Hilfsmittel für Senioren | Alltagshilfen | ältere Menschen

Die 10 beliebtesten Hilfsmittel & Alltagshilfen für Senioren & ältere Menschen

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(Quelle: YakobchukOlena - Fotolia)

Schwere Einkaufstüten, steile Treppen, tägliches Kochen: Beim Älterwerden sind es oftmals die kleinen Dinge, die den Alltag beschwerlich machen und irgendwann zum echten Problem werden können. Wir stellen Ihnen die 10 beliebtesten Hilfsmittel vor.

| Steffen Gottschling

Zum Glück gibt es kleine Helfer, die die tägliche Routine erleichtern - nicht nur für Senioren. Wir haben einige der praktischsten und beliebtesten Artikel nachfolgend zusammengetragen. Darüber hinaus finden Sie in unserem Online-Shop viele weitere nützliche Produkte, die das Leben verschönern und erleichtern. Hier ist unsere TOP 10!

Nummer 1: Toilettensitzerhöhung

Für ältere Menschen kann es zu einem Kraftakt werden, wenn sie sich auf die Toilette setzen oder von ihr aufstehen. Durch eine Toilettensitzerhöhung verringert sich der Abstand zur Toilettenbrille und es braucht weniger Kraft, sich hinzusetzen beziehungsweise aufzustehen. So kann diese praktische Hilfe Senioren ein Stück Eigenständigkeit in diesem intimen Bereich erhalten.

Im Handel sind unterschiedliche Angebote erhältich. Einfache Erhöhungen sind zwar praktisch, bieten aber in der Regel kaum Komfort. Den können beispielsweise Armlehnen oder gepolsterte Sitze bringen. Krankenkassen können die Kosten für eine Toilettensitzerhöhung unter bestimmten Umständen übernehmen.

Nummer 2: Trittbretterhöhung

Der altersbedingte Kräfteverschleiß kann auch dazu führen, dass Streckbewegungen kaum mehr möglich sind. Auch wenn die Beine angehoben werden müssen, um beispielsweise in die Badewann zu gelangen, kann dies im Alter schwierig werden. Hier können stabile und rutschfeste Trittbretterhöhungen zur Sicherheit beitragen und Senioren helfen, selbstständig zu bleiben.

Wir empfehlen variable Lösungen, bei denen sich die Trittbretterhöhung an die Bedürfnisse des Senioren angepassen lassen. Die Standfläche sollte ausreichend groß sein, damit sie einen sicheren Stand gewährleisten. Hier sollten 40 cm x 35 cm das Mindestmaß sein. Zudem sollte auf hygienische Materialien geachtet werden. Kunststoff lässt sich beispielsweise leicht reinigen.

Produkt-Tipps der Redaktion:

Nummer 3: Homelift & Treppenlift

Die wenigsten Menschen denken beim Hausbau oder Einzug in eine neue Wohnung an das Thema Barrierefreiheit und das eigene Alter. Besonders Treppen innerhalb der eigenen vier Wände werden schnell zur unüberwindlichen Barriere, wenn die Mobilität abnimmt.
Ein Homelift ist zwar keine besonders billige Lösung - er kann jedoch im Extremfall den Unterschied zwischen selbstbestimmtem Wohnen und einem Altersheim ausmachen.

Tipp: Einige Händler haben sich mittlerweile auf gebrauchte Treppenlifte spezialisiert. Damit lassen sich die Kosten etwas reduzieren. Auch auf Auktionsplattformen im Internet gibt es immer wieder gute Angebote. Aber hier sollte man natürlich darauf achten, dass auch jemand zur Verfügung steht, der den günstigen Lift später fachgerecht einbauen kann.

Nummer 4: Duschhocker

Schwierigkeiten bei der Durchführung der täglichen Körperhygiene gehören wohl zu den häufigsten Gründen, warum ältere Menschen Pflege von außen in Anspruch nehmen müssen. Um das so lang wie möglich zu vermeiden, gibt es auch fürs Bad viele nützliche Helfer.

Duschhocker oder die sogenannten Duschbretter sind simple Hilfsmittel mit einer großen Wirkung: Die Geräte sind in der Regel aus Metall oder Kunststoff und haben Noppen auf der Unterseite, um ein Abgleiten in der rutschigen Wanne zu verhindern.

