Zahnimplantat | Kosten | Krone | Implantate

Zahnimplantat für Krone & Co. » Alle Infos für Kosten, Zuschuss durch Krankenkasse & Co.

Zahnimplantat | Kosten | Krone | Implantate
© Proxima Studio - AdobeStock

Zähne zeigen! Mit dem richtigen Zahnimplantat ist das kein Problem. Basenio.de berät Sie zu Kosten, Behandlung, Arten und inwiefern Sie einen Zuschuss von Ihrer Krankenkasse erhalten.

| Clara Udich

Die Kosten für Zahnimplantate unterscheiden sich von Patient zu Patient sehr stark. Das ist vor allem abhängig davon, ob die Implantate aus Titan oder Keramik sind und ob es sich um Mini- oder Sofortimplantate handelt.

Material, Aufwand der Behandlung und die individuelle Zahngesundheit sind ebenfalls entscheidende Faktoren für den Preis des Implantats. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen keine Kosten für die Zahnimplantate. Sie zahlen lediglich einen Festzuschuss für die Regelversorgung.

Was sind Zahnimplantate?

Ein Zahnimplantat ermöglicht es, Zahnlücken dauerhaft zu schließen und fehlende Zähne zu ersetzen. Dabei handelt es sich um eine künstliche Zahnwurzel, welche meist aus Titan besteht und direkt in den Kieferknochen eingesetzt wird. Dieser sogenannte Implantatkörper bildet die Grundlage für den Implantataufbau (Abutment) als Zwischenelement. Darauf wiederum wird letztendlich die sogenannte Suprakonstruktion, z. B. Zahnkronen, verschraubt. Der im Kiefer implantierte Teil ist schrauben- oder zylinderförmig. Der Implantatpfosten (Suprakonstruktion) als zweiter Teil wird nachträglich eingeschraubt und bietet dem Zahnersatz einen festen Halt.

Zahnimplantat, Kosten, Zuschuss, Was sind
(Quelle: © Maksym Yemelyanov - Adobe Stock)

Welche Arten von Zahnimplantaten gibt es?

Zahnimplantate unterscheiden sich in der Regel nach Größe, Form und Material. Nachfolgend erhalten Sie eine tabellarische Übersicht über die verschiedenen Ausführungen:

Größe

  • kurze Implantate
  • Mini-Zahnimplantate

Form

  • Zylinderimplantate ohne Gewinde
  • stufenförmige und konische Implantate als Zylinder oder Schraube

Material

  • Titan
  • Keramik

Art

  • einteilige Implantate
  • zweiteilige Implantate

Verwendung

  • Enossale Implantate
  • Subperiostale Implantate
  • Basale Implantate
  • Schmalkieferimplantat

Die einteiligen Implantate integrieren bereits den Implantataufbau in den Implantatskörper (künstliche Wurzel). Bei zweiteiligen Implantaten hingegen ist der Aufbau (Abutment) aufgesetzt und ragt aus dem Zahnfleisch heraus. Auch dadurch ergeben sich unterschiedliche Kosten für die Implantate.

Enossale Implantate – Bei einem enossalen Implantat handelt es sich um eine künstliche Zahnwurzel. Die Form ähnelt der Zahnwurzel oder ist zylindrisch aufgebaut. Sie ähneln in ihrer Form häufig einer Schraube. Über ein Gewinde bohrt der Zahnarzt das Implantat direkt in den Kieferknochen.

Subperiostale Implantate – Das subperiostale Implantat ist eine Sonderform der Zahnimplantate. Dabei wird das Implantat nicht in den Knochen eingeschraubt, sondern zwischen Zahnfleisch und Knochen positioniert. Es liegt großflächig auf dem Kieferknochen auf und wird daher oftmals bei einem starken Rückgang des Kieferknochens verwendet.

Laut Dr. Hans-Joachim Udich, Zahnarzt aus Jena, werden subperiostale Implantate kaum noch verwendet. Durch die flachen, subperiostalen Implantate kommt es nicht selten zu großflächigen Entzündungen. Subperiostale Implantate wurden meist bei starkem Kieferschwund eingesetzt – die Alternative des Kieferknochenaufbaus existierte noch nicht.

