liebten den Petticoat und bauchfreie Blusen, die Herren der Schöpfung trugen einen Hut in jeder Lebenslage und die Jeans wurde zum Massenprodukt. Auch heute noch sehr beliebt und klassisch-schick: der Bleistiftrock. Mit seiner klaren Linie ist er vielseitig kombinierbar und auch noch 60 Jahre später ein echter Hingucker. Ein weiterer Blickfang, der in den letzten Jahren sein Comeback feierte, ist die Cateye-Brille. Audrey Hepburn oder Grace Kelly liebten die elegante Wirkung und den femininen Look dieser Brille.

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Viele Trends aus vergangenen Jahrzehnten kommen heute wieder (Quelle: https://pixabay.com/de/jahrgang-1950-s-h%C3%BCbsche-frau-887272/)

Die 60er – "Swinging Sixties"

Eine Zeit, die von gesellschaftlichem Wandel geprägt ist, waren die 60er-Jahre. Studentenbewegung, Bürgerunruhen und tiefgreifende politische Veränderungen zeichneten dieses Jahrzehnt aus. Auch in der Mode machte sich dieser Umschwung bemerkbar. Die Kunstrichtung Pop-Art hatte einen deutlichen Einfluss auf die Mode dieses Jahrzehnts: Gerade Linien, grafische Drucke, Mäntel in A-Linie und Etuikleider prägten das Bild. Prominente Persönlichkeiten wie das britische Model Twiggy, Jacqueline Kennedy oder Uschi Obermaier galten als die Trendsetter der damaligen Zeit. Die Herren kombinierten Pullover und Pullunder leger mit Hemden. Ein Mode-Oldie ist auch heute wieder schwer angesagt: der Rollkragenpulli. In den diesjährigen Herbst- und Winterkollektionen findet man dieses modische Vintage-Kleidungsstück in allen Farbvarianten. Eine echte Reminiszenz an die "Swinging Sixties".

Die 70er – Flower Power und Night Fever

Frieden und Freiheit stehen in diesem Jahrzehnt im Mittelpunkt. Die 70er-Jahre sind geprägt von politischen Protesten und einem aufkommenden Engagement der Jugendlichen. Die Hippiekultur ist en vogue und bringt ausgefallene Schnitte und Blumenmuster in die Mode. Spätestens seit der Ölkrise sind Umwelt und Natur in den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Bewusstseins gerückt, und das spiegelt sich auch in der Kleidung wieder: Frauen und Männer greifen zu Strick- und Häkelmustern sowie natürlichen Farben. Ein weiterer Retro-Trend, der seine Geburtsstunde in den 70ern hatte, ist die Discomode. Die "Bee Gees", "ABBA" oder Filme wie "Saturday Night Fever" ließen diese Welle immer höher werden. Plateauschuhe, schrille Farben und auffälliges Make-up prägten den Stil. Eins der Kleidungsstücke von damals, das auch diesen Herbst wieder oft auf den Straßen zu sehen ist, ist die Schlaghose. Während sie in den 70er-Jahren in allen erdenklichen Stoffen getragen wurde, ist sie heute in einer leicht "abgeschwächten" Version, nämlich besonders als Jeans beliebt. Kombiniert mit einem schlichten Oberteil wirkt sie elegant und schick. So kann die Hose stilvoll und in allen Altersklassen getragen werden und verleiht dem Outfit sogleich das Flair der wilden 70er.

Die 80er – bunt, schrill und kultig

Das Jahrzehnt der Popper, Yuppies, Individualisten und Punks war schräg und stilprägend. Der wirtschaftliche Aufschwung und der starke Einfluss von Film und Fernsehen brachten die Mode mehr in den Fokus und ließen sie vielleicht so sehr wie nie zum Ausdruck des eigenen Lebensstils werden. Markante Formen und klare Strukturen bestimmten den Stil, und Karotten- oder Bundfaltenhosen, wild gemusterte Pullover, Gürtel mit auffälligen Schnallen sowie Blusen mit weiten Ärmeln gehörten zur Grundausstattung. Konnten auch Sie sich bis heute nicht von Ihrem schicken Blazer mit Schulterpolstern trennen? Na ein Glück, denn auch heute wieder steht der Blazer für zeitlose Eleganz. Kombiniert mit einer schönen Kette und einer Jeans, wertet er jedes Vintage-Outfit auf. Einen weiteren Trend riefen Tanzfilme wie "Dirty Dancing" und "Flashdance" hervor: Leggins, Haarbänder oder Stulpen, der Fitnesstrend fand sich damals nicht nur im Aerobic-Kurs, sondern auch auf den Straßen. Selbstverständlich passen ein Minirock, wie er in den 50er-Jahren getragen wurde, oder ein Disco-Outfit der 80er mit Leggins und Stulpen nicht mehr zu einer stilbewussten reifen Frau von heute. Doch es gibt viele Möglichkeiten, auch als Best-Ager die Retro-Fashiontrends von damals heutzutage wieder stilvoll und altersgerecht in die eigenen Outfits einzubauen. Wer sich gern auch modetechnisch einmal zurückbesinnt, der kann dieser Tage so sorgenlos wie nie mit ausgewählten Teilen seinen ganz eigenen, individuellen Vintage-Look kreieren und dabei doch auf Zeitreise gehen.


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Mein Name ist Marian Freund und ich studiere Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Marketing an der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena. Derzeit bin ich als Praktikant für basenio tätig und lerne den Arbeitsalltag in einer Agentur kennen. In meiner Freizeit ...


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