Zusatzversicherung Krankenhaus für Rentner | Ohne Gesundheitsfragen | bei bestehender Krankheit | ohne Wartezeit

Zusatzversicherung Krankenhaus für Rentner - Top3 Vergleich (Vergleichsportale) - Ohne Gesundheitsfragen (bei bestehender Krankheit) & ohne Wartezeit

Zusatzversicherung Krankenhaus für Rentner | Ohne Gesundheitsfragen | bei bestehender Krankheit | ohne Wartezeit
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Mit einer Krankenhauszusatzversicherung fühlen wie ein Privatpatient? Welche Leistungen und Tarife sich für Rentner lohnen, lesen Sie in unserem Ratgeber.

| Jennifer Günther

Im Krankenhaus braucht man seine Ruhe, um schnell wieder gesund zu werden. Um als Kassenpatient nicht vom schnarchenden Bettnachbarn und ständig wechselnden Ärzten dabei gestört zu werden, kann man eine Krankenhauszusatzversicherung abschließen und sich wie ein Privatpatient behandeln lassen. Für wen sich diese private Zusatzversicherung lohnt und was sie beinhaltet und kostet und worauf speziell Rentner achten sollten, erfahren Sie in unserem Ratgeber. 

Brauche ich eine Krankenhauszusatzversicherung?

Die Krankenhauszusatzversicherung stockt die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen auf, sodass man die gleiche Behandlung wie ein Privatpatient erfährt. Kassenpatienten werden standardmäßig in Mehrbettzimmern untergebracht und von den diensthabenden Ärztinnen und Ärzten behandelt, das können Stations-, Assistenz- oder Oberärzte sein. Die gesetzlichen Kran­ken­kas­sen zahlen Behandlungen in dem Umfang, der medizinisch notwendig und zugleich wirtschaftlich sinnvoll ist. Ausnahmen werden nur gemacht, wenn es medizinisch notwendig ist, wenn also beispielsweise die Unterbringung in einem Einzelzimmer der Genesung zuträglich ist, oder die Erkrankung Fachwissen der Chefärztin oder des Spezialisten erfordert. Zudem zahlt die Krankenkasse in der Regel nur die Behandlung im nächstgelegenen geeigneten Krankenhaus, welches einen Versorgungsvertrag mit den Krankenkassen hat. Geht man zur Behandlung in eine andere Klinik oder gar in eine Privatklinik, kann die Kasse den Aufpreis in Rechnung stellen.

Mit einer Krankenhauszusatzversicherung bekommt man also die Privatpatient-Behandlung – dafür sind diese Versicherungen auch nicht günstig. 

Zusatzversicherung Krankenhaus für Rentner

Mit steigendem Alter erhöhen sich leider auch die Kosten dieser Zusatzversicherung für den Krankenhausaufenthalt. Laut einem Vergleich von Finanztip im Sommer 2021, bei dem Policen stationärer Versicherungen unter die Lupe genommen wurden, zahlen 63-jährige Neukunden in günstigen Tarifen 65 bis 76 EUR monatlich. Vor Abschluss des Versicherungsvertrags wollen die meisten Versicherer alles über den Gesundheitszustand der Interessenten wissen – die meisten Rentner haben eine gut gefüllte Patientenakte vorzuweisen, die schlimmstenfalls zur Ablehnung, deutlichen Zuschlägen oder dem Ausschluss der Leistungsübernahme bei bestimmten Krankheiten führen kann.

Die Fragen beziehen sich meist auf Vorerkrankungen, regelmäßige Medikamenteneinnahme sowie Behandlungen der letzten fünf bis zehn Jahre. Die Versicherung für Rentner stellt für Versicherer immer ein erhöhtes Risiko dar -  welches sie mitunter lieber vermeiden.

Dennoch sollte man bei den Angaben zur Krankheitsgeschichte stets ehrlich antworten, andernfalls kann der Versicherer den Vertrag wegen Täuschung anfechten, der Versicherungsschutz kann verfallen und man bleibt auf den entstandenen Kosten sitzen. Etwas zu verschweigen oder gar wegzulassen, lohnt sich nicht, da die Versicherer die Patientenakten überprüfen dürfen.

Die gute Nachricht ist, dass es auch einige Anbieter gibt, die auf die Gesundheitsfragen verzichten. Allerdings haben diese Tarife meist einen eingeschränkten Leistungsumfang, entweder sie zahlen nur bei einem Unfall oder sie übernehmen nur die Unterbringung in einem Ein- oder Zweibettzimmer. Vergleichen Sie verschiedene Policen und lesen Sie vor Abschluss gründlich den Vertrag. 