Basale Implantate – Basale Implantate ermöglichen mit einer scheibenförmigen Verankerungsfläche die Versorgung von Patienten mit sehr wenig Knochensubstanz. Die große Verankerungsfläche sorgt für einen stabilen Halt, sodass auf aufwendige Augmentationsverfahren (Knochenaufbau) verzichtet werden kann.

Schmalkieferimplantat – Diese Form von Implantaten wird auch als Mini-Implantat bezeichnet. Sie kennzeichnen sich durch einen wesentlich geringeren Durchmesser als herkömmliche Implantate. Dadurch sind sie einerseits weniger belastbar und können andererseits aber auch bei einem geringen Knochenangebot eingesetzt werden.

 

Die Zahnimplantate gibt es zum Ersatz eines Einzelzahns sowie zum Ersatz mehrerer Zähne.

Wenn Sie infolge eines Unfalls, einer Karies oder Parodontitis einen Zahn verlieren, kann der Zahnimplantat-Spezialist Ihnen diesen Zahn mit einem Einzelzahnimplantat ersetzen. Wenn das Implantat direkt gesetzt wird, nachdem der Zahn gezogen wurde, spricht man von „Sofortimplantation“. Auch, wenn der Zahn bereits fehlt, aber nicht so „auffällt“, wird ein Zahnersatz empfohlen. Wird eine Zahnlücke nicht geschlossen, schieben sich die Nachbarzähne mit der Zeit in diese hinein. Die Zähne von Ober- und Unterkiefer treffen nicht mehr perfekt aufeinander und es kommt zu einer Veränderung im gesamten Biss.

 

Die Alternative zu einem Zahnimplantat ist die Zahnbrücke.

Wenn nicht nur ein Zahn, sondern mindestens zwei Zähne nebeneinander fehlen, wird von einer sogenannten „Schaltlücke“ gesprochen. Fehlende Zähne werden entweder mit Einzelzahnimplantaten oder einer implantatgetragenen Brücke ersetzt. Alternativen ohne Implantate sind hier herkömmliche Brücken oder herausnehmbare Teilprothesen. Die Brücken werden mithilfe von Kronen auf den natürlichen Nachbarzähnen befestigt.

Die herkömmlichen Brücken werden verwendet, wenn Sie natürliche Zähne auf beiden Seiten der Lücke besitzen, die durch den fehlenden Zahn entsteht. Der Nachteil daran ist, dass Schmelz von den angrenzenden Zähnen entfernt werden muss, um Platz für die Kronen zu schaffen. Da der Zahnschmelz sich nicht nachbildet, müssen diese Zähne zukünftig immer mit Kronen geschützt werden.

Implantatgetragene Brücken können ebenfalls verwendet werden, wenn mehr als ein Zahn fehlt. Diese Brücken werden im Gegensatz zu herkömmlichen Brücken jedoch nicht von überkronten Zähnen und Gerüsten, sondern von Zahnimplantaten getragen. Sie schließen sehr schön mit dem Zahnfleisch ab und sind daher auch ästhetisch gesehen die bessere Variante.

Die implantatgetragenen Brücken fühlen sich, ähnlich zu den natürlichen Zähnen, sehr stabil und angenehm an. Nachteil daran ist, dass zwei Operationen erforderlich sind, um die Implantate zu platzieren. Sind die begrenzenden Zähne der Lücke frei von Karies und nicht überkronungsbedürftig, kommt eine Implantatbrücke am ehesten zum Einsatz.

Beim zahnlosen Kiefer, also sofern die komplette Zahnlosigkeit den Oberkiefer, Unterkiefer oder Ober- und Unterkiefer gleichzeitig betreffen, sollte nicht zu lange gewartet werden. Wenn Sie sich zunächst für eine herkömmliche herausnehmbare Prothese ohne Implantate entscheiden, riskieren Sie einen zwangsläufig eintretenden Knochenverlust. Implantate ohne vorherigen Knochenaufbau sind nur in bestimmten Fällen möglich.

