Uhren als Wertanlage | Welche | Beste

Uhren als Wertanlage: Welche Modelle lohnen sich? - 3 Tipps zum Investieren

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Eignen sich Uhren als Wertanlage? Basenio.de gibt Tipps, welche Modelle sich als wertsteigernde Investition auch zur Altersvorsorge lohnen.

| Marian Freund

Wer sich im besten Alter etwas Besonders gönnen, sich für jahrelange harte Arbeit belohnen und zugleich in eine solide Wertanlage investieren möchte, landet schnell bei hochwertigen mechanischen Armbanduhren. Im Gegensatz zu den wesentlich günstigeren Quarzuhren ticken hier noch in minutiöser Feinarbeit gefertigte mechanische Uhrwerke.

Auf engstem Raum trifft im Gehäuse technische Perfektion auf hochwertige Materialien – das kostet seinen Preis – und kann eine echte Wertanlage auch zur Altersvorsorge sein. Was Sie bei der Investition beachten sollten, lesen Sie in unserem folgenden Ratgeber.

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Welche Uhren als Wertanlage?

Warum gibt es überhaupt etwas beim Kauf einer ohnehin schon wertvollen Uhr zu beachten? Während das Aussehen einer Uhr durchaus eine Frage des Geschmackes ist, so kennt der Markt für Luxusuhren seine ganz eigenen Gesetze für die Wertsteigerung eines Modells. Der Wert einer Uhr steigt nicht nur mit der Exklusivität, sondern auch mit den Geschichten, die sie erzählt.

Bestes und zugleich aktuellstes Beispiel ist der Fall Rolex Daytona: Der edle Zeitmesser ist nicht nur zeitlos schick, sondern erinnert gleichermaßen an halsbrecherische Autorennen in Daytona Beach (Florida) und an den legendären Schauspieler Paul Newman, der als Hobbyrennfahrer natürlich – wie sollte es anders sein – eine Daytona trug.

Sie ist die Rennfahreruhr schlechthin. Die aktuelle Neuauflage ist so begehrt, dass aufgrund des großen Käuferinteresses per Losverfahren entschieden werden muss, welcher glückliche Kunde eines der exklusiven Stücke bekommt. Eine Wertsteigerung ist bei solchen Stücken die logische Konsequenz: Ein Modell von 1969 wurde in einer Rekordauktion für unglaubliche 1,8 Millionen Euro versteigert.

3 Tipps zur Uhr als Wertanlage

Das Beispiel deutet schon an, dass drei Faktoren für eine Wertsteigerung entscheidend sind: Der Markenname ist schon ein wichtiger Indikator für eine potenzielle Wertsteigerung. Experten raten Anlegern in der Regel zu zwei bis drei Spitzenmarken zu greifen: Mit Rolex ist die erste bereits benannt, die zweite heißt Patek Philippe.

Als besonders wertstabil hat sich neben Schweizer Herstellern auch die Marke A. Lange & Söhne etabliert, erklärt Thomas Wanka, Chefredakteur der Zeitschrift Uhren-Magazin im Interview mit Focus Online.

Wenn die Uhr dann auch noch eine besondere Geschichte vorzuweisen hat wie die Daytona, kann sich das ebenso auf die Preisentwicklung auswirken wie besonders ausgefeilte "Komplikationen". So werden die Funktionen einer Uhr genannt, die über die reine Zeitanzeige hinausgehen.

Raffinierte Komplikationen wie ewige Kalender stehen für höchste Uhrmacherkunst, Präzision und mechanische Perfektion. Solche Produkte sind oft begehrte Sammlerstücke, denn sie werden in geringer Stückzahl gefertigt, ihre Pflege und Wartung bedarf ebenso viel Sorgfalt wie die Herstellung. Kein Wunder, dass sie Spitzensummen erzielen und unter Liebhabern immer beliebt bleiben werden – allen Trends wie Smartwatches zum Trotz.

Markt für Uhren

Trotzdem ist es wichtig, den Markt zu kennen und zu sondieren und nicht "auf gut Glück" eine Uhr zu erwerben. Dabei spielt das Internet eine immer größere Rolle: Online-Marktplätze bestimmen heutzutage immer mehr den Preis. So erklärt das "Manager Magazin", dass der Internethandel "die Regeln im Uhrengeschäft gehörig durcheinander wirbelt". Selbst stationäre Händler sind dort vertreten und können mitunter sogar neue Uhren unter Listenpreis anbieten.

Solche Online-Plattformen eignen sich auch hervorragend, um einen ersten Einblick in den Markt zu bekommen. Schnell werden die preislichen Unterschiede zwischen limitierten Sammlerausgaben und der Standardausführung ersichtlich. Zu guter Letzt: Wichtig ist, dass sich potenzielle Anleger auch darüber im Klaren sind, dass zumindest Luxusuhren der Mittelklasse in der Regel nicht in nächster Zeit eine Preissteigerung verzeichnen werden.

Vielleicht wird erst die nächste Generation oder die übernächste einen Gewinn einfahren. Auch die Daytona war vor 40 Jahren noch nicht so viel wert wie heute. Wer plant, sein Schmuckstück oder seine ganze Sammlung zu veräußern, sollte daher zunächst einen unabhängigen Expertenrat einholen und prüfen, in welchem Auktionsumfeld und zu welchem Zeitpunkt das Modell am besten verkauft werden kann.


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Marian Freund schreibt als freier Redakteur für basenio.de.

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