Hinweis: Lieber früher abschließen

Es kann sich lohnen, eine Krankenhauszusatzversicherung in jungen Jahren abzuschließen, solange man noch keine gesundheitlichen Probleme hat. Allerdings stehen andere Versicherungen wie die Berufsunfähigkeit und die Altersvorsorge in der Versicherungsprioritätenliste weiter oben. Man kann auch gleich die ganze Familie absichern. Gerade für Kinder sind die Verträge sehr günstig und können später ohne erneute Gesundheitsprüfung in eine Versicherung für Erwachsene umgewandelt werden. 

 

Die Krankenhauszusatzversicherung "KlinikSchutz Premium" der Deutschen Familienversicherung, erhielt bei einem im Jahr 2020 durchgeführten Vergleich der Krankenhauszusatzversicherungen der Stiftung Warentest ein “Sehr gut” in Bezug auf das Preis-/Leistungsverhältnis. In diesem Tarif zahlen Sie beispielsweise, wenn Sie gesund sind und die Versicherung mit 47 Jahren abschließen, 44,60 EUR monatlich, mit 65 Jahren liegt der Preis bei 80,13 EUR. Der Tarif beinhaltet die 100%-ige Übernahme der Chefarztkosten bei allen Krankheiten, ohne Einschränkung in der Klinik Ihrer Wahl, sowie die Unterbringung im Zweibettzimmer ohne Wartezeit und mit Auslandsreisekrankenversicherung.

Was zahlt die Krankenhauszusatzversicherung?

Wenn man sich dazu entscheidet, eine Krankenhauszusatzversicherung abzuschließen, sollte man Tarife vergleichen, um zu erfahren, was man für sein Geld bekommt.

Zu den Kernleistungen zählen ein besseres Zimmer, die Chefarztbehandlung und freie Arzt- und Krankenhauswahl.

 

Chefarztbahendlung

Wer eine stationäre Zusatzversicherung abgeschlossen hat, der kann während eines Krankenhausaufenthaltes statt vom diensthabenden Arzt von der Chefärztin oder einem Spezialisten behandelt werden und die Kosten der Extrabehandlung im Anschluss bei der Versicherung einreichen. In diesem Fall schließt man mit dem Krankenhaus einen Wahlleistungsvertrag ab. Unter Wahlleistungen versteht man die Leistungen, die die Kassen nicht bezahlen, die man allerdings freiwillig dazubuchen kann. Hat man keine Krankenhauszusatzversicherung, trägt man diese Kosten selbst. Durch einen Wahlleistungsvertrag rechnet der Arzt, das dürfen nur leitende Mediziner, privat ab und kann ein höheres Honorar für die Behandlung verlangen. Kommt man nun beispielsweise für eine Knie-OP in das Krankenhaus und schließt eine Wahlarztvereinbarung mit einem Chirurgen ab, erhält man im Anschluss an die Behandlung Rechnungen nicht nur vom Chirurgen, sondern auch von allen an der Behandlung beteiligten Ärzten wie etwa die Anästhesistin oder dem Radiologen. Die Rechnungen müssen zunächst vorgestreckt werden, bevor man sie bei der Krankenhauszusatzversicherung einreicht und erstattet bekommt.

 

Mehr Freiheit bei der Klinikwahl

Wer gesetzlich krankenversichert ist, wird von seinem Arzt in die nächstgelegene Klinik eingewiesen. Mit der Krankenhauszusatzversicherung hat man die freie Wahl des Arztes und der Klinik für die Behandlung. Allerdings hat man auch ohne Versicherung immer das Recht, in ein anderes Krankenhaus, als das auf der Einweisung genannte, zu gehen. Die Krankenkasse könnte in diesem Fall allerdings etwaige Mehrkosten zurückverlangen, so steht es im Sozialgesetzbuch:

Störer: Gesetz: „Wählen Versicherte ohne zwingenden Grund ein anderes als ein in der ärztlichen Einweisung genanntes Krankenhaus, können ihnen die Mehrkosten ganz oder teilweise auferlegt werden“ (§ 39 Abs. 2 SGB V). 

Heutzutage ist es allerdings so, dass die Klinik nach einer Fallpauschale abrechnet, weswegen es deutschlandweit kaum Kostenunterschiede zwischen der gleichen Behandlung in verschiedenen Kliniken gibt. Für die Freiheit bei der Klinikwahl allein lohnt sich die Zusatzversicherung also nicht. Sie bietet aber neben der Wahl des Krankenhauses auch die freie Wahl des Arztes oder der Ärztin. So kann man gezielt nach dem geeigneten Spezialisten suchen und sich für die Klinik entscheiden, in der er praktiziert. Die Zusatzversicherung übernimmt dann die Mehrkosten für die Krankenhauswahl und das Spezialisten-Honorar. Es ist immer ratsam, vor der Behandlung bei der Zusatzversicherung nachzuhaken, ob die anfallenden Kosten für die gewünschte Klinik oder Ärztin übernommen werden. Denn einige Tarife greifen nicht bei Kliniken, die gleichzeitig auch Kuren und Reha anbieten.

