Kaffee als Schlafmittel | als Einschlafhilfe | einschlafen | zum Schlafen

Kaffee als Schlafmittel! So hilft das Getränk beim Einschlafen

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Kaffee als Schlafmittel? Ja, was paradox klingt, kann tatsächlich Wunder wirken. Koffein kann als Einschlafhilfe dienen und so den gesunden Schlaf fördern. Wir geben außerdem Tipps zur Schlafhygiene.

Kaffee gilt als ein Muntermacher. Was viele jedoch nicht wissen ist, dass eine Tasse Kaffee vor dem Einschlafen einen ungestörten Schlaf fördert. Dies ist vor allem bei älteren Menschen der Fall, wie Dr. Dagny Holle vom Uniklinikum in Essen erst kürzlich mitteilte. Das Gehirn wird im Alter oft schlechter durchblutet, was folglich zu Schlafstörungen führt. Kaffee kann hier Abhilfe schaffen und die Einschlafphase verkürzen.

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Ausreichend und gesunder Schlaf ist wichtig für die Gesundheit. (Quelle: pikselstock - Fotolia)

Problem Schlafstörung

Ungefähr jeder vierte Bundesbürger leidet unter der am weitesten verbreiteten Schlaflosigkeit (Insomnie), die sich als Ein- oder Durchschlafstörungen oder als morgendliches Früherwachen äußert. Mit steigendem Alter steigt auch die Zahl der Betroffenen. Etwa die Hälfte aller Menschen über 65 Jahre leiden an einer Schlafstörung. Dr. Dagny Holle und ihre Kollegen von der Poliklinik für Neurologie am Uniklinikum Essen forschen an den Ursachen des gestörten Schlafverhaltens und wiesen in der Fachzeitschrift “Info Neurologie & Psychiatrie 2011” daraufhin, dass eine Tasse Kaffee für Senioren eine ideale Einschlafhilfe ist.

Ein erholsamer Schlaf ist wichtig für die seelische und körperliche Balance. Mitunter kann es sehr belastend sein, nicht (ein)schlafen zu können. Nachts wird sich von einer auf die andere Seite gedreht und die Gedanken stehen nicht still. Die Unruhe der Nacht überträgt sich zugleich auf den Alltag und zeigt sich durch Unkonzentriertheit, Gereiztheit und Antriebslosigkeit. Das Wohlbefinden des Betroffenen ist gefährdet.

Es gibt viele unterschiedliche Ursachen für Schlafstörungen. Manchmal sind die Gründe offensichtlich, sei es beispielsweise ein Arztbesuch oder familiärer sowie beruflicher Stress. Die Nächte verlaufen vor und nach diesen Momenten unruhig, jedoch normalisiert sich das Ganze wieder. Aber auch psychische und organische Erkrankungen wie auch Schmerzen können den Schlaf beeinträchtigen. Gerade dann wird es wichtig, dass Betroffene sich Verhaltensweisen aneignen, die den Schlaf fördern. Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) hat dafür einen Patientenratgeber entwickelt.

Mit Schlafhygiene zum gesunden Schlaf

Unter Schlafhygiene werden all die Verhaltensregeln verstanden, die dem gesunden Schlaf förderlich sind. Ernährung, Tagesaktivitäten, Schlafgewohnheiten und generell die Einstellung zum Schlaf lassen sich dahingehend positiv beeinflussen. Alles fängt bereits mit der Schlafumgebung an. Ein bequemes Bett in einem abgedunkelten und ruhigen Raum wirkt sich begünstigend aus. Der Fernseher sollte unbedingt aus dem Schlafzimmer verbannt werden. Vor allem LCD- und Plasma-Geräte senden verstärkt blaues Licht aus, das bei Menschen die Müdigkeit vertreibt.

