Was hilft gegen Zecken beim Hund | am besten | Hausmittel

Was hilft gegen Zecken beim Hund? 4 Tipps & Hausmittel für liebevolle Hundebesitzer

Was hilft gegen Zecken beim Hund | am besten | Hausmittel
animaflora - Fotolia

Zecken können für Menschen und Hunde zum Gesundheitsrisiko werden. Wir zeigen Ihnen vier Tipps, mit denen Sie sich und Ihren Vierbeiner gegen die lästigen Parasiten schützen.

| Basenio Redakteur

Gerade im Frühjahr und Sommer lädt die Natur Mensch und Tier zum Genießen der frischen Luft und blühender Wiesen und Wälder ein. Viele Hundebesitzer nutzen Spaziergänge im Grünen als Erholungsphasen in ihrem Alltag. Neben dem positiven gesundheitlichen Effekt, vertiefen diese Ausflüge auch die Beziehung zwischen Mensch und Tier.

Aber leider wächst mit den steigenden Temperaturen des Frühjahrs auch die Aktivität durch Zecken. Die kleinen Blutsauger können unangenehme Erinnerungen an Wald- und Wiesenspaziergänge hinterlassen. Zeckenbisse sind nicht nur ärgerlich, sondern können auch ernsthafte Krankheiten nach sich ziehen. Basenio.de, das Onlineportal für die Generation 50plus, gibt Tipps, wie Sie sich und Ihre Haustiere gegen diese Parasiten schützen.

Wer sich gegen mögliche Kosten von Behandlungen und Therapien für seinen Vierbeiner finanziell absichern möchte, dem sei eine Hundekrankenversicherung empfohlen. Solche Policen werden unter anderem von großen Versicherungsgesellschaften angeboten. Es hat sich aber auch eine Reihe kleinerer Anbieter auf die Absicherung von Tieren spezialisiert. Dazu zählen die Hundekrankenversicherung von Anivigo, Petplan oder Agila.

Zecken - Saison und Verbreitung

Die Zeckensaison beginnt im Frühjahr (März/April) und endet im Herbst (Oktober/November). Schwankungen gibt es je nach Gegend und Wetterlage. In milden Wintern können Zecken sogar überwintern und aktiv bleiben. Zecken sind weitverbreitet. In Deutschland leben etwa 20 verschiedene Arten.

Sie bevorzugen Lebensräume in der Nähe ihrer Wirte. Dabei befällt der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) am häufigsten Menschen. Durch einen Biss können die Zecken aufgrund ihrer Lebensweise Krankheitserreger zwischen den Wirten übertragen, ohne selbst zu erkranken.

Für Menschen besteht insbesondere die Gefahr von Erkrankungen wie Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) – einer Hirnhautentzündung.

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Für Mensch und Tier können Zecken gefährlich werden. (Quelle: Robert Kneschke - Fotolia)

4 Tipps & Hausmittel gegen Zecken

Es gilt also ratsam, sich in der Natur vor Zecken zu schützen. Wir zeigen Ihnen vier Möglichkeiten, wie Sie die kleinen Parasiten loswerden oder aber schon von vornherein vom sprichwörtlichen Hals halten.

1. Zecken schnell entfernen

Nach einem Ausflug suchen Sie sich Zuhause möglichst gleich nach Zecken ab. Sollten Sie die kleinen Spinnentiere an sich oder Ihrem Hund finden, entfernen Sie diese bitte so schnell wie möglich. Die meisten krankmachenden Erreger werden zwölf bis 24 Stunden nach dem Biss übertragen.

Vergessen Sie nicht den eigenen Schutz. Tragen Sie vor allem im Wald und auf der Wiese geschlossene Kleidung. Zudem weisen die Gesundheitsbehörden alljährlich auf die Wichtigkeit von FSME-Impfungen hin, vor allem wenn man in einem Risikogebiet wohnt oder in ein solches reist.

2. Natürliche Mittel gegen Zecken


Es gibt einige natürliche Mittel, die gegen einen Zeckenbefall schützen sollen. Empfehlungen reichen von Knoblauch über Bernsteinketten bis hin zu verschiedenen ätherischen Ölen. Die Wirksamkeit ist nur bei wenigen Mitteln durch Studien nachgewiesen, wie zum Beispiel bei Kokosöl.

