Möbel für Senioren | bequeme | altersgerecht | Matratzen | Sessel

Möbel für Senioren: Tipps fürs altersgerechte Wohnen

Möbel für Senioren | bequeme | altersgerecht | Matratzen | Sessel

Möbel für Senioren sind funktional und ergonomisch an die speziellen Bedürfnisse der älteren Generation angepasst. Basenio.de, das Seniorenportal, stellt einige Angebote vor und gibt Tipps zu möglichen Kostenzuschüssen.

| Sina Jurkowlaniec

Physische und psychische Einschränkungen können den Alltag von Senioren in ihrem Wohnumfeld erschweren. Stufen werden zu Barrieren, glatte Böden zu einem Unfallrisiko und schmale Durchgänge zu einem Hindernis für Rollatoren sowie Rollstühle jeglicher Art.

Doch auch Möbel können für ältere Menschen zu einem Problem werden. Herkömmliche Betten, Tische, Stühle, Schränke und vieles mehr sind meist nicht für die speziellen Bedürfnisse der älteren Generation oder Pflegebedürftiger gedacht. In Funktion und Ergonomie fehlt es ihnen in der Regel an Ausstattung.

Seniorengerechte Möbel verfügen über solche hilfreichen Details und tragen so dazu bei, dass Menschen länger selbstständig bleiben oder der Alltag in der Pflege erleichtert wird. Basenio.de, das Onlineportal für die Generation 50plus, stellt Ihnen Lösungen und Konzepte seniorengerechter Möbel vor.

Wohnzimmermöbel für Senioren

Im Wohnzimmer sind es vor allem Sitzgelegenheiten und Tische, die mit speziellen Funktionen und altersgerechter Ergonomie ausgestattet sein sollten.

Sitzmöbel für Senioren sollten über eine große und gepolsterte Sitzfläche verfügen sowie hilfreiche Funktionen etwa zum Auf- und Absetzen haben. Eine gut ausgepolsterte Sitzfläche besitzen zwar auch viele herkömmlichen Stühle, Sofas und Sessel, doch sind diese kaum für Menschen mit physischen und psychischen Einschränkungen geeignet. Patienten mit einem Dekubitus benötigen eine Polsterung, die den Auflagedruck über die Sitz- beziehungsweise Liegefläche verteilt. So nimmt sie den Druck vom Körper und verringert das Risiko von Geschwüren.

Sich selbstständig Auf- und Absetzen kann für Senioren mit alterstypischen Einschränkungen ein enormer Kraftakt sein oder gar unmöglich werden. Hierfür gibt es mechanische und elektrische Hilfen, mit denen sich Sitzmöbel verstellen lassen. So kann die Sitzfläche so angehoben und gekippt werden, dass der Weg beim Auf- und Absetzen verkürzt wird. Das spart Kräfte und erhöht die Sicherheit. Klappbare Fußbretter und verstellbare Lehnen erhöhen den Komfort.

Bei der Einrichtung eines barrierefreien Wohnzimmers sollten eher weniger Möbel verwendet werden als zu viele. Die Bewegungsfläche würde durch zu viele Möbel nur unnötig eingeschränkt werden. Alle Einrichtungsstücke sollten platziert sein, dass sie auch mit einen Rollstuhl oder Rollator erreichbar sind. 

 

Barrierefreie Wohnzimmermöbel sollten vor allem folgende Aspekte erfüllen:

  • Standfeste und stabile Ausführung der Einrichtungsstücke
  • Polster und Oberflächen, die leicht und ohne viel Aufwand zu reinigen sind
  • Abgerundete Kanten, um das Verletzungsrisiko zu mindern
  • Sitzmöbel mit Aufstehhilfe oder erhöhte Sitzflächen - verstellbare Lehne
  • Höhenverstellbar

 

Seniorensessel

 

Sessel gelten allein schon durch ihren Aufbau und ihre Polsterung als bequemes Sitzmöbel. Bei funktionalen Sesseln lassen sich Sitzhöhe und Lehne mechanisch oder elektrisch verstellen. Die elektrische Variante ist komfortabler, da sie per Knopfdruck und ohne eigenen oder fremden Kraftaufwand funktioniert. So lässt sich die Sitzposition ganz einfach verstellen, um beispielsweise den Fernseher besser zu sehen oder am Esstisch sitzen zu können. 

Sessel mit einer elektrische Aufstehhilfe erleichtern das Auf- und Absetzen. Ein integrierter Motor steuert hierfür eine eingebaute Hubtechnik. Solche Sitzmöbel werden im Handel als Komfort- oder Pflegesesel beworben.

Insbesondere die Angebote mit Pflegesesseln sind oft als Einzelanfertigung erhältlich, da sie an die individuellen Bedürnisse der Kunden angepasst werden. Zubehör wie klappbare Tische oder Funktionskissen lassen sich je nach Bedürfnis an den Sessel anbringen und erweitern seine Einsatzmöglichkeiten. Soll er nicht nur in einem Raum genutzt werden, kann er mit Rollen ausgestattet werden. 

Hersteller für Pflegesessel:

  • Devita
  • KranichConcept
  • Schmezer

 

Seniorensofa

 

Funktionssofas und Couchgarnituren eröffnen zahlreiche passende Lösungen für das Wohnen im Alter. Eine höhere Sitzfläche erleichtert das Aufstehen und ist für ein seniorengerechtes Sofa wichtig. Auch auf eine feste Sitzpolsterung sollte geachtet werden, denn oft sind Couchgarnituren zu weich für Senioren, sodass sie in die Sitzkissen zu tief einsinken und Probleme bei Auf- und Hinsetzen bekommen.

