Kontakt mit Verstorbenen | Jenseitskontakte

Kontakt mit Verstorbenen aufnehmen & herstellen – 5 Jenseitskontakt-Arten im Vergleich

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(Quelle: © brueggerart - Fotolia)

Sie suchen Kontakt zu einem Verstorbenen? Auch wenn sich Jenseitskontakte wissenschaftlich nicht beweisen lassen, so gibt es dennoch Menschen, die darauf schwören. Erfahren Sie hier fünf Arten, die einen solchen Kontakt möglich machen sollen.

Den Tod eines geliebten Menschen zu verarbeiten, ist eine der größten Herausforderungen im Leben. Oft kommt er unerwartet und wir fühlen uns dafür noch nicht bereit. Die fünf Schritte der Trauerbewältigung nach Elisabeth Kübler-Ross beschreiben die Phasen, durch welche ein Sterbender oder ein Angehöriger geht, um letztendlich den Tod zu akzeptieren. Diese Phasen gehen vom Leugnen, über den Zorn, das Verhandeln, die Depression, bis hin zur Akzeptanz. Doch dieser letzte Schritt des Akzeptierens fällt Angehörigen des Verstorbenen oft besonders schwer.

Manchen fällt der Abschied leichter, wenn Sie das Gefühl haben, sich mit dem Gegangenen nochmal auszusprechen. Vielleicht blieb etwas Wichtiges ungesagt, vielleicht können sie den Tod nur akzeptieren, wenn sie wissen, dass es dem Verstorbenen gut geht. Die Kontaktaufnahme mit dem Jenseits ist deshalb für einige ein wichtiger Schritt, um den Tod letztendlich akzeptieren zu können.

 

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Sich noch einmal mit dem Verstorbenen unterhalten, macht einigen Hinterbliebenen den Abschied einfacher. (Quelle: zinkevych - Fotolia)

5 Jenseitskontakt-Arten

Wir stellen Ihnen fünf Arten vor, bei denen Kontakte zum Jenseits möglich gemacht werden sollen.

1. Channeling oder Mediumismus

Channeling wird auch Mediumismus genannt und bedeutet, dass ein Medium mit übernatürlichen Wesen wie Engeln, Verstorbenen und Geistern kommunizieren kann. Dafür gibt es unterschiedliche Zugänge. Viele Trauernde suchen im Internet nach einem solchem Medium, dass Ihnen einen Möglichkeit gibt, mit dem Verstorbenen zu kommunizieren. Zu den bekannten Plattformen gehört Questico, dort kann direkt mit Mediatoren gesprochen werden.

Preise des Channelings:

Die Preise für ein Channeling variieren stark und auch die Art der Beratung unterscheidet sich je nach Anbieter. Für ein persönliches Vier-Augen-Gespräch mit einem Mediator sollte man mit Preisen um 100 EUR rechnen. Oft ist dann aber die Zeit des Gesprächs unbegrenzt. Telefon-Hotlines arbeiten oft mit Minutenpreisen, die zwischen 0,99 EUR und etwa 3,00 EUR liegen. Rechnet man den Minutenpreis auf eine Stunde hoch, können hier auch zwischen 50 EUR bis 100 EUR Kosten entstehen.

2. Nachtodkontakt

Der Nachtodkontakt ist ein oft erlebtes Phänomen. Dabei wird der Verstorbene von  Hinterbliebenen einige Tage, Wochen und Monate nach dessen Tod in verschiedenen Formen wahrgenommen. Manche spüren eine Berührung, einige sehen den Verstorbenen irgendwo gehen oder sitzen, erkennen sein Gesicht in anderen Gegenständen, spüren die Anwesenheit des Verstorbenen, riechen dessen Geruch oder hören dessen Stimme.

Jenseitsmedien gehen davon aus, dass bei solchen Erscheinungen der Verstorbene versucht, mit dem Hinterbliebenen Kontakt aufzunehmen und bezeichnen diese Erlebnisse als eine Art der Kommunikation zwischen unserer Welt und dem Übernatürlichen. Skeptiker gehen bei sogenannten Nachtodkontakten allerdings davon aus, dass solche Kontakte eine Form von Halluzinationen sind, die der Hinterbliebene zur Trauerbewältigung nutzt. Deshalb tritt dieses Phänomen auch häufig kurze Zeit nach dem Tod auf und wird vermehrt von verwitweten Ehepartnern berichtet.