Es gilt seit Jahrzehnten als natürliches Mittel gegen Zecken und das sowohl bei Menschen als auch bei Haustieren. Es konnte bewiesen werden, dass Kokosöl mit seinen Inhaltsstoffen und seinem Geruch Zecken wirkungsvoll daran hindert, sich in der Haut des Wirtes zu verbeißen. Dies liegt an der darin enthaltenen Laurinsäure. Natürliches Kokosöl besteht bis zu 60 Prozent daraus. Dagegen finden sich in Butter nur zwei bis fünf Prozent.

Zecken reagierten in Studien sehr stark auf Laurinsäure. Sie mieden in solchen Tests alle Hautpartien, die mit Laurinsäure-Lösung behandelt wurden. Zudem hat Kokosöl keinerlei Nebenwirkungen. Es kann also bei Tieren und Menschen - auch Kindern und Babys - bedenkenlos angewendet werden.

Kokosöl hat sich somit als eines der besten natürlichen Mittel gegen Zeckenbisse erwiesen. Um es zu nutzen, reiben Sie einfach gefährdete Bereiche des Körpers regelmäßig mit Kokosöl ein. Ganz nebenbei hat Kokosöl durch seine Wirkstoffe einen sehr positiven Effekt auf die Haut.

 

3. Kontakt-Antiparasitika


Ein weiteres Mittel sind sogenannte Kontakt-Antiparasitika. Diese chemischen Substanzen wirken abtötend auf die Blutsauger. Das Risiko der Erregerübertragung wird so deutlich vermindert. Während diese Mittel für den Menschen in Sprays und Lotionen angeboten werden, bieten sich für Hunde und Katzen Spot-on-Präparate und spezielle Halsbänder an.

Die Spot-on-Präparate werden mittels Pipette auf die Haut im Nackenbereich des Tieres getropft. Dadurch ist Ihr Liebling über mehrere Wochen geschützt. Wann eine Auffrischung notwendig ist, finden Sie in den Anwendungshinweisen des jeweiligen Produkts.

Auch Halsbänder mit unterschiedlichen Wirkstoffen wirken kontinuierlich über längere Zeit. Sie können zusätzlich zum normalen Halsband getragen werden. Für eine längere Wirksamkeitsdauer empfiehlt es sich, das Halsband vor dem Baden abzunehmen.

Antiparasitika werden auch als Tabletten angeboten. So verspricht die Kautablette Bravecto eine abtötende Wirkung gegen Zecken für drei Monate. Das Antiparasitikum wird dem Hund unzerkleinert verfüttert oder kann auch unter das Futter gemischt werden.

Unsere Redaktion erkundigte sich bei einem Tierarzt, wie hoch die Kosten für die Kautablette sind. Für einen 30 kg schweren Hund müssen Sie mit knapp 30 Euro rechnen, um ihn ausreichend zu schützen. Allerdings wurden in klinischen Studien auch Nebenwirkungen beobachtet. 1,6% der Hunde reagierten mit "…Durchfall, Erbrechen, Appetitlosigkeit und vermehrtem Speichelfluss", lässt der Hersteller wissen.

Tipp: Tierarzt fragen

Da die Wirkstoffe der Antiparasitika oft giftig sind, ist eine Rücksprache mit Ihrem Tierarzt vor Benutzung dieser Hilfsmittel dringend erforderlich. Nicht jedes Tier verträgt jedes Mittel gleichermaßen!

 

4. Borreliose-Impfung für Hunde


Hunde können gegen Borreliose geimpft werden. In Deutschland sind verschiedene Impfstoffe gegen Borreliose erhältlich. Allerdings ist es wichtig, dass der betreffende Hund noch nie von einer infizierten Zecke gebissen wurde. Die Impfung kann bereits ab einem Alter von zwölf Wochen erfolgen.

Der Impfschutz muss jährlich erneuert werden, damit er wirksam bleibt. Experten raten jedoch dazu, die örtlichen Gegebenheiten und die Gesundheit des Tiers gegen die Impfung abzuwägen. Klären Sie die Notwendigkeit am besten mit dem Tierarzt vor Ort ab.

Zeckenimpfung
Zeiträume für Zeckenschutzimpfungen für Hunde. (Quelle: eigene Darstellung)

 


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