Es gibt sowohl Seniorensofas, die für einen Mittagsschlaf geeignet sind, als auch Seniorensofas, die mit einer Schlaffunktion ausgerüstet sind.

Matratzen für Senioren

Gesunder Schlaf ist wichtig für die Regeneration des Körpers. Der Mensch verbringt ein Drittel seines Lebens mit schlafen. Während wir gemütlich in unsere Kissen sinken, und zur Ruhe kommen, laufen im Körper wichtige Stoffwechselvorgänge ab und der Tag wird verarbeitet.

Um einen erholsamen Schlaf zu gewährleisten, ist es wichtig, dass die richtige Matratze gewählt wird. Vor allem wer körperliche Beschwerden im Rücken- oder Nackenbereich hat, kann diesen auf diese Art entgegenwirken, da man mit dem richtigen Unterbett eine zusätzliche Belastung des Körpers beim Schlafen verhindert.

Vor dem Matratzenkauf sollten Sie sich ausführlich darüber Gedanken machen, welchen Anspruch Sie an Ihre Schlafoase haben. Hier spielt für Senioren das bequeme Liegen eine ebenso wichtige Rolle wie das einfache Aufstehen aus dem Bett. Darüber hinaus müssen Sie selber herausfinden, welches Material und welcher Härtegrad für Sie der Richtige ist. Die passende Beschaffenheit Ihrer Matratze ergibt sich aus dem Zusammenspiel Ihrer persönlichen Schlafposition und Ihrem Körpergewicht.

 

 

Um die richtige Matratze zu finden, achten Sie auf den Härtegrad, die Luftzirkulation, die Punktelastizität und das Raumgewicht. Der Härtegrad gibt an, wie sehr die Matratze unter Ihrem Körpergewicht nachgibt, während sich die Punktelastizität auf das Nachgeben der Matratze an einem einzelnen Punkt bezieht.

Die Punktelastizität hängt mit dem Raumgewicht zusammen: Je höher das Raumgewicht, desto höher auch die Punktelastizität. Eine hohe Luftzirkulation verspricht vermehrtes Entweichen von Feuchtigkeit. Der Mensch schwitzt im Schlaf, weshalb sich bei einer geringen Luftzirkulation Schimmel bilden kann.

Bei Erkrankungen wie der Arthrose ist es wichtig, dass Sie das betroffene Gelenk nicht einer Fehlbelastung aussetzten, während Sie schlafen. Ihre Matratze sollte sich deshalb punktelastisch dem Körper anpassen und eine variablen Härtegrad haben. Auf diese Weise wird die Wirbelsäule in eine gerade Position gebracht und ein schmerzfreier Schlaf wird ermöglicht.

Leiden Sie unter Rheuma, gilt es die Wirbelsäule beim Liegen vollkommen zu entlasten. Auch hier bietet sich eine Variante mit einer punktelastischen Oberfläche und variablem Härtegrad an. So kann der Körper in die Matratze einsinken und sich die Position der Wirbelsäule orthopädisch korrekt positionieren. Es wird kein Gegendruck aufgebaut, welcher zu Nackenverspannungen führen kann oder die Rheuma-Schmerzen verschlimmert.

Am Ende hilft vor allem das Ausprobieren, weshalb viele Anbieter Ihnen eine Testphase mit verlängerter Rückgabefrist gewährleisten. Auch hier ist es wichtig, dass Sie keine Kompromisse eingehen. Wenn Sie nach 30 Tagen bemerken, dass das gekaufte Unterbett nicht zu Ihnen passt, scheuen Sie sich nicht davor, dieses umzutauschen.

Zuschuss der Pflegeversicherung

Gemäß § 40 SGB XI Wohnraumanpassung für Pflegebedürftige kann die Pflegeversicherung einen Zuschuss bis zu 4.000 Euro gewähren, wenn eine Maßnahme im Sinne dieser Vorschrift umgesetzt wird. Wer also einen Pflegegrad besitzt, kann unter Umständen die Kosten für spezielles Mobiliar ganz oder in Teilen erstattet bekommen.

Übersicht zu den Voraussetzungen und Leistungen der Pflegegrade:

 

Außerdem müssen die Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes mindestens eines aus folgenden drei Kriterien erfüllen:

  • Die Maßnahmen/ Umbauten ermöglichen die häusliche Pflege überhaupt erst.
  • Die Maßnahmen/ Umbauten erleichtern die häusliche Pflege und verringern die Belastung für den/die Pflegebedürftige(n) bzw. die Pflegepersonen.
  • Die Maßnahmen/ Umbauten ermöglichen eine selbständigere Lebensführung.

 

Sofern die Maßnahmen nicht in direktem Zusammenhang mit der Pflegebedürftigkeit stehen und sich lediglich auf reine Modernisierungsmaßnahmen oder Maßnahmen für eine allgemeine standardmäßige Ausstattung der Wohnung belaufen, sind diese nicht zuschussfähig. Seniorenmöbel, die nicht für Pflegemaßnahmen vorgesehen sind, werden in der Regel nicht von den Pflegekassen bezuschusst.

 

Tipp für Zuschuss der Krankenkasse/Pflegekasse

Fragen Sie am besten direkt bei Ihrer Kranken- und Pflegekasse nach, ob eine Kostenübernahme für das Mobiliar möglich ist. In Einzelfällen ist mit entsprechenden ärztlichen Attest eine Kostenübernahme möglich.

 

 


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Profilbild von Sina Jurkowlaniec

Sina Jurkowlaniec (Jahrgang 1992) studiert Medienwissenschaft an der Bauhaus Universität Weimar. Als Unterstützerin des Tageblattes ihrer Heimatstadt ist sie in die journalistische Tätigkeit eingestiegen und arbeitet regelmäßig für ...

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