3. Erscheinung im Traum

Das Erscheinen eines Verstorbenen im Traum wird oft auch dem Nachtodkontakt zugeordnet. Diese Form ist, wie der Name schon sagt, das Erleben von Toden in Träumen der Hinterbliebenen. Im Gegensatz zu alltäglichen Träumen wird der Traum mit einem geliebten Verstorbenen als besonders intensiv empfunden und lange Zeit nicht vergessen. Oft wachen Betroffene auch mit einem starken freudigen oder traurigen Gefühl auf, welches noch lange Zeit im Wachzustand nicht verschwindet.

Esoteriker sind davon überzeugt, dass sich in solchen Träumen die Verstorbenen bemerkbar machen wollen und versuchen, mit dem Hinterbliebenen zu kommunizieren. Wissenschaftlich kann dieses Phänomen aber genauso wie andere Nachtodkontakte mit Halluzinationen erklärt werden.. 

4. Transkommunikation

Die instrumentelle Transkommunikation wird als das Kommunizieren mit Verstorbenen mit Hilfe von technischen Hilfsmittel bezeichnet. Solche Hilfsmittel können zum Beispiel Tonbandgeräte, Kameras oder ähnliches sein. Die Formen solcher Erscheinungen sind zum Beispiel Tonbandstimmen und helle Flecken auf einem aufgenommenen Bild oder Film. Skeptiker halten solche Phänomene für wissenschaftlich erklärbar und durch Artefakte auf Tonbändern zu rechtfertigen. Esoteriker hingegen sind davon überzeugt, dass solche Geräusche oder Flecken auf Bildern von Verstorbenen stammen, die versuchen, mit den Lebenden Kontakt aufzunehmen.

 

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Hexenbretter haben Buchstaben und Zahlen auf der Oberfläche. (Quelle: © Björn Wylezich - Fotolia)

5. Hexenbrett

Das Hexenbrett wird oft auch als Alphabet-Tafel, Ouija oder Witchboard bezeichnet und dient ebenfalls der Kommunikation mit Verstorbenen. Bei dem Hexenbrett handelt es sich um ein Brett, auf dem alle Buchstaben des Alphabets und die Zahlen von 1-9 aufgezeichnet oder eingeritzt sind. Darüber hinaus stehen oft die Wörter „Ja“ und „Nein“ sowie „Hallo“ und „Tschüss“ darauf, um die Kommunikation zu erleichtern.

Im Gegensatz zum Channeling oder der Kontaktmeditation dient hier das Hexenbrett zur Vermittlung zwischen dem Verstorbenen und dem Hinterbliebenen. Spirituelle Experten raten aber dennoch dazu, dass die Sitzung mit einem Hexenbrett von einem erfahrenen Medium durchgeführt, da ungewöhnliche Ereignisse während oder nach der Sitzung zu großer Unsicherheit und Angst bei den Trauernden führen kann.

Bei den meisten hält sich er Glaube an das Hexenbrett allerdings in Grenzen. Doch nicht nur bei Skeptikern des Übernatürlichen hat das Hexenbrett einen schlechten Ruf – auch esoterisch veranlagte Menschen können dem Ouija meistens nicht viel abgewinnen. Viele Jenseitsmedien sind der Meinung, dass man für eine echte Kontaktaufnahme mit Verstorbenen keine Hilfsmittel braucht, die einem Buchstaben vorgeben. Oft wird die Beliebtheit des Hexenbretts auf Filme zurückgeführt, die Klischees erfüllen wollen.

Fazit

Es ist womöglich schon oft vorgekommen, dass eine Kontaktaufnahme mit dem Jenseits verblüffende Erscheinungen oder unerklärliche Phänomene zum Vorschein brachte, die an echte Kommunikation mit dem Jenseits glauben lassen. Dennoch ist keine dieser Methoden wissenschaftlich bewiesen. Deshalb können selbst erfahrene Medien nicht garantieren, dass Sie aus einer Sitzung mit einer der hier vorgestellten Methoden mit einem befriedigten Gefühl herauskommen.

Dennoch steht eines fest: Nicht-Beweisbares verlangt eine Offenheit für Übernatürliches und den Glauben, dass es funktionieren kann. Schon alleine das Glauben daran, dass man mit einem geliebten Menschen noch einmal kommunizieren könnte, der vor kurzem oder vor längerer Zeit verstorben ist, hilft vielen Trauernden dabei, den Tod zu akzeptieren. 


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Profilbild von Jenny Röck

Jenny Röck ist 2016 nach Erfurt gezogen, nachdem sie ihr Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien abgeschlossen hat. Bei basenio.de ist sie freie Mitarbeiterin und verfasst ab und zu Artikel für unseren Ratgeber. Sie interessiert ...


Kommentare

Wie ist ein Nachtodkontakt einzuordnen, der von zwei oder mehr Personen wahrgenommen wurde???

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