Bester Weihnachtsbaum | schöne | ökologischer

Welcher ist der beste Weihnachtsbaum? Schöne & ökologische Bäume zum Fest - Tipps vom Profi

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(Quelle: Patricia Klamt)

Was das Thema Weihnachtsbäume angeht, sind sich die Deutschen einig: Tiefgrün, nach Harz duftend und möglichst gleichmäßig gewachsen müssen sie sein - und vor allem echt. Erfahren Sie hier, was Sie beim Kauf eines Weihnachtsbaums beachten sollten.

Weihnachtsbäume aus Plastik konnten sich bis heute bei den Deutschen nicht durchsetzen und fristen ein Schattendasein. Schätzungsweise nur etwa fünf Prozent der Deutschen feiern das Weihnachtsfest unter einem Baum aus Kunststoff. Unangefochten hoch im Kurs ist dabei nach wie vor die Nordmanntanne, der Klassiker unter den Weihnachtsbäumen. Doch als Naturprodukt sind die Bäume empfindlich. Wie lange Fichten, Tannen & Co. ihr eigentlich immergrünes Nadelkleid behalten, hängt von vielen Faktoren ab. Vom Kauf bis hin zur Pflege gibt es Einiges zu beachten. Die Förster der Thüringer Forstanstalt geben Tipps zum Baumkauf.

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Die grundlegende Entscheidung: Welche Baumart soll es sein?

Die Nordmanntanne gilt wegen der vergleichsweise weichen Nadeln als besonders kinderfreundlich. Douglasie und Nobilistanne wird ein leichter Orangenduft nachgesagt. Die Blautanne wird wegen ihres gleichmäßigen Wuchses geschätzt, verliert aber relativ schnell die Nadeln, sagt Thüringenforst-Sprecher Horst Sproßmann. Der Baum eignet sich also eher für Familien, in denen der Baum relativ schnell wieder aus dem Wohnzimmer verschwindet.

Für immer mehr Menschen spielt jedoch auch der ökologische Aspekt eine Rolle. Die heimische Fichte ist oft nicht nur der preisgünstigste, sondern auch ökologisch die sinnvollste Alternative. Eine andere einheimische Art ist die Gemeine Kiefer. Sie eignet sich am ehesten für Puristen mit Hang zu elektrischer Beleuchtung: Die Äste stehen lockerer als bei anderen Arten. Wegen des hohen Harzanteils ist die Brandgefahr jedoch höher.

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Frisch geschlagene Weihnachtsbäume im Netz eingewickelt. (Quelle: Patricia Klamt)

Regional und frei von Pestiziden - für das ökologische Gewissen

Anstatt auf billige Bäume aus Monokulturen zu setzen, lohnt sich auch hier eine Nachfrage bei regionalen Waldbauern oder Forstämtern. Dort gibt es oft Bäume aus Durchforstungen oder von Sonderflächen wie dem Bereich unter Stromtrassen. Die Vorteile: Im Wald wird meist auf den Einsatz von Pestiziden verzichtet. Außerdem können die Bäume eigenhändig und ganz frisch aus dem regionalen Wald geholt werden. Wer von einem Händler kauft und ausschließen will, dass der Baum mit Pestiziden behandelt wurde, sollte auf Bio-Siegel achten. Der Naturschutzverband BUND empfiehlt unter anderem die Bioland-, Neuland-, Naturland- oder FSC-Siegel. Die Umweltschutzorganisation Robin Wood veröffentlicht auf ihrer Homepage jedes Jahr eine aktualisierte Liste mit Händlern von Bio-Weihnachtsbäumen.

Generell sollte auch beim Weihnachtsbaum nicht unbedingt auf den Cent geachtet werden. Der Preisdruck sei schon Ende November/Anfang Dezember sehr hoch, sagt Forstdienstleister Frank Hill. Für Händler komme deshalb oft nur der Handel von Bäumen aus großen Plantagen infrage. "Selbst in den Wald zu gehen und Bäume zu suchen und eigenhändig zu fällen, rechnet sich heutzutage nicht mehr." so Waldprofi Frank Hill.

Tipps und Tricks, wie Sie lang Freude am Weihnachtsbaum haben

Wer die Kaufentscheidung hinter sich gebracht hat, sollte den Baum möglichst schnell nach Hause bringen. Gelagert wird er am besten aufrecht in einem Eimer Wasser stehend in einem dunklen, kühlen Raum. Kellerräume seien dafür besonders gut geeignet, sagen die Experten. Das Transportnetz sollte möglichst bald nach dem Kauf entfernt werden. Vor dem Umzug ins heimische Wohnzimmer gibt es noch einen Trick: Profis entfernen ganz unten am Stamm noch einmal ca. zwei Zentimeter. An der frischen Schnittstelle kann der Baum das Wasser nämlich besser aufnehmen. Blumenerfrischer für Schnittblumen kann ins Wasser gegeben werden, um die Lebensdauer weiter zu verlängern.

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Geschmückter Weihnachtsbaum (Quelle: Patricia Klamt)

Aufgestellt werden sollten Bäume möglichst nicht neben Heizung, Ofen oder Kamin. Ansonsten droht neben Brandgefahr auch eine schnelle Austrockung. Auch den Wasserverbrauch sollte man im Auge behalten, damit der Weihnachtsbaum möglichst lang grün bleibt: Rund einen halben Liter Wasser benötigt eine durchschnittliche Tanne am Tag. Außerdem sollte natürlich auf den festen Stand des Baums geachtet werden. Ein umgestürzter Weihnachtsbaum ist keine besonders schöne Bescherung.

Wer echte Kerzen einsetzt, sollte zudem einen Feuerlöscher oder zumindest einen Eimer Wasser griffbereit im Wohnzimmer haben. Sogar für verharzte Hände gibt es einen Geheimtipp: Mit Baby- oder anderen Pflegeölen lässt sich die klebrige Substanz leicht von der Haut entfernen.
Wer diese Punkte beachtet, hat lange Freude an seinem Baum - und nur noch die Qual der Wahl, wie lange der Baum im Wohnzimmer stehen bleiben soll.


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Andreas Göbel berichtet aus der Thüringer Landeshauptstadt Erfurt überaktuelle Themen aus Thüringen und ganz Deutschland - von Politik,Wissenschaft und Kultur bis hin zu Panorama-Themen. Als Freier Journalist lange Jahre für die Nachrichtenagentur dapd tätig,schreibt ...


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