Abzocke am Telefon: Was tun bei Telefonabzocke?

In diesem Beitrag: Abzocke am Telefon; Wie kann man Senioren gegen Telefonabzocke sensibilisieren? Wie schützt man sich gegen die Abzocke und was man tun sollte, nachdem man Opfer von Abzocke am Telefon geworden ist.
Von 2010 bis 2011 hat das Bundeskriminalamt um die 300.000 Telefonbetrugsfälle gezählt. Dabei entstand ein Schaden von circa 175 Millionen Euro. Die Täter gehen dabei skrupelloser denn je vor und entwickeln immer mehr Methoden, wie zum Beispiel die Gewinnspiel-Abzocke-am-Telefon oder den Enkeltrick, um an das Geld ihrer meist älteren Opfer zu gelangen. Familienangehörige erfahren von den Betrugsfällen meist erst, wenn es zu spät ist und Oma oder Opa finanziell ruiniert sind.
Senioren gegen Telefonabzocke schützen - Das kann man tun!
Sensibilisieren
Die Betrüger profitieren von der Unwissenheit ihrer Opfer. Klären sie ihre Verwandten auf und erörtern sie gemeinsam mit ihnen die Gefahren und Vorgehensweise der Betrüger. Senioren sind meist sehr gutgläubig. Machen sie ihnen also klar, dass es nicht nur gute Menschen auf der Welt gibt, sondern leider auch Betrüger ohne moralische Grundsätze!
Kontrollieren
Bitten Sie Ihre älteren Verwandten und Bekannten unbedingt, ihre Kontoauszüge ansehen zu dürfen, und verabreden sie sich einmal pro Monat, um diese zusammen durchzusehen. Fragen sie bei höheren Summen nach dem Verwendungszweck. Sollte sich hier keine plausible Antwort finden lassen, informieren sie umgehen einen Anwalt und besprechen sie mit ihm weitere Schritte!
Telefonbetrüger rufen nur Nummern an, die entweder im Telefonbuch stehen oder in irgendeiner Weise bei unseriösen Geschäftspartnern angegeben wurden. Versuchen Sie, das Verständnis für den Umgang mit den eignenden persönlichen Daten zu schulen. Bieten sie an, eine neue Nummer generieren zu lassen, und diese nicht im Telefonbuch zu listen. Erklären sie den Senioren, dass gerade im Internet angegebene Daten oft missbraucht werden.
Verständnis aufbringen
Ist ein Senior auf die Betrüger reingefallen, so wird den Angehörigen Fingerspitzengefühl abverlangt. Oft schämen sich ältere Menschen und versuchen den Vorfall zu vertuschen. Seien sie also unbedingt kritisch und hinterfragen Sie höhere Geldbeträge lieber zweimal.

Auf keinen Fall dürfen sie den Betreffenden Vorwürfe machen, dies würde zu einer sogenannten seelischen Verschließung führen und ihre Verwandten würden das Thema für immer meiden. Machen sie den Opfern klar, dass es keine Schande ist betrogen zu werden und unbedingt die Polizei eingeschaltet werden muss.
Erklären Sie, dass der vorliegende Fall kein Einzelfall ist und den Tätern unbedingt das Handwerk gelegt werden muss. Versuchen Sie dem Opfer schonend beizubringen, dass sie zur Polizei gehen müssen, um dort eine Aussage zu machen. Erwarten sie hierbei keine Zustimmung, aber seien sie bestimmt. Nur durch die Aussage von Opfern kann den Tätern das Handwerk gelegt werden.
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