Der Hocker wird einfach unter die Dusche gestellt, die Bretter lassen sich stabil über den Wannenrand legen. Auch, wenn die Enkel zu Besuch sind, kann eine solche Vorrichtung zum Highlight werden: Gerade bei Kindern ist das Hilfsmittel oft sehr beliebt. Übrigens sollte noch ein weiteres unscheinbares Produkt mit riesiger Wirkung in keinem Bad fehlen: Badematten! Sie kosten nur wenig und bringen ein großes Plus an Sicherheit im Alltag.

Nummer 5: Fernsehlupe

In der modernen Welt gehören die Augen vermutlich zu den meistbeanspruchten Sinnesorganen. Ohne eine geeignete Sehhilfe wird es mit zunehmendem Alter aber immer schwieriger, sich zurechtzufinden. Beschriftungen auf Alltagsgegenständen oder Knöpfe auf der Fernbedienung sind dann oftmals nur mithilfe der Lesebrille zu entziffern.

In den vergangenen Jahren erlebte die Lupe ein Revival und ist mittlerweile in unzähligen Formen und für fast alle Zwecke erhältlich. Gerade, wenn etwas kurz nachzuschlagen ist -beispielsweise die Fernsehzeitung- hat sich das Vergrößerungsglas auf dem Beistelltisch schon häufig bewährt.

Heute sind die meisten Lupen natürlich aus speziellen Kunststoffen, die ganz neue Größen und Formen ermöglichen. Wer Schwierigkeiten hat, auf dem Fernseher Gesichter oder Schriftzüge zu erkennen, dem hilft die Fernsehlupe.

Dabei handelt es sich um eine Scheibe aus Spezialkunststoff, die einfach vor dem Gerät platziert wird und nicht nur Strahlung herausfiltert, sondern das Bild um bis zu 50 Prozent vergrößern kann. Die praktische Hilfe für den vollen Durchblick gibt es für verschiedene Bilddiagonalen, allerdings sind einige Geräte nicht für den Einsatz mit Flachbildfernsehern geeignet.

Nummer 6: Elektro-Scooter

Ein Elektro-Scooter hilft Menschen mit Gehbeeinträchtigungen mobil zu bleiben. Die Scooter (auf deutsch: Roller) werden durch einen Akkumulator - kurz Akku - mit Strom versorgt. Gute Geräten können mit vollgeladenem Akku 40 km weit fahren. So erhalten sich die Menschen ein Stück ihrer Unabhängigkeit.

Da in der Öffentlichkeit immer mehr auf barrierefreiheit geachtet wird, kann man sich mit den Elektro-Scootern weitgehend frei bewegen.

Beim Einkauf, im Museum oder auch Zuhause können diese mobilen Alltagshelfer verwendet werden. Ist die Geschwindigkeit des Scooters auf 6 km/h reguliert, braucht man keine Haftpflichtversicherung auf das Fahrzeug. Schnellere Modelle müssen versichert werden und erhalten ein Kennzeichen.

Krankenkassen erkennen Elektro-Scooter als Hilfsmittel an. Daher übernehmen die Kassen unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten für einen Scooter.

Nummer 7: Strumpfanziehhilfe

So mancher Senior verliert im Alter die Fähigkeit, sich zu bücken. Da erschwert es ungemein, sich selber die Socken an- und auszuziehen. Ein Deutscher Tüftler hat dafür eine Lösung parat. Klaus-Peter Beer entwickelte eine weltweit einzigartige Strumpfan- und ausziehhilfe. Die lässt sich einhändig bedienen und kann von der Krankenkasse übernommen werden.

Basenio.de testete diese und andere Sockenanziehhilfen und befand die Lösung von Klaus-Peter Beer als stabilste und hilfreichste. Mit seiner Erfindung war er sogar schon in der deutschen TV-Landschaft zu sehen. In der Sendung "Höhle der Löwen" präsentierte er seine Strumpfan- und ausziehhilfe.

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Produkt-Tipps der Redaktion:

Nummer 8: Schneeschnieber mit Rollen

Schneeräumen kann nicht nur lästig werden, es kann auch zur Strapaze auswachsen. Doch mit dem SnoKick gibt es ein Hilfsmittel, das Abhilfe schafft. Der SnoKick ist eine Hebelkonstruktion mit Rädern, die das Schneeräumen erleichtert. Aus der Physik ist bekannt, dass man durch einen Hebel mehr Kraft aufwenden kann.

Genau nach diesem Prinzip funktioniert auch das Hilfsmittel. Der Schnee kann mit Hebelkraft angehoben werden und wird seitlich abgekippt. Dabei liegt die Last auf der Hebelkonstruktion. Das spart Kräfte und schont den Rücken. Die bruchsichere, witterungsbeständige und wartungsfreie Hebelkonstruktion kann an jeden handelsüblichen Schaufel-Stiel montiert werden.