Zahnimplantat, Kosten, Zuschuss, Arten, Krone
(Quelle: © Nat - Adobe Stock)

Haltbarkeit von Zahnimplantaten

Ein „Ablaufdatum“ besitzen Implantate nicht wirklich. Dennoch können Aussagen über die Lebensdauer im Kiefer getroffen werden. Für diese Lebensdauer ist nicht das Implantat selbst, sondern vielmehr Fundament ausschlaggebend. Vor allem die Qualität von Kieferknochen und Zahnfleisch.

Implantate können nur in entzündungsfreien Kieferregionen gut festwachsen. Daher sollten Zahnfleischerkrankungen und Entzündungen im Knochen vorher behandelt werden. Ein zu frühes Belasten der Implantate kann sich negativ auf das Knochenfundament auswirken. Der Zahnersatz wird daher erst auf die Implantate gesetzt, wenn die Einheilungsphase vollständig abgeschlossen ist.

Das Implantat samt Krone sollte für den Patienten immer gut zu reinigen sein. Denn eine regelmäßige Nachsorge ist sehr wichtig, um die Funktionstüchtigkeit der Implantate positiv zu beeinflussen. Je besser die Mundhygiene des Patienten ausfällt, desto wahrscheinlicher ist auch eine lange Haltbarkeit der Zahnimplantate.

Aktuelle Studien belegen die jahrzehntelange Haltbarkeit von guten Zahnimplantaten. Nur ca. 5% der eingesetzten Zahnimplantate werden im Laufe der Zeit funktionsuntüchtig. Damit weisen die Implantate eine sehr hohe Lebensdauer auf. Künstliche Zahnwurzeln sind den echten Zähnen auch nahezu ebenbürtig und können bei guter Pflege und regelmäßiger Kontrolle bzw. Nachsorge auch ein Leben lang im Mund verbleiben. Wichtig sind hierbei vor allem die Pflege von Zahn und Implantat sowie die Behandlung durch erfahrene Zahnärzte für Zahnimplantate oder Implantologen.

Welche Faktoren bestimmen den Preis des Implantats?

Abhängig vom jeweiligen Zahnarzt, der Art des Implantats und des Zahnersatzes, variieren die Kosten für ein Zahnimplantat. Bei der Zusammensetzung der Kosten für Zahnimplantate spielen die folgenden Faktoren eine maßgebliche Rolle:

  • Aufwand und Schwierigkeit des Eingriffs
  • verwendete Diagnostik-Verfahren
  • Anzahl der einzusetzenden Implantate
  • möglicher Knochenaufbau
  • Implantat-Hersteller
  • Materialien der Zahnimplantate
  • Honorar des Behandlers
  • Kosten für den implantatgetragenen Zahnersatz
  • individueller Versicherungsstatus des Patienten

Auch je nach Situation der Mundschleimhaut, der möglichen Notwendigkeit eines Knochenaufbaus sowie der zu berücksichtigenden Nebenerkrankungen und ästhetischen Ansprüche des Patienten, variieren die Preise des Implantats. Alle Kosten und Faktoren werden jedoch in der Regel im Rahmen der Diagnostik mit dem behandelnden Zahnarzt bzw. Implantologen abgeklärt.

Was kostet ein Implantat?

Die Kosten für Zahnimplantate können pauschal nicht festgelegt werden, da viele Faktoren Einfluss auf die Gesamtbehandlungskosten nehmen. Daher können die Gesamtkosten stark variieren. Es lohnt sich, mehrere Angebote zu vergleichen und einzelne Kostenpunkte genau zu betrachten.

Ein Zahnimplantat kostet in etwa zwischen 1400 und 2200 Euro pro Zahn.