 

Ein- oder Zweibettzimmer

Die Krankenhauszusatzversicherung garantiert zudem die Unterbringung in einem komfortablen Zimmer, statt Mehrbettzimmer beziehen Sie ja nach Tarif ein Ein- oder Zweibettzimmer. Allerdings sollte die Versicherung nicht vorrangig für ein besseres Zimmer abgeschlossen werden, schließlich ist die Behandlung durch qualifizierte Ärzte entscheidender. Dennoch kann es der Heilung zuträglich sein, nicht dauerhaft von zu vielen oder wechselnden Leidensgenossen gestört zu werden. Laut Statista betrug der Zuschlag für ein Zweibettzimmer in deutschen Krankenhäusern im Schnitt 59,23 EUR pro Tag. Ein günstiger Tarif einer Krankenhauszusatzversicherung kostet etwa 460 EUR im Jahr. Erst ab dem 8. Krankenhaustag rechnet sich diese Zusatzversicherung also. Die Tarife für ein Einbettzimmer sind oft noch deutlich teurer und lohnen diese Mehrkosten selten, da sich an der medizinischen Behandlung nichts ändert. 

Was zahlt die Krankenhauszusatzversicherung nicht?

Die Krankenhauszusatzversicherung übernimmt zwar Kosten, die die gesetzliche Krankenkasse nicht abdeckt, aber nicht alle. Bei einigen Anbietern muss man außerdem darauf achten, dass es eine gewisse Wartezeit gibt, bevor Leistungen in Anspruch genommen werden dürfen. In der Regel muss man drei Monate warten, bei einer anstehenden Entbindung sogar acht Monate. Es gibt aber auch Krankenhauszusatzversicherungen ohne Wartezeit, beispielsweise bei der Deutschen Familienversicherung.

Die stationäre Zusatzversicherung übernimmt in der Regel die anfallenden Krankenhauskosten, die über die gesetzliche Krankenkasse abgerechnet werden. Reine Privatkliniken haben oft keine Kassenzulassung. Diese Kosten werden von der Zusatzversicherung meist nicht gezahlt oder man muss den Anteil der gesetzlichen Kasse selbst tragen. Vor einer Behandlung in der Privatklinik lohnt sich ein Blick in die Versicherungsbedingungen.

Auch rein kosmetische Operationen, die medizinisch nicht notwendig sind, werden in der Regel nicht von den Zusatzversicherungen übernommen. Auch hier ist es ratsam, vorher bei den Versicherern nachzufragen.

Aufenthalte in Kur- oder Rehakliniken werden in vielen Tarifen ausgeschlossen. Einige Versicherungen bieten allerdings ein Tagegeld während einer Kur, Reha oder Anschlussbehandlung, womit sich Zusatzkosten bezahlen lassen. 

Was kostet eine Krankenhauszusatzversicherung?

Die Preise der Krankenhauszusatzversicherung hängen vom Alter und dem Gesundheitszustand des Patienten beim Vertragsabschluss ab. Auch der Leistungsumfang variiert und drückt sich in den monatlichen Kosten aus. Da es bei älteren und bereits erkrankten Menschen wahrscheinlicher ist, dass sie tatsächlich von ihrer Zusatzversicherung Gebrauch machen, müssen sie mit deutlich höheren Beiträgen rechnen. Wer also Interesse an dieser Sonderbehandlung hat, sollte lieber frühzeitig die Versicherung abschließen.

Der Vergleich der Versicherungen lohnt sich dabei immer, vor allem wenn man keine leere Patientenakte vorweisen kann oder gehobeneren Alters ist.

  • Die Testergebnisse der im Juli 2020 von der Stiftung Warentest getesteten 37 Krankenhauszusatzversicherungen-Einbettzimmer und 24 Krankenhauszusatzversicherungen-Zweibettzimmer können Sie hier für 1,50 EUR lesen.
  • Auch Finanztip hat 49 Versicherungspolicen miteinander verglichen und für fünf eine Empfehlung ausgesprochen. Welche das sind, lesen Sie hier.
  • Bei Check24 lassen sich 78 Krankenhauszusatzversicherungen einfach und schnell nach Leistungsumfang und Kosten miteinander vergleichen.

Wichtig ist auch zu wissen, dass sich die Beiträge für die Krankenhauszusatzversicherung im Lauf der Zeit verändern können. Wenn höhere Kosten durch neue medizinische Behandlungen anfallen, werden diese von den Versicherern häufig an die Kunden weitergegeben. 


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Jennifer Günther ist seit Dezember 2019 für die Ratgeber-Redaktion von basenio.de tätig. Vor basenio.de schrieb sie für den Blog der Klassik Stiftung Weimar.

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