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Ein spärlich eingerichtetes Schlafzimmer bietet wenig Platz zur Ablenkung und fördert daher den Schlaf. (Quelle: deepvalley - Fotolia)

Bei der Ernährung gibt es keine grundsätzlichen Empfehlungen seitens der DGSM. Es ist schlicht Gewohnheitssache, wann und wie viel gegessen wird. In mediterranen Ländern ist es Brauch, dass man noch spät in der Nacht üppig isst. Wer also gewohnt ist, kurz vor dem Einschlafen noch etwas zu essen, dessen Nachtruhe wird sich daran nicht stören. Gleiches gilt auch beim Sport. Manch einer braucht die Bewegung in den Abendstunden, um gut über die Nacht zu kommen. Dennoch sollte zwischen sportlicher Aktivität und der Einschlafphase ein nicht allzu kurzer Zeitraum liegen. Auch ist trainieren bis zur Erschöpfung nicht förderlich für den Schlaf.

Kaffee als Einschlafhilfe

Eine Tasse Kaffee zum Einschlafen? Laut dem Schlafforscher, Hans-Peter Landolt, von der Universität Zürich durchaus möglich. Es geht kann sogar so weit gehen, dass das Getränk als Einschlafhilfe dienen kann. Bei vielen älteren Menschen wird das Gehirn schlechter durchblutet, was wiederrum zu Schlafstörungen führen kann. Koffein wirkt hier gegen und kann so den Schlaf fördern. Allerdings sollte versucht werden innerhalb der ersten 15 Minuten nach dem Kaffeegenuss einzuschlafen, da sonst das Koffein seine anregende Wirkung entfaltet. Der Einschlaf-Kaffee empfiehlt sich jedoch weniger bei Menschen, die Koffein nicht regelmäßig konsumieren. Bei ihnen würde er sein aufputschenden Charakter wohl eher entfalten.

Für den Kaffee vor dem Zubettgehen spricht ein weiterer Pluspunkt. Wie Finnische Forscher 2009 herausgefunden haben, schützt Kaffee vor Demenz: Wer im mittleren Alter regelmäßig Kaffee trinkt, senkt sein Demenzrisiko um bis 65 Prozent. Es gibt also Möglichkeiten, das Schlafverhalten positiv zu beeinflussen. Achten Sie daher auf die Schlafhygiene. Hier lassen sich schon viele störende Faktoren abstellen, die das Einschlafen beeinträchtigen. Organisieren Sie also ihr Einschlafritual ohne große Hürden.

6 Fakten über Kaffee, die sie vielleicht noch nicht kannten.
6 Fakten über Kaffee, die Sie so vielleicht noch nicht wussten. (Quelle: Nitr - Fotolia/eigene Darstellung)

Der Gang zur Kaffeemaschine kann zum allabendlichen Brauch werden. So werden der frisch aufgebrühte Morgenkaffee sowie die tägliche Tasse Kaffee zum Einschlafen noch mehr zum Genuss, und verhelfen zu mehr Gelassenheit. Praktisch sind Kaffeekapselautomaten, die leicht zu bedienen sind. Sie sind komfortabel und verursachen wenig Schmutz. Wer sich über die Umweltbelastung durch Aluminiumkapseln Sorgen macht, kann auf aluminiumfreie Alternativen wie die Kaffekapseln von Gourmesso.de zurückgreifen. Diese enthalten zudem auch fair gehandelten Kaffee.

Kaffee statt teurer Einschlafpräparate

Medizinische Schlafmittel sollten nur über einen begrenzten Zeitraum und in Absprache mit dem Arzt genommen werden. Falsch dosiert und über längere Zeit genommen, machen sie abhängig und gefährden die Gesundheit. Anstatt auf teure Schlafmittel zu setzen, kann zuerst Kaffee als Mittel zur Förderung des Schlafs ausprobiert werden. Er ist ein leicht verfügbares Naturheilmittel, das meist in jedem Vorratsschrank zu finden ist. Besonders einfach gestaltet sich die Handhabung mit Hilfe von Kaffeekapselmaschinen. Deshalb ist Kaffee als Einschlafhilfe für Senioren sehr gut geeignet; er entfaltet seine Wirkung bereits in wenigen Minuten.


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Steffen Gottschling (Jg. 1978) lebt und arbeitet in Erfurt. Seit 2012 ist er in der Medienbranche tätig. Hier sammelte er Erfahrungen in der Redaktion von Radio F.R.E.I. und arbeitete als Journalist in der Online-Redaktion der Thüringer Allgemeine. Für ...


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