Beispielrechnung:

Kostenfaktoren

Preis in €

Zahnarzthonorar (GOZ1)

ca. 900€

Zahnarzthonorar (BEMA2)

ca. 100€

Material & Laborkosten

ca. 850€

Voraussichtlicher Festzuschuss der Krankenkasse

ca. 380€

Ihr voraussichtlicher Eigenanteil

~ 1.470€

Quelle: dentolo.de (2022)

1 GOZ:Gebührenordnung für Zahnärzte. Die GOZ regelt alle Leistungen, die nicht über die gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet werden können, also die sogenannten Privatleistungen.

2 BEMA: Einheitlicher Bewertungsmaßstab für zahnärztliche Leistungen. Die BEMA bildet die Grundlage der Abrechnung von Behandlungen in Zahnarztpraxen mit den gesetzlichen Krankenversicherungen, die Leistungen in Anspruch nehmen möchten, die über den Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkasse hinaus geht.

Im Vergleich dazu gestalten sich die Kosten der verschiedenen Zahnimplantat-Versorgungen beispielhaft wie folgt:

Implantat-Arten

Preis in €

Zahnimplantat für einen einzelnen Zahn

ca. 1.400 bis 2.200 €

Herausnehmbarer Zahnersatz auf 2 Implantaten

ca. 3.500 bis 4.200 €

Herausnehmbarer Zahnersatz auf 4 Implantaten

ca. 7.300 bis 13.000 €

Fester Zahnersatz auf 6 bis 8 Implantaten

ab ca. 15.000 €

Fester Zahnersatz mit All-on-4

ab ca. 13.000 €

Quelle: dentolo.de (2022)

Die Behandlung und die damit verbundenen Kosten unterscheiden sich jedoch von Patient zu Patient.

Zusätzliche Implantatkosten ergeben sich beispielsweise auch durch Knochenaufbau. Denn die Versorgung mit Implantaten kann nur im gesunden Kiefer erfolgen. Wenn der Zahnhalteapparat bereits entzündet und Knochen abgebaut ist, können nicht direkt Implantate gesetzt werden.

Eine Parodontitisbehandlung und ein Aufbau des Kieferknochens sind in dem Fall Voraussetzung für Implantate, damit diese fest im Kiefer verankert werden. Die Kosten für einen Knochenaufbau werden in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, sondern müssen vom Patienten privat getragen werden.

Kosten für den Knochenaufbau: Die Kosten für einen Knochenaufbau liegen zwischen 300 und 1200 Euro und müssen zu den Kosten für das Implantat hinzuaddiert werden.

Die Kosten für Zahnimplantate variieren vor allem deshalb besonders stark, weil die Implantation eine Privatleistung darstellt und das Einsetzen einer künstlichen Zahnwurzel über eine andere Gebührenordnung, die GOZ, abgerechnet wird. Über diese Gebührenordnung kann der Zahnarzt sein Honorar individuell berechnen. Dadurch, dass bei dem einen Zahnarzt die Kosten höher ausfallen, bei einem anderen hingegen niedriger, wird der gesamte Preis der Implantate beeinflusst. Labor- und Materialkosten sind im Gegensatz zu einer Regelversorgung noch nicht im Honorar enthalten und können daher stärker variieren als bei einer Kassenleistung.

 

Das sagt der Zahnarzt

Dr. Hans-Joachim Udich, Zahnarzt aus Jena, hat uns als Fachexperte Informationen zu den Zahnimplantat Kosten übermittelt. Die Kosten sind ein Richtwert für eine Behandlung mit Implantaten und sind von Zahnarzt zu Zahnarzt verschieden.