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Der "SnoKick" ist bei basenio.de über den Onlineshop erhältlich.

Nummer 9: Kybun Schuhe

Schmerzende Füße sind ein Übel, die ein ganzes Stück Lebensqualität rauben. Wenn schon kurze Wege zu einer Qual werden, dann verliert so mancher Senior den Willen, sich außerhalb seiner Wohnung zu bewegen.

Fersensporn, Hallux Valgus und andere Indiaktionen, haben oft auch ihre Ursache in zu engen und unbequemen Schuhen. Auch flache Schuhsohlen können Fußschmerzen begünstigen, weil der Fuß beim Gehen nicht richtig abrollen kann.

Die Schweizer Schuhmarke "kybun" hat ein Schuhkonzept entwickelt, das mit einer einzigartigen Sohlenkonstruktion solchen Schmerzen entgegenwirken soll. Die hohe Sohle ist mit einem weich-elastischen Material gefüllt, das den Schritt abdämpft und den Fuß auf natürliche Weise abrollen lässt. Basenio.de testete dieses Schuhkonzept. Den Testbericht können Sie kostenfrei in unserem Ratgeber lesen.

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Nummer 10: Tablet und Smartphone

Nicht nur die Jugend profitiert vom technischen Fortschritt: auch immer mehr ältere Menschen nutzen Smartphones und Tablets um immer und überall mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben, Ausflüge zu organisieren, Fotos zu machen und zu teilen und Nachrichten und Gesundheitstipps zu bekommen.

Die Möglichkeiten die das Internet und Apps (Abk. für engl. application software = Anwendungssoftware, ein Zusatzprogramm) bieten sind nahezu grenzenlos: Online-Shops für Kleidung, Pflanzen, Nahrungsmittel, Elektronik – alles was das Herz begehrt kann heute per Klick mühelos nach Hause bestellt werden. Doch das Internet ist natürlich noch viel mehr: Per Internet-Telefonie via Skype kann man kostenlos Kontakt mit Kindern und Enkeln auf der ganzen Welt halten.

Spezielle Portale liefern Hilfe und Antworten für fast jedes Problem, und auch die eigene Erfahrung lässt sich gut einbringen. Neben Neuigkeiten aus aller Welt und der eigenen Region lassen sich auch andere Menschen finden: Vom Plaudern im Chat bis zur Suche nach Bekanntschaft oder gar einem neuen Partner ist vieles möglich.

Besonders praktisch für Senioren: Die sogenannten Tablet-PCs. Mit den Leichtgewichten die durch ihre einfache Touchscreen-Bedienung punkten wird das Surfen im Internet auch für Neulinge zum Kinderspiel.

Zudem hat man Musik, Bilder und digitale Bücher stets griffbereit und dank Sprachsteuerung und größenverstellbaren Symbolen und Schriften sind Sie optimal für die ältere Generation geeignet. Basenio.de hat spezielle Smartphones für Senioren und Einsteiger-Tipps zur Handhabung in einem Ratgeberbeitrag für Sie zusammengestellt.

Produkt-Tipps der Redaktion:


Mein persönliches Fazit:

Auch vor den Alltagshelfern im Haushalt macht der Fortschritt nicht halt. Immer mehr digitale und elektronische Angebote drängen auf den Markt. Ob diese auch immer die bessere Lösung sind, muss jeder für sich selbst entscheiden. Unbestreitbar ist jedoch, dass das Internet auch für Senioren unschätzbar praktische Hilfsmittel liefert, um den Alltag zu meistern und möglichst lange eigenständig in den eigenen vier Wänden wohnen zu können.

Eines der wichtigsten Hilfsmittel gibt es übrigens gratis und ist doch unbezahlbar: Ein gutes Verhältnis zu Nachbarn, Freuden und Familie ist wohl der beste Helfer. Wer sich seine sozialen Kontakte bis ins hohe Alter bewahrt, bleibt länger gesund und fit.


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Profilbild von Steffen Gottschling

Steffen Gottschling ist der leitende Redakteur der Ratgeber-Redaktion. Bevor er 2016 bei basenio.de begann, war er im Rundfunk und in der Online-Redaktion einer regionalen Tageszeitung tätig. Seine Themenschwerpunkte sind die Bereiche Pflege & Recht.


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Vor allem auch für kreuzworträtsel hilft mir das Internet immer sehr.

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