Michaeliskirche Erfurt | Georgsturm | Öffnungszeiten

Michaeliskirche & Georgsturm in Erfurt - Öffnungszeiten & Tipps für Besucher

Michaeliskirche Erfurt | Georgsturm | Öffnungszeiten
Lisa Angrick

Die Michaeliskirche in Erfurt, der Georgsturm und die Ägidienkiche, gehören zu den vielen sakralen Bauten der Stadt. Ein kurzer historischer Abriss, Parkmöglichkeiten, Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln & Öffnungszeiten im Überblick.

| Lisa Angrick

Die thüringische Landeshaupstadt Erfurt zeichnet sich durch viele Kirch- und Turmbauten aus. Sie sind Zeugen einer mittelalterlichen Metropole, die durch den Waidhandel reich wurde. Noch heute sind viele der sakralen Bauten erhalten und für die Öffentlichkeit zugänglich.

Weitere Kirchen und Türme in Erfurt finden Sie in dieser Übersicht.

Michaeliskirche

In der Michaelisstraße, nur wenige Schritte von der Krämerbrücke und gegenüber des Landeskirchenamts der Evangelischen Kirche, befindet sich die Michaeliskirche. Sie wurde einst von acht wohlhabenden Bürgern der Stadt gestiftet. Entstanden ist die gotische Saalkirche mit Spitztonnen aus Holz zwischen 1278 und 1290.

Die Wölbung des Kirchenraumes aus Holz sieht man öfter in Erfurt. In der alten Synagoge, die sich nur 200 Meter entfernt ist, wurde ganz ähnlich gebaut. Als 1392 die Erfurter Universität gegründet wurde, nutzte auch die philosophische Fakultät der Universität die Michaeliskirche. Aufgrund der Fülle der Nutzer wurde 1418 die Kirche um ein Seitenschiff und zweigeschossige Emporen erweitert.

Evangelische Michaeliskirche, Michaelisstraße, Kirchenschiff
Der Haupteingang der Michaeliskirche in der Michelisstraße. (Quelle: Martin Haucke)

Die Dreifalltigkeitskapelle wurde 1500 vom Dekan der philosophischen Fakultät, Johann Bonemilch von Lasphe, gestiftet, nachdem er am Dom Weihbischof geworden war. Die Kapelle ist ein Ruhepunkt zum Nachdenken und ein Ort der Stille. Mit dem Bau der Dreifaltigkeitskapelle entstand auch das Michaeliskirchhöfchen, auf dem heute kleinere Veranstaltungen stattfinden und sich einige Biedermeier-Grabsteine befinden.

Zur Kostbarkeit der Stadt gehört die 1652 von Ludwig Compenius eingebaute und 1998 restaurierte Orgel. Im Laufe der letzten beiden Jahrhunderte fanden weitere Restaurierungen und Umbauten statt. So wurden beispielsweise die Ausstattung im neugotischen Baustil, die südliche Seitenemporen und die oberste Westempore zurückgebaut.

Schließlich wurde der Funktionsanbau an der westlichen Seite der Kirche errichtet. Der eigentliche Nordeingang der Kirche wurde durch diesen Umbau zum Haupteingang. Die zwei modernen Fenster an der Südwand wurden von einer privaten Stiftung finanziert.

Die heutige Kirche ist größtenteils noch aus dem Ende des 13. Jahrhunderts erhalten. Im Turm befindet sich die älteste Glocke Erfurts, die „Katharina“-Glocke. Die Michaeliskirche wird von der evangelischen Stadtmission geleitet. Haupt-und ehrenamtliche Mitarbeiter betreuen hier ärmere Menschen.

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag: 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Öffentliche Verkehrsmittel: Straßenbahnlinie 3,4 und 6 – Haltestelle Fischmarkt/ Rathaus

Parken: Parkplatz Kleiner Ring (Fußweg ca. 12 Minuten)

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Lageplan der Michaeliskirche (blau), des Georgturms (grün) und der Ägidienkirche (lila).

Georgsturm

Von der Michaeliskirche etwa 200 Meter entfernt, befindet sich der Georgsturm am Ende der Michaelisstraße. Der Georgsturm gehörte ursprünglich zur Georgskirche, die erstmalig 1132 Erwähnung fand. Gestiftet wurde der sakrale Bau von Widelo, ein Ministeriale von Erzbischof Adalbert I.

Eventuell hat sich früher eine Kapelle gleichen Namens auf dem Grundstück und nebenan sogar ein Kloster befunden. Beim Stadtbrand 1416 brannte die Kirche zwar ab, aber die Erfurter errichteten sie wieder. Während der Reformation eroberten die Protestanten die Kirche.

Die Nutzung nach der Reformation wurde immer seltener und meist nur für Trauergottesdienste. Ab 1619 verwendende man die Georgskirche als Schule mit zugehörigem Schulhof in der Weißengasse (abgebrannt 1535).

Georgsturm, Turmspitze, Georgsgasse
Der Georgsturm in der Georgsgasse. Hier klang usprünglich die älteste Glocke der Stadt. (Quelle: Martin Haucke)

Heute befinden sich dort Wohnhäuser. Schließlich wurde die Kirche 1632 von den Schweden abgerissen, um mit dem Baumaterial der Kirche die Stadtbefestigung zu verstärken. Der 1380 errichtete Georgsturm blieb jedoch erhalten. Die älteste Glocke der Stadt klang einst gemeinsam mit drei weiteren Glocken in diesem Turm.

Heute befinden sich die „Katharina“ und eine weitere Glocke in der Michaeliskirche. Die im Jahr 1380 gegossene Glocke wiegt 500 kg, ist 98 Zentimeter hoch und misst einen Durchmesser von 1,02 Metern.

Öffentliche Verkehrsmittel: Straßenbahnlinie 3 und 6 – Haltestelle Domplatz (Fußweg ca. 5 Minuten)

Parken: Parkplatz Kleiner Ring (Fußweg ca. 12 Minuten)

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Lisa Angrick absolvierte ein zweiwöchiges Praktikum bei Basenio.de.

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