Die Kosten setzen sich laut Dr. Udich wie folgt zusammen:

Leistung

Preis in €

Standard-Implantat mit Material

ca. 1.200€

Standard-Material (Titan)

ca. 200€ (Keramik wesentlich teurer)

Augmentation (Knochenaufbau)

+ Knochenersatzmaterial

ca. 300€

ca. 400 bis 500€

Kostenübernahme des Zahnimplantats von der gesetzlichen Krankenkasse

Implantate gehören nicht zur Regelversorgung. Die Höhe des Festzuschusses wird durch die alternative konventionelle Versorgung bestimmt. Wenn Sie sich bei einem fehlenden Zahn für eine Behandlung mit Implantat entscheiden, alternativ aber auch eine Behandlung mit Brücke oder Prothese möglich wäre, erhalten Sie von der Krankenkasse lediglich den Festzuschuss zur Brücke oder Prothese. Eine Ausnahme besteht, wenn jede andere Versorgung ausgeschlossen und nicht zielführend ist. Dann besteht die Möglichkeit, dass Ihre gesetzliche Krankenversicherung die Behandlungskosten übernimmt.

 

Das übernimmt die TK
 

Die Techniker Krankenkasse, TK, äußert sich wie folgt zu der anteiligen Kostenübernahme:

„Von der TK erhalten Sie jedoch einen Festzuschuss für den Zahnersatz auf dem Implantat, die sogenannte Suprakonstruktion. Die Höhe des Zuschusses richtet sich nach der Regelversorgung, das ist der zahnmedizinisch erforderliche Zahnersatz, der für Ihren Zahnbefund festgelegt wurde.“

Wichtig ist für den Kostenzuschuss durch die TK vor allem, dass der Heil- und Kostenplan vor der Behandlung von der TK genehmigt wird:

„Für die Suprakonstruktion erhalten Sie einen Heil- und Kostenplan, der vor der Behandlung von der TK genehmigt werden muss.“

Die komplette Kostenübernahme bei Zahnimplantaten erfolgt nur in seltenen, schweren Fällen, wie es die Techniker Krankenkasse beschreibt:

„An Implantaten und dem dazugehörenden Zahnersatz dürfen wir uns nur dann beteiligen, wenn schwerste Kieferdefekte vorhanden sind und herkömmlicher Zahnersatz nicht möglich ist.“

 

Das übernimmt die AOK

Auch die AOK beteiligt sich mit einem Zuschuss an den Kosten. Dazu äußert sich die AOK auf ihrer Website wie folgt:

„Wie hoch der sogenannte Festzuschuss ausfällt, hängt grundsätzlich vom Befund ab. Das oberste Gremium der Krankenkassen, Ärzte und Zahnärzte (Gemeinsamer Bundesauschuss) hat dazu für jeden Zahnbefund einen bestimmten Betrag festgelegt. Die Beträge werden jährlich geprüft und angepasst.“

Alle weiteren Kosten, die über diesen Festzuschuss hinausgehen, müssen Sie als Eigenanteil selbst tragen. „Das gilt auch für Mehrleistungen, die Sie mit Ihrem Zahnarzt vereinbaren, wie zum Beispiel Vollverblendungen oder höherwertige Legierungen.“

Dazu gehören auch die Kosten für ein Zahnimplantat sowie die Implantatoperation. Die AOK übernimmt für den Zahnersatz, der auf dem Implantat sitzt, den Festzuschuss gemäß dem zahnärztlichen Befund.

Lassen Sie sich unbedingt von Ihrem Zahnarzt zuvor umgehend beraten und verschaffen Sie sich einen Überblick über alle anfallenden Kosten und Alternativen. Die Kosten erfahren Sie auch aus dem Heil- und Kostenplan, den Ihr Zahnarzt vor Beginn der Behandlung erstellt.

Zusätzlich sollten Sie sich mit Ihrer Krankenversicherung in Verbindung setzen und erfragen, in welcher Höhe die Kosten für den Eingriff übernommen werden.

Kosten mithilfe von Zahnzusatzversicherung zahlen

Die Behandlung mit Zahnimplantaten kann ziemlich teuer werden. Vor dieser hohen Zahlung schützt eine Zahnzusatzversicherung – sogar teilweise dann, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Versicherte in der GKV sparen mit der privaten Zusatzversicherung von ottonova bis zu 100% der Zahnersatz-Kosten. Es gibt verschiedene Zahnzusatzversicherungen für Implantate inklusive Zusatzleistungen wie Knochenaufbau und sonstigen notwendigen Maßnahmen.

Bei der Auswahl einer passenden Zahnzusatzversicherung sollten Sie vor allem prüfen, wie hoch der Leistungsanspruch in den ersten Jahren ist.

Stiftung Warentest hat im April 2021 244 Tarife verglichen und auf die Aspekte Regelversorgung, Privatversorgung (ohne Inlays und Implantate), Implantatversorgung, Inlays, jährliche Obergrenzen für die gesamte Tarifleistung und Wartezeit (Monate) überprüft.

Folgende Anbieter befinden sich unter den Top 5 der Zahnzusatzversicherungen:

1. Barmenia Mehr Zahn 100

AlterMonatsbeitrag
Beitrag für ein Alter von 43 Jahren34 Euro
Maximaler Beitrag zwischen 43 und 73 Jahren61 Euro
Durchschnittsbeitrag von 43 bis 73 Jahre51 Euro

Die Barmenia Mehr Zahn 100 schneidet in ihrem Qualitätsurteil sehr gut (0,5) ab. Darunter hat Stiftung Warentest außerdem auch die Regelversorgung, Privatversorgung (ohne Inlays und Implantate), Implantatversorgung, Inlays und die jährlichen Obergrenzen für die gesamte Tarifleistung als sehr gut (0,5) bewertet. Weiterhin besteht keine Wartezeit.

Zusätzliche Boni: Zukünftige Heilbehandlungsmaßnahmen sind automatisch mitversichert, Vorversicherungszeiten werden positiv berücksichtigt (zum Beispiel durch Wegfall oder Reduzierung von Summenbegrenzungen) und es existieren keine Summenbegrenzungen in den ersten Vertragsjahren im Rahmen der Regelversorgung.

 

2. Barmenia Mehr Zahn 100 + Mehr Zahnvorsorge Bonus

AlterMonatsbeitrag
Beitrag für ein Alter von 43 Jahren43 Euro
Maximaler Beitrag zwischen 43 und 73 Jahren70 Euro
Durchschnittsbeitrag von 43 bis 73 Jahre60 Euro

Die Barmenia Mehr Zahn 100 + Mehr Zahnvorsorge Bonus schneidet in ihrem Qualitätsurteil ebenfalls sehr gut (0,5) ab. Alle bereits weiter oben genannten Kriterien sind ebenfalls als sehr gut (0,5) bewertet und es muss keine Wartezeit einberechnet werden.

Zusätzliche Boni: Zukünftige Heilbehandlungsmaßnahmen sind automatisch mitversichert, Vorversicherungszeiten werden positiv berücksichtigt (zum Beispiel durch Wegfall oder Reduzierung von Summenbegrenzungen) und es existieren keine Summenbegrenzungen in den ersten Vertragsjahren im Rahmen der Regelversorgung.

 

3. Bayerische Zahn Prestige

AlterMonatsbeitrag
Beitrag für ein Alter von 43 Jahren41 Euro
Maximaler Beitrag zwischen 43 und 73 Jahren68 Euro
Durchschnittsbeitrag von 43 bis 73 Jahre58 Euro

Die Bayerische Zahn Prestige schneidet gleichermaßen wie die anderen Versicherungen sehr gut (0,5) ab. Auch in Bezug auf die weiteren Aspekte unterscheidet sich diese Versicherung nicht wesentlich und schneidet nicht schlechter ab. Alle Kriterien sind mit sehr gut (0,5) bewertet. Es existiert keine Wartezeit.

Zusätzliche Boni: Hier gibt es einen Unterschied zu den vorherigen Zahnzusatzversicherungen. Denn es werden lediglich die Vorversicherungszeiten positiv berücksichtigt. Dahingegen sind jedoch zukünftige Heilbehandlungsmaßnahmen nicht automatisch mitversichert und auch der Wegfall von Summenbegrenzungen in den ersten Vertragsjahren im Rahmen der Regelversorgung ist nicht gewährleistet.

 

4. Bayerische Zahn Prestige Plus

AlterMonatsbeitrag
Beitrag für ein Alter von 43 Jahren46 Euro
Maximaler Beitrag zwischen 43 und 73 Jahren79 Euro
Durchschnittsbeitrag von 43 bis 73 Jahre66 Euro

Die Bayerische Zahn Prestige Plus weist ebenfalls ein Gesamturteil sehr gut (0,5) auf. Darunter sind ebenfalls die Privatversorgung, Implantatversorgung, Inlays und die jährlichen Obergrenzen mit sehr gut (0,5) bewertet und es muss keine Wartezeit in Kauf genommen werden.

Zusätzliche Boni: Wieder werden lediglich die Vorversicherungszeiten positiv berücksichtigt. Zukünftige Heilbehandlungsmaßnahmen sind dagegen nicht automatisch mitversichert und auch der Wegfall von Summenbegrenzungen wird nicht gewährleistet.

 

5. Berlin Direkt DZL

AlterMonatsbeitrag
Beitrag für ein Alter von 43 Jahren33 Euro
Maximaler Beitrag zwischen 43 und 73 Jahren56 Euro
Durchschnittsbeitrag von 43 bis 73 Jahre47 Euro

Die Berlin Direkt DZL schneidet insgesamt, ähnlich zu den anderen Versicherungen, sehr gut (0,5) ab und hebt sich auch in den weiteren Aspekten sehr gut (0,5) ab. Keine Wartezeit.

Grund, warum diese Zahnzusatzversicherung den letzten Platz belegt, ist womöglich, dass keine zusätzlichen Boni und Alleinstellungsmerkmale herauszustellen sind. Dennoch verzeichnet die Berlin Direkt DZL eine solide Gesamtleistung.

Die Vor- und Nachteile von Zahnimplantaten

Vorteile

Nachteile

  • hoher Tragekomfort, festsitzender Zahnersatz
  • die Dauer der Zahnbehandlung ist sehr lang aufgrund des Einheilungsprozesses
  • benachbarte, gesunde Zähne müssen nicht beschliffen werden und es geht keine gute Zahnsubstanz verloren
  • höhere Kosten, da die Krankenkassen in der Regel keine Kosten übernehmen
  • gesunde Nachbarzähne werden durch Implantate abgeschirmt und gefestigt
  • in der Regel sind ein oder mehrere Operationen notwendig, um ein Implantat einzusetzen
  • es besteht kein Infektionsrisiko durch Beschleifen der Zähne
  • der langfristige Erfolg erfordert eine äußerst konsequente Mundhygiene
  • Belastung des Knochens beugt Knochenschwund vor
  • implantatgestützter Zahnersatz gestaltet sich aufwendiger und kostenintensiver als gewöhnliche Brücken oder Prothesen
  • ästhetisches Ergebnis kann die Lebensqualität verbessern

 

  • die Biss- und Kaufähigkeit wird durch die Implantate bis zu 100 % regeneriert

 

  • Implantate wirken sich positiv auf die Aussprache und den Geschmackssinn aus

 

 


Diesen Beitrag: Drucken

Kommentare


Meine Großmutter muss neue Implantate setzen lassen. Ich suche nach mehr Informationen für sie und dieser Artikel ist sehr informativ! Es ist verständlich, dass Komplikationen auftreten können, aber ich freue mich zu lesen, dass es dafür gute Lösungen gibt. Sie sagen, dass ein Implantat für den Seitenzahn zwischen 1.850 und 2.900 Euro kosten kann. Wird das von der Krankenkasse erstattet?

Meine Großmutter braucht Implantate und ich suche Informationen darüber. Es ist schön zu lesen, dass die Operation nicht länger als zwanzig Minuten dauert. Ich verstehe, dass es auch Risiken gibt, aber es scheint mir, dass eine Operation in der Regel erfolgreich ist?

Kommentar schreiben

Ihre Daten sind sicher. Ihre Angaben werden ausschließlich zur Bearbeitung Ihres Anliegens verwendet.Weitere Informationen zum Datenschutz